DE294667C - - Google Patents

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DE294667C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D61/00Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
    • B01D61/42Electrodialysis; Electro-osmosis ; Electro-ultrafiltration; Membrane capacitive deionization
    • B01D61/427Electro-osmosis
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
-JVs 294667 — KLASSE 12c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Januar 1915 ab.
In der chemischen Technik liegt häufig die Aufgabe vor, pflanzliche, tierische oder mineralische Stoffe, insbesondere solche in feinverteilter Form, auszuwaschen oder auszulaugen. Z. B. tritt diese Aufgabe sehr häufig bei der Behandlung feinverteilter Stoffe in Filterpressen auf. Nachdem in diesen Apparaten das Material bis zu einem bestimmten Grad entwässert worden ist, handelt es sich häufig darum, Salze, Farbstoffe o. dgl. aus der Masse herauszubringen, sei es nun, um das Material auszulaugen, d. h. die Salzlösung zu gewinnen, oder sei es, um das Material zu reinigen, d. h. von den gelösten oder beigemengten Körpern zu befreien.
Dieses Auswaschen erfolgt bei den gebräuchlichen Filterpressen in der Weise, daß Waschwasser unter Druck durch den Filterkuchen hindurchgepreßt wird, welches dann die gelösten Stoffe, Verunreinigungen usw. aus dem Küchen auswäscht. Es zeigt sich jedoch, daß dieses Verfahren um so schwieriger durchführbar wird, je feiner das entwässerte Material ist, derart, daß bei Überschreitung eines bestimmten Feinheitsgrades auch der stärkste Druck nicht imstande ist, das Waschwasser durch den Filterkuchen hindurchzupressen. Auch zeigt sich häufig, daß trotz ausgiebigen Waschens doch noch gewisse Bestandteile in dem Filterkuchen zurückbleiben und auf diese Weise entweder verloren gehen oder das Material verunreinigen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren, das das Auslaugen bzw. Auswaschen beliebig fein verteilter Substanzen unter geringem Druck gestattet und außerdem eine weitgehende Reinigung der Masse zuläßt.
Die Erfindung läuft darauf hinaus, daß das Auswaschen unter gleichzeitiger Einwirkung des elektrischen Stromes auf die Masse erfolgt, z.B. indem man die Masse zwischen zwei vorzugsweise perforierte Elektroden bringt und die Waschflüssigkeit an einer derselben zuführt.
Das Wasser wird dann elektroosmotisch durch den Kuchen hindurch nach der Kathode übergeführt, falls man es mit elektronegativen Substanzen zu tun hat, während es bei elektropositiven Substanzen an der Anode abfließt. Hierbei werden in der Masse enthaltene gelöste Körper u. dgl. mit ausgeschwemmt. Enthält die auszuwaschende Masse Bestandteile' mehr oder weniger elektrisch aktiven Charakters, so zeigt sich bei dem Verfahren nach der Erfindung ferner; daß auch eine Trennung der Beimengungen entsprechend ihrer elektrischen Ladung zu erreichen ist. Es wandern nämlich saure und überhaupt elektronegative Bestandteile nach der Anode, basische bzw. elektropositive nach der Kathode.
In der Zeichnung ist eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete filterpressenartige Vorrichtung dargestellt. Zwischen zwei kammerartigen Rahmen io, die auf ihrer Fläche mit Längsrippen J versehen sind, befindet sich ein Rahmen 9, der unter Einfügung perforierter Elektroden 3, 4 zwischen den Rah-
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(2. Auflage, ausgegeben am j. Mär\ /920./
men ίο eingespannt ist. Gegebenenfalls unter Zwischenlegung von Filtertüchern 5,6 wird die auszuwaschende Masse 8 in den von dem Rahmen 9 und den Elektroden gebildeten Raum gebracht. Das Waschwasser wird durch den Kanal 1 zugeführt, verteilt sich auf der innenfläche des Rahmens 10, indem es zwischen den Rippen 7 in die Höhe steigt, durchsetzt sodann den Kuchen 8 und fließt durch die Öffnung 2 ab. Mehrere solcher Rahmenelemente können zu einer Batterie zusammengesetzt werden, und der so geschaffene Apparat kann dann außer für .die vorliegend beschriebene Auslaugung auch nach Art der be- *5 kannten, mit. Elektroden versehenen Filterpresse in bekannter Weise mit oder ohne Zuhilfenahme des elektrischen Stromes zum Entwässern des Materials benutzt werden. Dieses muß dann natürlich mittels hier nicht gea° zeichnetet' Kanäle in den von dem Rahmen 9 gebildeten Raum eingeführt werden.
Wie oben bemerkt, findet, wenn die auszuwaschende Masse elektrisch aktive Bestandteile enthält, eine Wanderung dieser Bestandes teile nach den Polen statt. Eine elektronegative Substanz vorausgesetzt, werden die basischen Bestandteile bei der dargestellten Einrichtung mit dem Waschwasser ohne weiteres an der Kathode abgeführt. Dagegen wandern die elektronegativen Komponenten dem Was<serstrom entgegen nach der Anode, so daß im Anodenraum allmählich eine Anreicherung an negativen Bestandteilen eintritt. . Wenn man nicht dafür sorgt, daß diese von dort abgeführt werden, beeinträchtigen sie nach einiger Zeit den elektroosmotischen Vorgang, so daß das Waschwasser nicht mehr durch den Kuchen hindurchwandern kann bzw. eine osmotische Reinigung nicht mehr stattfindet. Man muß daher z. B. entweder den Waschprozeß von Zeit zu Zeit unterbrechen und das Anodenwasser ablaufen lassen, wodurch dann die Säuren usw. ebenfalls beseitigt werden, oder man kann auch einen Teil des anodisch zugeführten Wassers dauernd ablaufen lassen;-wodurch dann ebenfalls eine dauernde Entfernung der anodisch wandernden Bestandteile der Masse möglich ist.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Auslaugen pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswaschen unter gleichzeitiger Einwirkung des elektrischen Stromes auf die Masse erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschflüssigkeit durch perforierte Elektroden hindurch zu- und abgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man zwecks Abführung gegen den Flüssigkeitsstrom nach einer Elektrode wandernder Bestandteile einen Teil der Flüssigkeit an der betreffenden Elektrode dauernd ablaufen ' läßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT294667D 1915-01-09 Active DE294667C (de)

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US3718561A (en) * 1970-07-07 1973-02-27 E Jacob Poromeric polymeric products and process therefor

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GB145045A (en) 1921-03-10
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