DE34444C - Scheerenanordnung für Nähmaschi-: nen - Google Patents

Scheerenanordnung für Nähmaschi-: nen

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DE34444C
DE34444C DENDAT34444D DE34444DA DE34444C DE 34444 C DE34444 C DE 34444C DE NDAT34444 D DENDAT34444 D DE NDAT34444D DE 34444D A DE34444D A DE 34444DA DE 34444 C DE34444 C DE 34444C
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DE
Germany
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fabric
guide
shaft
sewing
edge
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT34444D
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English (en)
Original Assignee
E. J. V. EARLE in London, England
Publication of DE34444C publication Critical patent/DE34444C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B37/00Devices incorporated in sewing machines for slitting, grooving, or cutting
    • D05B37/04Cutting devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1885.ab.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 die Seitenansicht einer Nähmaschine, Fig. 2 eine Vorderansicht, Fig. 3 ein Horizontalschnitt nach der Linie 1 - 1, Fig. 1, und Fig. 4 ein Verticalschnitt nach der Linie 2-2. ' Fig. 5 und 6 zeigen gesonderte Ansichten des Scheerenmechanismus: Fig. 5 zeigt die aufgeklappte Scheere und Fig. 6 die zugeklappte Scheere nach dem Schnitt. Fig. 7 ist eine Oberansicht der Arbeite- und Stoffrückerp latte, und Fig. 8 und 9 sind Oberansicht und Seitenansicht der Stoffführung, welche den Stoffrand zu einer Falte umlegt, um den Saum zu bilden. Fig. 10 zeigt die Oberansicht der Arbeitsplatte mit dem Stoff, Fig. 11 eine Seitenansicht, welche die Lage des Stoffes beim Nähen darstellt, Fig. 12 den Querschnitt des Stoffes beim Nähen und Fig. 13 den Querschnitt des fertigen Saumes.
A ist die Antriebwelle der Maschine unter der Arbeitsplatte B, C der Nadelarm, D die Nadelstange, E der Drückerfufs. Die Stoffrückerplatte, die in den obigen Figuren nicht dargestellt ist, drückt durch einen Schlitz in der Platte B nach aufwärts. Es wird ihr in der gewöhnlichen Weise eine auf- und abwärtsgehende und eine hin- und hergehende Bewegung ertheilt. Eine Oberansicht der Arbeitsplatte und der gezähnelten Arbeitsfläche der Stoffrückerplatte, die durch einen Schlitz in der Arbeitsplatte hinaufdrückt, ist in Fig. 7 dargestellt. Diese Ansicht zeigt auch, dafs der Schlitz eine Verlängerung hat, um den Scheerenblättern zu gestatten, herabzugehen, um den Stoff zu schneiden. F ist eine Spule, von welcher der Zwirn in der gewöhnlichen Weise zur Nadel geführt wird, G eine oscillirende Welle, die vom vorderen zum hinteren Ende der Maschine reicht. Auf dieser Welle sitzt ein fester Arm G1, von welchem eine Verbindungsstange zu einem Excenter H auf der Antriebwelle A reicht. Das Excenter ist auf der Welle nicht aufgekeilt, sondern ist mit derselben durch eine Klaue gekuppelt, die nach Belieben ausgerückt werden kann.
Die in den Zeichnungen dargestellte Klaue besteht aus einem Stift, der durch einen Bundring A1 hindurchgeht, welcher fest auf der Welle sitzt. Der Stift, welcher in ein Loch im Excenter H einfällt, wird von einer Hülse A 2 getragen, die entlang der Welle frei gleiten kann und die durch eine Feder A% gegen den Bundring A1 gedrückt wird, wie dies in Fig. 1 bis 3 dargestellt ist. Bedarf man der Scheere nicht, so kann die Hülset.2 vom BundringA1 weggeschoben werden, so dafs der Stift aus dem Loche im Excenter gezogen wird. Das Excenter wird hierdurch ausgelöst und die oscillirende Welle G empfängt keine Bewegung. Die Bewegung der Hülse behufs Auslösung des Excenters erfolgt durch einen Hebel /, das Feststellen dagegen wird dadurch bewirkt, dafs man den Hebel / in eine Einkerbung -B1 im Rande der Arbeitsplatte einschnappen läfst.
J ist die Stange, an deren Enden die Scheerenblätter angebracht sind; sie wird von Armen J1 getragen, welche lose auf der oscillirenden Welle G sitzen. J2 ist ein von der Stange J herabhängender Arm; sein unteres Ende ist durch eine Stange mit dem Excenter K verbunden, das seinerseits mit dem Excenter H in Verbindung steht, so dafs beide
zugleich mit der oscillirenden Welle gekuppelt werden.
Die Stange J ist hohl; durch dieselbe geht eine Welle L. Eines der . beiden Scheerenblätter ist an einem kurzen Arm befestigt, welcher am vorderen Ende der Welle festsitzt, das andere Scheerenblatt ist an einem kurzen Arm befestigt, welcher sich lose auf der Welle drehen kann, da er von einer lose auf der Welle drehbaren Hülse M ausgeht. Eine Feder J3 drückt auf die Welle in der Richtung ihrer Achse und drückt so ein Scheerenblatt gegen das andere.
Die Welle L trägt einen Arm L1 und die Hülse M einen Arm Af1; beide Arme sind an ihren Enden mit Stangen L- bezw. M2 gelenkig verbunden, und diese selbst sind wieder mit einander und. mit dem Ende eines Armes G2 gelenkig verbunden,- der auf der oscillirenden Welle G sitzt, so dafs, wenn der Welle eine oscillirende Bewegung ertheilt wird, die Enden der Arme L1 und M1 abwechselnd einander genähert und von einander entfernt werden, wodurch die Scheere zu- und aufgeklappt wird, Fig. 5 bezw. 6.
Die Bewegung der Scheere gegen die Nadel, wenn sie schneiden soll, und von der Nadel weg, nachdem sie den Schnitt vollführt hat und sobald die Stoffverschiebung beginnt, wird durch das Excenter K herbeigeführt.
Eine Scheere, die in der vorstehend beschriebenen Weise angebracht ist und wirkt, kann nicht nur dann benutzt werden, wenn ein Saum genäht wird, sondern auch in anderen Fällen, wo der Rand eines Stoffes hart an der Naht zu beschneiden ist.
JV ist eine Führung, durch welche der Rand des Stoffes S-förmig umgebogen wird, um einen Saum zu bilden und denselben an der Nadel vorbeizuführen.
Eine Oberansicht und eine Seitenansicht einer derartigen Führung ist in Fig. 8 bezw. 9 der beiliegenden -Zeichnungen dargestellt. Die Art und Weise, in welcher der Stoff durch die Führung gefaltet wird, ist in Fig. 9 durch ■punktirte Linien dargestellt. Fig. 10 zeigt in der Oberansicht und Fig. 11 im Schnitt die gegenseitige Lage des Stoffes und die Führung. Die Führung besteht aus einer U-förmig gebogenen Metallplatte. Dieselbe ist, wie gezeichnet, an einem Arm O befestigt, der zum hinteren Rand der Arbeitsplatte reicht und dort vermittelst eines horizontalen Scharniers an einer Stange P sitzt, welche sich um einen verticalen Zapfen drehen kann, der aus der Arbeitsplatte herausragt. JV1 ist eine kleine Zunge, welche vom Ende des unteren Schenkels der Platte JV gegen die Nadel hin und über dieselbe hinausragt. JV2 ist ein kleiner halbkreisförmiger Ausschnitt im Rande dieser Zunge, welcher der Nadel den freien Durchgang durch den Stoff gestattet, der um die Zunge gelegt ist. Die Stellung des Drückerfufses gegen die Führung ist in Fig. 9 durch punktirte Linien angedeutet.
Um den Stoff in die Führung einzulegen, hebt man sie mittelst des Armes ο empor, macht mit der Hand in den Rand des Stoffes eine Falte und legt diese zwischen die beiden Schenkel der Führung und biegt dann den Stoff um den unteren Schenkel der Führung JV zurück, wie dies in Fig. 11 dargestellt ist, wodurch eine sogenannte Plissefalte entsteht. Man legt dann die Führung mit dem Stoff auf die Arbeitsplatte nieder und beginnt in der gewöhnlichen Weise zu nähen. Die Nadel der Maschine sticht dabei durch drei Stofflagen, wie aus Fig. 11 zu ersehen ist, und geht durch den Ausschnitt JV2 in der unteren Zunge der Führung. Der Stoffvorschiebemechanismus der Maschine zieht den Stoff fort, wobei sich die untere Biegung a, Fig. 12, im Stoff fest an die untere Zunge der Führung JV legt, so dafs die Stiche regelmäfsig durch diese untere Biegung hindurchgehen. Der freie Rand b des Stoffes wird in der vorstehend beschriebenen Weise durch die Scheere abgeschnitten. Ist das Nähen des Saumes beendet, so richtet man den Stoffrand durch Umbiegen desselben um die Naht α in die Lage Fig. 13 gerade und erhält somit einen Saum von gewöhnlicher Form.
Es wäre noch zu bemerken, dafs verschiedene Formen von Führungen benutzt werden können, um den Rand eines Stoffes so zu biegen, dafs er einen Saum von der vorstehend beschriebenen Art bildet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einer Nähmaschine die Anordnung einer gegen die Nahtrichtung und gegen die Nähnadel hin und von ihr hinweg schwingenden Scheere zum Abschneiden des aufserhalb der Naht liegenden Waarenrandes.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT34444D Scheerenanordnung für Nähmaschi-: nen Expired - Lifetime DE34444C (de)

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