DE347355C - Umsetzvorrichtung fuer Pressluftwerkzeuge, besonders fuer Bohrhaemmer - Google Patents
Umsetzvorrichtung fuer Pressluftwerkzeuge, besonders fuer BohrhaemmerInfo
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Description
Um den eigentlichen Schlagkolben von Preßluftwerkzeugen, vor allem Bohrhämmern,
von der Umsetzarbeit für das Werkzeug zu entlasten, hat man schon eine gesonderte
Schaltvorrichtung vorgeschlagen, die aus tangential zu der Achse des Preßluftwerkzeuges
liegenden, für sich gesteuerten Kolben besteht, die die als Gesperre ausgebildete
Umsetzvorrichtung schalten. Eine ίο solche besondere Schaltvorrichtung wird jedoch im Aufbau verwickelt und bedingt auch
eine ungünstige Gestaltung des Gesamtwerkzeuges, da der querliegende Schaltzylinder
die handliche zylindrische Form des Werkig zeuges durchbricht.
Gemäß der Erfindung gelangt eine solche gesonderte Schaltvorrichtung für Preßluftwerkzeuge
zur Anwendung, ohne daß damit eine Beeinträchtigung der Bauart und äußerliehen
Gestaltung des Werkzeuges auftritt. Dies wird dadurch erreicht, daß die zur Umschaltung
benötigten Kolben nach Art der Flügelkolbenpumpen, und zwar hier wieder
der doppeltwirkenden ausgebildet und zentrisch in der Verlängerung des eigentlichen
Arbeitszylinders angebracht werden, so daß zunächst die glatte zylindrische Form des
Werkzeuges gewahrt bleibt, wie auch die Schaltvorrichtung selbst außerordentlich vereinfacht
wird. Dabei kann die Schaltung selbst entweder mit Hilfe der bekannten, in ein innen verzahntes Sperrad eingreifenden
Sperrklinken erfolgen oder mit Hilfe der ebenfalls bekannten Anordnung, bei der die
beiden Schaltkörper mit auf ihrer Stirnfläche angeordneten Zähnen in der einen Richtung
ineinandergreifen, um in der anderen Drehrichtung übereinander wegzuschnappen.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes in Abb. 1 im Längsschnitt durch das ganze Werkzeug, in
Abb. 2 im Querschnitt durch die Schaltvorrichtung wiedergegeben. Abb. 3 zeigt in
räumlicher Darstellung die Ausbildung der Schaltkolben gleich mit der einen oben gedachten
Ausbildung der Schaltvorrichtung, während Abb. 4 im Querschnitt die zweite Form des Schaltgesperres zeigt.
Durch den Drucker io im Griff ii des
Werkzeuges wird die Preßluft dem Steuerventil 12 zugeführt, das nun in an sich beliebiger
Weise den frei niegdnden Schlagkolben 13 steuert. In der Verlängerung des
eigentlichen Arbeitszylinders 14 ist zentrisch das Gehäuse 15 angebracht, in dem die beiden
einander im wesentlichen entsprechenden Körper 16 und 17 der eine fest, der andere
drehbar gelagert sind. Diese Körper greifen mit Vor sprängen 18 und 19 nach Art der
Klauenkupplungen ineinander, jedoch so, daß zwischen 18 und 19 als Arbeitszylinder dienende
Zwischenräume verbleiben; es entsteht dabei die aus Abb. 2 ersichtliche Form des
Eisernen Kreuzes. Der Körper 17 trägt auf seiner Unterfläche die einseitig gerichteten
Zahne 20, die mit den Zähnen 21 auf der Umsetzbüchse 22 in Eingriff geraten können.
Diese in ihrer Vierkantbohrung 23 das eigentliche Werkzeug aufnehmende Büchse 22 wird
durch den Druck der Feder 24 gegen den Körper 17 gepreßt. Die eigentliche Schaltvorrichtung
kann dabei, wie aus Abb. 4 ersichtlich, auch die bekannte Form erhalten, wobei tangential angeordnete Sperrklinken 25
in die Innenverzahnung des Sperrades 26 eingreifen.
Die Körper 16 und 17 mit ihren Vorsprüngen
18 und 19 bilden mit dem äußeren Gehäuse
15 und der inneren Umsetzbüchse 22 Zylinder mit Drehkolben nach Art der bekannten
Flügelkolbenpumpen, indem sie bestimmte Schwingungen um den Mittelpunkt
ausführen können. Die Beaufschlagung dieser Zylinderräume geht dabei in folgender
Weise vor sich: Die Bohrungen 27, 27 des Körpers 16 werden durch die Kanäle 28, 28
jeweilig mit Preßluft beaufschlagt, wenn der Kolben 13 seinen Arbeitshub ausführt. Mit
Hilfe der Bohrungen 29, 29 stehen dann die anderen Arbeitsräume mit dem Kanal auf der
anderen Seite des Arbeitskolbens 13 in Verbindung. Auf diese Weise kann die Preßluft
zwischen, die feststehenden Ansätze 18 und die beweglichen Ansätze 19 gelangen und
diese verdrehen, wobei die Luft in den sich verkleinernden Arbeitsräumen durch die Bohrungen
30 mit der Luft vor dem Kolben 13 ins Freie gelangt. Es erfolgt also damit eine
ganz bestimmte zur Schaltung der Umsetzbüchse 22 ausgenutzte Drehung.
Mit dem Umsteuern des Ventils 12 und der
Zurückbewegung des Kolbens 13 tritt jetzt
die Preßluft durch Kanal 30 und Bohrungen 29 ein, während die verbrauchte Luft durch
Bohrungen 27, Kanäle 28, Steuerventil 12 frei auspuffen kann. Es erfolgt also jetzt eine
Rückdrehung, die durch Hinwegschnappen der Zähne 20 über die Zähne 21 oder der
Sperrklinken 25 über die Sperrzähne 26 unwirksam gemacht wird, aber die Umsetzvorrichtung
wieder in ihren Anfangszustand zurückbewegt. Durch Wahl der Einrichtung
hat man es dabei frei in der Hand, eine Rechts- oder Linksschaltung des Werkzeuges
herbeizuführen, weil sowohl die Luft vor wie hinter dem Kolben zum eigentlichen Umsetzen
herangezogen werden kann.
Claims (4)
1. Umsetzvorrichtung für Preßluftwerkzeuge, besonders Bohrhämmer, mit
Absonderung von dem eigentlichen Arbeitskolben, dadurch gekennzeichnet, daß in der Achse des Arbeitsraumes eine nach
Art der bekannten (doppeltwirkenden) Flügelkolbenpumpen ausgebildete Umsetzvorrichtung
zentrisch angebracht ist, durch die die Schaltung der Umsetzvorrichtung bewirkt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei nach Art einer
Klauenkupplung, jedoch mit Spielraum ineinandergreifende Körper (16, 18 und
17, 19), die mit dem umgebenden Gehäuse (15) und der inneren Umsetzbüchse (22)
Arbeitsräume bilden, so daß sich im Querschnitt das Bild eines Eisernen Kreuzes ergibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume
zwischen den Vorsprängen (18 und 19) durch Bohrungen (27) und
Kanäle (28) einerseits mit dem Raum hinter dem Arbeitskolben (13), durch
Bohrungen (29) die Kanäle (30) anderseits mit dem Raum vor dem Arbeitskolben (13) derart in Verbindung gesetzt too
werden, daß durch das Steuerventil (12) des Arbeitskolbens (13) jeweilig auch die.
Arbeitsräume zwischen den Ansätzen (18 und 19) derart beaufschlagt werden, daß
eine Hin- und Herbewegung erfolgt.
4. Umsetzvorrichtung nach Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der drehbare Körper (17, 19) entweder durch schief stehende Zähne (20, 21) mit
der federnd dagegen ,gepreßten Umsetzbüchse (22) oder mit Hilfe eines aus dem
innen verzahnten Sperrkranz (26) und den Klinken (25) bestehenden Gesperres
in Eingriff steht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE347355T | 1920-08-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE347355C true DE347355C (de) | 1922-01-20 |
Family
ID=6256129
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920347355D Expired DE347355C (de) | 1920-08-06 | 1920-08-06 | Umsetzvorrichtung fuer Pressluftwerkzeuge, besonders fuer Bohrhaemmer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE347355C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073985B (de) * | 1960-01-28 | Demag Aktiengesellschaft, Duisburg | Preßluftbohrhammer mit einer den Kolbenhals umgebenden Umsetz-Drallmutter | |
| US3275088A (en) * | 1963-03-15 | 1966-09-27 | Wacker Hermann | Reversing means for percussion hammers |
-
1920
- 1920-08-06 DE DE1920347355D patent/DE347355C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073985B (de) * | 1960-01-28 | Demag Aktiengesellschaft, Duisburg | Preßluftbohrhammer mit einer den Kolbenhals umgebenden Umsetz-Drallmutter | |
| US3275088A (en) * | 1963-03-15 | 1966-09-27 | Wacker Hermann | Reversing means for percussion hammers |
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