DE352240C - Verfahren zur Abscheidung schaedlicher oder stoerender Bestandteile von Gasen - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung schaedlicher oder stoerender Bestandteile von Gasen

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DE352240C
DE352240C DE1920352240D DE352240DD DE352240C DE 352240 C DE352240 C DE 352240C DE 1920352240 D DE1920352240 D DE 1920352240D DE 352240D D DE352240D D DE 352240DD DE 352240 C DE352240 C DE 352240C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D46/00Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abscheidung schädlicher oder störender Bestandteile von Gasen.
  • Es ist bereits bekannt, Gase oder Gasgemische durch Filtrieren oder durch Überleiten über geeignete Stoffe von solchen Beimengungen oder Bestandteilen zu befreien, die die Verwendung des Gases beeinträchtigen. So dürfen beispielsweise die zum Trocknen von leicht oxydierbaren Stoffen oder von wasserhaltigen Brennstoffen mit Braunkohle verwendeten Trockengase keinen Sauerstoff enthalten. Ebenso dürfen beim Verschwelen von Brennstoffen, z. B. Braunkohle oder Torf, etwa hindurchtretende Gase keinen Sauerstoff enthalten, namentlich nicht, wenn durch Innenheizung, d. h. durch Hindurchleiten heißer Gase, verschwelt wird.
  • Auch in anderen Fällen der Innenheizung müssen solche Bestandteile aus dem Heizgas entfernt werden, die das Arbeitsgut nachteilig beeinflussen. Aus praktischen Gründen ist es aber trotz peinlichster Bewachung des Betriebes so gut wie unmöglich, diese unerwünschten Verunreinigungen ohlne besondEre Behandlung der Gase dauernd fernzuhalten.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren, aus Gasgemischen vor ihrer Verwendung den nicht erwünschten Bestandteil in der Weise auszuscheiden, daß man einen Teil des durch das Trockengas zu trocknenden Stoffes als Filter oder Aufnahmekörper dieser schädlichen Bestandteile benutzt. Es wird also gerade die Eigenschaft des zu trocknenden Stoffes, die das Fernhalten eines Bestandteiles aus dem Gasgemisch erforderlich macht, verwendet, um den schädlichen Bestandteil auszuscheiden.
  • Beim Trocknen und Verschwelen wasserhaltiger Brennstoffe durch Abgase z. B. besteht die Gefahr der teilweisen Entzündung bei höheren Temperaturen sobald das Trockengas Sauerstoff enthält. Schaltetman nun aber das Trocken- oder Schwelgut in getrocknetem Zustande in einer geeigneten Vorrichtung, z. B. als Filter, vor, so nimmt, namentlich bei der gefährlichen Temperatur der zu trocknenden oder zu verschwelenden Brennstoffe, das Filter den Sauerstoff auf und gerät dann sogar unter Umständen ins Glühen. Dabei steigt die Temperatur des Trocken- oder Schwelgases, was durch entsprechende Alarmvorrichtungen leicht ge meldet werden kann. Die Füllung des Filters muß trocken sein, um sich leicht mit etwa vorhandenem Sauerstoff verbinden zu können.
  • Es wird gewissermaßen die im Arbeitgut schädliche Entfiammung in einem besonderen Raum vorher hervorgerufen, wo sie unschädlich ist.
  • Es ist selbstverständlich erforderlich, das Filter zeitweilig nachzufüllen und von Zeit zu Zeit zu erneuern. Es kann unter Umständen zweckmäßig sein, dem zu reinigenden Gasstrom noch solche Bestandteile beizufügen, die das Ausscheiden des zu beseitigenden Teils erleichtern, ebenso kann für die Filterschicht ein Zusatz auf dieselbe Weise wirkender Stoffe notwendig sein. Ebenso liegt der Fall bei Innenheizung.
  • Die beiliegende Zeichnung zeigt eine Ausführung in ihrer Anwendung auf einen Schwelofen, und zwar Abb. 1 den Schwelofen im senkrechten Mittelschnitt nach G-H von Abb. 2, und Abb. 2 den Ofen im wagerechten Schnitt nach A-B von Abb. I.
  • Der im Schwelofen a gesdhwelte Brennstoff, beispielsweise Braunkohle, fällt nach unten heraus und wird teilweise durch das Becherwerk c dem Verbrennungsofen d zugeführt. In diesem verbrennt er unter Zuführung von Luft und die so entstehenden Feuergase werden durch die Kammer e dem Schwelofen a wieder zugeführt. Die aus letzterem entweichenden Gase werden der Entteerung zugeführt; man läßt sie dann zum Teil ins Freie entweichen, zum Teil werden sie gekühlt oder ungekühlt durch die Leitung f den Feuergasen wieder beigemischt. In die Kammer e ist das Filter g eingebaut. Beim Durchgehen durch dieses Filter g wird das Gemisch von Feuergasen und Kühlgasen, das hier auf die für die Verschwelung erforderliche Temperatur gebracht wird, von etwa noch vorhandenem Sauerstoff entgast. Dabei wird die Verbrennung so geleitet, daß zur Vermeidung ! der Entstehung von Kohlenoxyd immer ein schwacher Sauerstoffgehalt übrig bleibt. Es ist gerade diese Notwendigkeit gewesen, einen kleinen Sauerstoffüberschuß in den Feuergasen zu haben, um die Kohlenoxydgasbildnng zu vermeiden, die dazu geführt hat, ein Filter zur Entfernung des Sauerstoffs vorzuschalten.
  • Das Filter g kann zweckmäßigerweise unmittelbar aus dem Becherwerk c gespeist werden, indem in das Abfallrohr Ii ein Rohr i hineinreicht, das einen Teil des herabfallenden geschwelten Arbeitguts dem Filter g zuführt, das dann allmählich weiterrückt und schließlich wieder nach unten herausfällt.
  • Sollte hier noch irgend ein Gas zugeführt werden, um die Beseitigung des noch vorhandenen Sauerstoffs zu erleichtern oder ein anderes unerwünschtes Gas zu beseitigen, z. B. schweflige Säure, so würde die Leitungf die gegebene Zufuhrstelle sein.
  • Für das Filter g könnte die Zuführung eines Kontaktstoffes in Betracht kommen, bei SO2- Gehalt Kalk.
  • PATENT-ANSPRiJCXE : I. Verfahren zur Abscheidung schädlicher oder störender Bestandteile von Gasen, die zum Trocknen oder Verschwelen von Brennstoffen, zur Innenheizung u. dgl. bestimmt sind, dadurch gekennzeichnet, daß diese Gase durch einen Teil des zu behandelnden Gutes filtriert werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß entweder den Gasen oder dem Filter, oder beiden, ein die Beseitigung des auszuscheidenden Teiles förderndes Gas oder sonstiger Stoff beigemischt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Filter dauernd mit dem fertig behandelten Arbeitsgut gespeist wird.
DE1920352240D 1920-11-19 1920-11-19 Verfahren zur Abscheidung schaedlicher oder stoerender Bestandteile von Gasen Expired DE352240C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2434860A1 (fr) * 1978-08-28 1980-03-28 Didier Eng Procede d'epuration de gaz brut issu de la cokefaction de charbon

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2434860A1 (fr) * 1978-08-28 1980-03-28 Didier Eng Procede d'epuration de gaz brut issu de la cokefaction de charbon

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