DE343449C - Einstellvorrichtung fuer Bohrhaemmer - Google Patents

Einstellvorrichtung fuer Bohrhaemmer

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DE343449C
DE343449C DE1920343449D DE343449DD DE343449C DE 343449 C DE343449 C DE 343449C DE 1920343449 D DE1920343449 D DE 1920343449D DE 343449D D DE343449D D DE 343449DD DE 343449 C DE343449 C DE 343449C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B15/00Supports for the drilling machine, e.g. derricks or masts
    • E21B15/006Means for anchoring the drilling machine to the ground

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Description

Beim Auffahren von Strecken im Bergbau, bei Tunnelarbeiten u. dgl. war es seither üblich, die zur Sprengung erforderlichen Bohrlöcher von Hand herzustellen oder mittels Bohrhämmer von Hand zu bohren. Es wurden zu diesem Zweck auch schon Spannsäulen bekannt, die zwischen die Seitenwände gespannt werden und zur Aufnahme der Bohrhämmer dienen, wobei dann der Bohrhammer durch
ίο Mittel, wie Preßluft, selbsttätig vorgeschoben werden. Diese Verfahren sind jedoch sehr umständlich und zeitraubend; das erste ist außerdem noch für die Bergleute sehr anstrengend und gesundheitsschädlich, -erfordert dauernde Aufmerksamkeit, damit sich der Bohrer nicht klemmt, während das letztere Verfahren durch die Beschränkung des Arbeitsfeldes unwirtschaftlich ist, weil der Bohrhammer und die Säule nach jedem gebohrten Loch neu eingestellt werden müssen. Es treten dabei aber auch viele Störungen ein, wenn der Bohrmeißel beim Ansetzen abgleitet und sich dann klemmt und abbrechen kann infolge der starren Verbindung des Bohrhammers an der Spannsäule.
Diese Übelstände werden nun bei dem Gegenstand der Erfindung vermieden und ein erheblich einfacheres, leichteres und sicheres Arbeiten ermöglicht. Es können die Bohrarbeiten auch schon vor der beendeten Aufräumung des durch die vorhergegangene Sprengung erzeugten Schutzes begonnen werden. In der Hauptsache besteht nun der Gegenstand der Erfindung darin, daß der Bohrhammer an einer quer liegenden Spannsäule auf einer Art Drehscheibe verlagert ist, die auf dieser Spannsäule verschiebbar ist. Die Scheibe besitzt dabei einen verstellbaren Tragearm, auf dem eine drehbare Gabel angeordnet· ist, die zur Aufnahme des Bohrhammers dient. Der Bohrhammer ist dann gelenkig in dieser Gabel gelagert und kann somit vor jeden beliebigen Punkt des Ortsstoßes gebracht werden durch Verschieben der
Drehscheibe auf der Spannsäule und Verstellung des Tragearmes. Außerdem kann er auch durch die gelenkige Verlagerung in der drehbaren Gabel nach jeder Richtung geschwenkt werden.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in einer Ausführungsform beispeilsweise erläutert:
Abb. ι ist ein Querschnitt einer Strecke mit ίο der neuen Abbohrvorrichtung und
Abb. 2 ein senkrechter Längsschnitt von Abb. i.
Abb. 3 zeigt in etwas, größerem Maßstabe den Führungsbalken im Längsschnitt, L5 Abb. 4 in Draufsicht und Abb. 5 in Seitenansicht.
Abb. 6 ist eine Vorderansicht der Drehscheibe mit der Gabel,
Abb. 7 ein senkrechter Schnitt, Abb. 8 eine Seitenansicht, und
Abb. 9 und io sind Querschnitte von Abb. 6. Bei der Abbohrvorrichtung nach der Erfindung ist der Bohrhammer ι mit seiner selbsttätigen Vorschubeinrichtung 2, die von beliebiger Bauart sein kann, in einer Gabel 3 gelagert. Er besitzt zu diesem Zweck eine Schelle 4, welche mit einer Spannschraube S und zwei mit je einer schiefen Ebene 6 ausgebildeten Lagerstellen 7 versehen ist, in die zwei Zapfen 8 der Gabel 3 greifen. Diese Zapfen 8 werden ständig bajonettartig in Eingriff gehalten mittels zweiarmiger Hebel 9 und Federn 10, so daß der "Bohrhammer leicht und ohne besondere Betätigung der Lagerzapfen 8 in die Gabel 3 gedrückt werden und von selbst auch nicht herausfallen kann, was für die Aufstellung der Vorrichtung von wesentlichem Vorteil ist.
Die Gabel 3 ist nun ferner an einem Zapfen 11 einer Zahnstange 12 drehbar gelagert, welche in einer Drehscheibe 13 verschiebbar angeordnet ist, indem sie in ein mit einer Kurbel 14 versehenes Zahnrad 15 greift. Zur Sicherung und zum Festhalten der Zahnstange 12 ist dann eine Klinke 16 vorgesehen, die unter der Wirkung einer Feder 17 und durch Arme 18 mit einem Handhebel 19 in Verbindung steht. An der Drehscheibe 13 ist ferner nocK ein Handgriff 20 angeordnet, der in einen Zapfen 21 ausläuft und unter dem Druck einer Feder 22 steht sowie in eines der auf dem Stuhl 23 der Drehscheibe 13 verteilten Löcher 24 greift.
Der Stuhl 23 ist zugleich als Klemme ausgebildet, indem er ein Gegenstück 25 besitzt, das durch ein Scharnier 26 und eine Spannschraube 27 mit ihm verbunden ist. * Er kann dadurch auf der an sich bekannten Spannsäule 28 beliebig verschoben und festgespannt werden. Zur Verhinderung der Verdrehung auf der Spannsäule besitzt diese eine durchgehende Keilleiste 29, die in eine entsprechende fiut 30 des Stuhles 23 und des Gegenstückes 25 greift.
Durch diese Anordnung der Bohrhammerführung ist es nun ermöglicht, den ganzen Ortsstoß einer Strecke bearbeiten zu können, ohne daß zwischendurch deren Standpunkt verändert werden müßte, indem die Drehscheibe 13 auf dem Längsbalken 26 verschoben und der Bohrhammer 1 mittels der Zahnstange 12 in jeden beliebigen Abstand von -dem Längsbalken sowie auch durch die Drehscheibe 13 nach beiden Seiten desselben gebracht werden kann, während bisher nach jedem gebohrten Loch oder wenigstens nach jeder Reihe von Löchern die Bohrhammerführung ab- und dann wieder neu aufmontiert werden mußte.
Infolge der beweglichen Lagerung des Bohrhammers 1 in der Gabel 3 sowie der Gabel 3 auf der Zahnstange 12 können die Bohrlöcher auch in jeder Richtung bzw. Schräglage gebohrt werden, wodurch auch der Bohrhammer ι nicht zwangläufig geführt ist, sondem nur mit der Meißelspitze und in der Gabel 3 aufliegt, so daß ein Festklemmen des Meißels ausgeschlossen ist.
Anstatt eines Bohrhammers und einer Drehscheibe können natürlich auch zwei oder mehrere angeordnet sein.

Claims (3)

Patent-Ansprüche :
1. Einstellvorrichtung für Bohrhämmer, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrhammer an einer auf einer Spannsäule verschiebbar sitzenden Scheibe gelagert ist, welche drehbar ist und den Bohrhammer auf einem verstellbaren Tragearm trägt.
2. Einstellvorrichtung für Bohrhämmer ioo nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrhammer auf dem verstellbaren Tragearm allseitig gelenkig gelagert ist, indem letzterer eine drehbare Gabel besitzt, in welcher der Bohrhammer schwenkbar gelagert ist.
3. Einstellvorrichtung für Bohrhämmer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung des Tragearmes durch ein Zahnrad geschieht, welches in ent-. sprechende Zähne des Tragearmes greift und mittels einer Klinke verriegelt werden kann, so wie auch die Scheibe des Tragearmes ebenfalls verriegelbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1920343449D 1920-03-25 1920-03-25 Einstellvorrichtung fuer Bohrhaemmer Expired DE343449C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE343449T 1920-03-25

Publications (1)

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DE343449C true DE343449C (de) 1921-11-01

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ID=6245863

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