DE34455C - Elektrisch leitendes Material - Google Patents
Elektrisch leitendes MaterialInfo
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- DE34455C DE34455C DENDAT34455D DE34455DA DE34455C DE 34455 C DE34455 C DE 34455C DE NDAT34455 D DENDAT34455 D DE NDAT34455D DE 34455D A DE34455D A DE 34455DA DE 34455 C DE34455 C DE 34455C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B1/00—Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors
- H01B1/20—Conductive material dispersed in non-conductive organic material
- H01B1/24—Conductive material dispersed in non-conductive organic material the conductive material comprising carbon-silicon compounds, carbon or silicon
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Description
ff ■■■·.
PATENTAMT. VS
KLASSE 21,0 Elektrische
,Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein elektrisch leitendes Material, welches für
Flüssigkeiten und Gase undurchlässig ist, von Wasser, Salzen oder Säuren nicht angegriffen
wird und gleichzeitig durch Walzen, Schneiden, Pressen oder Formen oder in anderer
/Weise in jede beliebige Form gebracht werden / kann. Infolge der genannten Eigenschaften ist
dieses Material zur Herstellung von Elektroden für Batterien besonders geeignet.
Das in Rede stehende Material besteht aus einem Gemenge von Retortenkohle oder eines
Aequivalents derselben mit Guttapercha oder Kautschuk. Diese Ingredienzien des Gemenges
können in verschiedenen Mischungsverhältnissen angewendet und nach verschiedenen Mischungsmethoden vermengt werden. Folgendes Verfahren
ergiebt jedoch besonders, vorteilhafte Resultate.
ι bis 10 Gewichtstheile gemahlener Retortenkohle
werden mit einem Gewichtstheil Guttapercha oder Kautschuk gründlich vermengt und
in der bei der Bearbeitung von Guttapercha und Kautschuk üblichen Weise durch Walzen
zusammengeknetet. Das hierbei entstehende Gemenge wird sodann gewalzt, zugeschnitten,
geprefst, geformt oder in irgend einer anderen Weise in die gewünschte Form gebracht; durch
ein leichtes Erwärmen kann es plastisch gemacht werden.
Ein dem oben beschriebenen scheinbar ähnliches Material, bestehend aus einem Gemenge
von Graphit und Kautschuk, ist bereits bei Maschinen zur Herstellung von Packungen und Drehzapfen verwendet worden;
dieses Material ist aber ein Nichtleiter der Elektricität. Diese scheinbare Anomalie ist eine
Folge des Umstandes, dafs Graphit von weicher Consistenz ist, so dafs die einzelnen Graphitpartikelchen von isolirenden Kautschukhäutchen
umhüllt werden, die den Contact zwischen den Partikeln verhindern. Retortenkohle dagegen
ist hart und die Partikel derselben sind scharfkantig, so dafs diese scharfen Kanten der einzelnen
Partikel sich durch die Kautschukhäutchen durchschneiden und mit einander in Contact kommen, wodurch eine leitende Verbindung
der Masse des Gemenges entsteht. Ein Gemenge von Retortenkohle und Kautschuk, bestehend aus 3 bis 4 Gewichtstheilen
der ersteren und 1 Gewichtstheile des letzteren, ist ein sehr guter Elektricitätsleiter, dessen
specifischer Widerstand nur einige Male gröfser ist, als der reiner Retortenkohle, wogegen der
specifische Widerstand eines aus Graphit und Kautschuk in demselben Mischungsverhältnisse
zusammengesetzten Gemenges mehrere Tausend Male gröfser ist, wobei der Widerstand um so
gröfser wird, je gründlicher man das Gemenge durcharbeitet. Vom praktischen Standpunkte
betrachtet, ist dieses Gemenge ein Nichtleiter. Um nun das oben beschriebene, aus einem
Gemenge von Retortenkohle oder eines Aequivalents derselben und Guttapercha oder Kautschuk
zusammengesetzte, elektrisch leitende Material härter und widerstandsfähiger zu
machen, kann dasselbe mittelst Schwefels oder schwefelhaltiger Substanzen fester oder flüssiger
Beschaffenheit in bekannter Weise vulcanisirt werden. In gewissen Fällen, und namentlich,
wenn die in Rede stehende Substanz zur Herstellung von Elektroden für Elemente bestimmt
5 H
ist, deren Erregungsflüssigkeit eine Brommetalllösung
ist, empfiehlt es sich, die Vulcanisirung des Kautschuks oder der Guttapercha nicht
mittelst Schwefels, sondern mittelst Broms durchzuführen, wobei ein Material erzeugt wird,
welches noch viel härter und beständiger ist, als das mittelst Schwefels vulcanisirte. Die
Vulcanisirung mittelst Broms wird in der üblichen Weise durchgeführt. Das Brom kann
entweder zugleich mit den oben erwähnten Ingredienzien vermengt werden, oder das zuerst
hergestellte Gemenge wird nachträglich mit' Brom in flüssiger oder Gasform behandelt.
Das Mengenverhältnifs der im Gemenge incorporirten Kohle bedingt selbstverständlich die
gröfsere oder geringere Leitungsfähigkeit des Materials. Da aber der Kautschuk oder die
Guttapercha dazu bestimmt ist, um die Kohlenpartikel zu binden, so erscheint es nicht rathsam,
die Leitungsfähigkeit des zu erzeugenden Productes auf Kosten der Haltbarkeit des Bindemittels
über eine gewisse Grenze zu vermehren, damit das Product nicht brüchig, porös und
folglich durchlässig werde.
Die Mengenverhältnisse der genannten Ingredienzien variiren innerhalb der oben angeführten
Grenzen (i bis io Theile Kohle auf ι Theil Kautschuk oder Guttapercha), den je-.
weiligen Verwendungszwecken des herzustellenden leitenden Materials entsprechend.
Das beschriebene, elektrisch leitende Material besitzt im Vergleich mit den üblichen, für elektrische
Zwecke verwendeten Kohlen in Staboder Plattenform bedeutende Vortheile. Erstens ist es vollkommen undurchlässig für Flüssigkeiten
und Gase und kann deshalb zur Herstellung von Gefäfsen zur Aufnahme von Flüssigkeiten und Gasen verwendet werden,
was in manchen Fällen äufserst bequem ist; ferner wird durch die Undurchlässigkeit des
Materials das durch die Wirkung der Capillaritä't
bedingte Ansaugen und Aufsteigen der Flüssigkeit längs der Elektrode verhindert, ein
Uebelstand, der bei den üblichen ■ porösen Kohlenelektroden um so unbequemer ist, als
hierdurch die Metallverbindungen der'Elektroden angegriffen werden. Zweitens kann das
in Rede stehende Material durch ein leichtes Erwärmen weich gemacht und in diesem erweichten
Zustande in beliebiger Form gewalzt, geprefst oder geformt werden; auch können zwei besondere Stücke dieses Materials durch
Erwärmen fest an einander gefügt und haltbar mit einander verbunden werden. Drittens ist
das Material fest und zähe, während die gewöhnliche Kohle brüchig und schwach ist.
Viertens kann es nicht unter der Einwirkung von Flüssigkeiten zerbröckeln, wie dies bei
gewöhnlicher Kohle und namentlich bei als Elektroden für elcktrolytische Zwecke verwendeten
Kohlen der Fall ist, wo die durch die elektrolytische Wirkung freigewordenen Metalle
bezw. Gase sich an den Kohlenelektroden ansammeln,, in die Poren derselben eindringen
und dadurch einen rein mechanischen Procefs, das Zerbröckeln derselben, veranlassen.
Das in oben beschriebener Weise hergestellte leitende Material kann zu verschiedenen elektrischen
Zwecken vorteilhaft verwendet werden; von besonderem Vortheil erscheint dessen Anwendung
in denjenigen Fällen, wo der Elektricitätsleiter der Einwirkung von corrodirenden
Flüssigkeiten oder Gasen ausgesetzt werden mufs und wo folglich die Anwendung von
Metallen (mit Ausnahme von sehr kostspieligen, wie z. B. Platin) ausgeschlossen ist.
Als Batterieelektroden eignet sich das beschriebene Material ganz besonders für solche
Elemente, in welchen die Erregungsflüssigkeit aus einer Brommetalllösung besteht. Da in
solchen Batterien während des Ladens das Brom frei wird und sich an einer der Elektroden
ansammelt, so werden die aus üblichem Material hergestellten Elektroden durch die
corrodirende Einwirkung des freien Broms nach verhältnifsmäfsig kurzer Dauer zerstört und unbrauchbar,
wogegen bei der Anwendung von aus dem oben beschriebenen Material hergestellten Elektroden diese durch das freigewordene
Brom vulcanisirt wenden und hierdurch eine noch gröfsere Härte und Widerstandsfähigkeit
erlangen. Je nach Wunsch kann in den letztgenannten Fällen das in Rede stehende
Material auch vor dessen Einbringung in die Batterie mittelst Broms vulcanisirt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das oben beschriebene, elektrisch leitende Material, bestehend aus einem Gemenge von Retortenkohle oder einer anderen harten und scharfkantigen Kohle mit muscheligem Bruche und Guttapercha oder Kautschuk, wobei erwünschten Falles die Guttapercha oder der Kautschuk des Gemenges mittelst Schwefels oder-Broms vulcanisirt werden kann.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34455C true DE34455C (de) |
Family
ID=310368
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34455D Expired - Lifetime DE34455C (de) | Elektrisch leitendes Material |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34455C (de) |
-
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- DE DENDAT34455D patent/DE34455C/de not_active Expired - Lifetime
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