DE343441C - Maschinengeschuetz oder andere selbsttaetige Feuerwaffe, die verdeckt im Gelaende angeordnet ist - Google Patents
Maschinengeschuetz oder andere selbsttaetige Feuerwaffe, die verdeckt im Gelaende angeordnet istInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Maschinengeschütze und andere selbsttätige Feuerwaffen,
die verdeckt im Gelände angeordnet sind und aus der Ferne zur Bestreichung bestimmter
Geländeabschnitte gesteuert werden können. Das Maschinengeschütz ist mit seiner Lafette
auf einer Platte drehbar gelagert, die von einem Turm getragen wird,
welcher seinerseits auf einem Kolben ruht,
to der unter der Einwirkung einer im Boden des zur Aufnahme der Waffe bestimmten
Kastens zusammengepreßten Spiralfeder steht. Im Ruhezustande ist das Geschütz
mit dem Rohr nach unten gerichtet und wird' durch eine Klinke festgehalten, welche sich löst, wenn der Kolben durch
Fernsteuerung freigemacht, in dem Kasten emporsteigt, worauf das Geschütz in die
Feuerstellung schwingt, sich: in dieser Stellung mit der Lafette verriegelt und selbsttätig
das Feuer beginnt.
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dar.
Abb. ι veranschaulicht die erste Ausführungsform und zeigt in senkrechtem, achsialem Schnitt, teilweise in Außenansicht, die in Ruhe befindliche Waffe.
Abb. ι veranschaulicht die erste Ausführungsform und zeigt in senkrechtem, achsialem Schnitt, teilweise in Außenansicht, die in Ruhe befindliche Waffe.
Abb. 2 ist ein Schnitt nach Linie 2-2 der Abb. i.
Abb. 3 veranschaulicht die zweite Ausführungsform in ähnlicher Weise wie Abb. 1.
Abb. 4 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie IV-IV der Abb. 3, wobei die Waffe sich in Feuerstellung befindet, und
Abb. 4 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie IV-IV der Abb. 3, wobei die Waffe sich in Feuerstellung befindet, und
Abb. S ist ein Schnitt nach Linie V-V der Abb. 3,
Bei der Ausführungsform nach Abb. 1 und 2 ist das Geschütz α (in der Zeichnung
nur schematisch durch punktierte Linien angedeutet) bei a1 auf einer Lafette gelagert,
die von zwei seitlichen Wandungen b gebildet wird, welche bei &1 auf einer wagerechten
Platte c drehbar angeordnet sind. Mittels Stellschrauben bz kann man die
Höhenlage der Wandungen b mit Bezug auf die Vertikale regeln. Die Platte c ist mittels
Kugellagern c% leicht drehbar auf der Decke d1
eines Turmes ei montiert, der aus einer Gitterwerkkonstruktion
besteht. Die Platten d1 sind ausgebohrt, um das Geschütz beim
Schwingen um seine Achse α1, α.1 durchtreten zu lassen. Das Ganze ist in einem Kasten e
von geeigneter Form untergebracht. Der Turm<f ist auf einem Kolben/ montiert, der
auf dem Boden des Kastens e angeordnet ist und auf welchen eine starke Schraubenfeder g
einwirkt, die beständig das Geschütz aufwärts zu drücken sucht. Ein Riegel f- oder eine
Klinke o. dgl., der durch die Wandung des Kastens e hindurch in eine Kerbe der Kolbenwandung
eingreift, hält den Kolben in seiner untersten Hubstellung fest, wobei die Feder g
zusammengepreßt ist. Dieser Riegel f1 ist an den Kern eines Elektromagneten f2 angelenkt,
so daß, wenn man mittels eines elektrischen Leitungsdrahtes f einen Strom idurch den
Elektromagneten hindurchgehen läßt, der Kern angezogen wird und' der Riegel f1 den
Kolben f freigibt, der unter der Einwirkung der Feder g- kräftig nach oben geschleudert
wird, wobei er im Innern des Kastens e geführt wird.
Der Kasten e kann an bestimmten strategischen Punkten in der Erde vergraben
werden, und zwar in solcher Tiefe, daß er vollkommen verborgen ist, um feindlichen
Truppen, die während einer Verfolgung in dichten Massen vorrücken, den. Weg zu versperren,
und zwar beispielsweise an einer Stelle, die das Ende einer Brücke oder eines Engpasses eine Straßenecke o. dgl. beherrscht.
Durch den Leitungsdraht/3 kann die Steuerung der Feuerwaffe von einem entfernten
Beobachtungspunkte aus erfolgen, von wo man die Ankunft des nach Passieren der Aufklärungsleute
in geschlossenen Reihen anrückenden Feindes überwachen kann, so daß erst in diesem Augenblick das Hochgehen der
Waffe veranlaßt zu werden braucht.
. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sitzt das Geschütz α in Ruhestellung in dem Kasten
e, mit dem Lauf nach unten gerichtet. In dieser Stellung ist die Waffe durch eine
Klinke f verriegelt, die an die Oberfläche des Kolbens f angelenkt ist und unter der
Einwirkung einer Blattfeder f5 mit einem
Flansch a? am unteren Teile des Laufes in Eingriff gehalten wird. Eine Schraubenfeder
d~, die sich gegen den Turm d stützt, sucht beständig die Waffe zu veranlassen,
sich von der Verriegelungsklinke/4 zu befreien und sie in der Pfeilrichtung χ (Abb. 1)
um ihre Drehachse al· auf der Lafette b zu schwingen. Die Klinke fl wird von dem
Flansch a? gelöst, wenn das Schwanzstück f beim Aufwärtsgehen des Kolbens f im Kasten
e mit einer Blattfeder f in Eingriff tritt,
die in geeigneter Höhe auf der Innenwandung des Kastens e angebracht ist und in einer
Aussparung verschwinden kann, um den Kolben passieren zu lassen.
Wird der Kolben / durch die Feder g kräftig nach oben geschleudert, so hebt das an
dieser Aufwärtsbewegung teilnehmende Geschütz mit seinem Bodenstück den Deckel e1
des Kastens e, verläßt den Kasten und befindet sich nunmehr oberhalb der Erde. Der
Kolben/ wird in bestimmter Höhe durch einen Anschlag aus Kautschuk e2 angehalten.
Sobald die Klinke fl den Flansch a? des Laufes freigegeben hat, schwingt letzterer
unter der Einwirkung der Feder d2 auf seiner Lafette b um seine Achse al·, und ein federnder
Daumen α.3 auf der hinteren Fläche des Bodenstückes greift in einen Haken bs an einem
entsprechenden Punkte der Lafette b ein. In diesem Augenblick schlägt ein Organ al·, welches
den Feuermechanismus der Waffe steuert (Abzug usw.) gegen einen Knopf aus Kautscliuk,
eine Kurve, eine schiefe Ebene o.dgl. &*,
die dem Organ al· gegenüber angeordnet ist, so daß die Waffe selbsttätig zu feuern beginnt.
Die Lafette b erhält vorteilhaft ein Profil, welches sich genau dem des entsprechenden
Teiles der Waffe anschmiegt, der auf ihr ruhen soll. Die Stellschrauben b2 der
Lafette .ermöglichen eine genaue Einstellung der Ebene, in welcher die Waffe feuert. Letztere
erfährt während des Feuerns eine seitliehe Winkelverschiebung, so daß sie eine
Zone von regelbarer Weite bestreichen kann. Dies wird· auf folgende Weise erreicht: In
die Innenfläche der Platte c ist ein Zahnkranz c2 eingeschnitten, mit welchem ein Ke-
gelraah in Eingriff steht, das auf eine im Turm d gelagerte wagerechte Achse i aufgekeilt
ist. Auf dieser Achse i sitzen lose zwei Kegelräder i1, i2, die mit zwei Zahnrädern j
und k in Eingriff stehen, welche horizontal auf Achsen aufgekeilt sind, von denen eine
von der Decke d1 des Turmes d und die andere
von einer Konsole ds getragen wird. Das Kegelrad k ist an einem Zahnrad k1 befestigt,
welches mit einem Zahnrad I in Eingriff steht. Eine starke Spiralfeder I2, die in einem Kasten
Z1 untergebracht ist, ist mit einem ihrer
Enden an der Wandung des Kastens V- und mit dem anderen Ende an der Achsel befestigt,
auf welche das Zahnrad I aufgekeilt ist; diese Feder I2 ist stark gespannt und sucht
das Rad Is und somit auch das Zahnrad k zu
drehen; die Auslösung der Feder I2 wird auf
irgendeine geeignete Weise selbsttätig bewirkt, sobald die Waffe α sich in der Feuerstellung
auf ihrer Lafette b verriegelt.
Die beiden Zahnräder i1 und i2, die lose auf
der Welle i sitzen und sich nach entgegengesetzten Richtungen drehen, können abwechselnd
mit der Wellet gekuppelt werden. Zu diesem Zwecke sind auf der Welle i mittels
langer Feder und Nut zwei Kupplungsmuffen ml· und w? montiert, die sich in der
Längsrichtung versdiieben können und dazu dienen, mit den entsprechenden Kupplungsmuffen,
die mit den Zahnrädern i1 und i2 fest
verbunden sind, in Eingriff zu treten. Die Längsverschiebung der Muffen ml· und in2
wird durch einen gekröpften Hebel η bewirkt, der sich in einer Horizontalebene um eine
vertikale Achse n1 drehen kann, welche von der Decke d1 des Turmes d getragen wird.
Eins der Enden dieses Hebels η greift gabelförmig
in einen an den beiden Muffen ml·, mz
befestigten Ring» ein, während das andere Ende n2 des Hebels η sich bis zu einer Führung
erstredet, die von einer kreisförmig ge-
bogenen Stange gebildet wird, welche an der Platte c aufgehängt ist und auf welcher an
regelbaren Punkten auswechselbar Läufer o1, o° befestigt sind. Die Verschiebung der
Muffen m1, m2 ist derart geregelt, daß eine
von ihnen stets mit der Kupplungsmuffe eines der Zahnräder i1 oder i% gekuppelt ist; das
eine oder andere dieser Zahnräder i1, i2 ist infolgedessen
fest mit der Welle i verbunden.
to Beim Ausschwingen in die Feuerstellung
löst das Geschütz α die Spiralfeder l", die bei
ihrer Ausdehnung das Zahnrad I und demzufolge die Räder k1, k, i1, i2 und / in Umdrehung
versetzt. Ist in diesem Augenblick das Zahnrad i1 mit der Welle i gekuppelt, so setzt
diese unter Vermittlung des Zahnrades h und des Zahnbogens c- die Platte c in einer horizontalen
Ebene in gewissem Sinne, beispielsweise in der Richtung des Pfeiles x1- (Abb. 2)
in Umdrehung; das freie Ende«-2 des Hebels η
wird hierbei von dem Läufer o2 der Führung 0 angeschlagen, die an der Drehbewegung der
Platte c teilnimmt. Der Hebel η schwingt um seine Achse n1 und verschiebt die Muffen m1,
m, m2 der Welle i entlang; die Muffe m1 wird
entkuppelt und die Muffe«2 wird mit dem Zahnrad i2 gekuppelt, welches, mit der Welle i
fest verbunden, die Welle i und demgemäß auch das Zahnrad h und die Platte c in umgekehrtem
Sinne, nämlich in der Richtung des Pfeiles x2 (Abb. 2), in Umdrehung versetzt.
Nach einer gewissen Winkelverschiebung schlägt der Läufer o1 gegen das Ende n2 des
Hebels n, dreht letzteren, entkuppelt die Muffe m2 und kuppelt die Muffe w1. Die
Platte c mit der Waffe α dreht sich nunmehr in entgegengesetztem Sinne (Pfeilrichtung χ1),
bis der Läufer o2 von neuem gegen den Arm μ2 des Hebels η schlägt. Diese abwechselnde
Winkelbewegung dauert an, bis die Spiralfeder I2 gänzlich entspannt ist.
Die Waffe erhält somit eine abwechselnde Winkelverscliiebung, wobei sie eine Zone bestreichen
kann, deren Wei^e man durch Einstellen der Läufer ol und o2 auf der Führung 0
regeln kann.
Abb. 3, 4 und 5 veranschaulichen eine zweite Ausführungsform der Erfindung, die eine andere
Vorrichtung zum Steuern der Seitenstreuung der Feuerwaffe und zum Regeln der Vertikalfeuerebene aufweist.
Die Feuerwaffe 1 ist mittels zweier Ohren 2 (Abb. 4) an einer Gelenkachse 5 aufgehängt,
die starr auf den Armen 4 einer Platte 3 befestigt ist, so daß die Feuerwaffe auf ihrer
Lafette schwingen kann. Die Lafette-besitzt
auf ihrer Unterseite eine Rippe 6, die mittels eines Zapfens 8 an eine Gabel 7 angelenkt ist,
so daß die Platte 3 die für die Regelung der Vertikalfeuerebene erforderliche Neigung einnehmen
kann. Diese Neigung ist mittels zweier Stangen 9,9 einstellbar, welche mit
Rechts-bzw. Linksgewinde versehen sind, und auf welche eine Mutter 10 mft entsprechenden
Gewinden aufgeschraubt ist, so daß die beiden Stangen 9, 9 einander genähert oder vonein-' ■
ander entfernt werden können. Eine dieser Stangen ist mit einer Muffe 11 der Platte 3
durch eine Achse 12 verbunden, während die andere Stange mit einer an der Gabel 7 befestigten
Muffe 13 durch -eine Achse 14 verbunden
ist.
Die Gabel 7 ist auf eine vertikale Welle 15
aufgekeilt, die mit ihrem unteren Ende auf dem Boden des Kolbens 16 unter Vermittlung
eines Kugellagers 17 auf ruht und in ihrem oberen Teile von einem Halslager 18 geführt
wird. Dieses Halslager 18 steht mit dem Kolben 16 durch eine Anzahl Stangen 19 in fester
Verbindung. Das Ganze ist in einem Kasten 20 untergebracht, der mit Führungen 21
(Abb. s) versehen ist, welche in Nuten der Kolbenwandung eingreifen. Der Boden des
Kastens 20 wird von einem Widerlager 22 für die Feder 25 gebildet, das durch Rippen 24
mit einem Ring 23 fest verbunden ist. Die Feder 25 bleibt so lange zusammengepreßt, als
der Kolben auf dem Boden des Kastens festgehalten wird. Letzteres wird auf folgende
Weise bewirkt: An die Rippen 24 des Widerlagers 22 ,sind bei 27 Hebel 26 angelenkt,
welche Ansätze 28. besitzen, die auf Flanschen
29 des Kolbens 16 auf ruhen und eine Neigung besitzen, welche infolge der durch die Feder
25 auf den Kolben 16 ausgeübten Wirkung die Hebel 26 zwingt, nach innen zu schwingen
und somit den Kolben freizugeben. Wenn der Kolben sich auf dem Boden des Kastens
befindet, können die Hebel 26 nicht schwingen, denn sie werden hieran durch die Platte
30 verhindert, gegen welche sie sich mit ihrem freien Ende legen. Die Entriegelung der Hebel
26 erfolgt nun auf folgende Weise: Auf dem Widerlager 22 ist ein Elektromagnet 31
befestigt, dessen Kern 32 mit der Platte 30 ans einem Stück besteht. Dieser Kern wird
aufwärts gezogen, wenn .man den Stromkreis der Spule 33 des Elektromagneten .durch einen
Fernkontakt 34 schließt. Die Spule 33 wird erregt durch eine kleine Akkumulatorenbat- no
terie 35.
Man könnte auch den Kontaktschluß durch einen Antrieb mittels Hertzscher Wellen herbeiführen.
Wird die Platte 30 gehoben, so können die Hebel 26 nach innen schwingen, und die Ansätze 28 geben die Flansche 29
frei, so daß der Kolben 16 unter der Einwirkung der Feder 25 aufwärts getrieben werden
kann, bis das obere Ende des Kolbens gegen elastische Anschläge 36 stößt. In diesem
Augenblick haken sich Klinken 37, die von am Kolben befestigten Bandfedern getragen wer-
den, über den oberen Rand des Kastens und verhindern somit ein Zurückfallen der hochgehobenen
Teile. Sobald die Feuerwaffe ι den Kasten 20 verlassen hat, schwingt sie
unter der Einwirkung der Feder 38 um die Achse 5 der Lafette und gelangt in Feuerstellung.
In dieser Stellung wird sie durch Ansätze 39 festgehalten, die am hinteren Ende der Waffe angebracht sind und sich unter
Flansche 40 haken, die durch Bandfedern mit der Lafette verbunden sind.
Während sich so die Waffe in Feuerstellung begibt, schlägt ein Abzug 41 gegen einen
Knopf 42 der Lafette, wodurch die Waffe selbsttätig zu feuern beginnt. Die Waffe
empfängt dann eine Winkelbewegung, um die Feuerzone bestreichen zu können. Dies geschieht
folgendermaßen: Auf dem oberen Ende des Kolbens 16 ist ein Kasten 43 befestigt,
der eine Spiralfeder 44 enthält, welche einerseits am Kasten und anderseits an einer
auf Kugeln im Kasten rollenden Achse 45 befestigt ist. Auf den oberen Teil dieser Achse
ist ein Schaltrad 46 aufgekeilt (Abb. 5), welches mit einer Klinke 47 in Eingriff steht, die
auf einem Zahnrad 48 befestigt ist, welches lose auf der Achse 45 des Schaltrades sitzt.
Dieses Zahnrad 48 greift in ein Zahnrad 49 ein, das auf eine Achse aufgekeilt ist, welche
auf Kugeln in einem mit dem Kolben 16 aus einem Stück bestehenden Lager 50 rollt. Auf
diesem Zahnrad 49 ist ein Hebel 51 befestigt, auf welchem eine Kulisse 52 einstellbar ist;
diese trägt einen Zapfen, der durch eine Stange 53 mit einem Zapfen des auf die Vertikalwelle
15 aufgekeilten Hebels 54 verbunden ist.
Solange der Kolben 16 sich auf dem Boden des Kastens 20 befindet, wird die Drehbewe-
4-0 gung des Zahnrades 48 und des Zahnrades 49
dadurch verhindert, daß die Stange 53 und der Hebel 54 sich gegen die Innenwandung
des Kastens 20 legen. Verläßt die Waffe den Ka'sten, so wird die vorher gespannte Spiralfeder
44 freigegeben und kann unter Vermittlung des Schaltrades 46 und der Klinke 47 dem Zahnrad 48 eine Drehbewegung erteilen,
welches diese Bewegung auf das Zahnrad 49 und demgemäß auf den Hebel 51 überträgt.
Letzterer erteilt unter Vermittlung der Kulisse 52, der Stange 53 und des Hebels 54 der
Welle 15 und somit der Lafette und der Waffe
eine abwechselnde Winkelbewegung, da der Radius des Hebels 51 kleiner ist als der Radius
des Hebels 54. Man kann den Ausschlagwinkel der Bestreichungszone der Waffe
verringern oder vergrößern, indem man die Kulisse 52 auf dem Hebel 51 verschiebt, so
daß sein Radius kleiner oder größer wird, ohne jedoch jemals die länge des Hebels 54
zu überschreiten.
Um den Ausgangspunkt des Bestreichungswinkels regulieren zu können, ist die Welle 15
mit einer Kupplungsvorrichtung 55 versehen, welche eine Winkelverschiebung der Lafette
mit Bezug auf die Welle 15 gestattet, ohne daß die Hebel 51, 53, 54 verschoben werden.
Man kann der Waffe eine abwechselnde Winkelverschiebung auch auf jede andere geeignete
Weise erteilen. Man könnte ihr auch eine ununterbrochene Kreisverschiebung zuerteilen,
mit einer langsameren Drehbewegung in 'der Zone, welche besonders bestrichen werden
soll, und mit einer beschleunigteren Bewegung während des Restes der Verschiebung,
zum Zwecke, den Feind daran zu verhindern, sich unter Vermeidung der bestrichenen
Zone der Waffe von hinten zu nähern, um sich ihrer zu bemächtigen und ihre Tätigkeit einzustellen.
Die Spiralfeder kann auch durch jedes andere Mittel .zum Erzielen der Winkelbewegung
der Waffe ersetzt werden. Man kann auch verschiedene Änderungen bezüglich der Vorrichtung zum Fernsteuern der Ausrükkung
des das Ganze im Kasten tragenden Kolbens* vornehmen. Auch kann man die Schraubenfeder,
welche dazu bestimmt ist, die Waffe auf ihrer Lafette zu schwingen, um sie beim Verlassen des Kastens in Feuerstellung zu
bringen,- durch jedes andere Mittel ersetzen.
Man kann das neue System mit einer Zeitbombe kombinieren, deren Zünder derart eingestellt
ist, daß er die Explosion und demgemäß die Zerstörung der Waffe herbeiführt,
sobald ihre Munition erschöpft ist.
Claims (7)
1. Maschinengeschütz oder andere selbsttätige Feuerwaffe, die verdeckt im Gelände
angeordnet ist, und aus der Ferne zur Bestreichung bestimmter Geländeabschnitte gesteuert werden kann, dadurch
gekennzeichnet daß das Geschütz (α) mit seiner Lafette (&) auf einer Platte (c)
drehbar gelagert ist, die von einem.Turm
(d) getragen wird, welcher seinerseits auf einem Kolben (f) ruht, der unter der Einwirkung
einer im Boden des zur Auf- n° nähme der Waffe bestimmten Kastens (e)
zusammengepreßten Schraubenfeder (g) steht und im Ruhezustände mit dem Lauf
nach unten gerichtet durch eine Klinke (/*) festgehalten wird, welche sich löst,
wenn der Kolben (/), durch Fernsteuerung freigemacht, in dem Kasten (e) emporsteigt,
worauf die Feuerwaffe in die Feuerstellung schwingt, sich in dieser Stellung mit der Lafette verriegelt, und selbsttätig
das Feuer beginnt.
2. Maschinengeschütz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der das Geschütz tragende Kolben (f) in der unteren
Stellung durch einen Riegel oder eine Klinke (f1) festgehalten wird, die durch
einen aus der Ferne zu steuernden Elektromagneten ausgelöst werden kann.
3. Maschinengeschütz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine
selbsttätige Seitenstreuung bewirkende abwechselnde Winkelverschiebung der Tragplatte (c) durch ein Kegelrad (/;) hervorgerufen
wird, welches in eine Verzahnung (c2) . der Platte (c) eingreift und
durch ein Wendegetriebe (i1, i2, j, k, k1,1)
abwechselnd eine Drehbewegung in dem einen, dann in dem anderen Sinne erhält, wobei der Antrieb durch eine Spiralfeder
(Z2) erfolgt, die sich selbsttätig entriegelt, wenn das Geschütz, nachdem es in die
Feuerstellung geschwungen worden ist, sich mit seiner Lafette verriegelt hat.
4. Maschinengeschütz nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Waffe eine ununterbrochene Kreisverschiebung erhält mit einer langsameren Drehbewegung in der zu verteidigenden ,
Zone, und einer schnelleren Drehbewegung in dem Rest ihrer Verschiebung.
5. Maschinengeschütz nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die abwechselnde
Winkelverschiebung der Waffe durch zwei Hebel (51, 54) bewirkt wird,
die durch eine Stange (53) miteinander verbunden sind, und von welchen der kürzere (51) durch eine Spiralfeder (44) eine
Drehbewegung erhält, während der längere Hebel (54), der auf die die Lafette drehende Welle (15) aufgekeilt ist, eine
abwechselnde Winkelbewegung erhält.
6. Maschinengeschütz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Regelung
der Schwingungsweite der Waffe die relative Länge der beiden Hebel (51, 54)
veränderlich ist.
7. Maschinengeschütz nach Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß' die
Regelung des Drehungsradius des Hebels (51) durch eine Kulisse (52) bewirkt werden
kann, die dem Hebel (51) entlang einstellbar ist und einen Zapfen trägt, an
welchen die Verbindungsstange (53) der Hebel (51 und 54) angelenkt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR147673X | 1917-11-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE343441C true DE343441C (de) | 1921-11-03 |
Family
ID=8875375
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920343441D Expired DE343441C (de) | 1917-11-29 | 1920-05-04 | Maschinengeschuetz oder andere selbsttaetige Feuerwaffe, die verdeckt im Gelaende angeordnet ist |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE343441C (de) |
| FR (1) | FR493773A (de) |
| GB (1) | GB147673A (de) |
-
1917
- 1917-11-29 FR FR493773A patent/FR493773A/fr not_active Expired
-
1920
- 1920-05-04 DE DE1920343441D patent/DE343441C/de not_active Expired
- 1920-07-08 GB GB19655/20A patent/GB147673A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB147673A (en) | 1921-03-10 |
| FR493773A (fr) | 1919-08-21 |
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