DE352850C - Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion von festen Stoffen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion von festen StoffenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion von festen Stoffen.
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Extraktion von Stoffen und bezweckt eine wesentliche Steigerung und Beschleunigung des Extraktionsvorganges sowie eine Vereinfachung der Apparatur. Bei den üblichen Extraktionsverfahren enthält die gewonnene Lösung mehr oder weniger große Mengen von Verunreinigungen, die erst durch ein weiteres Verfahren, z. B. auf elektroosmotischem Wege, aus der Lösung abgeschieden. werden müssen. Demgegenüber wird es durch das Verfahren nach der Erfindung möglich, die Extraktion und die Reinigung in ein und demselben Arbeitsvorgang zu erreichen. Erfindungsgemäß wird in der Art verfahren, daß die zu behandelnden Stoffe in üblicher Weise einer dauernden oder periodischen Extraktion unterzogen und gleichzeitig der reinigenden Wirkung des eleidrischen Stromes zwischen für den zu gewinnenden Extrakt undurchlässigen Diaphragmen ausgesetzt werden. Dies bedeutet gegenüber der gebräuch lichen Trennung von Extraktion und Reini gung vor allem insofern einen Fortschritt, als in einem einzigen Verfahren und mit der gleichen Apparatur der Extraktionsvorgang und dieAbscheidung der Beimengungen durchgeführt werden und aus dem Extraktionsapparat sofort eine reine Lösung gewonnen wird. Außerdem wird eine viel vollständigere Extraktion erreicht, da die Wirkung des elektrischen Stromes eine weitgehende Lösung der zu extrahierenden Stoffe aus zellenförmigen Gebilden zur Folge hat.
- Das neue Verfahren hat eine vielfache Anwendungsmöglichkeit. Es kann zur Extraktion von Zucker, zur Gewinnung von Gerbextrakte, zur Auslaugung von pflanzlichen, Bitter- oder Giftstoffen und zu ähnlichen Zwecken mit Vorteil benutzt werden. Die zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung bestimmte Vorrichtung wird zweckmäßig in der Art von Filterpressen ausgebildet, indem mehrere Rahmen für die Aufnahme des zu behandelnden Stoffes bzw. der abzuscheidenden Verunreinigungen batterieartig unter Zwischenschaltung von durchlässigen Elektrodenflächen und von Diaphragmen und unter Anordnung von Zu- und Ableitungskanälen zu einer Apparategesamtheit vereinigt werden. Es können natürlich mehrere Apparate in der Art der bekannten Diffusionssysteme miteinander verbunden werden.
- Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung beispielsweise eine zur Durchführung des neuen Verfahrens geeignete Vorrichtung.
- Es sind hier mehrere Rahmen a und b ähnlich wie bei Filterpressen zusammengebaut.
- Von diesen aus Holz bestehenden Rahmen dienen die Rahmen b zur Aufnahme der zu behandelnden Stoffe, z, B. von Rübenschnitzeln c, während die Rahmen a zur Abführung der elektroosmotisch abgeschiedenen Verunreinigungen benutzt werden. Zu beiden Seiten der Rahmen b ist je ein perforiertes Blech d bzw. e mit vorgeschaltetem Diaphragmat, z. B. einem Kuttertuch, angeordnet. Die Elektrode d ist mit dem Pluspol und die Elektrode e mit dem Minuspol verbunden. Ein die sämtlichen Rahmen a, b durchdringender Kanal g ist in den Rahmen b mit Abzweigungen h versehen, die in den Innenraum der Rahmen b münden. Die Rahmen b sind ferner mit Abführkanälen i ausgerüstet, die durch Ventile k abgeschlossen werden können. Die Diaphragmen sind für den zu gewinnenden Extrakt undurchlässig.
- In den Rahmen a sind die Abfluß leitungen I mit den Abschlußhähnennl angebracht.
- Die V orrichtung wird in der Weise benutzt, daß nach Füllung der Rahmen b mit Rübensclmitzeln durch den Kanal g Wasser zugelassen wird. Nunmehr wird der elektische Strom eingeschaltet, unter dessenWirkung die sauren Verunreinigungen der Rübenschnitzel durch die Anode d und die basischen Verunreinigungen durch die Kathode e abgeführt werden und nach den durch die Rahmen a gebildeten Kammern übertreten. Von dort werden sie durch die Leitungen 1 entfernt. Gleichzeitig findet die Extraktion der Rübenschnitzel in den Rahmen b statt. Die Ventile k können während der Extraktion und der Reinigung geschlossen sein. Sie werden dann nach Beendigung des Verfahrens geöffnet, um die gewonnene Lösung durch die Kanäle i ableiten zu können. Die Ventile k können auch während der Einwirkung des Stromes geöffnet bleiben, wobei dann die Leitungen i zweckmäßig an einen weiteren Apparat in der Art der bekannten Diffusionssysteme angeschlossen sind. Die aus dem Rahmen b abfließende Lösung ist frei von Verunreinigungen. Nötigenfalls können auch die Rahmen a mit Wasser vor Beginn des Verfahrens gefüllt werden.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Extraktion von festen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnden Stoffe in üblicher Weise einer dauernden oder periodischen Extraktion unterworfen und dabei gleichzeitig der reinigenden Wirkung des eleLtrischen Stromes zwischen für den zu gewinnenden Extrakt undurchlässigen Diaphragmen ausgesetzt werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rahmen (a, b) in der Art von Filterpressen unter Zwischenschaltung von durchlässigen Elektrodeuflächen (d, e) und von für den Extrakt undurchlässigen Diaphragmen (f) zu einer Apparategesamtheit vereinigt sind, wobei die zur Aufnahme des zu behandelnden Stoffes dienenden Rahmen (b) mit einem gemeinsamen Zuführungskanal (g) für die Extraktionsfiüssigkeit sowie mit absperrbaren Abführungskanälen (i) in Verbindung stehen, während die zur Aufnahme der abgeschiedenen Verunreinigungen bestimmten Rahmen (a) an Abflußleitungen (i) angeschlossen sind.
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|---|---|---|---|
| DE352850T | 1919-07-04 |
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| DE1919352850D Expired DE352850C (de) | 1919-07-04 | 1919-07-04 | Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion von festen Stoffen |
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1919
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