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Yorr,igbtup:g zum Entwässern von Teer ,u. dgl. Die Erfindung betrifft
.eine Vorrichtung zum Entwässern von Teer u. dgl. wasserhaltigen, diclgßüssigen
Stoffen und bezweckt insbesondere, bei gründlicher Entwässerung des bei der Gaserzeugung
als Nebenerzeugnis entfallenden Teers dessen leichtsiedende Be. standteile, also
im wesentlichen leichte Kohlenwasserstoffe, wiederzugewinnen.
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Man hat bereits den Teer zur Entwässerung erwärmt und dabei zwecks
Erzielung eines guten VVärrneaustausches mit dem Heizmittel in einem geschlossenen
-Gehäuse über plattenförmige Körper rieseln lassen, die übereinander und wechselständig
zueinander angeordnet sind, wodurch der Teer auf großer Fläche in dünner Schicht
ausgebreitet wird. Als Heizmittel hat man aber entweder Dampf in unmittelbare Berührung
mit dem Teer gebracht oder das Gehäuse von außen beheizt. Bei diesen Beheizungsarten
gelingt
es nicht, eine Zerstörung der im Verdampfungswasser enthaltenen
leicht zersetzbaren Kohlenwasserstoffe sicher zu verhüten, da die zugeführte Wärme
nicht gleichmäßig verteilt und hinreichend geregelt werden kann. Es ist vielmehr
hierzu Bedingung, saß in jedem Querschnitt des Gehäuses eine möglichst gleichmäßige
Wärme herrscht, die gut regelbar ist.
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Nach der Erfindung ist diese Verteilung und Regelbarkeit der zugeführten
Wärme dadurch ermöglicht, saß die plattenförmigen Körper als Heizkörper ausgebildet
sind, die innerhalb des Gehäuses miteinander in Verbindung stehen und an eine in
das Gehäuse eingeführte Heizmittelleitung angeschlossen sind. Bei dieser Ausbildung
und Beheizungsart der Heizkörper ist man durch stärkere oder schwächere Beheizung
in der Lage, die für die gründliche Entwässerung jeweilig erforderliche Wärme der
Beschaffenheit des Teers anzupassen, während infolge der Verbindung der fast den
ganzen Querschnitt des Entwässerers ausfüllenden Heizkörper untereinander unkontrollierbare
Wärme weder dem Gehäuse zugeführt noch aus ihm abgeführt wird. Man erhält daher
bei guter Regelbarkeit der Wärme eine gleichmäßige Wärmeverteilung über jeden Querschnitt
des Gehäuses, wodurch die gründliche Entwässerung des Teers ohne Zerstörung der
im Verdampfungswasser enthaltenen Kohlenwasserstoffe gewährleistet ist.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung durch Abb.
i und 2 in zwei senkrecht zueinander versetzten senkrechten Schnitten veranschaulicht,
während Abb. 3 einen wagerechten Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i zeigt.
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Die dargestellte Vorrichtung besteht aus einem turmartigen Gehäuses
von zweckmäßig kreisförmigem oder rechteckigem Querschnitt, in dem schwach gegeneinander
geneigte, plattenförmige Heizkörper b wechselständig übereinander angeordnet sind.
Die Heizkörper b, die beispielsweise von konsolartigen, an der Innenwand des Turmes
a befestigten Blechen c getragen werden, sind durch Rohre d untereinander verbunden
und an die Zuleitung e sowie an die Ableitung f des Heizdampfes angeschlossen. Ferner
stehen die Heizkörper b durch Zweigleitungen g mit einer gemeinsamen Kondenswasserableitung
hin Verbindung, die bei i (Abb. 2) zu einem nicht dargestellten Kondenswasserableiter
führt. Der zu entwässernde Teer o. dgl. wird durch den Stutzen k dem oberen
Heizkörper b
-zugeführt und berieselt die hintereinandergeschalteten Heizkörper
nacheinander in der Richtung von oben nach unten. Auf diesem Wege wird der Teer
einerseits in dünner Schicht über den Heizkörpern ausgebreitet, anderseits gleichmäßig
erwärmt und dadurch dünnflüssig gemacht, wodurch die Abschei-Jung des Wassers wesentlich
erleichtert wird. Wenn die Entwässerungsvorrichtung unter Atmosphärendruck oder
einem höherenDruck steht, wird der Teer allmählich auf über ioo° C erhitzt, so saß
das im Teer enthaltene Wasser verdampft. Steht die Entwässerungsvorrichtung unter
Vakuum, so kann die Temperatur des zu entwässernden Teeres entsprechend niedriger
sein.
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Der entwässerte Teer tritt im unteren Teile des Turmes a durch den
Stutzen na aus, während der bei der Wasserabscheidung aus dem Teer gebildete Wasserdampf
durch den Stutzen n aus dem oberen Teile des Turmes abzieht. Die mit dem Wasserdampf
fortgeführten, leichtsiedenden Bestandteile des Teeres können in einem hinter der
Entwässerungsvorrichtung aufgestellten Kühler niedergeschlagen werden.
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Da die Heizkörper b infolge ihrer wechselständigen Anordnung fast
den ganzen Querschnitt des Gehäuses a ausfüllen und lediglich durch den mittels
der Leitung e eingeführten Heizdampf beheizt werden, ist einerseits die Wärme über
jeden Querschnitt des Gehäuses gleichmäßig verteilt, während anderseits die zugeführte
Wärme der jeweiligen Beschaffenheit des Teeres angepaßt werden kann.
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Das Verdampfungswasser kann somit an keiner Stelle des Gehäuses a
auf eine Temperatur kommen, bei der sich die darin enthaltenen Kohlenwasserstoffe
zersetzen können.