DE348671C - Verfahren zur Herstellung von Chlor- und Bromfettsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chlor- und Bromfettsaeuren

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DE348671C
DE348671C DE1919348671D DE348671DD DE348671C DE 348671 C DE348671 C DE 348671C DE 1919348671 D DE1919348671 D DE 1919348671D DE 348671D D DE348671D D DE 348671DD DE 348671 C DE348671 C DE 348671C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Chlor- und Bromfettsäuren. Es ist bereits vorgeschlagen worden (Ber. 28, 2769) in Aminofettsäuren die Aminogruppe dadurch durch Brom zu ersetzen, daß man Brom und Stickoxyd darauf einwirken läßt. Indessen ist dies Verfahren praktisch fast wertlos. Denn abgesehen davon, daß Stickoxyd ein zu teurer Stoff ist, um mit Vorteil hier verwendet zu werden, so ist die Durchführung der Reaktion zeitraubend und schwierig, zumal man wegen der bekannten Eigenschaften des Stickoxyds unter Luftabschluß arbeiten muß. Außerdem treten bei der Durchführung dieses Verfahrens des öfteren trotz aller Vorsichtsmaßregeln Selbstzersetzungen auf, ein Umstand, der vollends geeignet ist, das fragliche Verfahren aus der Praxis auszuschließen. Alle diese übelstände werden nach vorliegender Erfindung vermieden, wenn man zum Ersatz der Aminogruppe durch Chlor oder Brom so vorgeht, daß man die Ausgangsstoffe; z. B. Aminöessigsäure, Aminobernsteinsäure, a-Aminokapronsäure o. dgl., mit einer Mischung von Salzsäure und Salpetersäure bzw. Bromwasserstoffsäure und Salpetersäure behandelt.
  • Dieser Reaktionsverlauf ist neuartig und überraschend, letzteres um so mehr, als Salpetersäure allein bekanntlich in anderes: Richtung auf Aminoverbindungen einwirkt, entweder unter Bildung von Nitraminen oder Hydroxylkörpern. Vor der älteren Methode des: Ersatzes von Aminogruppen durch Chlor und Brom (Einwirkung von -Nitrosylchlorid bzw. Nitrosylbromid auf Amine) hat das vorliegende Verfahren den Vorzug, daß es einfacher, schneller und mit besserer Ausbeute verläuft.
  • Man kann selbstverständlich auch so arbeiten, daß man die eine Mineralsäure sich erst während der Reaktion bilden läßt. Dies ist z. B. der Fall, wenn man Mischungen von Kochsalz und Salpetersäure oder Natriumbromid und Salpetersäure zum Umsatz benutzt. Die Salpetersäure macht dann aus dem Kochsalz oder Bromnatrium die für die Reaktion notwendige Salzsäure bzw. Bromwasserstoffsäure frei.
  • Die so gewonnenen Halogenfettsäuren sollen als Ausgangsmaterial zur Herstellung von pharmazeutischen Produkten und anderen technisch verwertbaren Stoffen dienen.
  • Beispiele: r. 50 g Glycocoll werden mit 5o ccm konzentrierter Salzsäure und 5o ccm konzentrierter Salpetersäure (spezifisches Gewicht r,¢) vorsichtig erwärmt. Unter starker Stickstoffent-Nvicklung findet die. Reaktion statt. Nachdem diese beendet, läßt man abkühlen, ätliert wiederholt aus, destilliert den Äther ab und destilliert den Rückstand im Vakuum. Dabei gewinnt man reine Chloressigsäure. Die Ausbeute beträgt etwa 50 Prozent der Theorie, obschon die Umsetzung völlig quantitativ verläuft. Indessen drücken die Schwierigkeiten der Isolierung die Ausbeute praktisch auf den angegebenen Betrag herunter. -5ä-g' Leucin werden mit 4o ccm konzentrierter Salzsäure (spezifisches Gewicht i,12) und mit 40 ccm konzentrierter Salpetersäure (spezifisches Gewicht 1,4) übergossen und das Ganze auf dem Wasserbad angewärmt. Sehr bald beginnt eine intensive Stickstoffentwicklung, die nach halbstündiger Erwärmung meist beendet ist. Es hat sich ein wasserklares 01 abgeschieden, das aus fast chemisch reiner i-a-Chlorisobutylessigsäure besteht: Die Ausbeute beträgt etwa go Prozent-, der Theorie.
  • 3. 6o g Leucin werden in qo ccm Broinwasserstoffsäure (spezifisches Gewicht 44) gelöst, die Lösung auf dem. Wasserbad angewärmt und- allmählich q0 ccm Salpetersäure spezifisches Gewicht 449) zugefügt; Intensi#e@-S`#iel@stoff_ent_wung zeigt den Verlauf der Reaktion: =1Zächdern@"diese beendet, kühlt man ab, wobei die i-a-Bromisobutylessigsäure sich als C51 abscheidet. Nach einmaliger fraktionierter Destillation im Vakuum ist sie rein. Die Ausbeute beträgt etwa $5 Prozent der Theorie.
  • .4. 5 g Asparagin-säure,' . werden mit 8 ccm Salzsäure (spezifisches Gewicht i,i2) und 8 ccm Salpetersäure (spezifisches Gewicht i,2) übergossen und auf dem Wasserbad.--" angewärmt. Die Stickstoffentwicklung setzt ein und ist in kurzer Zeit beendet. Man läßt erkalten, wobei die i-Chlorbernsteinsäure in sehr guter Ausbeute und in reinem Zustande auskristallisiert. Die Ausbeute entspricht der theoretisch geforderten Menge.
  • Analog läßt sich die r-Brombernsteinsäure aus Asparaginsäure gewinnen, Erwärmung ist hier nicht notwendig. Auch hier ist die Ausbeute quantitativ.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Chlor-und Bromfettsäuren, darin bestehend, daß man Salzsäure und Salpetersäure bzw. Bromwasserstoffsäure und Salpetersäure auf Aminofettsäuren. einwirken läßt.
DE1919348671D 1918-08-31 1919-08-27 Verfahren zur Herstellung von Chlor- und Bromfettsaeuren Expired DE348671C (de)

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