DE355109C - Verfahren zur Herstellung haltbarer kolloidaler Loesungen in mit Wasser nicht mischbaren organischen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung haltbarer kolloidaler Loesungen in mit Wasser nicht mischbaren organischen Stoffen

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J13/00Colloid chemistry, e.g. the production of colloidal materials or their solutions, not otherwise provided for; Making microcapsules or microballoons
    • B01J13/0004Preparation of sols
    • B01J13/0026Preparation of sols containing a liquid organic phase

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Colloid Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung haltbarer kolloidaler Lösungen in mit Wasser nicht mischbaren organischen Stoffen.
  • Zusatz zum Patent 293848.
  • Die Verfahren nach den Patenten 293848 und 296637 erlauben die Herstellung kolloidaler Lösungen der verschiedensten Elemente und Verbindungen in mit Wasser nicht mischbaren organischen Substanzen, z. B. in vegetabilischen, tierischen und mineralischen Ölen, Fetten, Wachsen u. dgl., ferner in organischen Flüssigketen, wie Benzol, Benzin, Terpentinöl usw.
  • Die Haltbarkeit der so hergestellten KolIoidlösungen ist trotz ihrem hohen Dispersitätsgrade oft nur eine sehr beschränkte, da selbst bei Verwendung chemisch-reiner Dispersionsmittel sehr häufig Koagulationen der dispersen Phase schon nach wenigen Stunden oder Tagen eintreten, wodurch die Anwendbarkeit der gewonnenen Präparate für die verschiedenen technischen und pharmazeutischen Zwecke sehr stark beeinträchtigt wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß man dem Übelstande der raschen spontanen Koagulation in äußerst wirksamer Weise steuern kann, wenn man stets zwei Stoffe, welche nach den Verfahren der Patente 293848 und 296637 in wasserfreier und kolloidallöslicher Form gewonnen worden sind, in einem gemeinsamen organischen Dispersionsmittel zur Auflösung bringt. Die Neigung zur spontanen Koagulation ist dann beträchtlich geringer, als wenn nur ein solcher Stoff für sich zur Auflösung gelangt ist, und außerdem ist die Widerstandsfähigkeit solcher Präparate gegen die Einwirkung koagulierender Prinzipien, wie z. B. Säuren u. dgl., beträchtlich erhöht. Naturgemäß wird man die beiden kolloidallöslichen Stoffe in jedem Falle so auswählen, daß jeder von beiden für den angestrebten praktischen Zweck nicht störend wirkt, und dementsprechend wird auch das Mengenverhältnis der beiden aufzulösenden Kolloide zu bemessen sein.
  • Um die spontane Koagulation von Kolloidlösungen in mineralischen, pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten zu verlangsamen oder aufzuheben, hat sich besonders gut die Verwendung von kolloidalen Verbindungen der Magnesium-und Aluminiumgruppe bewährt, welche nach obengenanntem Verfahren in Ölen kolloidallöslich hergestellt worden sind, z. B. von öllöslichem Aluminiumoxyd, Magnesiumoxyd, den verschiedenen Magnesium- und Aluminiumsilikaten und -hydrosilikaten, den verschiedenen Magnesiumaluminiumsilikaten, von natürlichem Ton, Kaolin u. dgl. in einer in Öl kolloidal löslichen Form.
  • Die Mengenverhältnisse der beiden Komponenten können innerhalb weiter Grenzen schwanken. In manchen Fällen genügen bereits Zusätze von weniger als 1 Prozent der einen Komponente, bezogen auf die Menge der anderen Komponente, zur Erreichung des beabsichtigten Zweckes.
  • Ausführungsbeispiel I: Will man z. B. die Haltbarkeit von kolloidalen Lösungen von Quecksilber in Paraffinöl erhöhen, so wird man zweckmäßigerweise als zweite kolloidallösliche Verbindung eine kolloidale Quecksilberverbindung wählen, z. B. in Öl kolloidallösliches Kalomel. Das Verfahren kann dann entweder so ausgeführt werden, daß man zunächst beide Stoffe, sowohl das elementare Quecksilberkolloid nach Patent 293848 (beide spielsweise durch Auflösen von Natriumnaphtenat im Quecksilberhydrosol, Fällen mit Lösungen von Schwermetallen und Entwässern) wie das Kalomelkolloid nach Patent 296637 in 01 kolloidallöslicher Form (letzteres beispielsweise durch Lösen von Quecksilberoxydulnitrat in Wasser, Zufügen einer wäßrigen Lösung von Natriumnaphtenat und Kochsalz und Entwässern) für sich herstellt und beide gleichzeitig durch Vermischen oder Vermahlen mit dem Paraffinöl in diesem zur Auflösung bringt, oder mit ebenso gutem Erfolge, indem man zunächst das öllösliche Quecksilberkolloid in dem Paraffinöl auflöst und in der so gewonnenen Kolloidlösung nachträglich das öllösliche Kalomelkolloid zur Auflösung bringt. Um eine bei Zimmertemperatur sehr haltbare Kolloidlösung zu erhalten, genügt die Anwendung von Kalomcl (öllöslich) in einem Betrage von etwa 2 bis 5 Prozent der aufgelösten Menge des Quecksilberkolloides.
  • Ausführungsbeispiel 2: Zur Herstellung haltbarer Oleosole von Graphit oder Talkum wird derart gearbeitet, daß man 140 g Graphit bzw. Talkum nach dem Verfahren des Patentes 293848 in öllöslicher Form herstellt und gemeinsam mit 7 g öllöslichem Magnesiumsilikat, welches nach dem Verfahren des Patentes 296637 hergestellt ist, in 853 g mineralischem 01 zur Auflösung bringt.
  • PATENT-ANsPRfjCHE:.-1. Verfahren zur Herstellung haltbarer kolloidaler Lösungen in mit Wasser nicht mischbaren organischen Stoffen nach den Patenten 293848 und 296637, dadurch gekennzeichnet, daß man zwei der nach obigen Verfahren hergestellten kolloidallöslichen Stoffe in einem gemeinsamen organischen Dispersionsmittel zur Auflösung bringt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man die beiden kolloidallöslichen Stoffe in dem gemeinsamen organischen Dispersionsmittel gleichzeitig zur Auflösung bringt.
    3. Ausführungsform der Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mr die beiden kolloidallöslichen Stoffe in dem gemeinsamen organischen Dispersionsmittel nacheinander zur Auflösung bringt.
    4. Verfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als einen der beiden kolloidallöslichen Stoffe eine nach den Patenten 293848 oder 296637 hergestellte chemische Verbindung der Magnesium- oder Alumiumgruppe wählt.
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