DE3440317C2 - Verfahren zur Herstellung einer Stranggießkokille mit verschleißfesten Formstücken - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Stranggießkokille mit verschleißfesten FormstückenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel
lung einer Kokille für Stranggießanlagen mit als Formstücke
ausgebildeten verschleißfesten Schichten im Bereich der in
einem Rahmen gehaltenen, miteinander verspannten und den Form
hohlraum bildenden Wandplatten aus Kupferwerkstoffen, wobei
die Formstücke an diese Wandplatten angebracht und/oder in
diese eingepaßt sind.
Zum Stranggießen hochschmelzender Metalle, wie beispielsweise
Eisen und Stahl, finden bekanntlich Stranggieß-Durchlaufkokillen
Anwendung, die aus Kupferwerkstoffen wegen der hohen Wärmeleit
fähigkeit dieser Materialien hergestellt sind. Je nach dem
Verwendungszweck sind einteilige oder auch mehrteilige Kokillen
zu unterscheiden, die, handelt es sich um einteilige, aus
nahtlos geschmiedeten Blöcken, aus nahtlos gepreßten oder
gegossenen Rohren oder auch aus verschweißten Blechen oder
Bändern hergestellt sind, oder auch, wenn mehrteilige Kokillen
verlangt werden, aus miteinander in einem Rahmen verspannten,
den Formhohlraum bildenden Wandplatten bestehen, die während
der Fertigung Wärmebehandlungen und Verformungsoperationen
unterzogen werden. Solche Stranggieß-Kokilleneinsätze aus Kupfer
werkstoffen, die niedrig oder hochlegierte Kupferlegierungen
sein können, unterliegen im Formhohlraum durch die Reibung der
erstarrten Strangschale und durch die zwischen Strang und
Kokillenformraum einfließenden Schlacketeilchen einem erheb
lichen Verschleiß. Die hierdurch bewirkte Formänderung der
Kokilleninnenmaße verkürzt die mögliche Einsatzdauer der
Kokillen entscheidend. Es ist deshalb erforderlich, daß nach
einer gewissen Betriebszeit eine Nachbearbeitung der Platten
vorgenommen werden muß, um dem durch den Einfluß der auf
tretenden Beanspruchung sowohl mechanischer als auch thermischer
Art bewirkten Verschleiß der den Formhohlraum bildenden
Kokillenwände Einhalt zu gebieten. Durch diese Nachbearbeitung
wird der ursprüngliche Querschnitt des Formhohlraums verändert,
d. h. der Querschnitt des gegossenen Stranges ändert sich
ebenfalls. Zur Erzielung eines gesunden Stranges und zur Ver
meidung von gefürchteten Durchbrüchen ist es jedoch unbedingt
erforderlich, die der Stranggießkokille folgende Strangführung
genau auf den Querschnitt des Formhohlraums bzw. des Stranges
auszurichten.
Zur Vermeidung von Kantenrissen ist es ferner notwendig, die
Kantenpartien des Formhohlraums entsprechend abzurunden. Ins
besondere bei Plattenkokillen zum Gießen von Strängen mit
größeren Querschnitten, z. B. von Brammen, werden deshalb
die Abrundungen in die Platten eingearbeitet. Bei Verschleiß
erscheinungen an den Platten, z. B. einer Längsplatte einer
Brammenkokille, muß demnach sowohl die Platte als auch die
Rundung nachgearbeitet werden. Wie eingangs beschrieben, er
gibt sich dadurch zwangsläufig ein größerer Querschnitt des
nach dem Zusammenbau der Stranggießkokille gegossenen Stranges,
und der beschriebene Nachteil tritt auf. Eine Nachjustierung
des Kokillenmaßes macht andererseits wegen des erheblichen
Zeitaufwandes einer solchen Maßnahme einen bestimmten Kokillen
park erforderlich, wenn keine Produktionsverminderung in Kauf
genommen werden soll.
Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, ist bereits vorge
sehen (DE-PS 19 39 777), in den Ecken zwischen den Wandplatten
(Längs- und Querplatten) der Kokille Übergangsstücke aus
gegenüber dem Material der Kokillenplatten unterschiedlichem
Material anzuordnen. Dabei sind diese Übergangsstücke bei der
bekannten Ausführung in Ausnehmungen jeweils einer der beiden
Wandplatten mechanisch befestigt, wobei deren Anlagefläche in
Längsrichtung dieser Platte schmaler ist als die Dicke der
angrenzenden zweiten Wandplatte. Den an die heute verwendeten
Stranggießkokillen aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit der
installierten Stranggußanlagen gestellten Forderungen genügen
diese bekannten Ausführungsformen jedoch nicht immer.
Das gilt für die sog. Festkokillen mit von außen unveränder
lichem Querschnitt des Formhohlraumes: insbesondere aber auch
für die als Verstellkokillen bekannten Ausführungen, bei denen
während des Gießens der Strangquerschnitt durch Verschieben
der Schmalseiten- oder Querplatten geändert wird. Hier tritt
nämlich durch Reibung an den Berührungsflächen zwischen den
Längsplatten und den Schmalseitenkanten ein starker Verschleiß,
beispielsweise durch Fressen ein sog. Furchenverschleiß, auf,
der die betroffene Kokille in kurzer Zeit infolge Ausbildung
unregelmäßiger Spalte unbrauchbar macht bzw. eine mechanische
Nacharbeit erfordert.
Zur Vermeidung der starken Reibung und damit zur Reduzierung
des Verschleißes hat man bereits versucht, die Kupferlängs
platten mit höher festen Werkstoffen, wie Nickel, Chrom,
Molybdän u. a. zu beschichten und die unbeschichteten Quer
platten an den Berührungskanten ggf. über zusätzliche Schmier
nuten mit hoch hitzebeständigem Fett zu schmieren. Der Nach
teil dieser Lösung sind die hohen Kosten, die durch die zu
sätzliche Beschichtung entstehen, der weitere Nachteil liegt
darin begründet, daß durch die mechanische Einwirkung des Guß
strangs die Beschichtung frühzeitig verschlissen wird. Auch
Versuche, die relativ kleine Fläche der Schmalseitenkanten
(Querplattenkanten) mit einem gegenüber dem Kupferwerkstoff
der Kokillenplatte härteren Werkstoff zu beschichten, etwa
durch galvanische oder chemische Vernickelung dieser Fläche
oder durch Aufbringen von Hartmetallen mittels Flamm- oder
Plasmaspritzen, haben nicht zum Erfolg geführt. Die Haft
festigkeit solcher Schichten auf den schmalen Flächen reicht
nicht aus, beim Verstellvorgang platzen diese Schichten viel
mehr relativ schnell und undefiniert wieder ab. Neben den
Kosten für die Reparatur und Neubeschichtung entstehen häu
fig sehr hohe Kosten als Folge von Durchbrüchen, die durch
plötzliche undefinierte Spaltbildungen hervorgerufen werden.
Unabhängig von der Art der Kokille, Fest- oder Verstellkokil
le, befindet sich ein weiterer Bereich hohen Verschleißes am
Austrittsende der Kokille. Hier führt die starke Reibung zwi
schen dem an der Oberfläche bereits erstarrten Gußstrang und
der Kokillenwandung zu einem vorzeitigen Ende der Gebrauchs
eignung der Kokille. Ein bekannter Vorschlag (DE-PS 31 42 196),
in diesem gefährdeten Bereich eine Verschleißschutz
schicht mit gegenüber der auf der restlichen Kokillenfläche
größerer Wanddicke galvanisch niederzuschlagen, aufzusprühen
oder durch Explosionsplattieren aufzubringen, hat sich offen
bar aus den dargelegten Gründen bisher ebenfalls nicht durch
setzen können.
Probleme durch erhöhten Verschleiß gibt es auch im bzw. un
terhalb des Badspiegelbereichs. In diesem Zusammenhang hat
man bereits (DE-OS 19 57 332) zumindest in dem den Badspie
gelbereich umfassenden Teil der den Formhohlraum begrenzenden
Kokillenwände Einsätze aus gegenüber dem Plattenmaterial un
terschiedlichen Werkstoffen vorgesehen. Das zum Einbringen
dieser Einsätze vorgeschlagene Warmwalzen oder -plattieren,
die Hochgeschwindigkeitsverformung oder das Explosivplattie
ren sind recht kostenaufwendig.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von
Stranggießkokillen anzugeben, mit dem die Korrosions- sowie
Verschleißfestigkeit der den Formhohlraum begrenzenden Wand
platten verbessert und damit die Standzeit der Kokille erhöht
werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnen
den Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Die spaltfreie Befestigung der Formstücke mittels Elektronen
strahlschweißen bietet Gewähr dafür, daß sich die metallur
gisch zu verbindenden Teile beim Schweißvorgang nicht ver
ziehen und nur eine äußerst schmale Schweißzone entfestigt
wird. Die maßgenaue Form sowie die Abmessung der den Form
hohlraum bildenden Kokilleninnenflächen werden ebenso wenig
durch den Schweißvorgang negativ beeinflußt, wie die durch
eine Kaltverfestigung erzeugte Härte der Wandplatten. Darüber
hinaus läßt der metallurgische Verbund von Formstücken und
Kokillenwänden Rißbildungen nicht zu.
Besondere Vorteile ergeben sich aus dem erfindungsgemäßen
Verfahren insbesondere für den Bereich am Austrittsende der
Kokille und für den Bereich, in dem Quer- und Längsplatten
druckbelastet gegeneinander wirken. Diesen flächenmäßig eng
begrenzten Bereich spaltenfrei und dauerhaft mit den Ver
schleiß vermindernden Mitteln auszustatten, war bisher nicht
möglich. Erst durch die Erfindung ist erreicht, daß bei Fest
kokillen eine Spaltbildung zwischen Längs- und Querplatten
infolge Kriechen bzw. Schrumpfen des unter äußerem Druck ste
henden Plattenpaares, bewirkt durch den Anpreßdruck und ther
mische Spannungen beim Gießen sowie infolge mechanischer Be
schädigungen, unterbleibt.
Sind, wie in Weiterführung der Erfindung auch vorgesehen, die
Leisten mittels Elektronenstrahl in die Kantenbereiche der
Querplatten eingeschweißt, dann ist diese Ausführungs
form besonders für den Einsatz bei Verstellkokillen geeignet.
Der sonst beim Verschieben der Schmalseitenplatten infolge
starker Reibung an den Berührungsflächen für Längs- und Quer
platten auftretende Verschleiß ist vermieden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt
sich dann, wenn unabhängig von den Kantenbereichen die Form
stücke als verschleißfeste Einsätze in die dem Gußstrang zu
gekehrten Flächen der den Formhohlraum begrenzenden Wand
platten eingefügt und mittels Elektronenstrahl eingeschweißt
werden. Dies kann beispielsweise der Badspiegelbereich sein,
aber auch entsprechend der obengenannten Kokillenausführung
(DE-PS 31 42 196) der Bereich unterhalb des Badspiegels. In
diesem Fall können die Einsätze sich auch vom Badspiegelbe
reich in Durchlaufrichtung erstrecken, wobei die Einsätze
keil- oder teilkeilförmig mit in Durchlaufrichtung des Stranges
aufeinander zulaufenden Begrenzungsflächen ausgebildet werden.
Für die Einsätze im Badspiegelbereich und unterhalb kann es
zur Stabilisierung der Abkühlverhältnisse auch von Vorteil
sein, bei der Werkstoffauswahl neben der Verschleißfestigkeit
auch die Wärmeleitfähigkeit der Materialien in Betracht zu
ziehen. Hier ergibt sich neben der Erhöhung der Verschleiß
festigkeit die Möglichkeit der einfachen Steuerung des Wärme
durchgangs im Kokillenbereich.
Neben der Werkstoffauswahl spielt auch die äußere Form des
Einsatzes eine entscheidende Rolle, so daß durch die äußere
Formgebung z. B. der Wärmedurchgang, ausgehend vom Badspiegel
bereich, mit fortschreitender Abkühlung des gegossenen Stranges
vergrößert oder vermindert wird.
Als verschleißfeste Werkstoffe, die gemäß der Erfindung ver
wendet werden können, kommen alle verschweißbaren Materialien
in Frage. Unter den bevorzugt einsetzbaren Werkstoffen sind
beispielsweise das Molybdän, Kupfer-Beryllium-Legierungen,
aber auch hochfester Stahl. Als Basiswerkstoffe für die ver
schleißfesten Formstücke haben sich aber auch sog. Superle
gierungen auf Nickelbasis als zweckmüßig erwiesen, etwa Mehr
stofflegierungen des Systems Ni - Mo - Fe mit Zusätzen wie
Cr, Co, W, Ti und Al. Solche Legierungen sind unter den Handels
namen Inconel, Hastelloy oder Nimonic bekannt. Zur Durchfüh
rung der Erfindung haben sich aber auch superfeste Werkstoffe
auf Eisenbasis mit Zusätzen wie Cr, Ni, Mo und Al sowie tempe
raturbeständige Gußwerkstoffe auf Eisen-, Nickel- oder Kobalt-
Basis als zweckmäßig erwiesen. Alle diese "Hartmetalle" lassen
sich mit beliebigen niedrig- oder hochlegierten Kupferlegie
rungen durch Elektronenstrahlschweißen verbinden.
Die Erfindung sei anhand der in den Fig. 1 bis 7 dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert
Die Fig. 1 zeigt die Wandplatte 1 einer Plattenkokille für den
Stahlstrangguß aus einer kalt verformten Kupfer-Legierung. Die
Durchlaufrichtung des Gußstranges ist durch den Pfeil ge
kennzeichnet. Um die dem Verschleiß besonders ausgesetzten
Kantenbereiche der Kokillenplatten, Längs- oder Querplatten,
zu schützen, Rißbildungen zu vermeiden und einwandfreie Gußer
zeugnisse zu gewährleisten, sind die Kantenbereiche 2 und 3
der Wandplatte 1 z. B. ausgefräst und die entstandenen Aus
nehmungen sind die Leisten 4 und 5 aus einem Hartmetall ein
gesetzt. Damit diese Leisten an bzw. in der Wandplatte 1 sicher
und spaltfrei auch bei den auftretenden mechanischen Bean
spruchungen während des Betriebes gehalten werden, sind sie
durch eine Elektronenstrahlschweißung befestigt. Die ge
zogenen Schweißnähte 6 und 7 sind räumlich eng begrenzt, die
verhältnismäßig kurzfristige Erwärmung auf eng begrenztem
Raum schließt eine Erweichung auch der benachbarten Bereiche
der Wandplatte 1 aus.
Die Fig. 2 zeigt die Wandplatte 8 als Längs- oder Querplatte,
die in Abzugsrichtung des Gußstranges am ausgangsseitigen
Ende mit einer Leiste 9 aus verschleißfestem Material ver
sehen ist. Der Einbau dieser Leiste erfolgt entsprechend dem
Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1, die durch die Elektro
nenstrahlschweißung hervorgerufenen Schweißnähte sind mit 10
und 11 bezeichnet.
In der Fig. 3 ist eine sog. Plattenkokille schematisch dar
gestellt, sie besteht aus den Längsplatten 12 und den Quer
platten 13, die, wie durch Pfeile angedeutet, mit Hilfe eines
äußeren nicht dargestellten Stahlrahmens gegeneinander ge
drückt und in diesem verspannten Zustand gehalten werden. Zur
Vermeidung von Spaltbildungen in den mit 14 bezeichneten Eck
bereichen sind die verschleißfesten Leisten 15, wie oben
bereits beschrieben, mit Elektronenstrahlschweißung dauerhaft
in die Querplatten 13 eingefügt, sie bilden mit dieser eine
Einheit.
Die Einschweißung der verschleißfesten Leisten nach der Er
findung im Kantenbereich hat vor allem Vorteile bei den sog.
Verstellkokillen, bei denen der Gußraum durch Verschieben der
Querplatten gegenüber den Längsplatten geändert wird. Eine
solche Ausführungsform zeigt in vergrößertem Maßstab die
Fig. 4. In Pfeilrichtung hin und her verschiebbar ist auf der
Längsplatte 16 die Querplatte 17 angeordnet. Druckbelastet
wirkt diese Querplatte gegen die Längsplatte 16 nicht selbst
im Kantenbereich, sondern über die Leiste 18 aus einem ver
schleißfesten Material. Durch Elektronenstrahlverschweißung
längs der Schweißnähte 19 in die Bildebene hinein sind die
Leisten 18 spaltenfrei in der Kante der Querplatte 17 gehalten,
Leiste 18 und Platte 17 bilden eine Einheit.
Abweichend hiervon zeigt die Fig. 5 eine sog. Festkokille mit
unveränderbarem Gußraumquerschnitt, bei der z. B. die ver
schleißfesten Leisten 20 in eine Ausnehmung der Längsplatte 21
durch Elektronenstrahlschweißung eingefügt sind. Gegen diese,
durch die metallurgische Einbindung in die Wandplatte dauer
haft und spaltenfrei befestigte Leiste 20 wirkt druckbe
lastet die Querplatte 22.
Die Fig. 6 und 7 schließlich zeigen Ausführungsformen der
Erfindung, bei denen im Badspiegelbereich und in Durchlauf
richtung des Stranges darunter Einsätze aus einem verschleiß
festen Material angeordnet sind. In der Fig. 6 weist die
Wandplatte, Längs- und Querplatte, 23 einer Kokille den im
Querschnitt rechteckförmigen Einsatz 24 auf, der zur Erzielung
eines guten Wärmeüberganges zwischen der Kupferplatte und dem
rückwärtigen Teil des Einsatzes 24 durch Kaltwalzen, Pressen
oder hydrostatisches Pressen eingefügt ist. Auch wenn aus be
sonderen Gründen das Einbringen des Einsatzes 24 durch
Explosionsumformung erfolgt, um den Wärmeübergang auf der
Rückseite des Einsatzes zu optimieren, hat es sich in allen
diesen Fällen in Durchführung der Erfindung als vorteilhaft
erwiesen, zur Vermeidung von Spaltbildungen infolge unter
schiedlicher Wärmeausdehnung der aneinandergrenzenden Werk
stoffe, die "Umrandung" des Einsatzes durch Elektronenstrahl
schweißen metallisch mit dem Kupferwerkstoff zu verbinden.
Gegenüber dieser Ausführungsform nach der Fig. 6 ist nach der
Fig. 7 in der Kokillenplatte 25 ein keilförmiger Einsatz 26
vorgesehen, keilförmig deshalb, um gleichzeitig auf einfachem
Wege für eine Steuerung des Wärmedurchgangs durch die Kokillen
platte zu sorgen. Auch hier sichert die Elektronenstrahl
schweißung einen sicheren, spaltenfreien Verbund.
Claims (18)
1. Verfahren zur Herstellung einer Kokille für Stranggießanlagen
mit als Formstücke ausgebildeten verschleißfesten Schichten
im Bereich der in einem Rahmen gehaltenen, miteinander ver
spannten und den Formhohlraum bildenden Wandplatten aus Kup
ferwerkstoffen, wobei die Formstücke an diese Wandplatten an
gebracht und/oder in diese eingepaßt sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Formstücke als Leisten aus einem ver
schleißfesten Material in/an den Kantenbereichen der Wand
platten durch Elektronenstrahlschweißen spaltfrei befestigt werden,
wobei die Schweißnähte eine vollständige metallurgische
Verbindung zwischen den Formstücken und den Wandplatten bilden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leisten in die Kantenbereiche der gegeneinandersto
ßenden Längs- und Querplatten der den Formhohlraum der
Kokille bildenden Wandplatten eingeschweißt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leisten in die Kantenbereiche der Querplatten ein
geschweißt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Formstücke als Leisten in die am
Austrittsende der Kokille befindlichen Kanten der den
Formhohlraum begrenzenden Wandplatten eingeschweißt wer
den.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Formstücke in die dem Gußstrang zugekehrten Flächen
der den Formhohlraum begrenzenden Wandplatten eingefügt
und mittels Elektronenstrahl eingeschweißt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Formstücke in den den Badspiegel umfassenden Bereich
der Wandplatten eingeschweißt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Formstücke keil- oder teilkeilförmig mit in Durch
laufrichtung des Strangs aufeinander zulaufenden Begren
zungsflächen ausgebildet werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die für die Formstücke vorgesehenen
Bereiche an und/oder in den Wandplatten spangebend aus
geformt, die Formstücke eingepaßt und anschließend die
eingepaßten Formstücke in und/oder an den Wandplatten
durch Elektronenstrahlschweißen metallurgisch mit den
Wandplatten verbunden werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß als Basiswerkstoff für die ver
schleißfesten Formstücke Molybdän verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Basiswerkstoff für die verschleiß
festen Formstücke Kupfer-Beryllium-Legierungen verwendet
werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Basiswerkstoff für die verschleiß
festen Formstücke hochfester Stahl verwendet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Basiswerkstoff für die verschleiß
festen Formstücke sogenannte Superlegierungen auf
Nickelbasis verwendet werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Basiswerkstoff für die verschleiß
festen Formstücke hochfeste Werkstoffe auf Eisenbasis
verwendet werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Basiswerkstoff für die verschleiß
festen Formstücke temperaturbeständige Gußwerkstoffe auf
Eisen-Nickel- oder Kobalt-Basis verwendet werden.
15. Nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 her
gestellte Kokille, gekennzeichnet durch in den Kanten
winklig gegeneinander stoßenden Längs- und/oder Quer
platten eingefügte und durch Elektronenstrahlschweißung
spaltenfrei befestigte Leisten aus einem verschleiß
festen Material.
16. Verstellkokille nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leisten aus verschleißfestem Material im Kanten
bereich der Querplatten durch Elektronenstrahlschweißung
befestigt sind.
17. Nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16
hergestellte Kokille, gekennzeichnet durch im Kanten
bereich der Längs- und Querplatten des Kokillenaus
trittsendes durch Elektronenstrahlschweißung befestigte
Leisten aus verschleißfestem Material.
18. Nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17 her
gestellte Kokille, gekennzeichnet durch im Flächenbe
reich der Längs- und Querplatten durch Elektronenstrahl
schweißung integrierte Formstücke aus verschleißfestem
Material.
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