DE345347C - Verfahren zum Verkleben von Faeden alter und neuer auf Kreuzstoecken ausgespannter Webketten - Google Patents

Verfahren zum Verkleben von Faeden alter und neuer auf Kreuzstoecken ausgespannter Webketten

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DE345347C
DE345347C DE1920345347D DE345347DD DE345347C DE 345347 C DE345347 C DE 345347C DE 1920345347 D DE1920345347 D DE 1920345347D DE 345347D D DE345347D D DE 345347DD DE 345347 C DE345347 C DE 345347C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J1/00Auxiliary apparatus combined with or associated with looms
    • D03J1/16Apparatus for joining warp ends

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verkleben von Fäden alter und neuer auf Kreuzstöcken ausgespannter Webketten: -' Das Zusammenfügen von Fäden von alten und neuen Ketten für gewebte Stoffe kann entweder @durch Handarbeit, indem je zwei und zwei Fäden miteinander verknüpft «-erden, oder mit bedeutend vergrößerter Leistung auf mechanischem Wege geschehen, indem je zwei und zwei Fäden zusammengeführt und durch z. B. Kleben vermittels passender Apparate verbunden werden.
  • Die bisher bekannten Klebevorrichtungen der betreffenden Art besitzen jedoch den Übelstand, daß das Klebemittel (Leim) schlecht trocknet, weshalb oft recht komplizierte Anordnungen getroffen werden müssen, um mittels Papierstreifen o. :dgl. die einzelnen Fadenpaare unter sich zu isolieren, bis der Leim trocken ist. --Späterhin müssen :diese Papierstreifen o. dgl. wieder entfernt werden.
  • Erfindungsgemäß wird diesem Übelstand dadurch abgeholfen, daß das Zusammenkleben von j e zwei und zwei Fäden sozusagen momentan geschieht, indem .der Leim der Berührungsstelle zwischen den beiden Fäden, die verklebt werden sollen, in ganz geringen Mengen (z. B: tropfenweise) zugeführt und im Verlaufe ganz kurzer Zeit getrocknet wird, indem .die .Fäden eine Trockenvorrichtung passieren, deren wesentlichste Eigentümlichkeit ;darin besteht, .daß eine gleichzeitige Einwirkung von Wärme und Trockenluft, die eventuell erwärmt werden kann, angewendet wird.
  • Diese verschiedenen Operationen werden mittels eines kombinierten Klebe- und Trokkenapparates ausgeführt, welcher unter Einwirkung einer beliebigen Triebkraft bewirkt: i. daß nur ein Tropfen Leim der Berührungsstelle der beiden zusammenzuklebenden Fäden zugeführt wird.
  • 2. @daß dieses Fadenpaar unmittelbar darauf auf eine Greifvorrichtung geleitet wird, welche dann 3. die Fäden auf denTrockenapparat bringt, wo gleichzeitig d.. .die Preßluft zutritt, worauf das Fadenpaar weitergeführt wird, weg vom Trockenapparat.
  • Die Ketten sind in der an und für sich bekannten Weise zwischen Kreuzstöcken gekreuzt aufgespannt, und der Klebe- und Troknenapparat wird in einer Richtung quer zur Kette vorn behandelten zum nichtbehandelten Teil derselben bewegt. Die hierzu notwendige Verschiebung .des Klebe- und Trockenapparates quer zur Kette kann automatisch unter Einwirkung einer :geeigneten Triebkraft geschehen.
  • Zur Ausscheidung (Isolierung) des einzelnen zusammenzuklebenden Fadenpaares von dem anderen noch unbehandelten Teil der Kette kann man auf bekannte Weise eine in der Hauptsache pyramidenförmige Scheibe -das sogenannte Herz - anwenden, welches in raschem Tempo zwischen den Kreuzstöcken in paralleler Richtung mit den Kettenfäden hin und Tier bewegt wird. Es ist nun zweckmäßig, diese Bewegung des Herzens (als Triebkraft ) auf die Klebe- und Trockenapparate einwirken zu lassen, und zwar so, daß das Herz während seiner Bewegung auf die Kreuzstöcke zu gegen besondere, vorspringende @Teile (Hebel, Arme o. dgl.) auf den Klebe- und Trockenapparaten stößt, wodurch dieselben teils obergenannte Operationen ausführen, teils quer zur Kette verschoben werden, derart, daß deren Stellung zu dem zu behandelnden (zu verklebenden) Fadenpaar stets die gleiche oder doch annähernd die gleiche ist.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einer Ausführungsform dargestellt, wo Abb. i und 2 schematisch die Aufspannung der Kettenfäden zwischen den Kreuzstöcken, das Herz (in Mittelstellung) und die Anordnung fder Klebe- und Trockenapparate -bzw. von der Seite und von oben gesehen, zeigen; Abb.3 und q. der Klebe- und Trockenapparat bzw. von der Seite und von oben gesehen, und Abb.5 ein Querschnitt durch denselben nach Linie I-I in Abb. g, und Abb. f eine Einzelheit an demselben von der Seite gesehen.
  • In Abb. i und 2 ist a Idas !Herz, welches in der Querrichtung der Kette leicht verschiebbar auf einer Achse b angeordnet ist, die eine solche Form hat, daß das Herz sich nicht um die Achse drehen kann. Diese Achse und damit auch das Herz wird vermittels nicht gezeichneter Krummzapfen o. dgl. hin und her zwischen den Kreuzstöcken c in Richtung parallel mit den Kettenfäden bewegt. Diese sind, wie auf der Zeichnung gezeigt, kreuzweise zwischen den Stöcken aufgespannt; d, d ist die alte, e, e die neue Kette.
  • Das Herz wird vermittels einer Zugschnur. o. dgl. mit seiner Rückseite gegen den noch unbehandelten Teil der Kette (in Abb. 2 nach oben) gedrückt, und die hin und zurück gehende Bewegung wird in Verbindung mit der besonderen Weise, wie die Fäden aufgespannt sind, und .mit der danach in bekannter Weise angepaßten Pyramidenform des Herzens bewirken, daß mit jedem einzelnen Hub des Herzens auf übliche Weise zwei Fäden von dem noch unbehandelten Teil der Kette ausgeschieden (isoliert) werden, und zwar ein Faden der alten und ein Faden der neuen. Kette. Die Berührungsstelle der beiden derartig zusammengehörenden Fäden lieb da abwechselnd an ,den rechten oder linken Stökken c (rechts und links mit Bezug auf Abb. i), weshalb das Verkleben der Fäden ebenfalls abwechselnd auf der einen oder anderen Seite der Maschine zu geschehen hat, das heißt also, es müssen Klebe- und Trockenapparate an beiden Seiten der Maschine angeordnet werden.
  • f, f sind,diese Klebe- und Trockenapparate, ä, ä die Vorrichtung zur Ausblasung der Trockenluft.
  • Der Klebeapparat f besteht in der Hauptsache aus einem Leimbehälter k mit einem oder mehreren Löchern j zur Auspressung des Leimes, einer Greifvorrichtung k samt einem Wärmeapparat l (z. B. einer Wärmetrommel).
  • Die Stellung des Klebeapparates zu den Kettenfäden ist eine ;derartige, daß das der Rückseite des Herzens (d. h. der auf die noch nicht behandelten Kettenfäden zu liegenden Seite des Herzens) zunächst liegende Fadenpaar, welches unter der nächstfolgenden Bewegung des Herzens verklebt werden soll, genau über den Leimlöchern j liegt. Unter der Bewegung ,des Herzens auf die Stöcke zu. wo die Verklebung dieser beiden Fäden geschehen soll, wird auf die nachstehend näher beschriebene Weise ein Tropfen Leim auf die Berührungsstelle der beiden Fäden ausgepreßt. Während der fortgesetzten Bewegung -des Herzens gegen die Kreuzstöcke zu wird nun ;dieses Fadenpaar von einem auf dem Herzen 'drehbar angebrachten Arm rra gegriffen und von diesem zur Greifvorrichtung h übergeführt, indem eine auf einem Vorsprung x ran Arie lfa gelagerte Rolle ia auf bekannte Weise gegen die Stöcke stößt und dadurch dein Arm m dreht.
  • Die Greifvorrichtung steht vorläufig still, aber eine nachstehend. näher beschriebene Feder, welche vom Herzen während dessen obererwähnter Bewegung angespannt wird, wird bewirken, daß 'die Greifvorrichtung ein bestimmtes, regulierbares Stück vorgedreht wird, unmittelbar nachdem das Herz seine zurückgehende Bewegung begonnen hat, und das verklebte Fadenpaar wird dann von besagter Greifvorrichtung zur Wärmetrommel l übergeleitet.
  • Hier bleibt es liegen, bis das Herz bei seiner nächsten vorwärts gehenden Bewegung. ungefähr gleichzeitig mit dem Auspressen des Leimes für das nächstfolgende Fadenpaar, das auf derselben Seite der Maschine verklebt wird, für die Preßluft öffnet, welche nun in Verbindung mit der Einwirkung der Wärme bewirkt, daß der Leim sozusagen augenblicklich erstarrt.
  • Wenn das Herz :danach wieder zurückgeht, wird die Greifvorrichtung wiederum ausgelöst; das fragliche Fadenpaar wird weitergeschoben, von -der Trockenvorrichtung (Trommel l) weg, wo nun das nächstfolgende den freien Platz einnimmt usw.
  • Alle diese verschiedenen Operationen ,gehen indessen sehr rasch nacheinander vor sich, sozusagen gleichzeitig, und abwechselnd auf der rechten oder linken Seite der Maschine.
  • Die Preßluft kann auf beliebige Weise zugeführt werden. In Abb. i und 2 ist eine passende Anordnung gezeigt; diese besteht aus einem mitten über -dem Wärmekörper Z angebrachten Mundstück g1, -welches ein oder mehrere nach unten gewendete Löcher besitzt und vermittels eines Knierohrs g in einen Halter o eingesetzt ist, welcher in einem der Länge nach durch die obersten Stöcke c gehenden Ausschnitt y verschiebbar ist. Die Preßluft wird zum Halter o vermittels nicht gezeichneter Röhren, Schläuche o. dgl. geleitet.
  • Der Halter o hat einen vorspringenden Zapfen p, .der in die Bann des Herzens übergreift und so schräg abgeschnitten ist, -daß das Herz dadurch, -daß es während der Bewegung auf die betreffenden- Stöcke zu hier und da gegen die schräge Vorderkante :des Zapfens stößt, automatisch die ganze Preßluftvorrichtung mit sich v orannimmt auf den noch unbehandelten Teil der Kette zu.
  • Wie aus dem Vorangegangenen ersichtlich, ist kein . konstanter Luftstrom durch das Mundstück g erforderlich, sondern es -viril in den passenden Augenblicken für den Luftzutritt geöffnet oder geschlossen. Dies kann durch Einwirkung des Herzens geschehen, indem dieses während seiner Bewegung auf die Stöcke zugegen einen vorspringenden, zweckmäßig geformten, nicht gezeichneten federnden Arm stößt, .dessen Eindrücken. ein Zutrittsventil für die Luft öffnet, und dessen Zurückgang dasselbe wieder schließt auf eine im übrigen nicht näher angegebene, zweckdienliche Weise.
  • Die Einwirkung des Herzens auf die Klebeapparate geschieht vermittels ähnlicher, wie oben in bezug auf -die Preßluftvorrichtung beschriebener Organe und -wie nachstehend näher bezeichnet, @d. i. :das Herz wird in seiner Vorwärtsbewegung gegen Hebel, drehbare federnde Arme oder ähnliche, auf den Klebevorrichtungen angeordnete Teile gedrückt, -welcher Druck sowohl die Ausführung der oben ausführlich beschriebenen Operationen veranlaßt als auch, daß die Klebeapparate hier und :da quer zur Kette verschoben werden in Übereinstimmung mit der Verschiebung des Herzens in :derselben Richtung. Dies letztere kann z. B. vermittels Klinken geschehen, welche in Zahnstangen r (Abb, i) in den untersten Stöcken eingreifen.
  • Abb.3 bis 6 zeigen einen vollständigen Klebe= und Trockenapparat. An einer Konsole i auf einem gemeinsamen Grundrahmen 2 ist ein länglicher Rahmen 3 befestigt, in welchen ein herausnehmbarer Leimbehälter 4 und eine drehbare Wärmetrommel 5 eingesetzt sind. Deren .lchse 6 wird durch :die Seite ;des Rahmens 3 "-eführt und trägt hier ein- auf der Achse festsitzendes Klinkenrad 7, -welches vermittels einer auf einer in ihrer Längsrichtung verschiebbaren Treibstange 8 drehbar und federnd angebrachten Zahnstange 9 bewirkt, daß die Trommel von Zeit zu Zeit gedreht wird, -wie nachstehend ausgeführt. Der Zweck dieser Drehung- ist die Reinhaltung (leg Trommel. Es ist deshalb auf geeignete Weise eine Schabvorrichtung 12 (Abb. 4) angeordiiet, -reiche den erstarrten Leim auf der Trommel unter deren Umdrehung abkratzt.
  • Die Trommel -wird von einem in ihr angebrachten elektrischen WärTneelement erwärmt. -welchem -der Strom vermittels der Kontaktringe io .und der Bürsten ii zugeleitet wird.
  • Im Leimbehälter 4 ist eine kleine Druckpumpe angebracht, welche jedoch nicht auf der Zeiclniung sichtbar ist. Diese .drückt .den Leim aus kleinen Löchern in der Oberseite des Leimbehälters. Die Pumpe wird von einem Arm 13 mit einstellbarem Anschlag 14 (Abb. 3) bewegt. Dieser Arm i3 greift in einen -Schlitz d.o in der Treibstange 8 ein .und wird von dieser bewegt. Die Greifvorrichtung besteht aus einem mit .der Wärmetrommel konachsial um deren Achse 6 innerhalb des Zahnrades 7 lose gelagerten Zahnrad 15, -welches zeitweilig vermittels einer auf der Treibstange 8 federnd befestigten, einstellbaren Klinke 16 gedreht wird.
  • Es geht aus dem Angeführten hervor, -daß es die gemeinsame Treibstange 8 ist, -welche die verschiedenen Funktionen des Apparates verursacht, -welche die Pumpe treibt, ;die Wärmetrommel und Greifvorrichtung dreht, und :diese Bewegungen sind zum Teil einstellbar, unabhängig voneinander.
  • Die Treibstange 8 führt eine vor- und rückwärtsgehende (-wagerechte) Bewegung aus, unter -welcher sie in Kulissen 17 und 18 auf :dein Rali:men 3 oder auf dem gemeinsamen Grundrahmen 2 geführt wird.
  • Die Bewegung der Treibstange -wird vom Herzen b, Abb. i -und 2 folgenderweise bewirkt: Eiii zweiarmiger, flacher -Hebel ig-2o ist drehbar um einen im Grundrahmen 2 festen Zapfen 2i und- ragt mit seinem einen langen, zweckentsprechend geformten Hebel ig in den vom Herzen bestrichenen Raum, während der kurze Arm 20 mit einem Zapfen in einen Schlitz 41 in einer umgebogenen Nase 22 auf der Treibstange 8 greift. Eine am Grundrahmen befestigte Spiralfeder 23 drückt gegen :die umgebogehe Nase 22 und hält die Treibstange 8 und damit gleichzeitig den Hebel z9 in der Ausgangsstellung, d. h. in der in Abb. .a. dargestellten Stellung, indem das Ende .des langen Hebels 19 dann gegen einen Anschlag 24 im Grundrahmen stößt. Wenn Glas Herz unter seiner Bewegun- auf den Klebeapparat zu gegen den Hebel i9 stößt, dreht es denselben nach einwärts und verschiebt damit .die Treibstange 8 in deren Längsrichtung, wie dies unmittelbar aus Abb. d. hervorgeht. Die Bewegung ,des Klebeapparates quer zur Kette wird von einem in :die Zahnstange 1- eingreifenden Klinkenhaken 26 (Abb. 3) bewirkt. Dieser ist in d'ie eine Seite des Grundrahmens 2 versenkt und drehbar auf einem um einen Zapfen 27 drehbaren Arm 28 .gelagert, der einen Schlitz 29 hat, in «-elchen ein Arm 30 eingreift (Alb. 3).
  • Dieser Arm ist auf einer senkrechten Achse 3 i befestigt, welche von einem einarmigen Hebel 32 gedreht werden kann, der -unterhalb des Hebels i9 liegt. Eine im untersten Ende der Achse 31 befestigte, nicht gezeigte Spiralfeder drückt den Hebel 32- gegen einen im Grundrahmen 2 eingesetzten festen Anschlag 33.
  • Der Hebe132 hat einen in die Bahn des Herzens hereinragenden, zweckmäßig geformten Kopf 3.1. Wenn das Herz während seiner Bewegung auf die Stöcke auf diesen hopf 34 trifft, wird .derselbe einwärts gegen den l@;lebeapparat gedrückt, wodurch die Achse 31 gedreht wird, und der Klinkenhaken 26 drückt dann gegen die Zahnstange r und treibt dadurch den ganzen Klebeapparat vorwärts, quer zur Kette hin.
  • Der Apparat arbeitet nun auf folgende Weise: Fenn das Herz während seiner Bewegung auf die Stöcke zu den Hebel i9 trifft, wird dieser einwärts gedrückt und. die Treibstange 8 in obenerwähnter Weise verschoben, indem :die Feder 23 gespannt wird.
  • Während dieser Bewegung der Treil)-stange 8 dreht dieselbe zuerst den Arm 13, wodurch die im Leimbehälter d. eingesetzte Druckpumpe durch einem im Behälter ,;, liegenden, mit dem Arm 13 verbundenen Aren 25 in Tätigkeit gesetzt wird. Besagte Pumpe treibt dadurch einen Tropfen Leim herauf durch die Löcher j (Abb. i bis 3 und ,4), welcher Tropfen die beiden zuvorderst liegenden Kettenfäden d und e verklebt. Unter der fortgesetzten Bewegung des Herzens wir@_1 (:e Verschiebung der Treibstange fortgesetzt, wobei gleichzeitig die Rolle rr. (Abb. 2) den Arm in auf dem Herzen. dreht. Die beiden gerade mit Leim angefeuchteten Fäden wer-' den hierdurch vom Arm m auf das Greifrad 15 übergeleitet, so,daß dieselben in die durch ü in Abb. 3 angedeutete Stellung im Rad 15 zti liegen kommen. Die Fäden werden in dieser Stellung von einer Feder 42 gesichert, welche in geeigneter Weise auf dem Klebeapparat oder evtl. dem Luftgebläseapparat (Abb. i) befestigt ist, so daß dieselbe, während die Arme in sich unter dem unmittelbar darauffolgenden Zurückgang des Herzens zurückdrehen, die Fäden hindert, .aus .dem Rad 15 zu entgleiten.
  • Indem das Herz nun zurückgeht, wird, wie oben beschrieben, der Hebel 29-2o freigegeben und damit idie Treibstange 8, und diese schnellt unter Einwirkung der Feder 23 zurück. Die Zahnstange 9 dreht dadurch den Wärmekörper 5 ein passend kurzes Stück, während der Klinkenhaken 16 gleichzeitig das Rad 15, z. B. vier Zahnlücken, vorandreht. Hierdurch führt das Greifrad 15 die beiden verklebten Fäden aus der Stellung z in eine Stellung, in welcher die Fäden auf dem Wärmekörper 5 zu liegen kommen, mit ihrer gemeinsamen Berührungsstelle auf :demselben ruhend. Die beiden Fäden, welche vorher an dieser Stelle lagen, wurden unmittelbar zuvor einer Luftzublasung aus .dem Mund-; stück g (Abb. i) ausgesetzt und damit und infolge der Erwärmung einer gründlichen i Trocknung des Leimes, indem das Herz zu-' gleich mit der Verschiebung :der Treibstange 8 das genannte Luftgebläse öffnete auf oben angegebene Weise.
  • Bei der nächsten Verschiebung der Treibi stange 8, also bei ider nächsten Drehung des Zahnrades 15, wird -das Fadenpaar weitergeführt von der Wärmetrommel 5 fort oder erhält wenigstens einen Impuls ;dazu. Es liegt i nämlich die Möglichkeit vor, daß die Zähne des Zahnrades die Fäden nicht loslassen und also dieselben mit abwärts führen, was bewirken kann, daß die Fäden abgerissen werden.
  • Uni dies zu vermeiden, wird dicht am Zahnrad 15 eine besondere Abstre.ifvorrichtung, wie in Abb. 6 gezeigt, angeordnet.
  • Auf einem vorragenden Arm 35 (Abb. 4 und 5) wird einstellbar ein krummer Arm 6 festgespannt, welcher oben in einer Gabel endet, in welcher .drehbar ein aus zwei Gliedern 37 und 39 bestehender Hebel ein-; gesetzt ist, welcher ein passend einstellbares Gegen-ewicht 38 besitzt, welches den Arm 39 auf ,s-ärts zu drehen versucht mit einem immerhin verhältnismäßig geringen Drehinoment.
  • Alle diese einzelnen Teile 36, 37, 38 werden derart im Verhältnis zueinander gedreht und eingestellt, daß der über .die Greifvorrichtung ' 15 überragende Teil 39 des Hebels 37 bis 39 sicher bewirkt, daß die Fäden vom Zahnrad 15 abgestreift wenden.
  • Wenn das Herz in bekannter Weise sich so viel in Querrichtung über die Ketten bewegt hat, daß es außer auf den Hebel i9 ebenfalls auf- den- Kopf 34 des Hebels 32 trifft, wird :damit, wie oben beschrieben, eine von der Einteilung der Zahnstange 7- abhängige Verschiebung des ganzen Klebeapparates quer zur Kette bewirkt. Die Be-@vegung des Herzens wird also automatisch erzielen, daß -der Klebeapparat stets die rechte Stellung zu den Kettenfäden einnimmt. Die gleichzeitige Einwirkung von Wärme und Luft auf die zusammenverklebten Teile der Fäden ist von-überaus großer Wichtigkeit und eine Hauptbedingung, daß eine effektive Verklebung erreicht wird. Bisher ist dies letztere nie mcglich gewesen, trotz zahlreicher Versuche.
  • Während der Verklebung liegen die Ketten u' bekannte Weise straff aus--espannt zwia a 1 Z, schen zwei entsprechend zu beiden Seiten der beiden Kreuzstöcke gelagertenWalzen. (Diese sind auf ider Zeichnung nicht ersichtlich.) Um vorzubeugen, daß eine eventuell ungleiche Verteilung der Kettenfäden über .di.. Walzenlänge auf den zwischen den Stöcken und den erwähnten Spannwalzen liegenden Teil der Ketten übertragen wird, wird dieser Teil der Ketten, nachdem dieselben' in der in Abb. i und 2 gezeigten Weise aufgespannt sind; mit Kämmen gekämmt, deren Länge zweckmäßig der Breite der Ketten entspricht. Mit diesen aus Eisen o. dgl. hergestellten Kämmen wird die Kette .in der Richtung von den Stöcken auf die Spannwalzen zu gekämmt, bis eine gleichmäßige Verteilung der Kettenfäden über die ganze Kettenbreite erreicht ist, worauf der Kamm mit seinen Zähnen in der Kette sitzenbleibt, so dicht als möglich an den Spannwalzen, wodurch die Beibehaltung der gleichmäßigen Verteilung der Kettenfäden gesichert ist. Wenn man die Kettenfäden unmittelbar, nachdem dieselben auf die in Abb. i gezeigte- Weise auf die betreffenden Stöcke aufgespannt sind, kämmt, erreicht man, daß man eine korrekte Anbringim1 der Ketten auf den genannten Stöcken bedeutend rascher ausführdn kann als bisher.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRÜcHE: i. Verfahren zum Verkleben von Fäden 'alter und neuer auf Kreuzstöcken ausgespannter Webketten unter AnwenTdun5 einer vor- und rückwärts bewegten, pyramidenstumpfartig geformten Scheibe (Herz), welche je zwei und zwei Fäden greift, sammelt und auf einen Klebeapparat überführt, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Abteilen der zu vereinigen-,den Kettenfäden der Berührungsstelle des zunächstliegenden Kettenfadenpaares Leim tropfenweise automatisch zugeführt wird, daß unmittelbar darauf diese .Fäden auf einen Wärmekörper geleitet werden, und ,daß der Leim ,dort augenblicklich bei gleichzeitiger Zufuhr von Luft getrocknet wird. 2: Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß alle zur Sammlung und Verklebung der Fäden in beiden Ketten notwendigen Bewegungen unmittelbar oder mittelbar unter Wirkung des Herzens dadurch erfolgen, daß bei der Bewegung des letzteren (a) gegen ,die Arbeitsstelle zwischen zwei Fäden zunächst durch Beeinflussung eines geeigneten Pumpenkolbens o. dgl. ein Leimtropfen auf die Fäden ausgepreßt wird, worauf die Fäden in bekannter Weise erfaßt und auf eine Greifervorrichtung (15) unter gleichzeitiger Spannung einer Feder (23) überführt werden, die beim Rückwärtsgang ,des Herzens ausgelöst wird und die Greifervorrichtung (15) bewegt, .derart, daß die beiden behandelten Fäden auf einen geeignetenWärmekörper (5) gebracht werden und zu gleicher Zeit von diesem Wärmekörper zwei bereits verklebte, erwärmte und einen nach hem Offnen eines Ventils durch das Herz entweichenden Luftstrom ausgesetzte Fäden abgeführt werden. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, :daß das Herz (a) während seiner Bewegung gegen die zur Verklebung und Trocknung dienenden Vorrichtungen finit diesen verbundene Arme o. ;d,gl. (19,20 und 32) beeinflußt, die durch Drehung geeigneter Bewegungsorgane, z. B. in festliegenden Zarhnstangen eingreifender Sperrhaken (:26), die Verklebe- und Trocknungsvorrichtungen schrittweise bewegt. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Vereinigung einer bei jeder gleichgerichteten Bewegung des Herzens einen Tropfen Leim auf ;die beiden auf seiner Oberseite ruhenden Fäden pressenden Verklebevorrichtung (4) mit einer aus einem Klinkenrad (15) bestehenden Greifvorrichtung, einem elektrischen, durch das Rad (15) die leimgetränkten Fäden empfangenden Wärmekörper (5), einer zur Bewegung des Leimpreßorganes der Verklebevorriehtung (Druckpumpe), des Greifrades (15) .und des Wärtnekörpers (5) .dienenden Bewegungsvorrichtung ($, 9, 16, i9) und einer Vorschubanordnung (r, 26 bis 32). 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungseinrichtung aus einer in der Längsrichtung verschiebbaren, auf einem länglichen Rahmen (3) gelagerten Treibstange (8) und einem auf dem gleichen Rahmen gelagerten zweiarmigen Hebel (19-2o) besteht; dessen langer Arm (19,) in der Bahn des Herzens liegt und während der Bewe-ung des letzteren gegen die Vorrichtung getroffen wird, wodurch der kurze, mit der Treibstange (8) verbundene Arm (2o) des Hebels die Stange (8) in der Längsrichtung verschiebt und dabei eine Feder (23) spannt, welche, wenn das Herz bei seinem Rückgang den Hebel (i9, 2o) freigibt, :diesen und damit die Treibstange (8) zurückdrückt, derart, daß ein auf letzterer gelagerter, in das auf dem Rahmen (3) angeordnete Rad (15) einreifender Klinkenhaken (16) .das Rad (15) dreht, wodurch .die von ihm erfaßten Fäden auf den gleichfalls auf dem Rahmen (3) gelagerten Wärmekörper (5) gelegt werden, und letzterer gleichzeitig durch eine auf der Treibstange (8) befestigte, mit einem mit dem Wärmekörper verbundenen konachsialen 7a!linrad (7) kämmenden Zahnstange (9) gedreht wird. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auftreffen des Herzens (a) auf den Kopf (34) eines Hebels (32) durch einen Klinkenhaken (26) und Zahnstange (r) die Vorschubvorrichtung (r, 26, 32) zur Wirkung kommt und die ganze Vorrichtung um ein bestiimintes Stück verschiebt. ;. `'orrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verklebevorrichtung aus einem in dem Rahmen (3) leicht herausnehmbaren Leimbehälter und einer Pumpe besteht, die ;durch einen in einen Schlitz (4o) der Treibstange (8) eingreifenden Arm (13) getrieben wird, dessen Bewegung und folglich der Kolbenhub der Pumpe durch eine auf dem Rahmen (3) angebrachte Einstellschraube (r4) geregelt wird. B. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, @daß gegen den als Trommel ausgebildeten' Wärmekörper (5) eine die Oberfläche der Trommel bei deren Umdrehung abkratzende Schabevorrichtung (12) liegt. 9. Vorrichtung nach Anspruch 4, @dadurch gekennzeichnet, daß eine ein zu weites Fortführen des verklebten Fadenpaares von der Greifvorrichtung und mithin einen Fadenbruch verhindernde Abstreifvorrichtung aus einem einstellbaren Arm (36) besteht, dessen freies, gabelförmig ausgebildetes Ende einen :drehbaren zweiarmigen Hebel (37) trägt, und der eine Arm des letzteren mit einem einstellbaren Gegengewicht-(38) ausgerüstet ist, während der andere finit .einem vor dem Z.ahnra@d (15) und in der Höhe mit dessen Oberkante angebrachten vorspringenden Hebel (39) verbunden ist, welcher die Fäden von der Greifvorrichtung abstreift. io. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der die sämtlichen Organe der Vorrichtung tragende Rahmen (3) an einem Grundrahmen (z) befestigt ist, welcher verschiebbar in einem -der Länge nach durch einen der unteren zum Aufspannen der Ketten .dienenden Stücke (c) gehenden, .die Stange (r) tragenden Schlitzgelagert ist, und ein ein ständig unmittelbar oberhalb des Wärmekörpers liegendes Mundstück (g') enthaltendes Gebläse (g) in einem gleichen Schlitz in dem anliegenden obersten Stock (c) gelagert ist, welches ein Ventil aufweist, welches selbsttätig von einem geeigneten, auf dem Gebläse (g) angeordneten Arm geöffnet wird, sobald dieser durch Bewegung des Herzens gegen die betreffenden Stücke beeinflußt wird. i i. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß :das Luftgebläse eine unmittelbar über dem Greifrad (15) liegende Blattfeder oder ein ähnliches federndes Organ (42) trägt, um ein Freieben der von dem Greifrad erfaßten Fäden, ehe idiese den Wärmekörper (5) passiert ihaberi, zu vermeiden.
DE1920345347D 1919-10-06 1920-10-03 Verfahren zum Verkleben von Faeden alter und neuer auf Kreuzstoecken ausgespannter Webketten Expired DE345347C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1138359B (de) * 1958-04-16 1962-10-18 Wilh Bleyle O H G Verfahren und Geraet zum Verbinden von Garnenden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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