DE354968C - Schaltung zur Erregung von Quecksilberdampfgleichrichtern mittels Hilfsanoden - Google Patents
Schaltung zur Erregung von Quecksilberdampfgleichrichtern mittels HilfsanodenInfo
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Description
- Schaltung zur Erregung von Quecksilberdampfgleichrichtern mittels Hilfsanoden. Um einen ununterbrochenen Betrieb von Quecksilberdampfgleichrichtern auch bei der Abschaltung der Hauptbelastung zu sichern, verwendet man mit Vorteil die sogenannten Hilfsanoden oder Erregeranoden, deren Bestimmung ist, durch Aufrechterhaltung von kurzen Nebenflammenbögen, auch während der Entlastungsperioden, den erforderlichen Quecksilberdampf zu entwickeln und dadurch eine stetige Wirkungsweise oder ein -selbsttätiges Wiederentzünden des Hauptflammenbogens zu ermöglichen. Die- übliche Schaltung der Erregerano-den ist in der Abb. i: dargestellt, wobei a,. und a2 die Hilfsanoden, k die Quecksilberkathode und t einen besonderen, zur Speisung der Hilfsanoden dienenden, primär an das Netz n, sekundär an die Hilfsanoden und mit dem Mittelpunkte der Sekundärwicklung an die Kathode angeschlossenen Hilfstransformator bedeutet.
- Aber auch diese Hilfsanoden sichern nicht immer ein vollkommen störungsfreies Arbeiten des Gleichrichters. Es kommen nämlich Fälle vor, daß der Hauptflammenbogen von einer Hauptanode auf eine 1-Elfsanode überschlägt und daß dann auch die andere vom Überschlag nicht unmittelbar betroffene Hilfsanode erlischt.
- Die Schaltung gemäß der Erfindung ermöglicht es nun, diesen übelstand zu vermeiden. Sie gründet sich auf die Erkenntnis, daß die Ursache der geschilderten Erscheinung des Erlöschens der von dem Überschlagen des Hauptflammenbogens nicht unmittelbar betroffenen Hilfsanode in der magnetischen Verkettung der Ströme der beiden Hilfsanoden zu, suchen ist.
- Dies kann wie folgt erklärt werden: Nehmen wir an, daß, während die eine Hilfsanode z. B. al, in Tätigkeit ist, die andere, gegebenenfalls a2 vom Überschlagen des Hauptflammenbogens getroffen wird. Die Hilfsanode a, hat also relativ zur Kathode eine positive Spannung und der Erregerstrom geht in diesem Augenblick von dem Mittelpunkte des Transformators durch die linke Hälfte seiner Sekundärwicklung über die Hilfsanode a, zur Kathode k. Die Hilfsanode a. hat in diesem Zeitpunkt ein negatives Potential und das Überschlagen des Hauptflammenbogens geschieht meistens zwischen den Punkten mit größter Potentialdifferenz, d. h. zwischen der in diesem Augenblick wirkEnmen, positiv geladenen Hauptanode und der Hilfsanode a.. Der durch den Kurzschluß entstehende Ausgleichstrom fließt also von der positiv geladenen Hauptanode durch die Hilfsanode a, den rechten Teil der Sekundärwicklung des Hilfstransformators zum Mittelpunkte und von dort über den gleichfalls an die Kathode k angeschlossenen Mittelpunkt des (in der Zeichnung nicht dargestellten) Haupttransformators zu der betreffenden Hauptanode zurück. Dieser Ausgleichstrom ruft durch Induktion im linken Teil der Sekundärwicklung des Hilfstransformators einen zum Mittelpunkt hin gerichteten Gegenstrom hervor, der den umgekehrt gerichteten Erregerstrom der Hilfsanode a, aufhebt, und diese somit zum Erlöschen bringt, Auf Grund dieser Erkenntnis wird die Schaltung gemäß der Erfindung so getroffen, daß die Erregerströme der Hilfsanoden eines Gleichrichters miteinander magnetisch unver--kettet sind.
- Eine Anordnung dieser Art zeigt Abb. 2. Hier sind die Hilfsanoden a, und a, von je zwei besonderen Hüfstransformatoren t' und t2 gespeist, die mit je einem Pol an die zugehörige Hilfsanode und mit den beiden anderen Polen gemeinschaftlich an die Kathode k angeschlossen sind. Da die Ströme der beiden Hilfsanoden hierbei unverkettet sind, so wird ein in dem einen Transformator etwa beim Überschlagen des Hauptflammenbogens entstehender Kurzschlußstrom den anderen Transformator nebst zugehöriger Hilfskathode nicht beeinflussen.
- Bei mehreren Gleichrichtern kann m2n für die Erregung eines jeden Gleichrichters die Schaltung nach Abb. 2 verwenden. Man kann aber u. U. auch mit einer kleineren Anzahl von Hilfstransformatoren auskommen, wenn man die Anordnung so trifft, wie dies in der Abb. 3 für den Fall von zwei Gleichrichtern dargestellt ist. Hier ist jeder von den zwei Hilfstransformatoren t, und t, mit seinen Polen an die Hilfsanoden verschiedener Gleichrichter und mit dem Mittelpunkt ei bzw. e" gemeinschaftlich an die Kathoden kl und k. der beiden Gleichrichter angeschlossen.
- Entsteht nun ein Überschlagen des Hauptflammenbogens z. B. im ersten Gleichrichter, an der Hilfsanode a#, so wird die andere Hilfsanode a2" dadurch nicht berührt.
- Die Anode a," des anderen Gleichrichters, die mit der Anode a# magnetisch verkettet ist, kann zwar in ihrer Wirksamkeit durch die im ersten Gleichrichter entstandene Störung beeinträchtigt werden, aber da es wenig wahrscheinlich ist, daß auch im zweiten Gleichrichter ein Überschlagen des Hauptflaminenbogens zu derselben Zeit geschieht, so wird dieser im allgemeinen auch bei erloschener Hilfsanode a."' weiter arbeiten, bis die Störung des ersten Gleichrichters behoben ist.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜCHE- i. Schaltung zur Erregung von Quecksilberdampfgleichrichtern mittels HiÜsanoden, dadurch gekennzeichnet, daß die den Hilfsanoden eines Gleichrichters zugeführten Erregerströnie magnetisch nicht miteinander verkettet sind.
- 2. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jede Hilfsanode von einem besonderen Transformator erregt wird. 3. Schaltung nach Anspruchi für mehrere Gleichrichter, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleicher Anzahl von Gleichrichtern und Erregertransformatoren, die Mittelpunkte der Transformatoren gemeinschaftlich an die Kathoden der von ihnen erregten Gleichrichter und die Pole jedes - Transformators an Hilfsanoden verschiedener Gleichrichter angeschlossen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES55204D DE354968C (de) | 1921-01-05 | 1921-01-05 | Schaltung zur Erregung von Quecksilberdampfgleichrichtern mittels Hilfsanoden |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE354968C true DE354968C (de) | 1922-06-19 |
Family
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|---|---|---|---|
| DES55204D Expired DE354968C (de) | 1921-01-05 | 1921-01-05 | Schaltung zur Erregung von Quecksilberdampfgleichrichtern mittels Hilfsanoden |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE354968C (de) |
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1921
- 1921-01-05 DE DES55204D patent/DE354968C/de not_active Expired
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