DE346283C - Verfahren zur Herstellung eines leichten, stueckigen Betonzuschlages aus Moler u. dgl. durch Sintern mit Flussmittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines leichten, stueckigen Betonzuschlages aus Moler u. dgl. durch Sintern mit Flussmittel

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DE346283C
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B18/00Use of agglomerated or waste materials or refuse as fillers for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of agglomerated or waste materials or refuse, specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
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    • C04B18/027Lightweight materials

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines leichten, stückigen Betonzuschlages aus moler u. dgl. ,durch Sintern mit Flußmittel. Es ist bereits bekannt, leichten stückigen Betonzuschlag aus Moler u. dgl. durch Sintern mit Flußmittel herzustellen. Bei diesem Sintern entsteht ein gläserner schwammiger Körper, der ein spezifisches Gewicht von o,8 bis =,3 hat, sehr hart ist und sich als Schotter für leichten Bettin vorzüglich eignet. Das Verfahren ist aber sehr kostspielig, weil die als Flußmittel verwendeten Chemikalien und Mineralien ziemlich teuer sind.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung dieses bekannten Verfahrens, welches darin besteht, daß .als Flußmittel größere, in die Masse gemischte Anteile von fein zerkleinertem Granit, Gneis, Basalt u. dgl. mit oder ohne Zusatz von Ton oder daß als Flußmittel Ton mit Kicselgur verwendet oder daß unreiner sogenannter »schwarzer« Moler verarbeitet wird.
  • Das Verfahren kann auch noch in der Weise abgeändert werden, daß der Moler mit oder ohne Zusatz von Flußmittel zu einem in bekannter Weise blasig gemachten Fluß verschmolzen und auf die Zuschlaggröße gebracht wird.
  • Der Mischung von z. B. pulverisiertem Moler und pulverisiertem Granit fügt man dabei eine für das Streichen von Steinen notwendige Menge Wasser zu. Nach beendetem Trocknen wird die Masse bei einer Temperatur von etwa i2oo° gebrannt, wodurch ein überaus poröser und harter Körper mit einem spezifischen Gewicht unter i entsteht, der völlig wasserdicht und für die Herstellung von leichtem Beton vorzüglich geeignet ist.
  • Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren verwendet man bei dem vorliegenden außer dem gewöhnlichen Moler auch den sogenannten »schwarzen« Moler. Dieser Moler ist bisher ganz unbeachtet geblieben, weil die Steine, welche von dem »schwarzencc Moler hergestellt wurden, verhältnismäßig schweres, spezifisches Gewicht 45 besaßen und somit nur einen geringen Unterschied mit Bezug auf Gewicht von den gewöhnlichen Backsteinen darboten, im Gegensatz zu den gewöhnlichen Molersteinen, deren spezifisches Gewicht unter i liegt.
  • Versucht man dasselbe Verfahren mit gewöhnlichem Ton auszuführen, zeigt es sich, daß man einen festen, dichten, zusammengesinterten Körper von hohem spezifischen Gewicht erhält. Wenn man aber zum gewöhnlichen Ton kleinere Mengen - io bis 2o Prozent - von Kieselgur fügt, erreicht man dasselbe Ergebnis wie vorher, und zwar durch Zusatz von einem geeigneten Flußmittel zu dieser Mischung und Erhitzen derselben bis zum Sintern. Der. entstehende poröse, gläserne, harte Körper ist ebenfalls für die Herstellung von leichtem Beton vorzüglich geeignet.
  • Versuche mit Flußmitteln haben gezeigt, daß man die besten und schnellsten Ergebnisse erhält, wenn der Schmelzpunkt des Flußmittels soweit als möglich mit dem Schmelzpunkt des Stoffes, mit dem das Flußmittel gemischt werden soll, zusammenfällt, gleichgültig, ob der Stoff aus einer Mischung von gewöhnlichem Ton und Kieselgur od°r aus Moler allein besteht. Als passende Flußmittel verwendet" man Feldspat oder feldspathaltige Gesteine. Die letzteren sind natürlich die billigsten.
  • Da das spezifische Gewicht für gewöhnlichen Ton und Kieselgur verschieden ist, wird ein Mischungsverhältnis von 8o Prozent Ton und 2o Prozent Kieselsur ungefähr dasselbe Volumen von beiden Stoffen ergeben, so daß eine innige M-schung von diesen zwei Stoffen keine Schwierigkeiten darbietet.
  • Zu der Mischung von Ton und Kieselgur und Feldspat oder Granit wird Wasser gefügt, und hieraus werden Körper geformt, die nach beendetem Trocknen zum Sintern gebrannt werden.
  • Die auf diese Weise aus Ton und Kieselgur hergestellten, gläsernen, porösen Körper stellen sich mit Bezug auf Preis und Güte genau so wie die aus Moler hergestellten Körper, und sie sind von ganz besonderer Bedeutung in Ländern, wo man nicht Moler, dagegen aber gewöhnlichen Ton und Kieselgur besitzt.
  • Wenn man den rohen Moler zur Schmelztemperatur erhitzt und in Formen gießt, erhält man eine gläserne, ganz undurchsichtige, dunkelgrüne Masse. Setzt man aber vor dem Schmelzen dem Moler Kalk oder ähnliche Stoffe, z. B. Feldspat oder Magnesia zu, so wird das Schmelzen bei einer etwas- niedrigeren Temperatur stattfinden. Außerdem können die Eigenschaften des fertigen Erzeugnisses dadurch beliebig geändert werden. Wenn man vor oder während des Schmelzens der Masse einen Gas entwickelnden Stoff, z. B. kohlensaure Alkalien zusetzt, bewirkt man, daß in der geschmolzenen und nachher erstarrten Masse eine endlose Menge von Luftblasen hervorgebracht wird, wodurch das Volumen der Masse vergrößert und das spezifische Gewicht derselben entsprechend herabgesetzt wird, ohne daß die Masse dadurch wassersaugende Eigenschaften erhält. Dasselbe Ergebnis kann man bei mechanischem Zusetzen von atmosphärischer Luft oder anderen Gasarten, welche mit der geschmolzenen Masse gemischt werden, erreichen. Die auf diese Weise hergestellten Erzeugnisse sind hart und fest, unbedingt wetterbeständig und sehr billig herzustellen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPR'ÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung eines leichten, stückigen Betonzuschlages aus Moler u. dgl. durch Sintern mit Flußmittel, dadurch gekennzeichnet, daß als Flußmittel größere, in die Masse gemischte Anteile von fein zerkleinertem Granit, Gneis, Basalt u. dgl. mit oder ohne Zusatz von Ton oder daß als Flußmittel Ton --mit Kieselgur verwendet oder daß unreiner sogenannter »schwarzer« Moler verarbeitet wird. z. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Moler mit oder ohne Zusatz von Flußmittel zu einem ii bekqnnter Weise blasig gemachten Fluß verschmolzen und auf die Zuschlaggröße gebracht wird.
DE1920346283D 1920-12-10 1920-12-10 Verfahren zur Herstellung eines leichten, stueckigen Betonzuschlages aus Moler u. dgl. durch Sintern mit Flussmittel Expired DE346283C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0657397A1 (de) * 1993-12-10 1995-06-14 Ministero Dell' Universita' E Della Ricerca Scientifica E Tecnologica Leichte Zuschlagstoffe für niedrige, dichte strukturelle Betonzusammensetzung
WO2008087199A1 (en) * 2007-01-18 2008-07-24 Sika Technology Ag Light weight aggregate

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