DE34508C - Neuerung an Metallspunden und Schlüssel zu deren Einsetzen - Google Patents
Neuerung an Metallspunden und Schlüssel zu deren EinsetzenInfo
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D39/00—Closures arranged within necks or pouring openings or in discharge apertures, e.g. stoppers
- B65D39/08—Threaded or like closure members secured by rotation; Bushes therefor
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1885 ab.
Der vorliegende Metallspund kennzeichnet sich durch die Anordnung einer drehbaren
Scheibe im Innern des Spundes, welche ein Gummikugelventil so bewegen kann, dafs es
eine im Spund vorgesehene Oeffnung freigiebt und der äufseren Luft Zutritt in das Fafsinnere
gestattet.
Diese Einrichtung ermöglicht das Abzapfen eines Fasses, ohne den Spund aus demselben
herausheben zu müssen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der neue Spund in Fig. 1 in Seitenansicht, in Fig. 2 im
Querschnitt, in Fig. 3 in Oberansicht und in Fig. 6 in Unteransicht dargestellt. Er besteht
aus zwei Haupttheilen, dem aufsen mit Gewinde versehenen Ring A und dem eigentlichen
Spund B. Der in das Spundloch des Fasses hineinzuschraubende Ring A besitzt auf seiner
unteren Seite, Fig. 6, zwei schräg ansteigende Flächen α und a1 und entsprechende Aussparungen,
damit der Spund B mit Hülfe der an ihm befindlichen Knaggen h b1 in dem Ringel
in bekannter Weise befestigt werden kann.
Um einen vollkommen luftdichten Verschlufs zwischen dem Ring α und dem Spunde B
herzustellen, ist der letztere mit einer elastischen Packung c versehen, welche sich beim Festdrehen
des Spundes gegen die Fläche e des Ringes A anlegt. Damit die Packung c, welche
die Drehung des Spundes beim Befestigen desselben nur theilweise mitmachen kann, geschont
wird, ist zwischen den Spund B und die Packung c noch ein Ring ο eingeschoben, auf
welchem sich der obere Theil des Spundes bei seiner Befestigung in der Hülse A dreht. Die
Scheibe ο wird von der Packung, c auf ihrem
Platz gehalten, welche selbst in einer Hohlkehle des Spundes B gelagert ist.
Der innen hohle, am Boden geschlossene Spund B, Fig. 2, besitzt in der Mitte einen
Ansatz i, über welchen eine gegen die inneren Seitenwandungen des Spundes anliegende,
passend gestaltete Scheibe C, Fig. 2 a,. gestülpt ist. Die Scheibe C ist auf dem Ansatz i mit
Hülfe der Schraube 1 drehbar befestigt. Ein Vorsprung η an der Scheibe C greift in eine
entsprechende Aussparung n1 im Boden des Spundes B-, welche, wie in Fig. 3 und 4
punktirt gezeichnet ist, dem Vorsprung η bezw. der Scheibe C nur eine Drehung von
ca. 12O° gestattet. Eine weitere Drehung der ' Scheibe C würde sich auf den Spund selbst
übertragen. In der unteren Fläche der Scheibe C sind zwei calottenförmige Vertiefungen 2, 21
und in der oberen des Spundbodens zwei ebensolche Vertiefungen 3, 31 angeordnet, Fig. 2,
3, 3 a und 4, zwischen welchen eine Gummikugel E abwechselnd ihr Lager hat, wie
weiter unten beschrieben wird. Die eine der calottenförmigen Vertiefungen 3 im Boden des
Spundes, in welcher die Kugel E liegt, wenn der Spund geschlossen ist, steht durch eine
schräge Bohrung x, Fig. 2, mit dem Fafsinnern in Verbindung. Diese Oeffnung χ ist durch
eine dünne Membran nt; welche durch eine Schraube 4 an dem unteren Spundboden festgehalten
wird, verschlossen.
In der Zeichnung, Fig. 2 und 3 a, ist das Kugelventil E so dargestellt, dafs es die Oeffnung
χ versperrt.
Dreht man nun die Scheibe C in der Richtung des. auf derselben angebrachten Pfeiles,
Fig. 3 und 3 a, so wird die Kugel E aus den '
Vertiefungen 2, 3 in die Vertiefungen 21^1 gerollt
und die Oeffhung χ in der Vertiefung 3 des Spundbodens freigegeben. Eine in der
Scheibe C angebrachte Oeffnung x1, welche
bei dieser Drehung über die Bohrung χ zu stehen kommt, vermittelt dann den Eintritt der
äufseren Luft in das Fafsinnere, sobald der ä'ufsere Druck gröfser als der innere ist. Dieser
Fall tritt ein, wenn man beginnt, das Fafs abzuzapfen; die Membran m giebt dann nach,
und es strömt so viel Luft in das Fafs hinein, dafs ein regelmä'fsiger Abflufs der Flüssigkeit
stattfinden kann. Sobald das Abzapfen aufhört, schliefst die Membran m die Bohrung χ
durch ihre eigene Spannkraft.
Man setzt den Zapfen f des Schlüssels N in das Loch g der Scheibe C ein, Fig. 3 und 5,
und dreht den Schlüssel in der dem Pfeil entgegengesetzten Richtung so weit, bis die schmale
Seite / des Schlüsselansatzes h gegen die innere Wandung des Spundes B anliegt. Da der
Vorsprung η der Scheibe C die in Fig. 3 angegebene Lage hat, so mufs der Schlüssel iV
bei einer weiteren Drehung in derselben Richtung Scheibe C und Spund B gemeinsam
weiter bewegen. Dies ist die Stellung, welche Spund und Schlüssel einnehmen, wenn der
Spund in den Ring A eingesetzt werden soll.
Soll nun das Abzapfen eines so verspundeten Fasses beginnen, so setzt man den Schlüssel
wieder in der vorbeschriebenen Weise in den Spund ein und dreht ihn in der Richtung des
auf der Scheibe C befindlichen Pfeiles. Bei dieser Drehung klemmt sich der Vorsprung ρ
des SchlUsselansatzes h in die Rille s des Spundes B ein und dient dem Schlüssel N als zeitweiliger
Drehpunkt, d. h. bei einer weiteren Drehung des Schlüssels bewegt sich die Scheibe C so weit, bis ihr Ansatz η gegen
das Ende der Aussparung n1 im Spundboden stöfst, Fig. 3; hierbei gelangt die Kugel E aus
den Lagern 2, 3 in die Lager 21, 31, Fig. 3 a,
und giebt die Bohrung χ frei.
Will man den Spund behufs neuer Füllung des Fasses aus dem Ring A entfernen, so dreht
man den Schlüssel so lange, bis sein Vorsprung ρ fest in der Rille s und seine Nasen u
sich auf die Oberfläche des Spundes B legen; der Schlüssel klemmt sich hierdurch so fest
gegen den Spund, dafs der letztere mit dem Schlüssel gedreht und aus dem Ring A herausgehoben
werden kann.
Der neue Spund bietet den Vortheil, dafs Flüssigkeiten, auf welche die äufsere Luft zersetzend
einwirkt, vor dieser Einwirkung bewahrt werden, da nur höchstens so viel frische
Luft in das Fafs hineintreten kann, als demselben Flüssigkeit entzogen wird.
Claims (2)
1. An einem Metallspunde eine in dessen Innern drehbare Scheibe fe), welche zwischen
sich und dem Boden des Spundes eine elastische Kugel (E) in der Weise einschliefst,
dafs diese Kugel durch Drehen der Scheibe so verschoben wird, dafs sie Lufteinlafsöifnungen im Boden des Spundes
schliefst oder öffnet.
2. Zum Einsetzen und Herausheben des Spundes, sowie zum Drehen der in Anspruch 1.
genannten drehbaren Scheibe (C) ein Schlüssel (N) mit Ansatz (h), Zapfen (f),
Vorsprung (p) und Nasen (u) (Fig. 5 und 7).
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34508C true DE34508C (de) |
Family
ID=310416
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34508D Expired - Lifetime DE34508C (de) | Neuerung an Metallspunden und Schlüssel zu deren Einsetzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34508C (de) |
-
0
- DE DENDAT34508D patent/DE34508C/de not_active Expired - Lifetime
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