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Die Erfindung bezieht sich auf ein Druckwerk mit mehreren, um eine gemeinsame Achse drehbar gelagerten Einstellrädern, mit denen in einem Bereich ihrer Länge an der Außenfläche Drucktypen und in einem anderen Bereich ihrer Länge an der Außenfläche Anzeigetypen tragende, endlose Druckbänder in einer Antriebsverbindung stehen, die um die Einstellräder und um eine davon im Abstand angeordnete Umlenkkante herumgeführt und durch Verdrehen der Einstellräder verstellbar sind, wobei die Druckbänder in dem anderen Bereich ihrer Länge an der Innenfläche mit Zähnen zum Eingreifen in entsprechende Ausnehmungen in den Einstellrädern versehen sind, einer mit jedem der Einstellräder in eine Antriebsverbindung bringbaren, einen Betätigungsknopf tragenen Einstellwelle und Anschlagmitteln zur Begrenzung des Verdrehwinkels der Einstellräder, die in der Bewegungsbahn des in der jeweiligen Verstellrichtung der Druckbänder vorne liegenden Zahns angebrachte Anschlagschultern enthalten.
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Ein solches Druckwerk ist in der DE-PS 34 06 762 beschrieben. Beim Einsatz des Druckwerks werden die sich gerade an einer bestimmten Druckposition befindlichen Drucktypen jeweils vor dem eigentlichen Vorgang eingefärbt und dann mit dem zu bedruckenden Medium in Kontakt gebracht. Die Anzeigetypen sind den Drucktypen an den Bändern in ihrer Position so zugeordnet, daß für jede sich gerade in der Druckposition befindliche Drucktype eine entsprechende Anzeigetype an einer Anzeigeposition angeordnet ist, die für die Bedienungsperson sichtbar ist, so daß sie erkennen kann, welches Zeichen mit der in der Druckposition befindlichen Drucktype gerade gedruckt werden kann. Aus Gründen der guten Ablesbarkeit sind die Anzeigetypen in der Regel auf einem weißen Hintergrund angebracht. Wenn die Einstellräder mit Hilfe der Einstellwelle beliebig weit durchgedreht werden könnten, könnte es ohne weiteres vorkommen, daß die Anzeigetypen versehentlich in die Druckposition gelangen und mit Druckfarbe eingefärbt werden. Dadurch könnte auch auf den hellen Hintergrund der Anzeigetypen Druckfarbe gelangen, so daß diese nicht mehr gut abgelesen werden könnten. Die in diesem Druckwerk vorgesehenen Anschlagschultern verhindern in Zusammenwirkung mit den in der Verdrehrichtung jeweils vordersten Zähnen das versehentliche Einfärben der Anzeigetypen, indem der Verdrehwinkel der Einstellräder so begrenzt wird, daß die Anzeigetypen nicht in die Druckposition gelangen können.
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Damit bei dem Druckwerk nach der DE-PS 34 06 762 die Druckbänder durch gewaltsames Weiterdrehen der Einstellräder nicht so weit verstellt werden können, daß der in der Verstellrichtung vorderste Zahn über die Anschlagschulter hinwegläuft und unerwünschterweise Anzeigetypen in die Druckposition gelangen, ist der auf der Einstellwelle sitzende Betätigungsknopf mit der Einstellwelle über eine Rutschkupplung verbunden. Diese Rutschkupplung ist so dimensioniert, daß sie durchrutscht, also kein größeres Drehmoment mehr auf die Einstellwelle übertragen werden kann, nachdem der in der Verstellrichtung vorderste Zahn in Anlage an die zugehörige Anschlagschulter gekommen ist. Die Dimensionierung der Rutschkupplung ist ein kritischer Punkt. Einerseits muß der Betätigungsknopf so fest auf der Einstellwelle sitzen, daß es unter keinen Umständen dazu kommt, daß sie zu früh durchrutscht, also ein normales Verdrehen der Druckbänder zur Erzielung der gewünschten Einstellvorgänge nicht mehr möglich ist. Andererseits muß sie so leicht greifen, daß sie sicher durchrutscht, bevor es zu einem Überlaufen der Anschlagschultern durch den in der Verstellrichtung vordersten Zahn kommt, was bedeutet, daß sie nicht zu spät durchrutschen darf. Diese einander widerstrebenden Forderungen machen einen Kompromiß notwendig, der zu Toleranzproblemen bei der Dimensionierung der Rutschkupplung führt. Bei dem beschriebenen Druckwerk ist die Rutschkupplung dadurch gebildet, daß der Betätigungsknopf aus elastisch verformbaren Material hergestellt wird und daß die Einstellwelle in einer axialen Bohrung in dem Betätigungsknopf sitzt, deren Innendurchmesser in von der Einstellwelle gelöstem Zustand kleiner als der Außendurchmesser des zum Einschieben in diese Bohrung bestimmten Teils der Einstellwelle ist. Dadurch ergeben sich Toleranzprobleme vor allem hinsichtlich der Einhaltung des Innendurchmessers der Bohrung des Betätigungsknopfs.
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Aus der DE-OS 24 47 498 ist ein Druckwerk bekannt, bei dem die Druckbänder längs eines Teils ihrer Innenfläche Transportnoppen aufweisen. Die Druckbänder sind um Transporträder und um eine Umlenkkante geführt, die an beiden Seiten geringfügig vorgewölbte Ecken zeigt. Die geringfügig vorgewölbten Ecken an der Umlenkkante können aufgrund ihrer Dimensionierung in Zusammenwirkung mit den Transportnoppen nicht zuverlässig verhindern, daß die Druckbänder zu weit gedreht werden, so daß der unerwünschte Effekt eintreten kann, daß Anzeigetypen versehentlich in die Druckposition gelangen und mit Druckfarbe eingefärbt werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Druckwerk der geschilderten Art so weiterzubilden, daß die im Zusammenhang mit dem Einsatz einer Rutschkupplung auftretenden Probleme ausgeräumt werden.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Anschlagschultern unmittelbar angrenzend an die Umlenkkante angebracht sind und daß die Höhe wenigstens der in jeder Verstellrichtung des Druckbandes vordersten Zähne größer als die aufgrund der Elastizität des Druckbandes im Bereich der Anschlagschultern mögliche Druckbandauslenkung ist.
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Das Verlagern der Anschlagschultern in die unmittelbare Nähe der Umlenkkante hat die Wirkung, daß der Kraftaufwand, der notwendig wäre, um den in der Verstellrichtung vordersten Zahn über eine Anschlagschulter hinwegzudrehen, wesentlich größer als der Kraftaufwand ist, der zum Überdrehen einer weiter von der Umlenkkante entfernten Anschlagschulter notwendig ist. Auf diese Weise stellen allein die an die Umlenkkante angrenzenden Anschlagschultern ausreichende Mittel dar, den Verdrehwinkel der Einstellräder mit großer Sicherheit zu begrenzen. Die zwischen dem Betätigungsknopf und der Einstellwelle beibehaltene Rutschkupplung kann für ein wesentlich höheres Durchrutsch-Drehmoment ausgelegt werden, so daß mit Sicherheit ausgeschlossen wird, daß diese Rutschkupplung aufgrund von Toleranzen bei der Dimensionierung des Betätigungsknopfs zu früh zu rutschen beginnt und dadurch Druckbänder bei der Durchführung normaler Verstellvorgänge nicht mehr weitergedreht werden können. Das Anbringen der Anschlagschultern unmittelbar an der Umlenkkante ergibt diese vorteilhafte Wirkung. Aufgrund der Tatsache, daß die Höhe wenigstens der in jeder Verstellrichtung des Druckbandes vordersten Zähne größer als die aufgrund der Elastizität des Druckbandes im Bereich der Anschlagschultern mögliche Druckbandauslenkung ist, kann das Druckband im Bereich der Anschlagschultern keinesfalls so weit gedehnt werden, daß der an der Anschlagschulter anliegende Zahn über die Anschlagschulter hinwegrutscht, so daß mit Sicherheit ein Weiterdrehen des Druckbandes verhindert wird.
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Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet. Die Weiterbildung gemäß Anspruch 2 besteht darin, daß wenigstens im Bereich einer Anschlagschulter in Zuordnung zur Außenfläche der Druckbänder ein Steg angebracht ist, der einen Abstand von der Anschlagschulter hat, der kleiner als die Höhe wenigstens des in jeder Verstellrichtung des Druckbandes vordersten Zahns zuzüglich der Druckbanddicke ist. Durch diese Weiterbildung wird im Bereich einer Anschlagschulter ein Spalt gebildet, der so eng ist, daß sich das Druckband mit dem an seiner Innenfläche angebrachten Zahn keinesfalls durch diesen Spalt hindurchbewegen kann. Dadurch wird auch beim Aufwenden eines sehr großen Drehmoments sicher verhindert, daß Anzeigetypen in die Druckposition gelangen und unerwünschterweise eingefärbt werden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
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Fig. 1 das erfindungsgemäße Druckwerk in einem Schnitt längs der Linie A-A von Fig. 2 und
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Fig. 2 das Druckwerk von Fig. 1 in einem Schnitt längs der Linie B-B von Fig. 1.
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Das in Fig. 1 dargestellte Druckwerk 10 enthält ein aus zwei Gehäusehälften 12 und 14 zusammengesetztes Druckwerksgehäuse, in dem mehrere parallel nebeneinander angeordnete, um Einstellräder 16 und eine Umlenkkante 18 herumgeführte Druckbänder 20 untergebracht sind. Die Druckbänder 20 tragen auf einer Hälfte ihrer Außenumfangsfläche Drucktypen 22 und auf der anderen Hälfte Anzeigetypen 24. Die Zuordnung der Drucktypen 22 zu den Anzeigetypen 24 ist so vorgenommen, daß jeweils Drucktypen 22, die sich gerade in der Druckstellung an der Umlenkkante 18 wie in Fig. 2 befinden, und Anzeigetypen 24, die durch ein an der Gehäuseoberseite angeordnetes Fenster 26 sichtbar sind, jeweils die gleiche Zahl, den gleichen Buchstaben oder dergleichen darstellen. Dies bedeutet, daß an der Gehäuseoberseite durch das Fenster 26 hindurch jeweils zu erkennen ist, welches Zeichen mit den unten an der Umlenkkante befindlichen Drucktypen 22 auf einen Aufzeichnungsträger gedruckt werden kann.
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Wie bereits erwähnt wurde, sind die Druckbänder 20 um Einstellräder 16 herumgeführt, die auf einer Hülse 28 drehbar gelagert sind. Die Schnittansicht von Fig. 2 zeigt, daß in der Hülse 28 drei Schlitze 30, 32 und 34 angebracht sind, die an dem in Fig. 1 rechts liegenden Hülsenende offen sind. Durch diese Schlitze greifen drei Zähne 36, 38 und 40 hindurch, die an einer Einstellwelle 42 angebracht sind. Die Einstellwelle 42 ist in einer Lagerdurchführung 44 in der Gehäusehälfte 14 axial verschiebbar gelagert. Durch Verschieben der Einstellwelle 42 in axialer Richtung kann diese Welle durch Eingriff der Zähne 36, 38 und 40 in Ausnehmungen 46 in den Nabenbereichen der Einstellräder 16 mit diesen in eine Antriebsverbindung gebracht werden. In Fig. 2 ist der Eingriff der Zähne 36, 38 und 40 in die Ausnehmungen 46 eines Einstellrades 16 zu erkennen.
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An dem aus dem Gehäuse ragenden Ende der Einstellwelle 42 ist ein Beätigungsknopf 48 angebracht, mit dessen Hilfe die Welle einerseits axial verschoben und andererseits gedreht werden kann. Durch die Axialverschiebung der Einstellwelle 42 werden die an ihr angebrachten Zähne 36, 38 und 40 zunächst mit den Ausnehmungen 46 eines zu verstellenden Einstellrades 16 in Eingriff gebracht, und durch Drehen der Einstellwelle 42 wird dann das um seinen Außenumfang herumgeführte Druckband 20 so lange bewegt, bis sich eine gewünschte Drucktype 22 in Druckposition unterhalb der Umlenkkante 18 befindet. Wie bereits erwähnt wurde, kann die jeweilige Position der Drucktypen 22 durch das oben am Gehäuse angebrachte Fenster 26 kontrolliert werden. Zur Erzielung einer Antriebsverbindung zwischen den Druckbändern 20 und den Einstellrädern 16 weisen die Druckbänder 20 an ihrer Innenfläche Zähne 50 auf, die in Ausnehmungen 52 in den Außenumfangsflächen der Einstellräder 16 eingreifen.
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Zur Erzielung einer genauen Ausrichtung der Ebene der Zähne 36, 38 und 40 auf die Ebene des jeweils zu verstellenden Einstellrades 16 ist ein Rastmechanismus vorgesehen, der dafür sorgt, daß die Einstellwelle bei ihrer Axialverstellung jeweils in einer für die Bedienungsperson deutlich spürbaren Weise in Positionen einrastet, in denen eine eindeutige Antriebsverbindung mit einem zu verstellenden Einstellrad 16 hergestellt ist. Dieser Rastmechanismus enthält einen an der Hülse 28 einstückig angeformten Rastfinger 54, der an der Hülseninnenfläche radial nach innen vorsteht und in Rastausnehmungen 56 eingreift, die in einem Bereich der Außenumfangsfläche der Einstellwelle 42 gebracht sind. Für jedes der auf der Hülse 28 gelagerten Einstellräder 16 ist eine Rastausnehmung 56 vorgesehen. Wenn in der in Fig. 1 dargestellten Anordnung der Einzelteile, in der die Einstellwelle 42 mit dem am weitesten links liegenden Einstellrad 16 in Eingriff steht, die Einstellwelle 42 nach rechts bewegt wird, damit sie beispielsweise mit dem nächsten Einstellrad 16 in Eingriff kommt, muß zunächst die vom Rastfinger 54 auf die Einstellwelle 42 ausgeübte Rastkraft überwunden werden, wenn er aus der zugehörigen Rastausnehmung 56 heraus in der Darstellung von Fig. 1 nach oben bewegt wird; anschließend kann er dann in die nächste Rastausnehmung 56 einfallen, was genau dann eintritt, wenn die Einstellwelle 42 mit dem zweiten Einstellrad 16 von links in Eingriff steht.
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Da die geschlitzte Hülse 28 als Lagerachse für die Einstellräder 16 dient, muß ihrer Lagerung und Anbringung im Druckwerk besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Die Hülse 28 muß einerseits zur Lagerung der Einstellräder 16 einen möglichst konstanten Außendurchmesser haben, und sie muß andererseits auch einen genau definierten Innendurchmesser haben, damit die Einstellwelle 42 ohne Klemmung axial leicht verschoben werden kann. Die Hülse 28 ist an der einen Seite, der in Fig. 1 links liegenden Seite, in einer kreiszylindrischen Ausnehmung 58 angebracht. Da die Schlitze 30, 32 und 34 an dieser Seite der Hülse 28 nicht durchgehen, genügt an dieser Stelle die Lagerung der Hülse 28 an ihrer Außenseite. An der anderen Seite, der in Fig. 1 rechts liegenden Seite, sitzen die drei aufgrund der durchgehenden Schlitze 30, 32 und 34 gebildeten Hülsensegmente auf einer Nabe 60, die am Gehäuseteil 14 gebildet ist. Die Nabe 60 sorgt dafür, daß die Hülse 28 an dem zugehörigen Ende trotz der durchgehenden Schlitze die notwendige Stabilität für die Lagerung der Einstellräder 16 aufweist. Die Nabe 60 hält die Schlitze auseinandergespreizt, so daß die Zähne 36, 38 und 40 ohne Verklemmen leichtgängig längs der Schlitze bewegt werden können.
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Wie aus Fig. 1 hervorgeht, erstreckt sich die Einstellwelle 42 in dem unmittelbar an dem Betätigungsknopf 48 angrenzenden Abschnitt durch eine Durchführung 62, die an einer konischen Kappe 64 angebracht ist. Diese Kappe hat unter anderem die Aufgabe, für eine glatte Abdeckung des oberen Teils des Druckwerks 10 zu sorgen. Sie trägt aber auch einen das Fenster 26 umgebenden Rahmen 27, der oben am Gehäuse verschiebbar gelagert ist; die Art der Lagerung geht aus Fig. 2 deutlich hervor. Wenn die Einstellwelle 42 axial verschoben wird, bewegt sich der Rahmen 27 mit dem Fenster 26 mit, wobei das in Fig. 1 links liegende Ende des Sichtfensters jeweils gerade in der Ebene des Einstellrades 16 liegt, mit dem die Einstellwelle 42 in Eingriff steht und das demzufolge verstellt werden kann. Durch Beobachten des linken Endes des Fensters 26 weiß die Bedienungsperson somit in jeder Axialstellung der Einstellwelle 42, welches Druckband gerade in die gewünschte Stellung gebracht werden kann.
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Damit die Bedienungsperson beim Verdrehen der Einstellräder und bei dem damit vorgenommenen Stellen der Druckbänder die einzelnen Verstellvorgänge stets so weit durchführt, bis sich eine Drucktype 22 exakt in der Druckposition an der Umlenkkante 18 befindet, ist ein weiterer Rastmechanismus vorgesehen, der der Bedienungsperson das exakte Einstellen erleichtert. Dieser Rastmechanismus besteht aus einer Schraubenfeder 66, die parallel zur Längsachse der Einstellwelle 42 so am Umfang der Einstellräder 16 angeordnet ist, daß sie in die Ausnehmungen 52 am Umfang der Einstellräder 16 teilweise eindringt, was in Fig. 2 deutlich zu erkennen ist. Damit die Einstellräder 16 verdreht werden können, obwohl die Schraubenfeder 66 gemäß Fig. 2 in ihre Ausnehmungen eingreift, ist die Schraubenfeder 66 auf einem elastisch nachgiebigen Polster 68 gelagert. Beim Verdrehen der Einstellräder 16 kann die Schraubenfeder 66 auf diese Weise ausweichen und sich dabei in das Polster 68 hineindrücken. Die Bedienungsperson spürt dadurch beim Verdrehen der Einstellräder aus der in Fig. 2 dargestellten Position in die Position, in der ein Zahn 70 zwischen den Ausnehmungen 52 zur Schraubenfeder 66 hin bewegt wird, zunächst eine Zunahme der aufzuwendenden Verdrehkraft, die dann wieder abnimmt, wenn die Schraubenfeder in die nächste Ausnehmung 52 eindringt. Die Bedienungsperson spürt also deutliche Kraftspitzen, und sie weiß, daß immer dann, wenn sie eine Kraftspitze überwunden hat, eine Drucktype 22 sich in der exakten Druckposition unterhalb der Umlenkkante 18 befindet.
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Wie bereits erwähnt wurde, befinden sich am Außenumfang der Druckbänder 20 in einem Längenabschnitt Drucktypen 22 und in einem anderen Längenabschnitt Anzeigetypen 24. Bei der Anwendung des Druckwerks werden die Drucktypen vor jedem Druckvorgang zunächst eingefärbt, worauf die eingefärbten Drucktypen dann mit dem zu bedruckenden Medium in Kontakt gebracht werden. Durch das Fenster 26 hindurch kann an den Anzeigetypen 24 abgelesen werden, welche Zeichen bei der gerade vorliegenden Einstellung der Druckbänder auf das zu bedruckende Medium gedruckt werden können. Beim Betrieb des Druckwerks muß vermieden werden, daß die Anzeigetypen 24 während der Verstellung der Druckbänder in eine Lage unterhalb der Umlenkkante 18 kommen, in der sie mit dem zum Einfärben der Drucktypen verwendeten Einfärbemechanismus in Kontakt kommen könnten. Die Ablesbarkeit der Anzeigetypen 24 im Fenster 26 würde durch die unerwünschte Einfärbung stark beeinträchtigt werden. Es muß also dafür gesorgt werden, daß die Druckbänder 20 jeweils nur so weit bewegt werden können, daß zwar alle Drucktypen 22 in die Druckposition unterhalb der Umlenkkante 18 gelangen können, nicht dagegen die jeweils zugehörigen Anzeigetypen 24. Zu den Mitteln zum Verhindern des vollständigen Durchdrehens der Druckbänder 20 gehören die an einem Teil der Innenumfangsfläche der Druckbänder 20 angebrachten Zähne 50, die auch zum Antreiben der Druckbänder 20 durch Eingriff in die Ausnehmungen 46 in den Einstellrädern 16verwendet werden. Wie aus der Schnittansicht von Fig. 2 hervorgeht, weist das Gehäuse im Bereich innerhalb der Druckbänder 20 einen parallel zu den Druckbändern 20 verlaufenden Steg 72 auf, der in einem solchen Abstand von den Druckbändern angebracht ist, daß sich die Zähne 50 ungehindert an ihm entlang bewegen können. An dem nahe der Umlenkkante 18 liegenden Ende weist der Steg 72 jedoch eine unmittelbar an die Umlenkkante 18 angrenzende Anschlagschulter 74 auf, die so geformt ist, daß der in Bewegungsrichtung vorderste Zahn 50 in seiner vollen Höhe gegen diese Anschlagschulter 74 stößt, wenn er den Bereich der Umlenkkante 18 erreicht. Diese Anschlagschulter 74 verhindert, daß der Bereich der Außenumfangsfläche der Druckbänder 20, der die Anzeigetypen 24 trägt, in die Druckposition unterhalb der Anschlagkante 18 gelangt. Aus Fig. 2 geht hervor, daß sich die Anzeigetypen 24 in dem Bereich der Außenumfangsfläche der Druckbänder 20 befinden, in dem auf der Innenumfangsfläche die Zähne 50 angebracht sind. Der Steg 72 und die Anschlagschulter 74 begrenzen das Verdrehen der Druckbänder 20 in der Ansicht von Fig. 2 im Uhrzeigersinn, wobei in Fig. 2 die eine Grenzposition dargestellt ist, die die Druckbänder 20 erreichen können. Zur Begrenzung der Verdrehung der Druckbänder 20 in der anderen Richtung, also in Fig. 2 entgegen dem Uhrzeigersinn, ist am Gehäuse ein zweiter Steg 76 angebracht, der unmittelbar angrenzend an die Umlenkkante 18 ebenfalls eine Anschlagschulter 78 aufweist. Diese Anschlagschulter 78 verhindert eine Verdrehung der Druckbänder 20 über eine Grenzposition hinaus, die dann vorliegt, wenn der beim Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn vorderste Zahn 50 gegen die Anschlagschulter 78 stößt.
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Da die Druckbänder 20 und die an ihrer Innenfläche angebrachten Zähne 50 aus verformbarem Material hergestellt sind, könnten die Druckbänder 20 durch Aufwendung einer übermäßigen Kraft beim Drehen der Einstellwelle 42 möglicherweise unter Verformen der Zähne 50 über die beiderseits der Umlenkkante 18 festgelegten Grenzpositionen hinaus verdreht werden, was die unerwünschte Folge hätte, daß die Anzeigetypen mit der Druckfarbe in Kontakt kommen. Um dieses unerwünschte "Überlaufen" der Anschlagschultern 74 und 78 zu vermeiden, ist der Betätigungsknopf 48 mit der Einstellwelle 42 nicht formschlüssig, sondern kraftschlüssig verbunden. Die kraftschlüssige Verbindung entsteht dadurch, daß der Betätigungsknopf 49 mit Preßsitz auf das aus dem Gehäuse herausragende Ende der Einstellwelle 42 angebracht wird, wobei der Preßsitz so bemessen ist, daß das vom Betätigungsknopf 48 auf die Einstellwelle 42 übertragbare Drehmoment zwar ausreicht, die Druckbänder 20 zu verstellen, der Betätigungsknopf 48 auf der Einstellwelle 42 jedoch durchrutscht, sobald das gerade verstellte Druckband 20 eine seiner Grenzpositionen erreicht, in der der in Verstellrichtung jeweils vorne liegende Zahn 50 in Anlage an die Anschlagschulter 74 oder 78 kommt. Der gewünschte Preßsitz läßt sich am einfachsten dadurch verwirklichen, daß der Betätigungsknopf 48 aus einem gummielastischen Material wie Vulkollan hergestellt wird und daß die in ihm angebrachte Bohrung zur Aufnahme der Einstellwelle 42 mit einem Innendurchmesser gebildet wird, der kleiner als der Außendurchmesser des am Gehäuse vorstehenden Endes der Einstellwelle 42 ist. Aufgrund der Elastizität des Materials Vulkollan kann der Betätigungsknopf 48 ohne weiteres auf die Einstellwelle 42 aufgeschoben werden, wobei er sogar über das in Fig. 1 erkennbare erweiterte Wellenende 80 gedrückt werden kann, das verhindert, daß er nach dem Aufschieben wieder von der Welle abgleitet. Die Verbindung zwischen dem Betätigungsknopf 48 und der Einstellwelle 42 wirkt wie eine Rutschkupplung, die durchrutscht, sobald das von einem gerade verstellten Druckband 20 der Verdrehbewegung entgegenwirkende Widerstandsmoment größer als das vom Betätigungsknopf 48 auf die Einstellwelle 42 übertragbare Drehmoment wird. Dies tritt mit Sicherheit ein, wenn das zu verstellende Druckband 20 eine ihrer Grenzpositionen erreicht.
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Wenn in der in Fig. 2 dargestellten Grenzposition des Druckbandes auf die Einstellwelle 42 ein übermäßig großes Drehmoment ausgeübt wird, das das Druckband 20 über die dargestellte Grenzposition hinaus zu verstellen sucht, könnte es ohne Vorsehen weiterer Maßnahmen vorkommen, daß der in der Verstellrichtung vorderste Zahn 50 um die Anschlagschulter 74 herumkippt, wobei die Nase 82 der Anschlagschulter 74 als Drehpunkt wirkt. Damit dies eintritt, muß allerdings das Druckband 20 im Bereich der Anschlagschulter 74 so weit ausgelenkt werden, daß der Zahn 50 um die Nase 82 rutschen kann. Um dies zu verhindern, ist die Höhe des Zahns 50 zuzüglich zur Dicke des Druckbandes 20 so bemessen, daß sie größer als die Druckbandauslenkung ist, die aufgrund der Elastizität des Druckbandes im Bereich der Anschlagschulter 74 möglich ist. Dabei ist zu beachten, daß diese mögliche Auslenkung sehr gering ist, da die Druckbänder zur Erzielung einer guten Einstellpräzision möglichst wenig Eigenelastizität haben sollen. Allerdings läßt sich eine gewisse Restelastizität bei der Druckbandherstellung nicht vermeiden, so daß doch eine gewisse Auslenkung möglich ist. Wie beschrieben, kann aber die Auslenkung nicht so weit erfolgen, daß ein Durchdrehen des Druckbandes eintritt. Dadurch ist es sogar möglich, die zwischen dem Betätigungsknopf 80 und der Einstellwelle 42 vorgesehene Rutschkupplung wegzulassen, was bedeutet, daß der Betätigungsknopf 48 fest mit der Einstellwelle 42 verbunden werden könnte. Bei Beibehaltung der Rutschkupplung werden die Toleranzprobleme bei der Herstellung des Betätigungsknopfs 48 nahezu vollständig beseitigt, da das Grenzdrehmoment, bei dem das Durchrutschen eintritt, sehr hoch angesetzt werden kann.
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Als weitere Sicherheit gegen ein unerwünschtes Durchdrehen der Druckbänder ist an der Gehäusehälfte 12 ein Steg 84 angebracht, der eine Stirnkante 86 aufweist, die einen solchen Abstand von der Anschlagschulter 74 hat, daß der zwischen ihr und der Anschlagschulter 74 entstehende Spalt kleiner als die Höhe des Zahns 50 zuzüglich der Dicke des Druckbandes ist. Sollte durch Aufwendung einer übermäßigen Verstellkraft der an der Anschlagschulter 74 anliegende Zahn 50 versuchen, unter Kippen um die Nase 82 an der Anschlagschulter 74 vorbeizurutschen, dann verhindert der Steg 84 mit seiner Stirnfläche 86 ein Weiterdrehen des Druckbandes 20, da der enge Spalt das Hindurchtreten des Zahns 50 am Druckband 20 unmöglich macht. Auch diese Maßnahme trägt dazu bei, die an die Rutschkupplung zwischen dem Betätigungsknopf 48 und der Einstellwelle 42 gestellten Toleranzanforderungen stark herabzusetzen. Der Betätigungsknopf 48 kann so fest auf der Einstellwelle 42 sitzen, daß die normalen Verstellvorgänge der Druckbänder jederzeit möglich sind, auch wenn das zum Verstellen aufzuwendende Drehmoment aufgrund von Verschmutzungen nach längerem Gebrauch größer werden sollte.