DE345087C - Vorrichtung zur Regelung des Einblasedruckes fuer Schiffsoelmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur Regelung des Einblasedruckes fuer SchiffsoelmaschinenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02D—CONTROLLING COMBUSTION ENGINES
- F02D1/00—Controlling fuel-injection pumps, e.g. of high pressure injection type
-
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- F02D2700/0269—Controlling by changing the air or fuel supply for air compressing engines with compression ignition
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Description
Der Druck der Einblaseluft muß bekanntlich bei Öliraaschinen zum Zwecke einer geregelten
Verbrennung in Abhängigkeit von der Füllung, also von der pro Hub eingespritzten
Brennstoffmenge verändert werden. In Fällen, in denen Umdrehungszahl und
Füllung unabhängig voneinander sind, kann es nötig werden, den Einblasedruck in Abhängigkeit
von der Umdrehungszahl und von
ίο der Füllung zu verändern. Bei Ölmaschinen
für Passagier- und Handelsschiffe liegen die Verhältnisse insofern einfacher, als jeder
Belastung eine bestimmte Umdrehungszahl der Maschine entspricht, die sich also bei einer
bestimmten pro Hub eingespritzten Brennstoffmenge von selbst einstellt. Es ist deshalb
möglich, den Einblasedruck bei dieser Motorengattung in Abhängigkeit von der Füllung
einfach dadurch zu regeln, daß die Bewegung ies Einblasedruckreglers von der Bewegung
•las Organes abgeleitet wird, das die Füllung 3er Maschine einstellt.
Die Abhängigkeit der Umdrehungszahl von der Füllung gilt jedoch nur für den Beharrungszustand;
wird z. B. die Füllung plötzlich erhöht, so wird die der erhöhten Füllung entsprechende Drehzahl erst nach
Beschleunigung der Massen erreicht. Gemäß der Erfindung wird das die Füllung regelnde Organ derart mit dem Einblasedruckregler
verbunden, daß in Richtung der Bewegung' des Stellorganes, welche Vergrößerung
der Füllung herbeiführt, . Kraftschluß
besteht; der Kraftschluß kommt jedoch infolge Anordnung einer die Geschwindigkeit
der Verstellung des Einblasedruckreglers
bestimmenden Vorrichtung niur dann zur Wirkung, wenn das Organ für die Veränderung
der Füllung in Richtung der Füllungsvergrößerung nicht schneller bewegt wird, als
es der von der Ölbremse oder dem Geschwindigkeitsregler festgelegten Geschwindigkeit
entspricht. Diese Geschwindigkeit wird se eingestellt, daß die Zunahme des Einblasedruckes
im richtigen Verhältnis zur Zunähme der Drehzahl und der Erwärmung
steht; der Einblasedruck kann nie höher sein, als es der jeweiligen Füllung entspricht,
während bei Füllungsverkleinerung die Änderung des Einblasedruckes zwangläufig mit
der Verstellung des die Füllung regelnden Organs bewirkt wird.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, ο ist ein
Druckminderventil, das vom Druck der aus der Leitung 1 kommenden Einblaseluft entlastet
ist, dagegen durch den Druck der Einblaseluft, die durch die Leitung 2 zur Maschine
strömt, beeinflußt wird; diesem Druck wird unter Zwischenschaltung eines Hebelwerkes
3 und 4 durch eine Feder 5 das Gleichgewicht gehalten. Die die Verbindung
zwischen den Hebeln 3 und 4 herstellende Rolle 6 kann in Richtung dieser Hebel verschoben
werden, wodurch die von der Feder auf das Druckminderventil ausgeübte Kraft verändert werden kann; jeder Stellung der
Rolle entspricht also ein bestimmter Einblasedruck. Die Verschiebung der Rolle 6
geschieht in Richtung der Füllungsverkleinerung durch das die Füllung regelnde Verstellorgan
7 mittels der Stange 8, in Richtung der Füllungsvergrößerung, jedoch durch eine an dieser Stange angeschlossene, durch Feder
9 betätigte Kraftschlußvorrichtung, deren Regelgeschwindigkeit durch eine Ölbremse 10
beeinflußt wird. Die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Hebel 7 und der Stange 8 wird durch die Schlitzführung 1J
ermöglicht.
Ein besonders wichtiger und häufig vorkommender Fall der Beschleunigung der ölmaschine,
während der also die Abhängigkeit der Umdrehungszahl von der Füllung unterbrochen
ist, ist das sogenannte Anlassen der Maschine, das beim Manöverieren häufig vorkommt. Die beschriebene kraftsohlüssige, '.
durch einen Geschwindigkeitsregler beein- : Mußte Verbindimg bietet die Möglichkeit, den
Einblasedruckregler in einfachster Weise auch mit dem Anlaßorgan so in Verbindung
zu bringen, daß bei keiner Stellung den Füllungsreglers der Einblasedruck eine für
das Anlassen unzulässige Höhe hat. Erfindungsgemäß wird nämlich der Anlaßhebel ζ. Β. vermittels einer Schlitzführung 13,
die sich in der Verlängerung 14 der Stange 8 befindet, in derselben Weise kraftschlüssig
mit dem Einblasedruckregler verbunden wie der Füllungshebel 7. Das Anlassen kann dadurch
derart vor sich gehen, daß der Füllungshebel auf Vollfüllung gestellt wird, das
Anlassen also nur durch den Anlaßhebel geschieht; dabei kann der Anlaßhebel sofort in
die Betriebsstelkmg gebracht werden, da der Einblasedruck selbsttätig im richtigen Verhältnis
zur Zunahme der Umdrehungszahl erhöht wird. Wird der Anlaßhebel in Anlaßstellung
gebracht, so vermindert sich der Einblasedruck dadurch selbsttätig auf die erforderliche Höhe.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:I. Vorrichtung zur Regelung, des Einblasedruckes für Schiffsölmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Füllungsvergrößerung der Einblasedruck durch Einschaltung eines Geschwindigkeitsreglers oder einer Ölbremse (10) allmählich vergrößert wird, während bei Füllungsverkleinerung die Änderung des Einblasedruckes zwangläufig mit der Verstellung des die Füllung regelnden Organs (7) bewirkt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, da-' durch gekennzeichnet, daß das Anlaßorgan (12) in der gleichen Weise kraftscblüssig mit dem Einblasedruckregler verbunden ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Druck im Einblaseluftgefäß entlastetes Druckminderventil (o) durch den Druck der in die Maschine strömenden Einblasektft beeinflußt wird, dem durch eine Feder (5) das Gleichgewicht gehalten wird, und daß der von der Feder auf das Druckminderventil ausgeübte Druck durch ein Hebelwerk (3, 4) übertragen wird, dessen Verbindungsglied (6) verschiebbar und durch Schlitzführungen (11, 13) mit den Organen zur Veränderung der Füllung (7) und zum Anlassen (12) verbunden ist und durch eine mit eier Geschwindigkeitsregelung (10) verbundene Kraftschlußeinrichtung (9) beeinflußt wird, die in Richtung der Bewegung wirkt, welche Füllungsvergrößerung herbeiführt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE345087T | 1919-04-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE345087C true DE345087C (de) | 1921-12-05 |
Family
ID=6254383
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919345087D Expired DE345087C (de) | 1919-04-16 | 1919-04-16 | Vorrichtung zur Regelung des Einblasedruckes fuer Schiffsoelmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE345087C (de) |
-
1919
- 1919-04-16 DE DE1919345087D patent/DE345087C/de not_active Expired
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