DE609656C - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von mit Einfassband versehenen Kragen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von mit Einfassband versehenen Kragen

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DE609656C
DE609656C DET41268D DET0041268D DE609656C DE 609656 C DE609656 C DE 609656C DE T41268 D DET41268 D DE T41268D DE T0041268 D DET0041268 D DE T0041268D DE 609656 C DE609656 C DE 609656C
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sewing
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DET41268D
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Otto Taussig & Co
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Otto Taussig & Co
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B35/00Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
    • D05B35/06Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for attaching bands, ribbons, strips, or tapes or for binding
    • D05B35/062Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for attaching bands, ribbons, strips, or tapes or for binding with hem-turning

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von mit Einfaßband versehenen Kragen Bei den bekannten Kragen ist zur Vermeidung des Ausfransens der Rand umgebogen und niedergenäht. Hieraus ergibt sich der Nachteil, daß es nötig wird, bei der Herstellung des Kragens die Ecke des Oberkragens von Hand aus zu legen, wobei diese Ecke durch das Falten des Stoffes verdickt wird, was insbesondere 'hei spitzen Kragenecken störend wirkt.
  • Man hat auch vorgeschlagen, den Rand des Kragens durch ein Band einzufassen, doch war dies bisher nur bei Kragen möglich, bei welchen die Kanten des Oberkragens durch einen Bogen von verhältnismäßig großem Krümmungshalbmesser aneinanderschließen. Blei spitzwinkeligen Krageneckenergaben sich bei der 'Bildung derselben Schwierigkeiten, welche insbesondere in der nicht richtigen Nachlieferung des Bandes während der Eckenbildung begründet waren. Bei der weiter bekannten Einfassung durch eine Schnur ist es zwar eher möglich, spitze Kragenecken herzustellen, doch ergibt die Schnur eine unschöne Verdickung der Kragmümnte und läßt sich mit dem Kragen auch nicht in einwandfrei haltbarer Weise verbinden.
  • Durch das Verfahren gemäß der Erfindung werden alle diese Übelstände dadurch vermieden, daß die spitzwinkelige in fortlaufendem Arbeitsgang vermittels eines ein allmähliches Überführen in die U-förmige Gestaltbewirkenden und die beim Richtungswechsel dem Vorziehen des Bandes entgegenwirkenden Bewegungswiderstände herabsetzenden Säumers,eingefaßt wird.
  • Der Säumer kann aus gegeneinander um eine die Nadelachse im Raume im wesentlichen .senkrecht kreuzende Achse vierschwenkbaren Teilen bestehen, um durch öffnen des Säumers ein Zureckelegen des beim Wenden zur Bildung der Ecke nötigen Bandes zu ermöglichen.
  • In der Zeichnung sind beispielsweise zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Fig. i zeigt eine spitze Kragenecke bei Anwendung vom. Zickzackstich. In Fig. z ist teilweise im Schnitt eine Ausführungsfarm eines Säumers im geschlossenen und in Fig. 3 in geöffnetem Zustande dargestellt. Fig. q. veranschaulicht einen Schnitt nach B-B, Fig. 6 nach C-C und Fig. 8 nach DDD der Fig.2, wäh- rend die Fig. 5, 7 und 9 hierzu die geöffneten Stellungen zeigen. Fig. i o stellt einen Kragen, bei welchem der vordere und. rückwärtige Teil aus einem einzigen Stoffstück bestehen, in ausgebreitetem Zustande dar, während die Fig. i i und 12, teilweise im Schnitt und in Draufsicht, den zum Einsäumen dieser Kragen dienernden, aal der Nähmaschine angebrachten Säumer in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulichen.
  • Soll die Ecke eines Kragens eingesäumt werden, so wird die äußerste Spitze 18 des Kragens etwa bis zur punktierten Linie der Fig. i zuerst mit Stärke ,o. @dgl. etwas gesteift, worauf die kurze Kante i g des Kragens i 6 eingesäumt wird. Das Band 1 ¢ wird hierbei durch den Säumer U-förmig um den Kragen 16 gelegt.
  • Der Säumer gemäß Fig. 2 bis 9 besteht aus zwei Teilen 2 o und 21, von welchen der erstere mit der in der Stichplatte 22 versenkt angeordneten Backe 23 und der letztere mit der Backe 24 verbunden ist, welche um eine Achse 25 verschwenkt werden kam. Statt verschwenkbar könnten die beiden Backen 23 und 24 naturgemäß auch gegeneinander verschiebbar angeordnet sein. In Ausnehmungen der Backen ist eine Schraubenfeder 26 @eingelegt. Hinter dem Säumer befindet sich auf der -Stichplatte 22 ein Kantensetzer 27.
  • Wird beim Nähen der Nähfuß 28 niedergedrückt, so geht auch der mit der Nähfußstange 29 verbundene, auf die jeweilige Stoffstärke einstellbare Drücker 3o nach abwärts, welcher hierbei entgegen der Wirkung der Feder 26 die Plattre 24 nach abwärts drückt (Fig. 2). Das in den Säumen 20, 21 tingeführte Band 3 i nimmt dann, ausgehend von der gestreckten Lage der Fig.8, allmählich den U-förmigen Querschnitt nach Fig. 6 und 4 an, wie in den Fig. 4., 6 und 8 in strichpunktierten Linien angedeutet ist. Ist die leine Stoffkante bis zur Spitze genäht, so wird der Nähfuß 28 angehoben, wobei auch der Drükker 3o hochgeht und die Backe 24 und damit auch der obere Säumerteil 2 z sich durch die Kraft der Feder 26 abheben (Fig. 3). Das Band 31 wird hierdurch gelockert, und beim nachfolgenden Wenden des Stoffstückes um die Spitze desselben wird das dann in der Lage der Fig. 5, 7 und 9 befindliche Band 3 r im gewünschten Ausmaße vorgezogen, worauf die andere Stoffkante eingesäumt werden kann. , Bei Kragen gemäß Fig. i o ist die Umrißform des aus seinem Stück, gegebenenfalls in mehreren Stofflagen, bestehenden Kragens a durch ein den Rand entlang der ganzen Umrißform U-förmig umschließendes Band b eingesäumt, das in Zickzackstich oder mittels einer anderen Naht niedergenäht ist.
  • Der Säumen gemäß Fig. II und 12 besteht,, wie bei der Ausführungsform nach Fig.2 und 3, aus zwei Teilen 20 und 21, wobei der Teil 20 versenkt in der Stichplatte 22 angeordnet ist und die Backe 23 trägt, die mit der Backe 24 des Teiles 21 durch den Bolzen 25 zu einem Scharnier verbunden ist. Zwischen den Teilen 20 und 21 liegt eine Feder 26, welche bestrebt ist, die beiden Teile 2o und 21 auseinanderzubewegen. An dem Teil 21 ist seitlich eine Platte 27 angeordnet, welche an dem sie überragenden, der Nadel zugewendeten Ende des Teiles 21 eine Stufe 27' bildet, die den Kantensetzer ersetzt.
  • Der aus den Teilen 2o und 21 bestehende Säumer ist, wie Fig. i i zeigt, im wesentlichen senkrecht zur Nahtrichtung angeordnet, -und trägt die den Nähfuß 28 aufnehmende Nähfußstange 29 einen der jeweiligen Stoffstärke entsprechend einstellbaren Drücker 3o, dessen unterfies abgebogenes Efide auf der Platte 27 aufruht.
  • Das in den Säumer zwischen die Teile 20 und 21 eingeführte Band nimmt, durch die der Nadel zugewendeten Enden des Säumers geführt, allmählich den U-förmigen Querschnitt an, wobei bei Anheben des Nähfußes 28 auch der Drücker 3o hochgeht und die beiden Teile 20, 21 sich durch die Wirkung der Feder 26öffnen, so daß das Band gelockert wird .und sich der Umrilßform des einzusäumenden Stoffstückes, insbesondere in den Abbiegungen und an den spitzen Ecken, leicht anpaßt.
  • Naturgemäß, können beide Ausführungsformen auch bei mitgehendem Nähfuß bzw. transportierender Nadel Anwendung finden. Außer dem Zickzackstich und dem Steppstich können auch andere Zierstiche zur Befestigung des Bandes verwendet werden. Schließlich ist es mit der Einrichtung gemäß der Erfindung auch möglich, mehrfache Stofflagen einzufassen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahree zur Herstellung von Kragen, bei welchen die Ränder durch ein U-förmig abgebogenes Band ohne Umbiegen und Rückbiegen derselben eingefaßt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die spitzwinkelige Kragenecke (18) in fortlaufendem Arbeitsgang vermittels eines ein allmähliches überführen in die U-förmige Gestalt bewirkenden und die beim Richtungswechsel dem Vorziehen des Bandes (14, 31) entgegenwirkenden Bewegungswiderstände herabsetzenden Säumens (20, 21) eingefaßt wird.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen aus gegeneinander um eine die Nadelachse im Raume im wesentlichen senkrecht kreuzende Achse (2 5 ) verschwenkbaren Teilen (20, 21) bestehenden Säumen, um durch Öffnen des Säumens ein Zureckelegen des beim Wenden zur Bildung der Ecke (18) nötigen Bandes zu ,ermöglichen.
  3. 3. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen an der Nähfußstange (29) @einstellbaren, in der Stoffstärke entsprechendem Maße den zweiteiligen Säumner (20, 21) während des Nähens geschlossen haltenden Arm (30), der beim Wenden des Kragenstoffes mit dem Nähfuß (28) hochgeht und hierdurch das selbsttätige Öffnen der gegeneinander unter Federwirkung stehenden Säumerteile bewirkt.-4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch t bzw. nach Anspruch 2oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der das Band um den Stoffrand legende, vorzugsweise aus zwei gegeneinander verschwenkbaren Teilen (20, 2 r ) bestehende Säumer an seinem dem Nähfuß (29) zugewendeten Ende mit einer den Kantensetzer ersetzenden Stufe (27') versehen ist.
DET41268D 1932-08-25 1932-08-25 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von mit Einfassband versehenen Kragen Expired DE609656C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2906039A1 (de) * 1978-02-20 1979-08-23 Yoshida Kogyo Kk Bremsende fuehrungseinrichtung fuer eine naehmaschine zum annaehen von reissverschlussketten an gegenstaenden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2906039A1 (de) * 1978-02-20 1979-08-23 Yoshida Kogyo Kk Bremsende fuehrungseinrichtung fuer eine naehmaschine zum annaehen von reissverschlussketten an gegenstaenden

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