DE354451C - Azetylenentwickler ohne bewegliche Gasglocke - Google Patents

Azetylenentwickler ohne bewegliche Gasglocke

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DE354451C
DE354451C DEP39541D DEP0039541D DE354451C DE 354451 C DE354451 C DE 354451C DE P39541 D DEP39541 D DE P39541D DE P0039541 D DEP0039541 D DE P0039541D DE 354451 C DE354451 C DE 354451C
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DEP39541D
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Julius Petermann & Co
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H5/00Acetylene gas generators with automatic water feed regulation by the gas-holder

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Azetylenentwickler ohne bewegliche Gasglocke. Die Erfindung betrifft einen Azetylenentwickler, bei welchem die Gasentwicklung unter Vermeidung der sonst gebräuchlichen Gasbehälterglocke oder sonstiger mechanischer Mittel durch eine Wassersäule geregelt wird, welche unmittelbar vom- Gasdruck beeinflußt wird. Diese Wassersäule liefert gleichzeitig das Kühlwasser.
  • Zu diesem Zwecke ist der aus einem senkrechten Zylinder bestehende Entwicklungsraum: von einem Kühlmantel, einem Gasbehälter und einem Wasserbehälter umgeben, welche übereinander angeordnet und durch ein Rohrsystem mit Hähnen so miteinander verbunden. sind, daB das Wasser unter dem Drucke seiner Wassersäule sowohl den Kühlmantel füllt als .auch nach Maßgabe der Gasentwicklung selbsttätig den Entwicklungsraum speist.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes zeigt die Zeichnung.
  • Abb. i ist ein senkrechter Schnitt, Abb. a die obere Ansicht und Abb. g ein wagerechter Schnitt nach Linie A-B der Abb. r.
  • Der. zylindrische Entwicklungsbehälter a sitzt gasdicht auf dem Boden b und wird durch den Deckel c mit Verschlußbügel d und Schraube geschlossen. In dem Entwicklungsbehälter befindet sich der Karbidträger, bestehend aus der oben und unten in Konussen e zentrisch geführten Spindel f und den Karbidschalen g, die in bekannter Weise nacheinander Azetylen entwickeln, bis sie erschöpft sind. Der Entwicklungsbehälter a ist von dem Kühlmantel h -umgeben, welcher oben in den Gasbehälter i mündet. Auf diesem ruht der oben offene Wasserbehälter k, welcher durch die Standrohre L mit dem unteren Ende des Kühlmantels h verbunden ist. Ein Wasserrohr mit Hahn m verbindet den Kühlmantel mit dem Entwicklungsbehälter und ein Gasrohr mit Hahn ra den Entwicklungsbehälter mit dem Gasbehälter. Letzterer trägt ein durch den Wasserbehälter hindurchragendes Gasentnahmerohr mit Hahn o. Am unteren Ende des Entwicklungsbehälters befindet sich ein Reinigungsrohr p mit Verschlußkappe q.
  • Die Wirkung und Bedienung des Apparates ist wie folgt: Nachdem der Verschlußbügel d und der Deckel c abgenommen und der Karbidträger f, g herausgenommen ist, werden Hahn in geschlossen und Hähne n und o geöffnet. In den Wasserbehälter % wird nun so viel kaltes Wasser gegossen, bis ein an einer äußeren Marke erkennbarer Wasserspiegel - etwa a crn über dem Boden - erreicht ist. Das eingegossene Wasser füllt durch die Rohre l den Kühlmantel h. und den Gasraum i und steigt in dem Rohre o bis zur Höhe des Wasserspiegels im Behälter h. Nun werden die K,arbidschalen g gefüllt, der Karbidträger wird in den Entwicklungsraum a. gebracht und dieser durch den Deckel c geschlossen, wobei der Karbidträger durch die Konusse e oben und unten zentrisch geführt und gelagert wird. Der Gasentnahmehahn o wird nun geschlossen, die Reinigungskappe q ebenfalls, und der Wasserhahn ijc wird geöffnet. Infolge des Überdruckes des Wassers im Behälter k fließt dasselbe durch Leitung .und Hahn in. in die obere Karbidschale g. Das sich hiernach entwickelnde Azetylen strömt durch Leitung und Hahn 7a in den Gasbehälter i, wo es einen Druck auf das Wasser ausübt, so daß dieses im Wasserbehälter k steigt. Sobald der Wasserspiegel im Gasbehälter i die Höhe der Wasserleitung in erreicht hat, hört der Wasserzufluß zur Karbidschale g und nach gewisser Zeit die Azetylenentwicklung auf. Solange sinkt der Wasserspiegel im Gasbehälter i und steigt im Wasserbehäl-ter k. Durch Entnahme von Azetylen aus dem Gasbehälter i durch Rohr mit Hahn o steigt der Wasserspiegel im Gasbehälter und fällt im Wasserbehälter. Hat der Wasserspiegel im Gashehälter wieder die Höhe der '\N'asserleitung nz, erreicht, so fließt wieder Wasser in die Karbidschale g usw.
  • Ist das in der Schale g enthaltene Kalziumkarbid ausgebeutet, so fließt das Wasser aus der gefüllten oberen Schale ih die nächstuntere Schale g, -,wobei durch entsprechende Einschnitte in den oberen Rändern der Schalen ein plötzliches Überfließen des Wassers verhindert werden kann. Zur Neubeschickung des Entwicklers mit Karbid werden die Hähne ti-a, iz und o geschlossen, der Karbidträger herausgenommen, gereinigt und von neuem gefüllt, der Entwicklungsbehälter durch Rohr p gereinigt, der Karbidträger wieder eingesetzt und wie oben beschrieben verfahren.
  • Beim beschriebenen Apparat ist die Bildung eines Luftraumes über dem Wasserspiegel, welcher sich durch Nachentwicklung von Gas mit einem Gas-Luft-Gemisch füllen könnte, vermieden, auch ist eine Gasnachentwicklung ausgeschlossen. Das Wasser wird gezwungen, im Doppelbogen der Leitung va hochzusteigen. Hierbei hebt die entstehende Rohrreibung die Beschleunigung durch die Schwerkraft auf, so daß der Wasserzufluß einem einfachen Überfließen gleichkommt. Der Hahn m kann deshalb dauernd voll geöffnet bleiben. Er dient lediglich dazu, den Wasserzufluß beim Ein-und Ausbringen .des Karbidträgers abzusperren, Der bei der Gasentwicklung entstehende Wasserdampf schlägt sich an dem vom Wasser umspülten Mantel des Entwicklungsbehälters a nieder und fließt nach dem entsprechenden Hohlraum unter der letzten Schale g ab. Auch im übrigen berührt der Wasserdampf im Aufsteigen nur Schalen mit ausgebeutetem Kalziumkarbid. Die Verdampfung hat also keinen Einfluß auf die Gasentwicklung, und die auftretende Nachentwicklung ist äußerst gering.
  • Die Hähne in, und st werden nur benötigt, um, den Apparat ohne Betriebsstörung auffüllen zu können, und zwar dient in hierbei als Abschluß des Wasserzuflusses, während ia das Entweichen von noch in i enthaltenem Gas verhindert. Solange nach der Beschickung in nicht geöffnet wird-, kann keine Gasentwicklung eintreten. Wird nun in geöffnet, n aber entgegen der Bedienungsvorschrift geschlossen gelassen, so erinnert das Geräusch des im Wasser in lt .aufsteigenden Gases sofort an das Öffnen von n. Wird nun in aus irgendwelchem Grunde geschlossen, so tritt höchstens eine Unterbrechung der Gasentwicklung ein, niemals aber ergibt sich eine Steigerung des Gasdruckes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Azetylenentnvickler ohne bewegliche Gasglocke, dadurch gekennzeichnet,. daß der Entwicklungsbehälter (a) von einem Kühlmantel (h) umgeben ist, der mit einem darüber angeordneten Gasbehälter (i) direkt und mit einem darüber angeordneten Wasserbehälter (k) durch Rohre (1') in Verbindung steht, .außerdem der Entwicklungsbehälter mit dem Kühlmantel und dem Gasbehälter .mit durch Hähne (in, n) absperrbaren Röhren verbunden ist, derart, daß die Regelung der Gasentwicklung selbsttätig durch eine dem Einfluß des Gasdruckes unmittelbar ausgesetzte, auch das I#:iihlivasser liefernde Wassersäule geschieht, welche die Überschreitung der oberen Gasdruckgrenze unmöglich macht.
DEP39541D 1920-03-31 1920-03-31 Azetylenentwickler ohne bewegliche Gasglocke Expired DE354451C (de)

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