DE952981C - Verfahren zur Herstellung von oberflaechenaktiven polyoxalkylierten N-(tert.-Alkyl)-aminen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von oberflaechenaktiven polyoxalkylierten N-(tert.-Alkyl)-aminenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 22. NOVEMBER 1956
KLASSE 12q GRUPPE 32oi INTERNAT. KLASSE C 07 c
R 14725 IVb /12 q
Gerard Conrad Riley, Philadelphia, Pa. (V. St. A.)
ist als Erfinder genannt worden
Rohm & Haas Company, Philadelphia, Pa. (V. St. A.)
Verfahren zur Herstellung von oberflächenaktiven polyoxalkylierten
N-(tert.-Alkyl)-aminen
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 28. Juli 1954 an
•Patentanmeldung bekanntgemacht am 30. Mai 1966
Patenterteilung bekanntgemacht am 31. Oktober 1956
Die Priorität der Anmeldung in den V. St. v. Amerika vom 29. Juli 1953 ist in'Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von oberflächenaktiven polyoxalkylierten N-(tert.-Alkyl)-aminen
der allgemeinen Formel
R1
R^-C-NH(CnHi1O)111CnH2nOH ,
R3
in der m eine ganze Zahl zwischen 3 und 100, n-% oder 3,
und R1, R2 und R3 Alkylgruppen mit insgesamt 7 bis 23 C-Atomen bedeuten. Sie weisen ein hydrophobes-hydrophiles
Gleichgewicht auf, das die Anwendung der Verbindungen in organischen Lösungsmitteln
und/oder in wäßrigen Systemen gestattet. Die Verbindungen können als Netzmittel, Emulgiermittel,
Korrosionsinhibitoren und bakterizide Mittel angewandt werden.
In der Technik ist zwar schon vorgeschlagen worden, Amine mit. Äthylenoxyd in Gegenwart, einer starken
Säure als Katalysator umzusetzen. Die Umsetzung von N-(tert.-Alkyl)-aminen mit Äthylenoxyd unter
sauren Bedingungen führt aber zu einfachen oxäthylierten Aminen, die die Eigenschaften der erfindungsgemäßen
Verbindungen nicht aufweisen. Wenn 1 Mol Äthylenoxyd sich mit 1 Mol Aminowasserstoff umgesetzt
hat, hört die Reaktion auf. Wenn andererseits ein N-(tert.-Alkyl)-amin zuerst mit Alkali und. dann
mit Äthylenoxyd behandelt wird, wird das Äthylenoxyd gewöhnlich nur langsam aufgenommen. Der
größte Teil des N-(tert.~Alkyl)-amins kann aus dem Reaktionsgemisch wiedergewonnen werden. Es bilden
sich Polyäthylenglykole und kleine Mengen wachsartiger Produkte, die nur einen geringen Stickstoffgehalt
aufweisen und deren Bau unbestimmt ist. Wenn man also ein N-(tert.-Alkyl)-amin mit Äthylenoxyd
entweder in Gegenwart einer Säure oder eines
ίο Alkalis als Katalysator umsetzt, werden die polyoxäthylierten
Verbindungen dieser Erfindung nicht erhalten.
Um polyoxäthylierte Derivate von N-(tert.-Alkyl)-aminen
herzustellen, muß zuerst ein N-Oxäthylderivat derselben hergestellt und dieses dann in Gegenwart
eines alkalischen Katalysators mit Äthylenoxyd umgesetzt werden. Um diese beiden Verfahrensstufen
durchzuführen, muß eine Zwischenstufe zur Neutralisierung des sauren Katalysators durch Zusatz eines
Alkali- oder Erdalkalihydroxyds und zur Abscheidung von Wasser aus dem Reaktionsgemisch eingeschaltet
werden, um die Bildung von Polyäthylenglykolen unter dem Einfluß eines alkalischen Katalysators zu
vermeiden. Dabei empfiehlt es sich auch, die durch
«5 Neutralisierung des sauren Katalysators entstandenen
Produkte — das Salz, den Schlamm bzw. die wäßrige Salzlösung —■ zu entfernen.
Als saurer Katalysator kann jede starke Säure, z. B. Chlorwasserstoff-, Bromwasserstoff-, Schwefel-, Arylsulfon-,
Alkansulfon-, Jodwasserstoff-, Salpeter-, Phosphor- oder Polyphosphorsäure, benutzt werden.
Man kann auch die Wasserstofform sulfonierter Kationenaustauschharze anwenden. An Stelle eines
Halogenwasserstoffs läßt sich Äthylenchlorhydrin oder -bromhydrin verwenden, die auf der einen Seite als
Säure und auf der anderen Seite zum Teil als Äthylenoxydlieferant wirken. So kann man z. B. an Stelle
von ι Mol Äthylenoxyd und 1J5 Mol Chlorwasserstoffsäure
0,2 Mol Äthylenchlorhydrin und 0,8 MolÄthylenoxyd anwenden. Der saure Katalysator wird dabei
zweckmäßig in einer Menge von 10 bis 30 Molprozent, bezogen auf das Alkylamin, benutzt, es können jedoch
auch kleinere oder größere Mengen angewandt werden.
Die Umsetzung zwischen dem N-(tert.-Alkyl)-amin und Äthylenoxyd wird am besten in der Weise bewirkt,
daß man den sauren Katalysator und das N-(tert.-Alkyl)-amin, gegebenenfalls zusammen mit einem
inerten organischen Lösungsmittel, z. B. Benzin, Benzol oder Toluol, vermischt. Die Reaktionstemperatür
kann zwischen 0 und i8o°, am besten zwischen 60 und 95°, hegen, zumindest, wenn man Chlorwasserstoffsäure
anwendet. Das Äthylenoxyd wird in das Reaktionsgemisch eingeleitet. Dabei ist ein Druck
nicht notwendig; man kann aber auch Druck anwenden. Das erste Mol Äthylenoxyd addiert sich ohne
Schwierigkeit an das Alkylamin. Im Falle der C8- bzw. C9-Amine kann eine zweite Oxäthylgruppe
addiert werden. Dieses zweite Mol Äthylenoxyd wird aber viel langsamer addiert, insbesondere, wenn die
Größe des Kohlenwasserstoffrestes zunimmt, bis bei etwa C14 bis C16 nur 1 Mol1 des Äthylenoxyds in
Gegenwart einer Säure unter allen bisher untersuchten Bedingungen addiert werden kann.
Wenn das erste Mol Äthylenoxyd addiert worden ist bzw. wenn bei niedrigeren N-(tert.-Alkyl)-aminen
ι oder 2 Mol addiert worden sind, wird der saure Katalysator durch Basenzusatz neutralisiert. Hierzu
eignen sich besonders Natriumhydroxyd, Natriumcarbonat, Kaliumhydroxyd, Kaliumcarbonat oder
Calciumhydroxyd. Wenn in der ersten Verfahrensstufe eine wäßrige Säure als Katalysator benutzt worden
ist, kann eine konzentrierte wäßrige Alkalilösung angewandt und die entstehende Salzlösung abgezogen
werden. Unter anderen Bedingungen kann ein Schlamm oder ein Salz gebildet werden, die zweckmäßig durch
Filtration abgetrennt werden. Im Anschluß daran soll das Reaktionsgemisch, z. B. durch Erhitzen unter
vermindertem Druck, von allem verbliebenen Wasser befreit werden. Dadurch wird die Bildung von PoIyäthylenglykol
in der anschließenden Reaktion vermieden.
Die nächste Verfahrensstufe wird in der Weise durchgeführt, daß man 0,5 bis 5 Molprozent eines
alkalischen Katalysators zugibt und Äthylenoxyd in das alkalische Reaktionsgemisch einleitet, bis in den
entstehenden Produkten das gewünschte hydrophobehydrophile Gleichgewicht erreicht ist. Als alkalischer
Katalysator kann ein Alkalihydroxyd benutzt werden. Man kann auch unmittelbar ein Alkalimetall
oder ein Alkalialkoholat, z. B. Natriummethoxyd, Kaliumäthoxyd oder Natriumbutoxyd, verwenden.
Die Reaktion kann bei gewöhnlichem Druck oder bei erhöhten Drucken durchgeführt werden. Gewöhnlich
ergeben 1,7 bis 2,4 at absolut bei Temperaturen zwischen 100 und 2000 eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit.
Der bevorzugte Temperaturbereich liegt zwischen 130 und 170°.
Gewöhnlich wird Äthylenoxyd als Reaktionsteilnehmer benutzt. Man kann aber auch Gemische von
Äthylenoxyd und Propylenoxyd oder auch Propylenoxyd selbst verwenden, wenn das hydrophobehydrophile
Gleichgewicht das zuläßt. Als Alkylamin können alle N-(tert.-Alkyl)-amine mit insgesamt
8 bis 24 Kohlenstoffatomen verwendet werden. Von diesen Aminen ist eine große Zahl im Handel erhältlich.
Einige von ihnen bestehen in der Hauptsache aus einer einzelnen Verbindung; andere wiederum stellen ein
Gemisch von Isomeren und/oder Homologen dar. So sind einerseits ein primäres N-{tert.-Octyl)-amin, das
2-Amino-2, 4, 4-trimethylpentan, und ein N-(tert.-Tridecyl)-amin, IsO-C8H17 (C2H5)2CNH2, und auf der
anderen Seite enge Gemische von primären N-(tert.-Alkyl)-aminen,
z. B. C12H25NH2 bis C15H31NH2
und C18H37NH2 bis C24H49NH2, verwendbar, wobei
diese aus Kohlenwasserstofffraktionen entsprechender Größenordnung gewonnen werden. Alle diese Alkylamine
haben die folgende Formel:
R1
R2 —C-NH2 ,
R3
in der R1, R2 und R3 Alkylgruppen mit insgesamt
bis 23 C-Atomen bedeuten.
Weitere Einzelheiten über die Herstellung von polyoxäthylierten tert.-Alkylaminen werden in den
folgenden Beispielen mitgeteilt, in denen Teile Gewichtsteile sind.
Beispiel ι
a) In einem mit Rührer, Thermometer und Einleitungsrohr
versehenen Reaktionsgefäß wurden 286 Teile eines technischen N-(tert.-Octadecyl)-amins,
to das in der Hauptsache aus C18-Aminen und. einem
kleinen Teil höherer primärer N-(tert.-Alkyl)-amine bestand, und 28,6 Teile wäßriger 35 °/oiger Salzsäure
miteinander vermischt. Dieses Gemisch wurde unter Rühren auf etwa 900 erhitzt; dann wurde durch das
Einleitungsrohr Äthylenoxyd eingeleitet. Die Temperatur wurde auf 90 bis 940 und der Druck auf 1,07
bis 1,33 at absolut gehalten, bis 44 Teile Äthylenoxyd zugegeben worden waren. Unter vermindertem
Druck wurde dann das Wasser abdestilliert; danach wurden 200 Teile einer wäßrigen 5 %igen Natriumhydroxydlösung
zugegeben. Im Anschluß daran wurde die wäßrige Schicht abgetrennt und eine zweite Menge
von 200 Teilen 5 %%er Natriumhydroxydlösung zugesetzt,
ehe wiederum die Abtrennung erfolgte. Das
gewaschene öl wurde unter niedrigem Druck destilliert
und filtriert, wodurch 330 Teile eines klaren, roten Öles erhalten wurden. Dieses Öl hatte die Neutralisationszahl
326 und entsprach im wesentlichen dem N-Oxäthyl-N-(tert.-octadecyl)-amin, dessen Neutralisationszahl
theoretisch 330 beträgt. Die Verbindung besitzt bei 500 die Dichte 0,870 und erstarrt unter 30°.
b) 99 Teile dieses Öles wurden mit 0,3 Teilen Kaliumhydroxyd behandelt. Innerhalb von 4 Stunden wurden
dazu 132 Teile Äthylenoxyd bei einer Temperatur zwischen 160 und 1700 und einem Druck von 1,07
bis 1,33 at absolut gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde dann mit 1,3 Teilen 20 °/„iger Schwefelsäure behandelt,
anschließend destilliert und nitriert.
Das Endprodukt bestand aus einem klaren, roten Öl, das sich, in Wasser unter Bildung von oberflächenaktiven
Lösungen löste und in der Zusammensetzung dem tert.-C18H37NH(CH2CH2O)10 · CH2CH2OH entsprach.
Diese Verbindung besitzt bei 50° die Dichte 0,973 und den Erstarrungspunkt von 10°.
a) Ein technisches Gemisch von N-(tert.-C18- bis
C24-Alkyl)-aminen mit einer Neutralisationszahl von
360 wurde wie im Beispiel 1 a) mit 1 Mol Äthylenoxyd
umgesetzt. Dadurch entstand ein N-Oxäthyl-N-tert.-Alkyl)-amin
mit der Neutralisationszahl 405, der Dichte 0,865 bei 500 und einer Erstarrungstemperatur
von —15 °.
b) Teile dieses Produktes wurden mit verschiedenen Mengen Äthylenoxyd in Gegenwart von 5 % Kaliumhydroxyd
zu N-(tert.-Alkyl)-aminopolyäthoxyäthanolen umgesetzt. Die Umsetzung von 1 Mol N-Oxäthyl-N-(tert.-Alkyl)-amin
mit 5 Mol Äthylenoxyd
ergab ein Produkt mit durchschnittlich 5 Äthoxygruppen, das eine Dichte von 0,938 bei 50° und eine
Erstarrungstemperatur von 0° aufwies, in Wasser nur spärlich löslich, aber in organischen Lösungsmitteln,
z. B. Benzol, löslich war. Die Lösung in organischen Lösungsmitteln zog Wasser an.
Das aus 1 Mol Oxyäthylamin und 10 Mol Äthylenoxyd
erhaltene Produkt hatte die Zusammensetzung CnH2n + !NH(CH2CH2O)10CH2CH2Oh und eine
Dichte von 0,970 bei 50° und den Erstarrungspunkt 6°. Das Produkt war in Wasser von selbst emulgierbar.
Das Produkt, das aus 1 Mol Oxäthylamin und 15 Mol Äthylenoxyd entstand, hatte die Zusammensetzung
CnH2n+ !NH(CH2CH2O)15CH2CH2Oh, die
Dichte 1,005 bei 500 und den Erstarrungspunkt 8° und
war in Wasser bis zu 62° löslich.
Das aus 1 Mol Oxäthylamin und 20 Mol Äthylenoxyd erhaltene Produkt hatte die Zusammensetzung
CnH2n+1NH(CH2CH2O)20CH2CH2OH, die Dichte
1,020 bei 500 und den Erstarrungspunkt 120 und war
in Wasser bis zu 940 löslich. .
Das aus 1 Mol Oxäthylamin und 50 Mol Äthylenoxyd erhaltene Produkt hatte die Zusammensetzung
C51H2n+1NH(CH2CH2O)50CH2CH2OH, die Dichte
1,05 bei 50° und den Erstarrungspunkt 45° und ergab selbst bis zu ioo° klare Lösungen.
In der gleichen Weise können noch größere Mengen Äthylenoxyd addiert werden, wodurch wasserlösliche
Produkte entstehen, die oberflächenaktiv sind, bei denen aber die hydrophile Eigenschaft vorherrscht.
Obwohl Verbindungen mit drei bis fünfzig Alkoxygruppen bevorzugt werden, kann die Gesamtzahl
dieser Gruppen ohne weiteres auch bis 100 betragen.
a) In ein Gemisch aus 200 Teilen eines N-(tert.-Alkyl)-amins (das in der Hauptsache eine tert.-Dodecylgruppe
und daneben geringe Mengen höherer Alkylgruppen bis hinauf zum tert.-Pentadecyl· enthielt),
20 Teilen wäßriger 35%iger Salzsäure und
15 Teilen Wasser wurde bei 80° Äthylenoxyd eingeleitet.
Nach 3 Stunden waren 32 Teile Äthylenoxyd umgesetzt worden. Das Reaktionsgemisch wurde dann
mit wäßriger 15 %iger Natronlauge und 250 Teilen Wasser gewaschen und anschließend destilliert. Nach
dem Abtreiben der nicht umgesetzten Amine wurde eine bei 157 bis i69°/i5 mm siedende Hauptfraktion
von 139 Teilen N-Oxäthyl-N-(tert.-Alkyl)-amin erhalten.
Der Rest bestand aus 14 Teilen.
b) Die Hauptfraktion mit der Neutralisationszahl 235 wurde mit 3 Molprozent Nätriumhydroxyd und
mit Äthylenoxyd im Molverhältnis von 10:1 (Oxyd
zu Amin) behandelt. Das Produkt ergab in Wasser klare Lösungen, die sehr oberflächenaktiv waren, sehr
schnell benetzten und wirksam emulgierten. Das Produkt hat bei 500 die Dichte 1,005 un<i erstarrt bei 8
bis 10°. Ihre wäßrigen Lösungen haben einen Trübungspunkt von 65 °.
a) In der gleichen Weise wurde (aus Propylentrimeren
erhaltenes) N-(tert.-Nonyl)-amin mit 0,1 Molprozent wäßriger 20%iger Schwefelsäure und anschließend
bei 90 bis ioo° mit Propylenoxyd behandelt. Je Mol Amin wurde 1 Mol Propylenoxyd
aufgenommen. Das Reaktionsprodukt wurde mit einer kleinen Menge 50°/Oiger Ätzalkalilösung behandelt,
dann abgetrennt und vom Wasser befreit. Das entstandene Produkt entsprach in der Zusammensetzung
dem tert.-CgH19NHC3HeOH.
b) Nachdem dieses Produkt mit 5 Molprozent Kaliumhydroxyd behandelt worden war, wurde bei
150 bis i6o° Äthylenoxyd dazugegeben, bis 10 Mol
von letzterem je Mol Amin aufgenommen worden waren. Das erhaltene Produkt war wasserlöslich, seine
Lösungen waren oberflächenaktiv und hatten nur geringe Oberflächen- und Grenzflächenspannung. Es
hatte bei 500 die Dichte 1,02 und erstarrte unter o°.
An Stelle von Äthylenoxyd wurde dann ein Gemisch
von Äthylenoxyd und Propylenoxyd zur Einführung von 20 Alkoxygruppen angewandt. Das Endprodukt
war ein wasserlösliches, oberflächenaktives, polyoxalkyliertes Amin. Es hatte bei 50° die Dichte 0,99
und erstarrte unter 0°.
In der gleichen Weise wurde ein Teil des N-(tert.-Nonyl)-amins mit 1 Mol Äthylenoxyd umgesetzt.
Anschließend wurde der saure Katalysator zerstört, das Wasser abgetrennt und das oxäthylierte Produkt
mit Äthylenoxyd zu wertvollen oberflächenaktiven Produkten von der Zusammensetzung tert .-C 9 H19 N H-(CH2CH2O)7nCH2CH2OH
umgesetzt, worin m eine ganze Zahl zwischen 3 und 50 ist.
Es folgt ein Beispiel für die Verwendung eines sulfonierten Kationenaustauschharzes.
a) Es werden 154 Teile tert.-Dodecylamin, 108 Teile
Wasser und 43 Teile eines trockenen sulfonierten Kationenaustauschharzes in der Wasserstofform gemischt.
Das Harz war ein sulfoniertes Mischpolymerisat aus 98 Teilen Styrol und 2 Teilen Divinylbenzol.
Nachdem das Gemisch auf 6o° erwärmt worden ist, wird Äthylenoxyd bei 30 mm Hg in das Gefäß geleitet.
Innerhalb von 90 Minuten werden 40 Teile 'Äthylenoxyd aufgenommen. Das Harz wird abnitriert
und die Aminschicht abgezogen. Das so erhaltene Produkt besteht hauptsächlich aus N-Oxyäthyl-N-tert.-dodecylamin,
tert.-C12H25NHC2H4OH.
Dieses Produkt kann bei 155 bis 165715 mm destilliert
werden. Man kann es ferner von allen Spuren saurer Agenzien befreien, indem man es durch eine
mit Körnchen eines Anionenaustauschharzes, z. B. des
R1
unlöslichen Kondensats aus einem Phenol, Formaldehyd und Triäthylentetramin, beschickte Säule
leitet.
b) Das so gereinigte N-Oxyäthyl-N-tert.-dodecylamin
wird nun mit 3 Molprozent Natriumhydroxyd und mit Äthylenoxyd bei 130 bis i6o° wie im Beispiel
behandelt, bis 50 Mol Äthylenoxyd je Mol obigen Amins aufgenommen worden sind. Das entstehende
Produkt hat die Struktur tert.-C12H25NH(CH2CHaO)50
CH2CH2OH. Es ist ein wachsartiger Körper, der
bei etwa 55° schmilzt und der in bis zum Sieden erhitztem Wasser löslich ist. Seine Lösungen sind stark
oberflächenaktiv.
Die polyoxäthyljerten N-(tert.-Alkyl)-amine der Erfindung weisen mehrere ungewöhnliche Eigenschaften
bzw. Kombinationen solcher Eigenschaften auf. Ihre Lösungen weisen« z. B. außergewöhnlich
niedrige Oberflächen- und Grenzflächenspannungen auf. Selbst in geringen Konzentrationen bewirken sie
eine merkliche Herabsetzung der Oberflächenspannung von Wasser, dennoch fördern sie die Schaumbildung
nicht. Im Gegensatz dazu ergeben Polyäthoxyderivate von geradkettigen Aminen erheblich höhere
Oberflächenspannungen und beträchtliche Mengen Schaum. Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind
unerwartet gute Reinigungsmittel für harte Oberflächen. Sie besitzen antikorrosive Eigenschaften.
Wenn man sie als Lösungsvermittler für die als Ausgangsstoffe genannten N-(tert.-Alkyl)-amine verwendet,
weisen diese Gemische in erheblichem Maße die Eigenschaft auf, die korrosive Wirkung von
starken Säuren auf Metalle zu unterbinden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Verfahren zur Herstellung von oberflächenaktiven polyoxalkylierten N-(tert.-Alkyl)-aminen der allgemeinen FormelnR1R2_ c -NH- (CnH2n0)„ — CnH2nOHoderRa —C-NH-CnHjnO-(CH2- CH2O)n^1-CH2- CH2OH,R3in denen R1, R2 und R3 Alkylgruppen mit insgesamt 7 bis 23 C-Atomen, η 2 oder 3 und m eine ganze Zahl von 3 bis 100 bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß ein N-(tert.-Alkyl)-amin der FormelR1R2 —C-NH2R3in der R1, R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben, mit einem nicht mehr als 3 C-Atome enthaltenden Alkylenoxyd in Gegenwart einer starken Säure als Katalysator zweckmäßig bei erhöhter Temperatur zu einem N-Oxalkyl-N-(tert.-Alkyl)-amin umgesetzt, der genannte saure Katalysator neutralisiert, alles Wasser von dem Amin abgetrennt und letzteres mit einem Alkylenoxyd unter dem Einfluß einer starken anorganischen Base als Katalysator bei Temperaturen zwischen 100 und 200° umgesetzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der benutzte saure Katalysator eine starke anorganische Säure ist.© 609 528/563 5.56 (609 688 11.56)
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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