DE352148C - Verfahren zur Entschwefelung von Zinkblende und aehnlich schwer roestenden Materialien durch Verblasen - Google Patents

Verfahren zur Entschwefelung von Zinkblende und aehnlich schwer roestenden Materialien durch Verblasen

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DE352148C
DE352148C DE1913352148D DE352148DD DE352148C DE 352148 C DE352148 C DE 352148C DE 1913352148 D DE1913352148 D DE 1913352148D DE 352148D D DE352148D D DE 352148DD DE 352148 C DE352148 C DE 352148C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/02Preliminary treatment of ores; Preliminary refining of zinc oxide

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Description

  • Verfahren zur Entschwefelung von Zinkblende und ähnlich schwer röstenden Materialien durch Verblasen Die Röstung der Zinkblende hat gegenüber anderen Schwefelerzen ihre besonderen Schwierigkeiten. Eine einigermaßen vollständige Rötung läßt sich bekanntlich nur ausführen, wenn man die Blende in feinem Zustande der Röstung unterwirft. Ein so feinkörniges Material erschwert jedoch die Luftzufuhr, so daß man es nur durch sorgfältiges Umwenden und Umrühren während des Röstens von seinem Schwefelgehalt genügend befreien kann. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, daß ein Teil des Schwefelzinks bei der Röstung in Sulfat übergeht, das sich erst bei höherer Temperatur zersetzt. Eine solche Röstung, die nur in gemuffelten Fortschaufelungsöfen oder mechanischen Röstöfen vorgenommen werden kann, ist jedoch teuer. Alle Versuche, die Röstung der Blende dadurch zu vereinfachen und zu verbilligen, daß man sie in Konverteröfen, Schachtöfen, Dwight-Öfen usw. einem Verblaseprozeß unterwirft, scheiterten an der Feinkörnigkeit des Materials; denn die Luft, deren Durchgang das feinkörnige Material einen großen Widerstand entgegensetzt, vermag nicht gleichmäßig durch die Masse hindurchzudringen, sondern sucht sich an einzelnen Stellen Durchgänge. Die Folge ist eine unvo'lständige Abröstung. Man-hat nun daran gedacht, das Entschwefeln der Zinkblende durch Verblasen dadurch zu ermöglichen, daß man die feinkörnige Zinkblende brikettiert. Jedoch hat sich bei der Verwendung von Briketten derselbe Übelstand gezeigt, den man bereits von der Röstung von Stückblende her kennt, nämlich daß die äußeren Schichten wohl genügend abrösten, im Innern aber ungenügend abgeröstete Teile zurückbleiben. Auch wenn man sich bemüht, sehr poröse Briketts zu erzeugen, gelangt man beim Verblasen nicht zu einem befriedigenden Erfolg, da die Brikette auf alle Fälle zu luftundurchlässig sind; außerdem zerfallen die Brikette bei der Röstung mehr oder minder, wodurch ihre Verwendbarkeit für obigen Zweck erst recht hinfällig wird.
  • Diese Erfahrungen führten nun zu einem neuen Mittel, um die Zinkblenderöstung durch Verblasen praktisch durchführbar zu ges' alten. Dieses Mittel besteht darin, daß feinpulverige Blende durch Granulieren, wie diese bei der Vorbereitu g von feinem Pyrit für die Entschwefelung bekannt ist, zu Stückchen von passender Gestalt und Größe geformt wird.
  • Es hat sich nämlich gezeigt, daß Granalien, die aus feinpulveriger Blende hergestellt sind, neben genügender Festigkeit auch noch so viel Porosität besitzen, daß bei ihren geringen Abmessungen die Luft bis in das Innere der einzelnen Stückchen eindringen kann. Andererseits bewirkt aber die Größe und Gestalt der Granalien auch, daß die Beschickungsmasse im ganzen lockerer lagert und daher dem Wind ein gleichmäß ges Hindurchstreichen ermöglicht. Das Granulieren kann in bekannter Weise z. B. dadurch geschehen, daß man das feinpulverige Gut mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten anfeuchtet und in einer Schnecke stark mechanisch durcharbeitet, bis Granalien von passender Größe entstanden sind; eventuell trocknet man dann das Produkt noch nach. Die Größe der Granalien ist je nach der physikalischen und chemischen Beschaffenheit der Blende etwas verschieden und ist durch Versuche festzustellen. Natürlich läßt sich die Granulierung auch noch in anderer Weise bewirken, z. B. mit Bindemitteln.
  • Das Verblaseverfahren wird nun so ausgeführt, daß man das granulierte Gut auf einem passenden Rost o. dgl. in beliebiger Weise zur Entzündung bringt und Wind durch Einblasen oder Hindurchsaugen (ganz gleich in welcher Richtung) durch die Masse hindurchführt. Man kann dabei natürlich je nach Umständen entweder allmählich nachsetzen oder von vornherein eine bestimmte Beschickungshöhe anwenden. Im Verlauf der Röstung oder gegen Ende der Röstung wird nötigenfalls die Beschickung mit so heißen Gasen behandelt, daß das gebildete Zinksulfat zersetzt wird und die Schwefelreste ausgetrieben werden. Man kann auch abwechselnd mit reduzierenden und oxydierenden Gasen arbeiten, wobei die ersteren nicht unbedingt heiß sein müssen, wenn die Temperatur des Erzes genügend hoch ist. Durch die reduzierenden Gase wird das gebildete Zinksulfat zu Schwefelzink reduziert, das durch die nun folgende oxydierende Behandlung geröstet wird.
  • Zur Ausführung des Verfahrens sind Konverter, Dwight-Lloydöfen, Schachtöfen und andere Vorrichtungen, die ein Durchleiten von Luft und anderen Gasen durch die Masse gestatten, verwendbar. Das Verfahren ist außer für Zinkblende auch für andere sich ähnlich wie Blende verhaltende Materialien, z. B. gewisse Mischerze, geeignet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entschwefelung von Zinkblende und ähnlich schwer röstenden Materialien durch Verblasen, dadurch gekennzeichnet, daß das feinpulverige Gut vor dem Verblasen granuliert wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Röstgut abwechselnd mit reduzierenden und oxydierenden Gasen behandelt.
DE1913352148D 1913-10-12 1913-10-12 Verfahren zur Entschwefelung von Zinkblende und aehnlich schwer roestenden Materialien durch Verblasen Expired DE352148C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974092C (de) * 1951-10-09 1960-09-08 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Verfahren zum Roesten von Zinkblenden, die fluechtige Metalle enthalten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE974092C (de) * 1951-10-09 1960-09-08 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Verfahren zum Roesten von Zinkblenden, die fluechtige Metalle enthalten

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