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Zierstichnähmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine Zierstichnähmaschine
mit mehreren in einer Ebene quer zur Vorschubrichtung angeordneten Nadeln und zwei
Zierfadenvorlegern.
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Um die Maschine zur Herstellung verschiedenartiger Ziernähte geeignet
zu machen, von denen die verschiedenen Zierfäden einer jeden Naht in gleichartiger
oder ungleichartiger Weise mit Bezug aufeinandergelegt sein können, ist gemäß der
Erfindung der eine Zierfadenvorleger vor der die Nadeln enthaltenden Ebene und der
andere Zierfadenvorleger hinter dieser Ebene angeordnet.
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Hierbei wird eine Kontrastwirkung erzielt, wenn die beiden Zierfadenvorleger
ungleiche Bewegungen erhalten.
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Eine große Mannigfaltigkeit von Ziernähten kann ferner hierdurch erreicht
werden, daß an Ansätzen eines jeden Zierfadenvorlegers abnehmbare und durchbohrte
Zierfadenführungsteile sitzen, die in einem dem Abstande der Nadeln, mit denen sie
zusammenarbeiten, entsprechenden Abstande voneinander liegen.
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In den Zeichnungen sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
veranschaulicht, und zwar ist Abb. I eine Seitenansicht der einen Ausführungsform
gemäß der Erfindung.
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Abb. 2 ist eine Hinteransicht und Abb. 3 eine Draufsicht, während
Abb. 4 eine Vorderansicht darstellt.
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Abb. 5 ist ein wagerechter Schnitt durch die Drückerstange an einer
Stelle unmittelbar unterhalb des Tragarmkopfes, wobei in der Draufsicht die Antriebsvorrichtung
für die Zierfadenvorleger dargestellt ist.
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Abb. 6 ist eine Ansicht der Einrichtung zur Beeinflussung der Zierfadenvorleger
von der anderen Seite mit Bezug auf die in der Abb. 4 dargestellte.
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Abb. 7 ist eine schaubildliche Ansicht des Rahmens, welcher die Zierfadenvorleger
trägt. Abb. 8 und g sind schaubildliche Darstellungen der Zierfadenvorleger.
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Abb. Io, II und I2 sind Einzelansichten des Drückerfußes.
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Abb. I3, I4, I5 und I6 veranschaulichen in der Draufsicht die vier
aufeinanderfolgenden Stellungen, die von den Fadenführungsröhrchen mit Bezug auf
die Nadeln während eines vollständigen Bewegungskreislaufes eiDgenommen werden.
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Abb. x7 zeigt in der Draufsicht und im vergrößerten Maßstabe die in
den Abb. 13 bis 16 dargestellte Naht.
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Abb. i8 stellt in einer Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eine
abgeänderte Ausführungsform der Maschine dar.
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Abb. 18a ist eine Einzelansicht.
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Abb: ig ist eine Endansicht der Maschine. Abb. 2o ist eine hintere
Ansicht des Tragarmkopfes und der an ihm sitzenden Teile.
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Abb. 21 ist ein Schnitt nach der Linie 2o3-2o3 der Abb. 2o.
Abb.22
veranschaulicht in schaubildlicher Darstellung den Schwingrahmen und den Winkelhebel,
welcher den Zierfadenvorlegern die zusammengesetzten Bewegungen erteilt.
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Abb.23 veranschaulicht in schaubildlicher Darstellung das die Kurbel
tragende Ende der Hilfswelle.
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Abb. 24 ist eine Einzelansicht des Tragarmkopfes mit der Einrichtung
zum Verriegeln der Hauptwelle.
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Abb. 25 zeigt in der Ansicht den unteren Teil des Tragarmkopfes.
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Abb.26 veranschaulicht in schaubildlicher Darstellung die einzelnen
Teile des Trägers und des einen Zierfadenvorlegers.
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Abb. 27 ist eine Draufsicht auf den Drückerfuß und Abb. 28 eine Draufsicht
auf dessen Unterseite. Abb. 29 bis 32 veranschaulichen in der Draufsicht die vier
aufeinanderfolgenden Stellungen, welche von den Fadenführungsröhrchen mit Bezug
auf die Nadeln während eines vollständigen Bewegungskreislaufes eingenommen werden.
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Abb.33 veranschaulicht die vier Nadeln, welche mit den drei hinteren
Fadenführungsröhrchen zur Herstellung von Stichen in Gestalt einer 8 zusammenarbeiten.
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Abb.34 veranschaulicht die vier Nadeln, welche mit den drei vorderen
Fädenführungsröhrchen zur Herstellung einer Ziernaht zusammenwirken, die ein anderes
Aussehen als die Naht der Abb. 33 hat.
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Abb. 35 veranschaulicht die vier Nadeln, die mit einem hinteren und
zwei vorderen Fadenführungsröhrchen behufs Herstellung einer Naht zusammenwirken,
die sich von denen der Abb. 32, 33 und 34 unterscheidet.
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Abb. 36 ist eine Draufsicht in vergrößertem Maßstabe auf die in den
Abb. 29 bis 32 dargestellte Naht.
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Abb. 37 bis 47 veranschaulichen einige charakteristische Ziernähte,
die durch die Maschine hergestellt werden.
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Bei der in den Abb. i bis I7 dargestellten Ausführungsform besteht
das Maschinengestell aus der Grundplatte i, der Stoffplatte 2, dem Ständer 3, dem
Tragarm 4 und dem Tragarmkopf 5. Die Maschinenantriebswelle 6 weist eine Kurbel
7 auf, welche durch einen Lenker 8 mit einem Arm 9 verbunden ist, der an der Nadelantriebsschwingwelle
io befestigt ist. Auf der Welle Io ist innerhalb des Kopfes 5 ein Schwinghebel Ii
befestigt, dessen vorderer Arm iIa (Abb. 4) mittels eines Lenkers I2, mit der Nadelstange
I3 verbunden ist, die in Lagerhülsen I4, I4 des Tragarmkopfes auf und ab beweglich
ist. Auf der Nadelstange sitzt eine Nadelklemme I5, welche vier Nadeln n1, n2, n3,
n4 trägt, die in einer Reihe quer zur Nahtlinie angeordnet sind. Mit den Nadeln
wirken bei der Herstellung der Stiche vier fadenlose Greifer I6 zusammen, welche
von einem Greiferträger I7 getragen werden, der auf einer Welle I8 frei schwingen
und gleiten kann. Ein von der Maschinenantriebswelle 6 getragenes Exzenter erteilt
den Greifern in üblicher Weise Schleifenerfaß- und Nadelausweichbewegungen durch
Vermittlung des Exzenterbügels i9, der mit einer Muffe 2o versehen ist, welche den
schräg verlaufenden Zapfen 21 an dem Greiferträger 17 umfaßt.
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In dem Kopf 5 hinter der Nadelstange 13
liegt die Drückerstange
22, die durch eine Feder 23 abwärts gedrückt wird und durch den üblichen Lüftungshebel
24 angehoben werden kann, der auf eine Rolle 25 einwirkt, die von dem Zäpfen 26
eines Klotzes 27 getragen wird, der durch eine Stellschraube 28 an der Drückerstange
festgelegt ist. Um eine Drehung der Drückerstange zu vermeiden, besitzt der Klotz
27 einen seitlichen Zapfen 29 (Abb. 2), der in einer Bohrung 3o eines Klotzes
31 verschiebbar ist, welcher an dem oberen Ende einer Gleitstange 32 sitzt,
die in dem Kopf 5 parallel zur Nadelstange gelagert ist.
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An dem unteren Ende der Drückerstange 22 ist der den gabelförmigen
Drückerfuß tragende Rahmen 33 befestigt (Abb. io, ii und i2), dessen nach unten
ragende Gabelungen bei 34 geschlitzt sind behufs gleitbarer Aufnahme der Schäfte
35 der nachgiebigen Fußteile 36 und der miteinander verbundenen Schäfte 37, 37 des
Fußes 38, der zwischen den Fußteilen 36 liegt und die hintere Seite des Stichloches
39 abschließt. Ein jeder Fußteil 36 besitzt eine Rippe 40, die in einen unterschnittenen
Schlitz des zugehörigen Schaftes 35 passend eingreift und in letzterem bei 4i schwingbar
ist. An den Schäften 35 sind die senkrechten Führungszapfen 42 festgelegt, von denen
jeder passend in einer geeigneten Bohrung des Rahmens 33 sitzt und an. seinem oberen
Ende eine Schraube43 trägt. Letztere dient dazu, die Abwärtsbewegung des Zapfens
42 unter der Wirkung einer Feder 44 zu begrenzen, die auf den Schaft 35 nach unten
drückt. An den Schäften 37 sind die senkrechten Führungszapfen 45, 45 befestigt,
von denen jeder in. einer entsprechenden Bohrung des Rahmens 33 passend sitzt und
an seinem oberen Ende eine Schraube 46 trägt, die dazu dient, seine Abwärtsbewegung
untrr der Wirkung einer Feder 47 zu begrenzen. Der Stoffschieber ist bei f angedeutet.
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Die Zierfadenvorleger werden von einem Rahmen 5o getragen, der an
der Drückerstange 22 durch eine Stellschraube 51 festgelegt ist. Der Rahmen
50 ist bei 52 geschlitzt, um das verjüngte untere Ende der Gleitstange 32
zu umfassen, die somit dazu dient, .eine zufällige Drehung des Rahmens 5o an der
Drückerstange zu verhindern. In der wagerechten LagQrbohrung
53
des Rahmens 5o befindet sich eine Schwingwelle 54, an deren einem Ende das gespaltene
Ende 55 (Abb. 4) eines Armes 56 festgeklemmt ist. In dem gegenüberliegenden hülsenartigen
Ende 57 dieses Armes ist die nach oben ragende Welle 58 gelagert, an deren unterem
Ende der hintere Zierfadenvorleger 59 befestigt ist. Letzterer erstreckt sich unter
dem bogenförmigen Drückerfußrahmen 33 nach, vorn und läuft in die Fadenführungsröhrchen
6o aus. Der Rahmen 5o besitzt einen geschlitzten Ansatz 6I behufs Führung des Armes
56. Ein auf der Welle 58 oberhalb des Endes 57 des Armes 56 befestigter Ring dient
dazu, den Schaft des Zierfadenvorlegers 59 dicht an dem unteren Erde der Hülse oder
Muffe 57 zu halten. Die Röhrchen 6o können sich somit nach und von der Nadelebene
durch Ausschwingung um die Achse der Welle 54 und außerdem seitlich mit Bezug auf
die Nahtlinie durch Ausschwingung um die Achse der Welle 58 bewegen. Auf der Welle
58 (Abb. 3 und 4) sitzt lose zwischen den Ringen 63, 63 eine Muffe 64, die einen
Ansatz 65 aufweist, der mit einem querverlaufenden Zapfen in Eingriff steht. Die
gegenüberliegenden und hervorragenden Enden dieses Zapfens 66 sind in dem gabelartigen
Ende eines Lenkers 67 gelagert, dessen gegenüberliegendes und abgebogenes gabelartiges
Ende den Ansatz II b ndes Schwingarmes II umfaßt und mit ihm bei 68 schwingbar verbunden
ist. Wenn die Nadeln an dem Ende ihrer Aufwärtsbewegung sind, liegt der Mittelpunkt
68 etwas unterhalb einer Linie, welche die Mittelpunkte Io und 66 verbindet. Während
des ersten Teiles des Nadelniederganges erhalten somit die Röhrchen 6o in ihrer
längsverlaufenden Bewegungskomponente, d. h. in ihrer Bewegung nach und von der
Nadelebene, eine Ruhepause.
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Den Röhrchen 6o wird die seitliche Bewegungskomponente durch folgende
Einrichtung erteilt. Auf der Maschinenantriebswelle 6 (Abb. I) sitzt ein Stirnrad
7o, welches mit einem Stirnrad 7I von doppelter Größe in Eingriff steht. Das Stirnrad
7I sitzt auf einer Welle 72, die in den Lageraugen 73, 73 eines Armes 74 (Abb. 2)
ruht, der mittels der Schraube 75 an der Grundplatte befestigt ist. Die Welle 72
besitzt einen Kurbelarm 76, welcher den kugelförmigen Kurbelzapfen 77 trägt, der
von dem unteren bügelförmigen Ende eines Lenkers 78 umfaßt wird, dessen oberes bügelartiges
Ende einen Zapfen 79 umfaßt, der an dem hinteren Ende eines Armes 8o eines bei 8I
gelagerten Winkelhebels festgelegt ist. Der andere Arm 82 des Winkelhebels trägt
die nach entgegengesetzten Seiten verlaufenden Kugelzapfen 83, 84, von denen der
Zapfen 83 von dem bügelartigen Ende einer Lenkstange 85 umfaßt wird, deren anderes
bügelartiges Ende einen Zapfen 86 umfaßt, der an dem einen Ende eines Kurbelarmes
87 sitzt. Das gegenüberliegende gespaltene und hülsenartige Ende 88 dieses Armes
ist an der Schwingwelle 58 festgeklemmt. Infolge der durch die Räder 7o, 7I bedingten
Geschwindigkeitsverminderung von 2:I schwingen die Röhrchen 6o seitlich mit der
halben Häufigkeit der Nadelruf- und -abbewegungen hin und her. Die Zeitdauer ist
so bemessen, daß der Kurbelzapfen 77 die Totpunktlage mit Bezug auf den Lenker 78
und die Welle 72 während des ersten Teiles der Nadelabwärtsbewegung kreuzt, so daß
die Röhrchen 6o an jedem Ende ihrer seitlichen Bewegungskomponente eine Ruhepause
erhalten.
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In einer wagerechten Lagerbohrung 9o (Abb. 7) in dem winkligen Ansatz
9I des Rahmens 50 sitzt ein mit einem Kopf versehener Zapfen 92 (Abb. 5), an dessen
Ende 93 die gespaltene Lagernabe 94 eines Hebels festgeklemmt ist, welcher einen
nach vorn verlaufenden winkligen Arm g5 und einen nach hinten reichenden Arm 96
aufweist. Der Arm 95 läuft in eine wagerechte durchbohrte Nabe 97 aus, in welcher
der Schraubzapfen 98 gelagert ist, der von dem Hebel 99 getragen wird. An dem abwärts
verlaufenden Arm Ioo dieses Hebels ist der vordere Zierfadenvorleger I0I befestigt,
welcher an seinem Ende ein Fadenführungsröhrchen Io2 aufweist. Der Arm 95 des Hebels
95, 96 (Abb. 6) ist bei I03 schwingbar mit dem einen Ende einer kurzen Lenkstange
I04 verbunden, deren gegenüberliegendes Ende bei I05 schwingbar mit dem vorderen
Ende eines Kurbelarmes Io6 in Verbindung steht. Das andere Ende dieses Kurbelarmes
ist an der Schwingwelle 54 festgeklemmt, welche ihre Bewegung von dem Kurbelarm
56 erhält. Infolge dieser Verbindung werden die Röhrchen 6o und Iog veranlaßt, sich
gleichzeitig zu der Ebene der Nadel hin zu nähern bzw. hiervon zu entfernen.
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Damit das Röhrchen rot an der seitlichen Bewegung der Röhrchen 6o
teilnimmt, ist der Hebel 99 an seinem oberen Ende mit einem kugelartigen Zapfen
I07 versehen (Abb. I), welcher durch eine Lenkstange Io8 mit einem Zapfen ro9 verbunden
ist. Letzterer wird von einer geschlitzten Platte iio getragen, .die einstellbar
an dem Schwingarara iia mittels ieincr Schraube 112 festgelegt ist, die durch .einen
Schlitz in der genannten Platte' hindurchgeht. Der Schwingarm nix ist mit dem einen
Ende einer Welle 113 befestigt, die in einem Lagerarm 114 ruht, .de#r an der Oberseite
des Tragarmes .4 durch eine Schraube ii5 befestigt ist. Mit dem gegenüberliegenden
Erde der Walle 113
(Abb. 2) ist ein Kurbelarm a16 verbunden, der an seinc-m
unteren Ende Führungsflanschen 117. aufweist, die einen Schlitz begrenzen, innerhalb
dessen der geschlitzte Schaft eines Armrs iz8 einstellbar festgelegt ist. Der Arara
1i8 bildet einen Ansatz des. .Kurbelarmes s16 und trägt
einen Kugelzapfen
zig, der durch die Lenkstange i2o mit dem Zapfen 84 verbunden ist.
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Die Art, in welcher die Zierfadenvorleger 59 und ioi mit den Nadeln
zur Herstellung einer Ziernaht zusammenarbeiten, geht am besten aus den Abb. z3
bis I6 hervor. Abb. I3 veranschaulicht die Lage der Röhrchen 6o, Io2, 6o und der
Nadeln n1, nt2, nt3 und n4 an derjenigen Stelle des Stichbildungskreislaufes, wo
die Nadelspitzen im Begriff sind, in den Stoff einzutreten. Die Nadeln n1, 4t2 und
nt3 sind dicht an den Röhrchen 6o, io2, 6o abwärts gegangen. Abb. I4 zeigt die Lage
der genannten Teile, wenn die emporgehenden Nadeln den Stoff verlassen. Die Röhrchen
sind von der Nadelebene zurückgezogen und seitlich nach rechts verschoben worden.
Der Stoff wird nun um eine Stichlänge vorgeschoben, während welcher Zeit die Röhrchen
noch weiter nach rechts bewegt und wieder in die Nadelebene vorgeschoben werden,
wobei sie unter den alsdann emporgegangenen Nadelspitzen in die Stellung der Abb.
I5 geführt werden, woselbst die Nadelspitzen 6 in den Stoff eintreten. In dieser
Stellung legen die Röhrchen 6o, 6o ihre Zierfäden, die vorher von den Nadeln n1,
n3 festgelegt wurden, um die Nadeln nt2, nt4, während das Röhrchen io2 seinen Zierfaden
um die Nadel n3 legt. Abb. I6 veranschaulicht die Stellung der genannten Teile,
wenn die Nadeln darauf den Stoff wieder verlassen. Während der nächsten Vorschubbewegung
werden die Röhrchen in die in der Abb. I3 dargestellte Lage geführt, worauf sich
der Kreislauf wiederholt.
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Die in der Abb. I7 dargestellte Naht wird hergestellt, wenn eine Viernadelmaschine
mit einem hinteren Zierfadenvorleger mit zwei Röhrchen und einem vorderen Zierfadenvorleger
mit einem einzigen Röhrchen ausgerüstet ist, wie dies bei der oben beschriebenen
Ausführungsform der Fall ist. In dem Stoffteil a sind vier Kettenstichreihen b hergestellt.
Zwischen einer jeden äußeren Stichreihe und der benachbarten Zwischenstichreihe
sind in Form einer geschlossenen Schleife oder in Gestalt einer 8 die Zierfäden
c schleifenförmig vor- und zurückgeschlungen, die den Nadele durch die Röhrchen
6o dargeboten werden. Die beiden mittleren Stichreihen sind durch einen Zierfaden
d verbunden, der durch das Röhrchen Io2 in Gestalt einer offenen Schleife vor- und
zurückgeschlungen ist.
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Bei der in den Abb. I8 bis 47 veranschaulichten Ausführungsform bezeichnet
toi die Maschinenantriebswelle, welche an dem einen Ende das Handrad 202 und die
Schnurscheibe 2o3 trägt, während an dem anderen Ende die Kurbelscheibe 2o4 sitzt.
Letztere ist mit der Nadeltange 205 mittels des Kurbelzapfens 2o6 und eines Lenkers
207 verbunden. An der Nadelstange sitzt die Klemme 2o8 für die vier Nadeln n1, W2,
na3, n4, die in einer Ebene quer zur Nahtlinie angeordnet sind, und welche mit vier
fadenlosen Greifern zusammenarbeiten, von denen einer in der Abb. ig bei o angedeutet
ist.
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In dem Kopf ist parallel zur Nadelstange die Drückerstange Zog gelagert,
an deren unterem Ende der Schaft 2io eines Drückerfußes p festgeklemmt ist (Abb.
I9, 27 und 28). Das untere verbreiterte Ende des Schaftes 2io weist Lappen 2II auf,
welche den Drehzapfen 2,I2 tragen, an welchem die drei Hebel 2I3, 2I3, 24 gelagert
sind. An den freien Enden der letzteren sind die Hauptfußteile 2I5, 2I5 und der
Fußteil 2I6 gelagert. Federn 2I7 drücken die Hebel 2I3, 2I3, 2I4 gegen die Grundplatte,
und die Schrauben 2I8, welche auf die Hebel aufgeschraubt sind und lose in Ausnehmungen
in dem verbreiterten unteren Ende des Schaftes 2Io passend sitzen, begrenzen die
Abwärtsbewegung dieser Hebel mit Bezug auf den Schaft 2Io. In Verbindung mit den
Federn 2I7 wirken zwecks Abwärtsdrückung der Hebel 2I3, 2i3 Federn 2Ig zusammen,
deren Druck durch Stellmuttern 22o an den mit Gewinde versehenen Stangen 22I geregelt
werden kann, die andererseits bei 222 schwingbar an dem Schaft 2Io angebracht sind.
Die Drückerstange Zog wird durch die Federn 223 (s. Abb. 24) abwärts gedrückt und
kann durch einen Lüftungshebel 22q. oder durch einen vom Fuß beeinflußten Hebel
225
angehoben werden. Jeder dieser beiden Hebel ist so angeordnet, daß er
auf eine aufwärts und nach außen umgebogene Stange 226 einwirkt, die sich seitlich
von einem auf der Drückerstange Zog festgelegten Ringe 227 erstreckt.
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An der Drückerstange ist unmittelbar unter dem Ringe 227 ein Klotz
228 festgelegt (Abb. 21), welcher einen Zapfen 229 trägt, der von einer röhrenförmigen
Nabe 23o umgeben wird, die ihrerseits aus einem Stück mit der Trägerplatte 231 besteht.
Wie am besten aus der Abb. 26 hervorgeht, weist die Platte 231 zwei parallel verlaufende
Zapfen 232, 233 auf, «-elche in einer Ebene rechtwinklig zur Achse der rohrförmigen
Nabe 230 liegen, und an denen die nach unten ragenden Hebel 234 bzw. 235
gelagert sind. Die Hebel 23q., 235 werden durch gespaltene Ringe 236 in ihrer Lage
an den Zapfen 232, 233 gehalten. Der Hebel 234 besitzt einen Ansatz 237, welcher
die Nahtlinie hinter den Nadeln kreuzt und bei 238 mit einem Schlitz versehen ist
behufs Herstellung eines Sitzes für den Schaft des Zierfadenvorlegers
239, dessen unteres Erde zwei Fadenführungsröhrchen 240, 240 trägt, welche
sich nach vorn nach der Nadelebene erstrecken. Der Hebel 235 besitzt eine Aussparung
241 (Abb. ig), «-elche einen Sitz für den Zierfadenvorleger 242 bildet. Letzterer
erstreckt sich vor den Nadeln nach unten und trägt an seinem freien Ende ein Fadenführungsröhrchen
243, welches zu, der Nadelebene
hin gerichtet ist. Die Röhrchen
240, 240 liegen in einem Abstande gleich der doppelten Entfernung zwischen zwei
angrenzenden Nadeln, und das Röhrchen 243 ist so angeordnet, daß sein freies Ende
sich in der Mitte zwischen den Röhrchen 240, 24o befindet (Abb. 29 bis 32).
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Die Bewegung der Trägerplatte 23I um den Zapfen 229 erteilt somit
den Hebeln 234, 235 eine übereinstimmende Bewegung seitlich zur Nahtlinie. Um zu
bewirken, daß die Hebel 234, 235 sich gleichzeitig nach bzw. von der Nadelebene
hinwegbewegen, kommt ein Zwischenhebel 244 zur Anwendung. Letzterer ist zwischen
seinen Enden an der Platte 23I durch einen Schraubzapfen 245 gelagert und trägt
an seinen Enden die entgegengesetzt verlaufenden Zapfen 246, 246, welche in Bohrungen
in den mit Köpfen versehenen Zapfen 247, 247 frei eintreten, die in den Naben 248,
248 gelagert sind, welche aus einem Stück mit t den Hebeln 234 bzw.235 bestehen.
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Die Zierfadenvorleger 239, 242 erhalten ihre Bewegung von einem Winkelhebel
2,49, welcher eine zusammengesetzte Bewegung ausführt, die aus zwei bestimmten Bewegungen
herrührt, welche auf die Winkelhebel in querverlaufenden Richtungen übertragen werden.
Zu dem angegebenen Zweck ist der Hebel 234 mit einem kurzen, nach unten ragenden
Zapfen 25o versehen, der lose von einer Bohrung 25I eines einstellbaren Ansatzes
249x des Winkelhebels 249 aufgenommen wird, der bei 252 an einem Schwingrahmen 253
gelagert ist, der wiederum sein Lager auf einer Hülse 254 (Abb. 2,I und 25) findet.
Die genannte Hülse 254 ist auf einem Zapfen 255 gelagert, der in einen Arm 256 des
Tragarmkopfes eingeschraubt ist. Der Zierfadenvorlegerhebel 235 besitzt ebenfalls
einen kurzen nach unten ragenden Zapfen 25o', der lose in einen länglichen Schlitz
25I' des Ansatzes 249x eintritt und dazu dient, den Zierfadenvorleger 242 in seiner
richtigen Lage mit Bezug auf den Zierfadenvorleger 239 seitlich zur Nahtlinie zu
halten.
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Auf der Maschinenantriebswelle ist die Schnecke 257 befestigt, welche
mit einem Schneckenrade 258 in Eingriff steht, das auf einer Hilfswelle 259 gelagert
ist. Letztere ist quer zur Hauptwelle in einem Gehäuse 26o gelagert, welches auf
der Oberseite des Tragarmkopfes sitzt. Die Hilfswelle 2,59 besitzt einen äußeren
Ansatz mit den Kurbelzapfen 26I, 262, deren Mittelpunkte in verschiedenen radialen,
die Achse der Hilfswelle 259 enthaltenen Ebenen angeordnet sind. Der von
diesen Ebenen eingeschlossene Winkel beträgt beim Ausführungsbeispiel etwas weniger
als go °.
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Der Kurbelzapfen 26= wird von dem bügelartigen Ende eines Lenkers
263 umfaßt, dessen gegenüberliegendes und durchbohrtes Ende einen Zapfen 263x umfaßt,
der einstellbar an dem geschlitzten Kurbelarm 264 angebracht ist. Letzterer ist
an dem einen Ende der Hülse 254 befestigt, an deren gegenüberliegendem Ende das
geschlitzte Ende eines aufrechten Kurbelarmes 265 festgeklemmt ist, der einen Kugelzapfen
266 trägt. Letzterer ist mittels einer Lenkstange 267 mit einem Kugelzapfen 268
verbunden, der an dem umgebogenen Teil 249' des Winkelhebels 249 gelagert ist. Der
Kurbelarm 265 und die Lenkstange 267 bilden einen Kniehebel, welcher dem Winkelhebel
249 zwei vollständige Ausschwingungen für jede Schwingbewegung des Kurbelarmes 265
oder mit anderen Worten für jede Umdrehung der Hilfswelle 259 erteilt. Da
die Maschinenantriebswelle bei jeder Umdrehung der Hilfswelle zweimal umläuft, so
werden die Zierfadenvorleger 239, 242 einmal während einer jeden Auf-und
Abbewegung der Nadeln zu und von den Nadeln bewegt werden.
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Auf dem Kugelzapfen 262 sitzt ein Verbindungsklotz 26g, welcher eine
Hülse 27o aufweist, in der das verjüngte obere Ende des Hebelarmes 271 verschiebbar
ist, dessen unteres Ende fest mit der durchbohrten Nabe 272 verbunden ist, die aus
einem Stück mit dem Schwingrahmen 233 besteht. Durch diese Verbindungsorgane wird
der Winkelhebel 249 seitlich zur Nahtlinie mit der halben Häufigkeit der Ausschwingung
des Winkelhebels um seinen Lagerzapfen ausgeschwungen.
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Zur direkten und genauen Regelung der den Zierfadenvorlegern
239 und 242 zugeführten Zierfadenmenge kommt eine einfache Einrichtung zur
Anwendung. Ein Klotz 273 (s. Abb. 18 und zg) ist an der Nadelstange befestigt und
erstreckt sich durch einen Schlitz s der Stirnplatte f. An dem hervorragenden Ende
dieses Klotzes ist der verbreiterte Schaft einer aufwärts gerichteten Fadenregelungseinrichtung
274 angeschraubt, an welcher ein Rollenzapfen 275 gelagert ist, der einen Vorsprung
darstellt, welcher zur Beeinflussung eines Klemmhebels 276 dient. Letzterer ist
an einem Zapfen 2,77
gelagert, der von den Augen 278 eines Ansatzes
279 der Stirnplatte getragen wird. An dem Hebel 276 unmittelbar über dem
Lagerzapfen 277 ist eine nach oben verlaufende Feder 28o befestigt, die mit drei
den Faden festklemmenden Zungen 28= versehen ist, deren obere Enden die Zierfäden
gegen eine feststehende Platte 282 festklemmen, die drei Fadenführungslöcher 283
aufweist. Letztere liegen unmittelbar über den freien Enden der Zungen 281 der Federn
28o. Eine kleine Spiralfeder 284 bewegt die Zungen 281 von der Platte 282 hin*eg.
Der Hebel 275 ist mit einem schrägverlaufenden Teil 285 versehen, der so mit Bezug
auf den Rollenzapfen 275 angeordnet ist, daß während des ersten Teiles der Abwärtsbewegung
der Nadelstange der Rollenzapfen 275 gegen den schrägverlau
fenden
Teil 285 anstößt und zur Folge hat, daß der Faden festgeklemmt wird, kurz bevor
die Nadeln in den Stoff eintreten. Der Hauptteil des Hebels 276 verläuft zu dieser
Zeit im wesentlichen parallel zur Nadelstange und der Rollenzapfen 275 hält die
Zungen 28I in ihrer wirksamen Lage, bis die Nadeln von dem Stoff wieder aufwärts
gehen.
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Das freie Ende der Fadenregelungsvorrichtung 274 ist nach hinten und
unten gekrümmt und trägt eine wagerecht verlaufende und mit dem Faden in Eingriff
tretende Stange 286, welche in lotrechter Richtung zwischen der Platte 282 und einer
Platte 287 hin und her geht, deren geschlitzter Schaft 288 einstellbar an dem Arm
289 festgelegt ist, der an der Stirnplatte sitzt. Die einstellbare Platte 287 befindet
sich mit den Fadenführungslöchern 29o direkt hinter den Löchern 283. Während des
letzten Teiles der Abwärtsbewegung der Nadelstange wird der Faden festgeklemmt,
und die Abziehvorrichtung stößt gegen den Zierfaden, welcher zwischen den Fadenlöchern
29o und 293 liegt, und zieht eine vorher bestimmte Fadenlänge durch die Spannungsvorrichtungen
t, die von der Stange a89 getragen werden. Durch Verschiebung der Platte 287 in
lotrechter Richtung kann die Abziehwirkung der Einrichtung 274 verändert werden,
so daß die Zierfäden entweder lose oder fest in das Nahtgebilde eingefügt werden.
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Die Maschine ist mit einer Mehrfach-Fadenregelungsvorrichtung ausgerüstet,
die durch einen Nocken 29I auf der Hauptantriebswelle 2oI angetrieben wird. Der
Nocken 29I wirkt dahin, eine Rolle 292 anzuheben, welche an dem unteren Ende einer
lotrechten Stange 293 sitzt, die ihrerseits verschiebbar in einem durchbohrten
Träger 294 des Rahmens sitzt. An dem oberen Ende der Stange 293 ist die wagerecht
verlaufende Stange 295 befestigt, deren Enden 296 nach oben umgebogen sind. Eine
Feder 297 hält die Rolle 29a in Berührung mit dem Nocken 29I. Der Arm 298 besitzt
ein Paar nach entgegengesetzten Richtungen umgebogener Lappen 299, welche die Bewegungsbahn
der Stange 295 umfassen und mit Fadenführungslöchern 3oo versehen sind, die in einer
Ebene parallel zur Stange 295 liegen, so daß die Fäden alle in gleicher Weise durch
die Vorrichtung beeinflußt werden. Die Stange 295 dient dazu, bei ihrer Aufwärtsbewegung
die Fadenlockerung auf der Vorderseite der herabgehenden Nadeln aufzunehmen, bevor
die Nadelspitzen in den Stoff eintreten, um bei ihrer Abwärtsbewegung die für die
aufwärts gehenden Nadeln erforderliche Fadenlockerung abzugeben.
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Die Art und Weise, in welcher die Zierfadenvorleger 239 bis 242 reit
den Nadeln. zur Herstellung einer Ziernaht zusammenwirken, geht aus den Abb. 29
bis 32 hervor. Die Abb. 29 veranschaulicht die Lage der Röhrchen 240,240, 243 und
der Nadeln n1 n2, n3, n4 an derjenigen Stelle des Stichbildungskreislaufes, woselbst
die Nadelspitzen im Begriff sind, den Stoff zu durchstechen. Die Nadeln n1, n2,
n3 sind dicht an der Seite der Röhrchen 24o, 243, 24o abwärts gegangen. Abb. 30
veranschaulicht die Lage dieser Teile, wenn die emporgeherden Nadeln den Stoff gerade
verlassen haben, wobei die Röhrchen von der Nadelebene zurückgezogen und etwas nach
rechts verschoben worden sind. Der Stoff wird nun um Stichlänge verschoben, während
welcher Zeit die Röhrchen nach rechts bewegt und gegen die Nadelebene hin vorgestoßen
werden, wobei sie unter den alsdann emporgegangenen Nadelspitzen in die Stellung
der Abb.3I gelangen, woselbst die Nadelspitzen wiederum im Begriff sind, den Stoff
zu durchstechen. In dieser Stellung legen die Röhrchen 240, 240 ihre zugehörigen
Fäden, die vorher durch die Nadeln n1, n3 erfaßt worden sind, um die Nadeln n2,
na4, während das Röhrchen 243 seinen Faden um die Nadel 9n3 legt. Abb. 32 veranschaulicht
die Lage dieser Teile, wenn die Nadeln darauf den Stoff wieder verlassen. Während
der nächsten Vorschubbewegung werden die Röhrchen in die in der Abb. 29 dargestellte
Lage behufs Wiederholung des beschriebenen Kreislaufes bewegt.
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Aus der obigen Beschreibung geht hervor, daß die Nadeln und Zierfadenvorleger
sich sehr dicht aneinander vorbei bewegen, wobei die Fadenröhrchen bei ihrer Bewegung
unter den Nadelspitzen hinweggehen. Zum Entfernen des Stoffes aus der Maschine ist
es notwendig, den Drückerfuß zu lüften, was jedoch nicht geschehen sollte, wenn
die Röhrchen unmittelbar unter den Nadelspitzen liegen, weil alsdann die Röhrchen
gegen die Nadeln anstoßen und die Maschine beschädigen. Weiterhin sollte die Maschine
nicht umgelegt werden, wenn der Drückerfuß angehoben ist, da alsdann die Zierfadenvorlc
ger sich nicht in der erforderlichen Lage mit Bezug auf die Nadeln befinden und
gegen letztere anstoßen können. Um eine mögliche Beschädigung, die aus einer unachtsamen
Handhabung der Maschine entstehen kann, zu vermeiden, ist in der Kurbelscheibe 204
(s. Abb. 24) ein Schlitz 3oi vorgesehen, welcher, wenn die Nadelstange sich, in
ihrer höchsten Lage befindet, in Linie mit einem. nach oben ragenden Zapfen 3o2
des Ringes 227 liegt. Infolge dieser Bauart kann die Drückerstange nicht gelüftet
werden, bis die Maschine mit der Nadelstange in ihrer höchsten Lage angehalten ist,
und wenn der Drückerfuß angehoben wirrt, dient der Zapfen 3o2 dazu, die Hauptantriebswelle
gegen Drehung zu verriegeln.
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Durch Entfernung des Zierfadenvorlegers 242 und Anordnung eines Zierfadenvorlegers
239' mit drei Fadenführungsrährchen wird eine Naht
(s. Abb. 33)
erhalten, welche aus drei miteinander verbundenen Reihen von geschlossenen Schleifenstichen
oder Stichen in Gestalt einer 8 gebildet ist. In ähnlicher Weise wird durch Entfernen
des Zierfadenvorlegers 239 und durch Anbringung eines Zierfadenvorlegers 242' mit
drei Fadenführungsröhrchen eine Naht hergestellt, welche, wie aus Abb. 34 hervorgeht,
aus drei miteinander verbundenen Reihen von offenen schleifenartigen Zierstichen
besteht. Eine andere Kombination wird dadurch erhalten, daß ein Zierfadenvorleger
242 mit zwei Röhrchen an Stelle des Zierfadenvorlegers 2429 und ein Zierfadenvorleger
239 mit einem einzigen Fadenführungsröhrchen an Stelle des Zierfadenvorlegers
239 verwendet wird, und wodurch die Naht der Abb. 35 hergestellt wird.
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Verschiedene Wirkungen können dadurch erzielt werden, daß ein oder
mehrere Fäden von einzelnen Nadeln und Zierfadenvorlegern der obenerwähnten Kombination
in Fortfall kommen. So kann beispielsweise die Naht der Abb. 37 dadurch hergestellt
werden, daß der Zierfaden von den mittleren Röhrchen des Zierfadenvorlegers 242'
(Abb. 34) weggelassen wird. Die in der Abb. 38 veranschaulichte Naht wird dadurch
erzeugt, daß die Nadelfäden von Nadeln n1, n3, n4 und der Zierfaden von dem in der
Abb. 33 rechts liegenden Fadenführungsröhrchen weggelassen wird. Wenn Zierfäden
mit demselben Drall zur Herstellung der Naht verwendet werden, wird die aus der
Abb. 38 ersichtliche Wirkung erzielt, woselbst die nach außen gerichteten freien
Schleifen des links liegenden Fadens offen sind. Werden Fäden mit entgegengesetzt
gerichtetem Drall verwendet, so wird die Naht ein symmetrisches Aussehen haben.
Aus der obigen Beschreibung ist die Herstellung der einzelnen Nähte der Abb. 39,
40, 44, 24 und 47 ohne nähere Erläuterung ohne weiteres verständlich. Abb. 4I veranschaulicht
die Verwendung der in der Abb. 34 dargestellten Naht als Zierkante. Bei der Naht
der Abb. 43 kann das Band s an dem Hauptstoffteil b durch zwei Reihen von Stichen
in Gestalt einer 8 in einem Arbeitsvorgange hergestellt werden, oder es kann
ein Phantasieband durch Stiche längs den Kanten des Bandes s hergestellt werden,
indem der Stoffteil b in Fortfall kommt. Wie aus Abb. 45 hervorgeht, können zwei
Bänder s' an dem Hauptstoffteil b' befestigt werden oder letzterer kann auch in
Fortfall kommen.