DE437193C - Verfahren zur Herstellung eines Farbenbindemittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Farbenbindemittels

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DE437193C
DE437193C DEST37535D DEST037535D DE437193C DE 437193 C DE437193 C DE 437193C DE ST37535 D DEST37535 D DE ST37535D DE ST037535 D DEST037535 D DE ST037535D DE 437193 C DE437193 C DE 437193C
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DE
Germany
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binder
acid
salts
salt
compounds
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DEST37535D
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Dr Gottfried Behne
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ERNST STERN DR
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ERNST STERN DR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/02Emulsion paints including aerosols
    • C09D5/024Emulsion paints including aerosols characterised by the additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D7/00Features of coating compositions, not provided for in group C09D5/00; Processes for incorporating ingredients in coating compositions
    • C09D7/40Additives

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Farbenbindemittels. Zusatz zum Patent 434912. In dem Patent 434912 sind Bindemittel für Farben beschrieben, bei denen dem vorherrschend aus wasserunlöslichen Bindemitteln bestehenden System ein Zusatz von quellfähigen Kohlehydraten zugefügt wird.
  • Man kann die Eigenschaften derartiger Bindemittel dadurch verbessern, daß man ihnen gewisse salzartige Verbindungen, wie fettsaure oder harzsaure Tonerde, zusetzt, die, wie bereits bekannt ist, Farben eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Wasser verleihen.
  • Überraschenderweise gelingt es, derartige Verbindungen dadurch in beliebiger Mannigfaltigkeit und außerordentlich wirksamer Form dem Bindemittel einzuverleiben, daß man sie nicht, wie bisher allgemein üblich, in Substanz zusetzt, sondern innerhalb des Bindemittels selbst erzeugt.
  • Die salzartigen Verbindungen werden zweckmäßig dadurch gebildet, daß man in dem Bindemittel als solchen oder noch besser in einem kolloidalen Anteil oder Zusatz des Bindemittels die eine Komponente, z. B. die saure Komponente, löst oder feinverteilt und alsdann durch Zusatz der basischen Komponente die salzartige Verbindung innerhalb des Bindemittels durch doppelte Umsetzung sich bilden läßt. Durch diese Arbeitsweise werden die salzartigen Verbindungen in kryptokristalliner Form erhalten, und es wird hierdurch eine Art Gitterstruktur erzielt, die einerseits ausgezeichnet ist durch ungemeine Gleichmäßigkeit der Verteilung und andererseits in ihrer Wirkung der Beschaffenheit organischer Kolloide ähnlich ist.
  • Die Vorzüge des Verfahrens liegen vor allem in zweierlei Richtungen I. werden die Eigenschaften des Bindemittels in charakteristischer und höchst wertvoller Weise beeinflußt ; 2. wird die besondere Darstellung der salzartigen Verbindungen, die an sich kostspielig ist, dadurch überflüssig.
  • Außerdem werden aber noch weitere wichtige Vorteile erzielt.
  • Es ergab sich die große Schwierigkeit, daß es nicht gelingt, Verbindungen, die ihrer Natur nach für das Verfahren besonders geeignet sind, durch einfache Zumischung zu den Systemen in genügend gleichmäßiger und feiner Verteilung zu erhalten, denn derartige Verbindungen sind in den Bindemitteln, besonders in dem wasserunlöslichen Anteil derselben, schwer löslich oder löslich, und infolgedessen führt ihre Zumischung zu teilweisen Ausscheidungen. Auch diese Schwierigkeit wird durch das Verfahren vollständig behoben. Es werden also durch die Arbeitsweise wichtige wertsteigernde und ökonomische Vorteile erzielt. Für das Verfahren sind in erster Linie die schwer löslichen Salze der Fettsäuren, Harzsäuren, Naphtensäuren, @Zneralölsulfosäuren und anderer hochmolekularer organischer Säuren geeignet. Von den anorganbclien Säuren kommen vor allem die Salze der Kieselsäure, Borsäure, Titansäure, Zirkonsäure usw. in Betracht. Als Salze erwiesen sich z. B. die Aluminium-, :Magnesium-, Zink-, Mangan-, Eisensalze oder Gemische derselben als geeignet. Beispielsweise wird in einem hälftigen Gemisch aus Leinöl und Harz, wie ein solches nach Patent 4349=z beschrieben ist, tranfettsaures Natron als 25prozentige Lösung zur Auflösung und durch Zusatz der berechneten Menge Aluminiumsulfatlösung, enthaltend zzz g im Liter, zur Ausfällung gebracht. Das tranfettsaure Salz kann mit ähnlichem Erfolg durch die Alkalisalze der Leinölsäure, Kieselsäure, Borsäure ersetzt werden. Statt des Aluminiumsalzes können beispielsweise die Zinksalze, Mangansalze, Eisen-' salze ausgefällt werden. Das Verfahren ist jedoch keineswegs auf die besonderen Anwendungen nach Patent q.349=2 beschränkt; es kann ebenso vorteilhaft für übliche Leinölfarben angewendet werden. Das Wasser trennt sich in diesem Falle äußerst leicht von dem wasserunlöslichen Bindemittel ab oder kann in beliebiger an sich bekannter Weise beseitigt werden. Die Wirkungen, die hierdurch erzielt werden, sind außerordentlich mannigfaltig. Die Aluminium- und Zinksalze der Fett- und Harzsäuren verleihen den Bindemitteln erhöhte Wasserbeständigkeit; die Salze der Kieselsäure und Borsäure führen zu Bindemitteln und Farben, die dem Gegenstande Flammenschutz verleihen. Ebenso lassen sich nach dem Verfahren Bindemittel gewinnen, die physikalischen und chemischen Einflüssen gegenüber (Wasserdampf, Säuren, Alkalien) eine außerordentliche Widerstandsfähigkeit besitzen.

Claims (1)

  1. PATEN-TA N-SPFÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Farbenbindemittels gemäß Patent 434912, dadurch gekennzeichnet, daß salzartige Verbindungen in einem an sich wasserunlöslichen Anteil des Bindemittels erzeugt werden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Salze hochmolekularer Säuren, wie Fettsäure, Harzsäure, Naphtensäure, Mineralölsulfosäure, erzeugt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Salze anorganischer Säuren, insbesondere der Kieselsäure, Borsäure, erzeugt werden. q.. Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Leinölfarben salzartige Verbindungen in dem Bindemittel oder in einem Anteil desselben erzeugt werden.
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