DE433817C - Verzoegerungsvorrichtung fuer Maschinengewehre - Google Patents

Verzoegerungsvorrichtung fuer Maschinengewehre

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DE433817C
DE433817C DES68896D DES0068896D DE433817C DE 433817 C DE433817 C DE 433817C DE S68896 D DES68896 D DE S68896D DE S0068896 D DES0068896 D DE S0068896D DE 433817 C DE433817 C DE 433817C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A19/00Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
    • F41A19/03Shot-velocity control

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Verzögerungsvorrichtung für Maschinengewehre, das heißt eine Vorrichtung, die die hin und her gehende Bewegung des Rückstoßkolbens des Maschinengewehrs in einer Richtung in der Art beeinflußt, daß sich dadurch eine .^bestimmte Feuergeschwindigkeit einstellen läßt.
Die im nachstehenden beschriebene Verzögerungsvorrichtung ist in der Weise angeordnet, daß der hin und her gehende Maschinenteil nach seiner Rückwärtsbewegung durch eine Vorrichtung festgehalten wird, die seine Vorwärtsbewegung in der Weise verzögert, daß sie ihn während einer bestimmten Zeit in der zurückgezogenen Stellung hält und ihn danach freigibt, so daß er wieder in seine vordere Stellung zurückkehren kann. Bei bekannten Verzögerungsvorrichtungen dieser Art speichert die betreffende Vorrichtung bei der Beendigung des Rückgangs des hin und her gehenden Maschinenteils Energie auf und verwendet dieselbe danach zur Verzögerung der Vorwärtsbewegung des hin und her gehenden Maschinenteils und gibt ihn danach wieder frei. Die verzögernde Wirkung wurde dabei in verschiedener Weise ausgeübt, zum Beispiel durch entgegenwirkende Federn, ein Trägheitssystem, eine Ankerhemmung o. dgl. Xach der Erfindung enthält die Verzöge^ rungsvorrichtung als Verzögerungsorgan eine Scheibe, die durch den hin und her gehenden Maschinenteil gegen die Wirkung einer Feder in Umdrehung versetzt und danach durch die Feder wieder in ihre Anfangsstellung zurückgeführt wird.
Zum Verzögern der Feuergeschwindigkeit ist bereits eine .Schwungscheibe vorgeschlagen worden, die durch einen hin und her gehenden Teil des Rückstoßkolbens in hin und her gehende Bewegung versetzt wird und dabei eine Rückzugfeder spannt. Diese Verzögerungsvorrichtung wirkt aber nicht auf den Rückstoßkolben, sondern auf eine Verriegelung des Hammers, dessen Bewegung auf diese Weise verzögert wird. Der Rückstoßkolben geht dabei nach dem durch das Abfeuern des Schusses erfolgten Rückstoß wieder zurück und führt dabei eine scharfe Patrone in den Lauf ein, die bis zur Freigabe des Hammers durch die .Verzögerungsvorrichtung in dem Lauf verbleiben muß. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß bei einer starken Erwärmung des Laufes die Hitze ein vorzeitiges Losgehen des Schusses bewirken und so zu Unglücksfällen Veranlassung geben kann. Beim Erfindungsgegenstand ist dieser .Machteil dadurch vermieden, daß die Verzögerungsvorrichtung unmittelbar auf den Mechanismus des Rückstoßkolbens einwirkt und dessen Bewegung nach vorn \'erzögert. Das Einführen der Patrone in den Lauf, die A'erriegelung und das Abfeuern erfolgt also erst unmittelbar aufeinanderfolgend, nachdem der Rückstoßkolben nach Ablauf der Verzögerungszeit freigegeben worden ist. Da auf diese Weise die Patrone erst unmittelbar vor dem Abfeuern in den Lauf eingeführt wird, können Unglücksfälle durch vorzeitiges Losgehen nicht erfolgen.
Es ist auch schon eine Verzögerungsvorrichtung vorgeschlagen worden, bei der eine Scheibe unmittelbar auf den Mechanismus des Rückstoßkolbens wirkt, jedoch soll bei dieser keine Schwungscheibe zur Verwendung kommen, die, wie beim Erfindungsgegenstand, durch ihre Trägheit wirkt, sondern eine Ankerhemmung, die die Bewegung der Scheibe regelt. Abgesehen davon, daß diese Vorrichtung sehr verwickelt und daher wenig betriebssicher ist, ist mit dieser Ver- 8.· zögerungsvorrichtung nur die eine Feuergeschwindigkeit möglich, für die die Ankerhemmung eingestellt ist. Eine Änderung der Feuergeschwindigkeit wäre höchstens durch eine Abänderung der Ankerhemmung zu erreichen. Mit der Schwungscheibe, die durch
ihre Trägheit wirkt, läßt' sich dagegen, wie aus der nachstehenden Beschreibung ersichtlich wird, die Feuergeschwindigkeit in weiten Grenzen regeln.
Die Verzögerungsvorrichtung nach der Erfindung hat außerdem noch den Vorzug, daß sie äußerst einfach und daher betriebssicher ist.
Weitere Merkmale der Erfindung sind folgende:
Der hin und her gehende Maschinenteil wird am Ende seiner Rückwärtsbewegung durch eine Klinke angehalten, die während der Zeit, in der sich die Scheibe dreht, angehoben ist, sich jedoch wieder senkt, sobald die Scheibe in ihrer Anfangsstellung zur Ruhe kommt.
Die Scheibe wird durch einen Schwinghebel angetrieben, auf den der hin und her gehende Teil beim Rückstoß trifft.
Der Schwinghebel ist auf einer Achse angebracht, durch deren Verstellung die Lage des Schwinghebels zu dem hin und her gehenden Teil verändert werden kann. Auf diese Weise wird die Stärke der auf die Scheibe übertragenen Bewegung bis zum Grenzwert Null verändert. Die Zwischenstellungen des Hebels entsprechen den verschiedenen Feuergeschwindigkeiten.
Um ein Abgeben einzelner Schüsse zu ermöglichen, ist die normale Abzugstange mit einem angelenkten Daumen versehen, der nach dem Zurückziehen des Drückers in einen Einschnitt der Scheibe eintritt und diese in einer Stellung festhält, in die sie durch den hin und her gehenden Teil gebracht wurde und in der sie die Klinke in angehobener Stellung und im Eingriff mit dem hin und her gehenden Teil hält. Beim Loslassen des Drückers gibt der Daumen die Scheibe frei, worauf diese die Klinke freigibt, die sich alsdann senkt und den hin und her gehenden Teil losläßt. Dieser wird jedoch von der Abzugstange, die sich beim Loslassen des Drückers hebt, noch festgehalten, so daß def nächste Schuß erst losgeht, wenn der Drücker wiederum niedergedrückt wird.
Die Achse des Sich,erungshebels verhindert in einer bestimmten Stellung das Einfallen des Daumens in den Einschnitt der Scheibe. In einer anderen Stellung verhindert sie jede Bewegung des Drückers, so daß das Maschinengewehr gesichert ist. In einer dritten Stellung übt sie überhaupt keine Wirkung auf den Daumen oder den Drücker aus und ermöglicht alsdann das Abgeben einzelner Schüsse.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in den Zeichnungen dargestellt.
Es ist hierbei angenommen, daß die Erfindung an einem Gasdrucklader angebracht ist, bei dem der hin und her gehende Maschinenteil, dessen hin und her gehende Geschwindigkeit geregelt werden soll, aus einem Kolben besteht, der durch die Ausdehnungskraft der Pulvergase nach rückwärts getrieben und durch eine Feder wieder vorgebracht wird.
In den Zeichnungen ist:
Abb. ι eine Ansicht der Verzögerungsvorrichtung in der Stellung, die sie bei verzögertem Schießen einnimmt,
Abb. 2 eine Aufsicht auf diese Vorrichtung,
Abb. 3 eine Ansicht, bei der die vordere Schloßwand fortgenommen und die Klinke heruntergedrückt ist,
Abb. 4 eine Ansicht derselben Teile, bei der die Klinke gehoben ist und den Kolben festhält,
Abb. 5 ein Schnitt nach der Linie V-V der Abb. I1
Abb. 6 ein Schnitt in der Art der Abb. 3, bei dem sich die Teile in der Stellung befinden, die sie beim Abgeben einzelner Schüsse einnehmen,
Abb. 7 eine Ansicht der Verzögerungsvorrichtung in der Stellung für schnelles Schießen, bei dem die Verzögerungsvorrichtung außer Tätigkeit ist,
Abb. 8 eine Ansicht derselben Teile bei abgenommener vorderer Schloßwand,
Abb. 9 eine Ansicht des Drückers in Sicherungsstellung.
Die Vorrichtung nach der Erfindung enthält als wesentlichsten Teil eine zylindrische Scheibe 1 (Abb. 2, 3) mit einer Ringnut 2 und einer senkrecht zu der letzteren in der Richtung einer Erzeugungslinie angeordneten Ausnehmung 3 von bestimmter Form. Die Scheibe 1, deren Masse so groß bemessen ist, daß sie eine Schwungscheibe bildet, enthält in einer mittleren Ausdrehung 4 (Abb. 5) eine Schraubenfeder 5, die mit ihrem einen Ende 6 in einer Bohrung 7 in der Wand der Ausdrehung befestigt ist und deren anderes Ende 8, das sich gegen einen Stift 9 der Scheibe 1 anlegt, auf einer Schulter ga des Schloßkastens ruht. Auf der anderen Seite der Schwungscheibe 1 befindet sich ein Zapfen 10, der.als Mitnehmer dient, um die Scheibe um eine Achsen zu drehen. Auf dieser Achse befindet sich eine Kappe 12, deren "Nabe 13 auf einem exzentrischen Zapfen 14 einen schwingbaren Hebel 15 trägt. Der Kolben P trifft beim Rückstoß auf eine Nase 16 dieses Hebels und erteilt ihm dadurch eine Rückwärtsbewegung.
" Die Stellung des Hebels 15 hängt infolge der Exzentrizität des Zapfens 14 von der Stellung ab, in der die Kappe 12 durch einen Federbolzen 17 gehalten wird. Zur Befestigung der Kappe 12 in der Seitenrichtung befinden sich auf der Nabe 13 zwei Zungen 18,
die, wenn sie sich in ihrer Stellung befinden, zwischen sich und der Scheibe 19 der Kappe die betreffende Schloßwand 20 einschließen und so eine seitliche Verschiebung der Kappe verhindern. Für das Zusammenbauen sind in der Schloßwand außer einer kreisförmigen Ausnehmung 21 für die Durchführung der Nabe noch zwei den Zungen 18 entsprechende Ausschnitte 22 vorgesehen (Abb. 7). Die Bewegung des Hebels 15 nach vorn wird durch einen Anschlag 23 an der Schloßwand begrenzt. In der Schloßwand befinden sich zwei mit L und R bezeichnete Löcher, in die der Federbolzen 17 einfällt, je nachdem die Kappe 12 ihre äußerste Vorwärts- oder Rückwärtsstellung einnimmt. Damit diese Stellungen nicht überschritten werden können, ist am Rande der Scheibe 19 ein sektorförmiger Ausschnitt 29 vorgesehen, dessen beide Enden 27 bzw. 28 in den äußersten Stellungen an der Achse des Sicherungshebels zur Anlage kommen.
Der in gewöhnlicher Art ausgeführte Drücker 30 besitzt einen Vorsprung 24 (Abb. 9) und eine Verlängerung 31, an dem mittels einer hohlen Well« 32 die Abzugsstange 33 angelenkt ist. Diese besitzt außer ihrer Nase 34 eine Ausnehmung 35, gegen die sich das Ende 36 einer Feder 37 stützt. Diese drückt die Spitze 38 eines Daumens 39 nach vorn. Mittels eines Zapfens 41 am oberen Teil 40 (Abb. 2) des Daumens 39 ist dieser an die Abzugstange 33 angelenkt. Der Daumen ist außerdem noch mit einem Finger 25 von bestimmtem Profil verbunden. Eine Feder 42, deren eines Ende bei 43 mit der Abzugstange 33 verbunden ist, während ihr anderes Ende in einer Ausnehmung 44 an der hinteren Schloßwand liegt, sucht die Nase 34 dauernd in gehobener Stellung zu halten.
Der Drücker 30 ist zusammen mit der Abzugstange 33 um eine im Schloßkasten gelagerte Achse 45 schwingbar, die durch die hohle Achse 32 hindurchgeht und deren etwas aus dem Teil 31 vorspringende Enden in Nuten 46 (Abb. 1 und 2) einschiebbar sind, die sich an der inneren Seite des Schloßkastens befinden. Diese Anordnung ermöglicht das Zusammenbauen vor dem Anbringen der Achse 45.
Eine Bewegung des Drückers ist nur dann möglich, wenn eine von zwei Abflachungen 47 (Abb. 9) der Achse 48 des Sicherungshebels dem Vorsprung 24 des Abzugs 30 gegenübersteht und den Vorsprung durchläßt. In den anderen Stellungen der Achse 48 stößt der Vorsprung 24 gegen diese, so daß der Drücker 30 und damit auch die Abzugstange ^2> in gehobener Stellung verriegelt sind. Die Welle 48 des Abzughebels trägt außerdem noch einen Nocken 49, der auf den Finger 25 des Daumens 39-wirkt. Diese Welle wird seitlich durch einen Verbindungszapfen 50 (Abb. 7) gehalten. Die Schloßwand besitzt einen Ausschnitt 51, durch den beim Zusammenbauen der Nocken 49 und der Zapfen 50 hindurchgeführt werden.
Am Ende der Welle 48 ist ein Arm 52 mit einem Knopf 53 angebracht, mittels dessen die Welle in drei verschiedenen Stellungen festgestellt werden kann. Hierzu kann ein Stift 54 des Knopfes 53 in drei mit C, A und 5 bezeichnete Rasten an der Außenseite des Schloßkastens einfallen.
An der Vorderseite der Vorrichtung befindet sich eine um eine Achse 55 am Schloßkasten schwingbare Klinke 54, die außer ihrer Nase 57 noch am Ende 56 ein Rädchen 58 trägt, das dauernd am Rande der Schwungscheibe ι anliegt und durch eine Schrauben- So feder 60, die auf ihre Verlängerung 59 wirkt, gegen dieselbe angedrückt wird. Das untere Ende der Schraubenfeder liegt in einer Bohrung 61 des Gehäuses und das obere Ende in einer Bohrung 62 der Verlängerung 59.
Die Nase 57 befindet sich so lange in Verriegelungsstellung, als das" Rädchen 58 auf dem Umfang der Scheibe 1 liegt, tritt aber aus dieser zurück, wenn das Rädchen in die Ausnehmung 3 einfällt. Letztere ist so ge- go formt, daß sie imstande ist, dem Rädchen eine Aufwärtsbewegung zu erteilen.
Das Profil der Nase 57 der Klinke 54 und das Profil der entsprechenden Rast im Kolben P sind so ausgestaltet, daß die Nase 57 durch die Vorwärtsbewegung des Kolbens stets nach unten gedruckt wird.
Wie bereits ausgeführt, ermöglicht die Verzögerungsvorrichtung neben ihrer Wirkung als Sicherung das Abgeben einzelner 10c Schüsse sowie auch eine langsame und eine große Feuergeschwindigkeit.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise sollen nacheinander die verschiedenen Arbeitsweisen der Verzögerungsvorrichtung erörtert werden.
i. Verzögerte Feuergeschwindigkeit (Abb. 1). Der Federbolzen 17 der Kappe 12 wird auf L und der Stift des Hebels 53 auf A gestellt, so daß also die Welle des Sicherungshebels 48 den Vorsprung 24 des Drückers 30 durchläßt, dagegen ein Einfallen der Nase 38 des Daumens 39 in die Schwungscheibe 1 verhindert. Der Drücker wird in der Abzugstellung gehalten und so ng verhindert, daß die Nase 34 der Abzugstange die Bewegung des Kolbens beeinflußt. Bei seiner auf den Schuß folgenden Rückstoßbewegung stößt der Kolben P mit seiner Schulter p gegen die Spitze 16 des Hebels 15 iao und nimmt diesen bis zum Ende seines Hubes mit. Der Hebel 15 erteilt mittels des Zapfens
2. .Einen Apparat, der ein selbsttätiges Schießen mit Verzögerung, ein Abgeben einzelner Schüsse und die Sicherung ermöglicht.
3. Einen Apparat, wie er vorstehend beschrieben wurde, der ein selbsttätiges Schießen mit Verzögerung, ein Abgeben einzelner Schüsse, ein Schießen mit großer Feuergeschwindigkeit und das Sichern ermöglicht.
Die Ausgestaltung und die Anordnung der ίο einzelnen Teile zueinander ermöglichen ein schnelles Zusammensetzen und Auseinandernehmen ohne Verwendung eines Werkzeugs. Das Auseinandernehmen geschieht folgendermaßen :
i. Der Hebel 52 wird über seine Stellung 5 herausgeführt, bis der Zapfen 50 mit der Aussparung 51 zusammenfällt, worauf man seine Welle 48 herausziehen kann.
2. Man übt auf die Abzugstange 33 parallel zu den Nuten 46 einen genügend starken
, Druck aus, worauf man den Drücker und die Abzugstange nach oben herausziehen kann.
3. Die Welle 55 wird herausgezogen, worauf sich die Klinke 54 herausnehmen läßt.
4. Die Welle 11 wird herausgezogen und die Schwungscheibe 1 mitsamt dem Hebel 15 herausgenommen.
5. Nach Einstellen der Zungen 18 auf die Ausnehmungen 22 wird die Kappe 12 abgenommen.
Zum Zusammensetzen werden diese Arbeiten in umgekehrter Reihenfolge vorgenommen. Vor dem Einsetzen der Scheibe 1 wird die Feder 5 um eine Umdrehung gespannt und ihr Ende hinter den Stift 9 gehakt.

Claims (6)

  1. Pat en T-A N Spruch E:
    i. Verzögerungsvorrichtung für Maschinengewehre, bei der ein hin und her gehendes Organ nach seinem Rückzug durch einen Mechanismus angehalten wird, der bei der Vollendung dieses Rückzuges Energie aufspeichert und diese dazu verwendet, die Vorwärtsbewegung dieses Organs nach seiner Freigabe durch den vorgenannten Mechanismus zu verzögern, dadurch gekennzeichnet, daß ihr verzögernder Teil aus einer Schwungscheibe besteht, die durch den Rückstoßkolben gegen die Wirkung einer Feder in Umdrehung versetzt wird und beim Zurückgehen den Vorschub des Rückstoßkolbens verzögert.
  2. 2. Verzögerungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das hin und her gehende Organ am Ende seiner Rückwärtsbewegung durch eine Klinke (54) verriegelt wird, die während der Drehung der Schwungscheibe angehoben ist und freigegeben wird, wenn die Schwungscheibe in ihre Anfangsstellung zurückgelangt.
  3. 3. Verzögerungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwungscheibe durch einen Schwinghebel (15) angetrieben wird, an dem das hin 'und her gehende Organ beim Rückstoß angreift.
  4. 4. Verzögerungsvorrichtung nach An-Spruch ι und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwinghebel (15) auf einer Welle angeordnet ist, deren Lage verändert werden kann, wodurch die relative Stellung des Hebels zu dem hin und her gehenden Organ und damit auch die Größe der auf die Schwungscheibe übertragenen Bewegung bis zum Werte Null verändert wird, wobei die Zwischenstellungen den verschiedenen Feuergeschwindigkeiten entsprechen.
  5. 5. Verzögerungsvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgabe einzelner Schüsse in der Weise ermöglicht wird, daß ein an der Abzug- 8g stange (33) angelenkter Daumen (38) beim Anziehen des Drückers in eine Ausnehmung (3) der - Schwungscheibe ein-
    . fällt und diese in einer Stellung verriegelt, in die sie durch das hin und her gehende Organ gebracht wurde und in der sie die Klinke (54) angehoben und im Eingriff mit diesem Organ hält, und daß darauf der durch Loslassen des Drückers ausgerückte Daumen (38) die Schwungscheibe freigibt, die darauf der Klinke (54) ermöglicht, sich zu senken und das hin und her gehende Organ freizugeben, in welch letzteres die Abzugstange (33, 34) inzwischen beim Loslassen des Drückers eingefallen ist, so daß der nächste Schuß erst dann abgefeuert wird, wenn der Drücker von neuem angezogen wird.
  6. 6. Verzögerungsvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (48) der Sicherung in eine Stellung gebracht werden kann, in der sie ein Einfallen des Daumens (38) in die Aussparung der Schwungscheibe verhindert, daß sie in einer anderen Stellung jede Bewegung des Drückers verhindert und somit als Sicherung wirkt und daß sie in einer dritten Stellung weder auf den Daumen noch auf den Drücker wirkt und so die Abgabe einzelner Schüsse ermöglicht. ■ .
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    ίο der Schwungscheibe eine Drehbewegung, die sich je nach der Stärke des Stoßes noch eine gewisse Zeit fortsetzt und alsdann in eine entgegengesetzte Bewegung übergeht, bei der die Schwungscheibe ι und der Hebel 15 unter Wirkung der bei der ersteren Bewegung gespannten Feder 5 in ihre Ausgangsstellung zurückkehren.
    Sogleich am Anfang der Bewegung der xo Schwungscheibe hebt sich das Rädchen 58, das in der Aussparung 3 lag, wodurch die Nase 57 der Klinke 54 in die Verriegelungsstellung kommt und den Kolben bei Beginn seiner Rückwärtsbewegung anhält. Erst wenn die Schwungscheibe 1 wieder in ihre Anfangsstellung kommt und die Ausnehmung 3 unter das Rädchen 58 tritt, kann dieses wieder unter dem Einfluß der Feder 60 und der aufeinander einwirkenden Profile ao der Nase 57 und der entsprechenden Rast des Kolbens wieder zurückgehen, wobei die Nase 57 ausklinkt und der Kolben unter Wirkung seiner Rückschubfeder wieder in die Anfangsstellung zurückgeht.
    · Es ist leicht verständlich, daß die Verzögerung, die die Angabe eines Schusses erleidet, der Dauer der Bewegung der Schwungscheibe entspricht. Um eine größere oder geringere Feuergeschwindigkeit zu erzielen, ist es daher erforderlich, den Antrieb, den die Schwungscheibe erfährt, kleiner oder größer zu machen. Dies geschieht mit Hilfe der Kappe 12, deren Stellung die Stellung des Hebels 15 bestimmt. Der Antrieb, den der Hebel erhält und auf die Schwungscheibe überträgt, ist um so größer, je eher der Kolben auf den Hebel trifft; Die geringste Feuergeschwindigkeit wird erzielt, wenn sich der die Kappe 12 feststellende Feder bolzen 17 '40 in der Rast L befindet. Je weiter der Federbolzen von der Rast L entfernt und der Rast R genähert wird, um so mehr nimmt die Feuergeschwindigkeit zu, da hierdurch die Strecke, auf der der Kolben gegen den Hebel wirkt, mehr und mehr verkürzt wird.
    2. Größte Feuergeschwindigkeit. Stellt man den Federbolzen 17 auf die Rast R ein (Abb. 8), so wird dadurch der Hebel 15 so weit zurückgezogen, daß der Kolben P ihn am Ende seines Hubes nicht ! mehr erreicht. Auf diese Weise tritt die Verzögerungsvorrichtung nicht in Tätigkeit, und man erhält die größte Feuergeschwindigkeit.
    Abgeben einzelner Schüsse. Stellt man den Hebel 52 auf die Rast C (Abb. 6), so lassen die Abflachungen 47 die Nase 24 des Drückers 30 vorbei, während anderseits der Nocken 49 der Welle 48 vollständig ausgerückt ist und nicht mehr auf den Finger 25 des Daumens 39 einwirkt. Die Feder 37 drückt diesen vor, so daß, seine Spitze 38 am Rande der Schwungscheibe 1 anliegt. Das Profil und die Stellung der Spitze 38 bewirken, daß sie bei der Vorwärtsbewegung der Schwungscheibe über die Ausnehmung 3 hinweggeht, dagegen bei deren Rückwärtsbewegung in die Ausnehmung einfällt und die Scheibe 1 verriegelt. Um diese frei zu geben, ist ein Loslassen des Drückers 30 erforderlich, wobei dieser in seine Ruhestellung zurückgeht und die Klinke 39 aus der Aussparung 3 herauszieht. Die Spitze 38 des Daumens 39 schleift dabei am Umfang der Scheibe 1, indem sie einen Kreisbogen um ihre Achse 45 beschreibt.
    Die Wirkungsweise ist daher folgende: Beim Anziehen des Drückers 30 ward die Nase 34 der Abzugstange 33 in der früher beschriebenen Weise ausgerückt, worauf der Schuß losgeht. Ebenso wie vorher trifft der Kolben P bei seinem Rückstoß auf den Hebel 15 und erteilt dadurch der Schwungscheibe 1 eine Drehung. Die Schwungscheibe wird alsdann durch das Einfallen der Spitze 38 des Daumens 39 vor den Rand der Ausnehmung 3 verriegelt, wenn sie unter der Einwirkung der Schraubenfeder 5 in ihre Anfangsstellung zurückzugehen sucht. Der Kolben wird daher durch die Nase 57 der Klinke 54 festgehalten. Wird darauf der Drücker 30 losgelassen, so wird dadurch die Schwungscheibe 1 freigegeben, worauf sich die Klinke 54 wieder senkt und den Kolben P losläßt. Gleichzeitig ist aber die Nase 34 der Abzugstange 33 in die betreffende Rast des Kolbens eingefallen. Ein neuer Schuß kann daher erst abgegeben werden, wenn man durch Ziehen des Drückers 30 die Nase 34 der Abzugstange 33 aus der Rast des Kolbens ausklinkt. Es erfolgt daher beim jedesmaligen Ziehen des Drückers nur ein Schuß. Sicherungsvorrichtung (Abb.9). Um jede Tätigkeit der Vorrichtung und damit die Abgabe eines Schusses zu verhindern, wird der Hebel 52 auf die Rast 51 eingestellt. Hierdurch kommt seine Welle 48 in eine Stellung, in der sie den Vorsprung 24 des Drückers 30 und .damit auch den Drücker und die Abzugstange in ihrer angehobenen no Stellung verriegeln. Die Nase 34 der Abzugstange 33 wird dabei in eingeklinkter Stellung festgehalten.
    Es ist leicht verständlich, daß man jede der Vorrichtungen, die eine dieser Arten zum Schießen ermöglichen, für sich anwenden kann.
    Die Erfindung umfaßt also drei verschiedene Apparate.
    i. Einen Apparat, der ein selbsttätiges iao Schießen mit Verzögerung und das Sichern ermöglicht.
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