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Signierungsvorrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zum Signieren von Gegenständen beliebigen Materials, und zwar kann die Vorrichtung
beispielsweise als ein Gerät zum Einschlagen von Typen in Metallgegenstände, Anzeichnen
von Kisten u. dgl. ausgebildet sein. Um bei Signierungsvorrichtungen eine möglichst
große Anzahl von Signierungszeichen zu einem handlichen Gerät zu vereinigen, sind
die'Signierungszeichen an auf den ganzen Umfang oder auf den größten. Teil des Umfanges
einer krehförnügen Scheibe verteilten Typenzacken angeordnet. Ein wesentliches Merkmal
der Erfindung liegt nun in der besonderen Anordnung der Bezeichnungen für die Typen:
an der Seitenfläche bzw. den Seitenflächen des Typenträgers derart, daß eine Bezeichnung,
die jeweils bei Benutzung des Gerätes sich im Scheitel des Typenträgers befindet,
anzeigt, welche Type sich in- diesem Augenblick in der Arbeitsstellung befindet.
Durch eine derartige Anordnung der Bezeichnungen auf der Seitenfläche bzw. den Seitenflächen
des Typenträgers wird die Möglichkeit eines schnellen Arbeitens mit einer derartigen
Vorrichtung geschaffen.
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Die erwähnten: Vorteile werden gemäß der Erfindung dadurch erreicht,
daß die Signierungsbezeichnungen auf. einer oder beiden Seitenflächen der Scheibe
in zwei konzentrischen Kreisen derart angeordnet sind, daß die Bezeichnungen- mit
ihren Köpfen gegeneinanderliegen und jeder Bezeichnung des einen Kreises die gleiche
Bezeichnung im anderen Kreise diametral gegenüberliegt, so daß zu ein und derselben
Type zwei Bezeichnungen gehören, eine unmittelbar am Fuß des Typenzackens und eine
an der dem Typenzacken diametral. gegenüberliegenden Stelle.
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Die Signierungszeichen können aus Zahlen oder Buchstaben oder irgendwelchen
anderen beliebigen Zeichen bestehen .und je nach der Art des Gerätes von Gummitypen
oder Metalltypen gebildet werden. Das Gerät selbst kann aus Stahl oder Holz, je
nach den Verwendungszwecken, bestehen.
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Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform des Gerätes, wie
sie insbesondere zum Einschlagen von Metalltypen in Metallgegenstände verwendbar
ist, sind die Typenzacken in zwei gegeneinander um 18o° und seitlich um die Zackenbreite
versetzten Halbkreisen angeordnet, deren zugehörige ungezackte Halbkreise als Aufschlagflächen
beim Signieren dienen.
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Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele einer Vorrichtung
nach der Erfindung dargestellt.
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Abb. _ zeigt in Seitenansicht, Abb. 2 im Querschnitt nach Linie II-II
der Abb. a, und Abb. 3 in Aufsicht die eine Ausführungsform.
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Abb. q. zeigt in Seitenansicht, Abb. $ im Querschnitt nach Linie V
-V der Abb. q: und Abb. 6 im Schnitt nach Linie VI-VI der Abb. 5 die zweite Ausführungsform
des Gerätes, während Abb. 7 in Seitenansicht die dritte - Ausführungsform, eine
Abänderung der zweiten Ausführungsform, zeigt. -Das in den Abb. = bis 3 dargestellte
Gerät besteht aus einer kreisförmigen Scheibe a aus Metall, wie z. B. Stahl oder
Eisen, Holz oder irgendeinem anderen, von der Verwendungsart
bestimmten
Material. An dieser Scheibe a sind in zwei Halbkreisen bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel
je acht Zacken b bzw. c vorgesehen, wobei der Halbkreis der Zacken c gegenüber dem
Halbkreis der Zacken b um i8o ° und seitlich um Zackenbreite versetzt ist. Die Zacken
b und c können, wie gezeichnet, mit der Scheibe a ein Stück bilden oder in diese
besonders eingesetzt sein. Die zu dem Zackenhalbkreis b gehörige halbkreisförmige
Fläche d kommt also neben den Zacken c zu liegen, während die zu dem Halbkreis der
Zacken c gehörige Fläche e neben den Zacken b zu liegen kommt. Die Flächen e und
d dienen als Aufschlagflächen beim Signieren. Die Zacken c und b können beliebige
Gestalt erhalten und ihre Stirnflächen können, wenn das Werkzeug aus Metall besteht,
unmittelbar die Signierungszeichen tragen, oder die Stirnflächen der Zacken b und
c können auch beispielsweise zur Aufnahme von die Signierungstypen tragenden Gummiplättchen
dienen. Auf den beiden Seitenflächen des Gerätes sind in zwei konzentrischen Kreisen
die Signierungszeichen, die die Zacken b bzw. c tragen, angegeben, z. B. bei dem
gezeichneten Ausführungsbeispiel die Zahlen i bis 8 und die Buchstaben A bis H.
Die Zeichen des äußeren Kreises entsprechen den Zeichen der anstoßenden Zacken.
Die Zeichen des inneren Kreises stehen gegenüber den Zeichen des äußeren Kreises
Kopf, und stehen ferner den Zeichen des äußeren Kreises diametral gegenüber.
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Ein Signieren mit dem Werkzeug geschieht auf folgende Weise: Soll
z. B. der Buchstabe H abgedruckt oder eingeschlagen werden, so wird das Gerät in
der aus Abb. i ersichtlichen Stellung gehalten, bei der der mit dem Buchstaben H
versehene Zacken gegen den zu signierenden Gegenstand stößt. Hierauf wird mit einem
Hammer ein Schlag gegen die Fläche e, und zwar an der ebenfalls durch H bezeichneten
Stelle geführt, wodurch die Signierung des Buchstabens H erfolgt.
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Um einen gegen die Seitenflächen der Zacken b oder c auftreffenden
Schlag auf die Aufschlagfläche d bzw. e abzuleiten, sind die Flächen
f
bzw. g der Zacken b und c nach der Mitte der Scheibe a zu schräg ansteigend.
Das Gerät kann, um sein Gewicht zu verringern, an den Seitenflächen mit Aussparungen.
h versehen sein und zur bequemen Handhabung ein mittleres Loch i besitzen.
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Das in den Abb. 4. bis 6 dargestellte Gerät besteht aus einer sternartigen
Scheibe a1 aus Metall, wie z. B. Stahl oder Eisen, Holz oder irgendeinem anderen,
von der Verwendungsart bestimmten Material, die auf Zacken b1 geeigneter Gestalt
die Signierungszeichen trägt. Die Zacken b1 können, wie gezeichnet, mit der Scheibe
a1 ein Stück bilden oder in diese besonders eingesetzt sein. Die Signierungszeichen
können, wenn das Gerät aus Metall besteht, unmittelbar auf den Stirnflächen der
Zacken bi vorgesehen sein, oder die Signierungszeichen können auch aus Gummiplättchen
cl, wie in Abb. s angedeutet, bestehen, die an den Zacken b1 befestigt sind. Auf
der einen Seitenfläche des Gerätes sind in zwei konzentrischen Kreisen die Signierungszeichen,
die die Zacken b1 tragen, angegeben, und es ist bei dem gezeichaeten Ausführungsbeispiel
angenommen, daß die Signierungszeichen -aus den Zahlen x bis 8 und den Buchstaben
A bis H bestehen.
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D:e Angaben des äußeren Kreises entsprechen den Zeichen der unmittelbar
anstoß-nden Zacken, während die Zeichen des inneren Kreises stets zu dem diametral
gegenüberliegenden Zacken gehören und zu den Zeichen des äußeren Kreises kopfstehen.
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Die Scheibe a1 ist drehbar in dem gabelförmigen Halter dl gelagert,
der in einen Handgriff f l endet. In dem einen Schenkel g1 des Halters dl ist eine
fensterartige Öffnung hl für die Zeichen des inneren Kreises vorgesehen. In dem
Schenkel g1 ist ferner eine Kugel il unter der Einwirkung einer Feder k1 gelagert,
die in etwa halbkugelförmige Rasten h auf der Seitenfläche der Scheibe a1 eingreift
und so jeweils die gegenseitige Lage von Scheibe a1 und Gabel dl in der Signierungslage
sichert.
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Ein Signieren oder Stempeln mit dem dargestellten Werkzeug geschieht
auf folgende Weise: Soll z. B. die Zahl x abgedruckt werden, so wird die Scheibe
a1 so lange gedreht, bis die Zahl i im Fenster hl erscheint. Hierbei greift die
Kugel il in die Rast h zwischen den Zahlen 2 und i ein. Wenn nun mittels -des Handgriffes
f l auf das Gerät ein Druck ausgeübt wird, so wird von dem die Zähl i tragenden
Zacken b1, der alsdann in der radialen Verlängerung des Halters liegt, der Abdruck
der Zahl i bewirkt.
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Die in Abb. 7 daxgestellte Ausführungsform des Gerätes unterscheidet
sich von der eben 'beschriebenen dadurch, daß der Halter dl in eine amboßartige
Fläche ml endet; so daß die Signierung der Zeichen durch einen Schlag auf die Fläche
ml mittels eines Stahlhammers oder Holzhammers: o. dgl. erfolgen kann.