DE3423942C2 - - Google Patents

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DE3423942C2
DE3423942C2 DE19843423942 DE3423942A DE3423942C2 DE 3423942 C2 DE3423942 C2 DE 3423942C2 DE 19843423942 DE19843423942 DE 19843423942 DE 3423942 A DE3423942 A DE 3423942A DE 3423942 C2 DE3423942 C2 DE 3423942C2
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Joachim Dr.-Ing. 7412 Eningen De Trauter
Karl 7140 Reutlingen De Goetz
Gerhard Prof. Dr.-Ing. 7410 Reutlingen De Egbers
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Deutsche Institute fuer Textil und Faserforschung Denkendorf DITF
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Deutsche Institute fuer Textil und Faserforschung Denkendorf DITF
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln von Fäden gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Es ist bekannt, daß geschlichtete Fäden, die auf Spulen oder Zettel-, Schär- oder Kettbäume aufgewunden sind, oft zum gegenseitigen Verhaften neigen. Dies kann durch abstehende Fasern und die Schlichte bewirkt werden. Dieses Verhaften der benachbarten Faden­ windungen miteinander ist in vielen Fällen uner­ wünscht, da es hierdurch beim Abwinden des oder der Fäden zur Erhöhung von deren Haarigkeit und auch zur unkontrollierbaren Erhöhung der beim Abwinden auf­ tretenden Fadenspannung kommt. Dies kann zu Faden­ brüchen führen und auch sonstige Nachteile mit sich bringen.
Es ist zwar bekannt, die Glätte und Geschmeidigkeit geschlichteter Kettfäden für das Weben durch Nachwachsen zu verbessern (textil praxis inter­ national, 1974, S. 72 ff.), doch können nachge­ wachste Kettfäden ebenfalls unerwünscht stark miteinander verhaften.
Auch sind Gleitmittel für Fasern auf Organo- Polysiloxan-Grundlage bekannt, denen zur Verhinderung der elektrostatischen Aufladung noch Zusätze zugegeben werden können (DE-OS 20 00 645) oder denen auch Zusätze, wie Paraffinwachse und/oder aus Fluor- und Kohlenstoff sowie gegebenenfalls Chloratomen bestehen­ de Polymere zugesetzt werden können (DE-OS 25 35 768). Mit diesen Gleitmitteln werden die Fasern behandelt, um deren Verarbeitbarkeit zu erleichtern. Wenn aus solchen Fasern hergestellte Fäden geschlichtet werden, überdeckt die Schlichte das Gleitmittel.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zu schaffen, womit die gegenseitige Verhaftung geschlichte­ ter, auf Spulen oder Kett-, Zettel- oder Schärbäume aufgewundenen Fäden bzw. deren aneinander anliegenden Fadenwindungen reduziert oder ganz verhindert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das in Anspruch 1 angegebene Verfahren sowie mit Hilfe der Vorrichtung gemäß Anspruch 5 gelöst.
Durch das auf den oder die geschlichteten Fäden aufgebrachte Antihaftmittel wird erreicht, daß einander benachbarte Fadenwindungen des oder der auf die Spule oder den Baum aufgewundenen Fäden nicht mehr miteinander verhaften oder nur noch in erheblich verringertem Maße. Damit wird im Falle von Fäden mit abstehenden Fasern ihre Haarigkeit beim Abwinden nicht oder erheblich weniger vergrößert. Auch können die Fäden mit gleichmäßigerer Fadenspannung von der Spule oder dem Baum abgewunden werden.
Als Antihaftmittel können vorzugsweise Mineralöle, Polyäthylenglykol, Derivate des Polyäthylenglykols, sulfonierte Öle, Triglyceride, Silicone, Mischungen von Siliconen oder Mischungen mindestens eines Silicons mit mindestens einer anderen Substanz verwendet werden. Bei der mindestens einen anderen Substanz, die mit mindestens einem Silicon gemischt wird, kann es sich vorzugsweise um Tenside, Lösungsmittel oder dergleichen handeln.
Das Antihaftmittel hat fließfähige Konsistenz. Vorzugsweise kann es flüssige oder pastöse Konsistenz aufweisen. Besonders zweckmäßig kann es mittel- bis dick- oder zähflüssig, ggf. auch leichtflüssig sein.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungs­ gemäßen Verfahrens ist in Anspruch 5 beschrieben. Bei ihr wird von der bspw. aus der DE-PS 8 16 104 bekannten Auftragsart, eine beliebige Flüssigkeit mittels einer Auftragswalze auf beliebige Materialien aufzutragen, indem die Flüssigkeit durch einen porösen Mantel der Auftragswalze von innen nach außen hindurchgeleitet wird, hier in Anwendung auf das Auftragen des Antihaftmittels auf den oder die geschlichteten Fäden Gebrauch gemacht, da dies für gleichmäßiges Auftragen des Antihaftmittels besonders günstig ist.
Der von dem oder den betreffenden Fäden kontaktierte Bereich des porösen Mantels der Auftragswalze kann oft zweckmäßig umfangsseitig glatt und kreiszylindrisch sein oder besonders vorteilhaft mindestens eine Fadenrille aufweisen. Wenn er eine, mehrere oder viele Fadenrillen hat, kommen der oder die betreffenden Fäden in die Fadenrille bzw. -rillen zu liegen und haben dann über einen größeren Umfangsbereich Kontakt mit dem porösen Ring als ohne Fadenrillen.
Es ist bekannt, Rillenwalzen, die einen porösen Mantel aufweisen, zum Hindurchpressen von Schlichteflotte zu verwenden (TRAUTER "Die gesinterte Rillenwalze - ein System zur Applikation von Flotte auf Fadenscharen?", Ztschr. textil praxis international, April 1984, S. 338/339). Gemäß diesem Aufsatz kann eine gesinterte Rillenwalze aus Edelstahl eingesetzt werden, um durch deren Mantel von innen nach außen hindurch Schlichte­ flotte zum Schlichten der Fäden hindurchzupressen. Es handelt sich hier jedoch nicht um ein auf die Fäden aufzutragendes Antihaftmittel.
Die Vorrichtung zum Behandeln von Fäden kann an einer üblichen Schlichtemaschine vorgesehen sein, die dadurch geändert wird, indem sie noch mindestens eine Auftragswalze zum Auftragen des Antihaftmittels erhält. Wenn die Schlichteeinrichtung mindestens eine Trocknungszone zur Verringerung der Feuchte der jedoch feucht bleibenden Fäden aufweist, können die Auftrags­ walzen bzw. -walzen vor und/oder nach der Trocknungs­ zone und/oder zwischen zwei Trocknungszonen angeordnet sein.
Das Aufwinden der Fäden in noch feuchtem Zustand auf den Baum hat auch noch weitere Vorteile. So mußte bisher, wenn die Fäden getrocknet auf den Baum aufgewunden wurden, das nachfolgende Weben in einem Raum mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80% rel. Feuchtigkeit durchgeführt werden, damit die Fäden durch Aufnahme von Luftfeuchtigkeit ausreichend geschmeidig werden. Wenn dagegen, wie gemäß der Erfindung vorgesehen, die Fäden noch Feucht auf den Baum - beim Aufwinden auf einer oder mehreren Spulen werden sie entsprechend feucht auf die Spule oder Spulen aufgewunden - aufgewunden werden, kann der Baum mit den noch feuchten Fäden einer Webmaschine vorgelegt und die Fäden noch feucht verwoben werden oder es kann vorgesehen sein, den Baum so lange zu lagern, bis die Fadenfeuchtigkeit auf vorbestimmte, für das Weben besonders günstige Werte abgesunken ist. Die Erfindung hat also auch den Vorteil, daß man in Websälen mit geringerer Raumluftfeuchtigkeit weben kann und hierdurch sehr erhebliche Kosten einspart.
Indem der oder die Fäden auf die Spule oder Spulen oder den Baum noch feucht aufgewunden werden, er­ möglicht dies auch, daß man in vielen Fällen an der Schlichteeinrichtung auf die Anordnung einer oder mehrerer Trocknungszonen vollständig verzichten kann. Hierzu ist es besonders vorteilhaft, vorzusehen, daß eine dem Behandeln der Fäden mit Schlichteflotte dienende Schlichteapplikationseinrichtung so eingestellt wird, daß sie nur relativ wenig Schlichte­ mittel auf die Fäden aufträgt, und zwar so wenig, daß kein Schlichtemittel von den Fäden durch ein Quetschwalzenpaar abgepreßt werden muß, also das Schlichtemittel nicht wieder zum Teil von den Fäden entfernt werden muß, sondern daß alle durch die Schlichteapplikationseinrichtung auf die Fäden aufgetragene Schlichteflotte auf den Fäden verbleibt und sie so auf den Baum aufgewunden werden. Es kann dann in vielen Fällen vorteilhaft auch ganz auf die Anordnung eines bisher stets üblichen, dem Abquetschen von Schlichte dienenden Quetschwalzenpaares verzichtet werden.
Die Erfindung ermöglicht es auch, daß die Schlichte­ applikationseinrichtung einem Zettelbaum anstatt einem Kettbaum vorgeordnet wird, also das Schlichten mit dem Zetteln kombiniert wird. Man kann dann die auf Zettelbäumen befindlichen, geschlichteten Fäden durch einfaches Assemblieren auf einen Kettbaum aufbäumen, wobei dieses Assemblieren nur dem Zusammenlaufen der Fäden von mehreren Zettelbäumen zu einem Kettbaum und nicht mehr der Fadenbehandlung dienen muß.
Entsprechend kann man in vielen Fällen zweckmäßig auch vorsehen, die Schlichteapplikationseinrichtung mit dem Schären zu kombinieren, also an einer Schärmaschine anzuordnen, so daß diese die Fäden auch schlichtet. In diesem Fall kann dann der Schärbaum der später einer Webmaschine vorzulegende Kettbaum sein, da es nicht mehr notwendig ist, die geschärten Fäden auf einen anderen Kettbaum umzubäumen. Die Schlichteapplika­ tionseinrichtung kann bei einer solchen Schärmaschine vorzugsweise zwischen der Schärtrommel und dem Schärbaum angeordnet werden. Der Schärbaum kann dann also zum Kettbaum werden. Die Schlichteeinrichtung kann also eine die Fadenschar von Zettelbäumen oder einem Schärbaum erhaltende Schlichteeinrichtung oder eine mit einer Schlichteapplikationseinrichtung versehene Zettel- oder Schäreinrichtung sein oder ggf. auch noch andere Ausbildungen haben.
Die Auftragswalze hat im allgemeinen recht große axiale Länge, die etwas größer als die Breite der durch die Fäden gebildeten Fadenschar sein kann. Ihr poröser Ring bildet dann einen langen Mantel, der den Mantel der Auftragswalze allein oder einen Mantel­ abschnitt der Auftragswalze bildet. Diese Auftrags­ walze kann vorzugsweise eine Hohlwalze sein und in ihrem Innenraum kann das Antihaftmittel unter Druck eingeleitet werden und wird dann durch diesen Druck durch den porösen Mantel hindurch nach außen gedrückt, wobei die Dosierung des Antihaftmittels durch die Größe des Druckes in gewünschter Weise vorgesehen werden kann.
Da es die Erfindung ermöglicht, mit relativ wenig Schlichtemittel auszukommen, kann meist zweckmäßig vorgesehen sein, daß die Fäden in der Schlichte­ applikationseinrichtung nicht in die Schlichteflotte eingetaucht werden, sondern über eine in die Schlichteflotte eingetauchte Tauchwalze im Abstand oberhalb der Schlichteflotte diese Tauchwalze kontaktierend geleitet werden. Es kann dann der Schlichteauftrag auf gewünschte niedrige Werte begrenzt werden, wie sie die Erfindung ermöglicht und wie sie besonders vorteilhaft sind.
Wie bereits erwähnt, ist es baulich besonders einfach, wenn der poröse Mantel oder Ring der Auftragswalze in dem von dem oder den Fäden kontaktierten Bereich eine kreiszylindrische Außenumfangsfläche aufweist. Eine andere Ausführungsform sieht vor, daß die Auftrags­ walze eine Rillenwalze ist, an der der Faden oder die Fäden in die Rille (Fadenrille) bzw. Rillen dieser Rillenwalze einlaufen und deren Seitenwände und vorzugsweise auch deren Böden kontaktieren. Wenn mehrere oder viele Fäden gleichzeitig über die Rillenwalze laufen, kann zweckmäßig vorgesehen sein, daß jeder Faden in eine eigene Fadenrille zu liegen kommt, in der kein weiterer Faden liegt, was den Auftrag verbessert.
Man kann auch vorteilhaft vorsehen, daß der Faden aufeinanderfolgend über mehrere Auftragswalzen läuft. Dadurch läßt sich der Auftrag an Antihaftmittel noch weiter verbessern und es können ggf. auch zwei oder mehr unterschiedliche Antihaftmittel mittels Auftrags­ walzen auf den Faden aufgetragen werden. Dabei kann die Anordnung und Fadenführung so sein, daß der Faden im Falle von zwei von ihm aufeinanderfolgend kontak­ tierten Auftragswalzen zunächst mit seiner einen Umfangshälfte die eine Auftragswalze kontaktiert und dann mit seiner anderen Umfangshälfte die nächste Auftragswalze kontaktiert, wodurch der Auftrag über den Umfang vergleichmäßigt wird.
Die Menge/Zeit an Antihaftmittel, die die einzelne Auftragswalze auf den oder die sie kontaktierenden Fäden umfangsseitig aufbringt, läßt sich genau dosieren, vorzugsweise, indem das Antihaftmittel in die Auftragswalze in genau dosierter Menge/Zeit eingepreßt wird oder gegebenenfalls durch den Druck, mit dem das Antihaftmittel durch den porösen Mantel gepreßt wird.
Die Umfangsgeschwindigkeit der Auftragswalze an der Kontaktfläche mit dem oder den Fäden kann größer oder kleiner als die Fadenvorschubgeschwindigkeit sein, vorzugsweise so erheblich größer oder kleiner sein, daß hierdurch der Faden durch die Auftragswalze gleichzeitig auch geglättet wird. Jedoch ist es in vielen Fällen auch zweckmäßig, vorzusehen, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Auftragswalze in dem oder den von dem oder den Fäden kontaktierten Umfangs­ bereich oder -bereichen ungefähr der Fadenvorschub­ geschwindigkeit entspricht.
Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der von dem oder den Fäden kon­ taktierte poröse Mantel der Auftragswalze aus Sintermetall besteht, vorzugsweise aus Edelstahl. Es kommen jedoch auch andere Materialien für den porösen Mantel in Frage. So kann bspw. in vielen Fällen zweckmäßig der poröse Mantel aus porösem textilen Material, vorzugsweise aus Filz, aus verdichtetem, verklebtem Vlies oder aus Gewebe bestehen. In solchen Fällen ist es zweckmäßig, das textile Material auf ein Stützgerüst aufzubringen, bspw. es auf einen starren, gelochten Hohlzylinder oder einen steifen Gitterring aufzulegen. Auch kann der poröse Mantel oft zweckmäßig aus poröser Keramik oder dgl. bestehen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Spul- und Behandlungseinrichtung in schematischer, gebrochener Seitenansicht gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine Auftragswalze der Einrichtung nach Fig. 1 in längsgeschnittener Darstellung,
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer Schlichteeinrichtung in schematischer Darstellung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 4 einen gebrochenen Längsschnitt durch eine Auftragswalze zum Auftragen von Antihaftmittel der Einrichtung nach Fig. 3,
Fig. 5 einen gebrochenen Längsschnitt durch eine Auftragswalze gemäß einem weiteren Ausfüh­ rungsbeispiel,
Fig. 6 bis 9 Varianten von Anordnungen der Auftragswalzen der Schlichteeinrichtung nach Fig. 3,
Fig. 10 eine Schlichteeinrichtung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung in schema­ tischer Seitenansicht.
Die in Fig. 1 dargestellte Spul- und Behandlungsein­ richtung 9 weist eine Kreuzspul-Aufwindevorrichtung 10 auf. Der jeweilige Faden 11 wird von einer auf einen nicht dargestellten Spulenhalter vertikal aufge­ steckten Vorlagespule 13 über Kopf von der umfangs­ seitig durch angetriebene Tragwalzen 14 angetriebenen Kreuzspule 12 abgezogen. Dabei durchläuft der Faden 11 zuerst einen Fadenführer 15, dann läuft er über eine Umlenkrolle 16 zu einer nicht dargestellten Schlichte­ applikationseinrichtung, in der er mit Schlichteflotte versehen wird, und auf seinem weiteren Laufweg kontak­ tiert er danach zwei am Faden 11 anliegende, zu beiden Seiten der Fadenlaufbahn angeordnete Auftragswalzen 17 und wird dann von einer Verlegeschiene 18 zu der Kreuzspule 12 geleitet und auf dieser aufgewunden.
Die beiden horizontale Drehachsen aufweisenden Auftragswalzen 17 können gleich ausgebildet sein und dienen dem Auftrag eines fließfähigen Antihaftmittels auf die untere und die obere Umfangshälfte des sie kontaktierenden Fadens 11.
Diese Auftragswalzen 17 können durch einen nicht dargestellten Antriebsmotor mit vorbestimmten, einstellbaren Drehzahlen angetrieben sein oder sie können ggf. auch nur drehbar gelagert und von dem Faden 11 angetrieben werden. Im ersteren Falle kann ihre Drehzahl vorzugsweise so eingestellt sein, daß ihre Umfangsgeschwindigkeiten an den Stellen, an denen sie den Faden 11 kontaktieren, erheblich größer oder erheblich kleiner als die Fadenlaufgeschwindigkeit sind, wodurch der Faden 11 geglättet werden kann, indem abstehende Fasern an den Faden angelegt werden. Sie können bei höherer oder niedrigerer Umfangsgeschwindigkeit, als der Fadenlaufgeschwindigkeit entspricht, auch dem Verstreichen des von ihnen auf den Faden 11 aufge­ tragenen Antihaftmittels auf dem Faden 11 dienen. Wenn sie vom Faden 11 angetrieben werden, entsprechen ihre Umfangsgeschwindigkeiten ungefähr der Faden­ laufgeschwindigkeit oder sie können hierzu auch moto­ risch angetrieben sein.
Gegebenenfalls ist es auch möglich, nur eine einzige Faden­ auftragswalze 17 vorzusehen, oder mehr als zwei Fadenauftragswalzen.
Ein Ausführungsbeispiel einer Fadenauftragswalze 17 der Vorrichtung 9 nach Fig. 1 ist in Fig. 2 dargestellt. Diese weist einen Ring 19 oder Mantel ungefähr recht­ eckförmigen Querschnittes aus porösem Material auf. Sein Innenraum ist an der einen Stirnseite durch eine Verschlußplatte 20 abgedichtet und an der anderen Stirnseite ist ein Wellenzapfen 21 mittels seines Flansches 22 an diesem Ring 19 so befestigt, daß der Innenraum 23 des Ringes 19 über den größten Teil seines Umfanges unabgedeckt bleibt. Der Wellen­ zapfen 21 dient der fliegenden Lagerung dieser Auf­ tragswalze 17 und weist eine axiale Durchgangsbohrung 24 auf. Der Wellenzapfen 21 ist in einem auch als stationäre Zuleitung für das Antihaftmedium dienen­ den Rohr 8 durch O-Ringe nach außen abgedichtet dreh­ bar gelagert. Diese Zuleitung 8 leitet das von einer nicht dargestellten Pumpe geförderte Antihaftmittel in den Walzeninnenraum 23 mit vorbestimmter zeitlicher Fördermenge oder mit einstellbarem Druck ein und dieses füllt dann diesen gesamten lichten Innenraum 23 der Walze 17 aus und infolge des Druckes, unter dem es steht, wird es durch die Poren des Ringes 19 hindurch in eine Fadenrille 25 des Ringes 19 gedrückt. In diese Fadenrille 25 kommt der Faden 11 zu liegen. Die gesamte Außen­ oberfläche des porösen Ringes 19 ist mit Ausnahme der konzen­ trischen Fadenrille 25 durch einen für das Antihaftmittel undurchlässigen Überzug abgedichtet, so daß das Anti­ haftmittel nur in die Rille 25 gepreßt werden kann und hier nimmt der Faden 11 es auf. Dieses Antihaftmittel wird in solcher Menge auf den Faden aufgetragen, daß die gegenseitige Verhaftung benachbarter Faden­ windungen auf der Kreuzspule 12 stark verringert oder eli­ miniert wird, so daß beim späteren Abwinden des Fadens 11 von dieser Kreuzspule 12 die Fadenspannung gleich­ mäßiger bleibt und der Faden durch das Abwinden nicht oder wesentlich weniger als ohne dieses Anti­ haftmedium aufgerauht werden kann.
In Fig. 3 ist schematisch eine Schlichteeinrichtung 26 dargestellt. Sie weist eine Schlichteapplikations­ einrichtung 27, ferner zwei ihr nachgeordnete Auf­ tragswalzen 17 zum Auftragen von Antihaftmittel auf die Fäden 11 der jeweils zu schlichtenden Fa­ denschar und eine Aufwindevorrichtung 10′ (Aufbäum­ vorrichtung) zum Aufwinden, d. h. Aufbäumen der Fäden 11 auf einen Kettbaum 29 auf. Mit 28 ist eine Fadentransportvorrichtung zum Transportieren der Fäden mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit be­ zeichnet.
Die Fäden 11 werden von einem Schärbaum 30 abgezogen.
Die Schlichteapplikationseinrichtung 27 weist einen Trog 31 für die Schlichteflotte 34 und eine in diese teilweise eintauchende angetriebene Tauchwalze 32 auf. An die Tauchwalze 32 ist ein Rakel 33 ange­ drückt, das der Vergleichmäßigung der Beschichtung der Tauch­ walze 32 mit Schlichteflotte dient. Im Abstand ober­ halb des Rakels 33 gelangen die Fäden 11 auf den obe­ ren Umfangsbereich der Tauchwalze 32 und nehmen hier Schlichteflotte auf und wandern dann mit kon­ stanter Vorschubgeschwindigkeit zu der vorderen Auftragswalze 17, die sie mit ihren unteren Umfangs­ hälften obenseitig kontaktieren und danach zur hin­ teren Auftragswalze 17, die von den Fäden 11 mit ihren oberen Umfangshälften untenseitig kontaktiert wird. Diese Auftragswalzen 17 tragen so auf jeden Faden 11 Antihaftmittel an zwei einander diametral gegenüberliegenden Umfangshälften auf, wodurch besonders gute Verteilung des Antihaftmit­ tels auf die Fäden 11 erreicht wird. Das Antihaft­ mittel kann auf den Fäden nach seinem Auftragen noch weiter verfließen, um so mehr diese Fäden 11 mit Schlichteflotte benetzt und hierdurch feucht sind.
Diese Schlichteeinrichtung 26 weist keine Trocknungs­ zone für die Fäden 11 auf, so daß diese ungetrocknet, d. h. in noch feuchtem Zustand auf den Kettbaum 29 aufgewunden werden.
Die beiden Auftragswalzen 17 können gleich ausgebil­ det sein.
In den Fig. 4 und 5 sind zwei Ausführungsbeispiele solcher Auftragswalzen 17 längsgeschnitten darge­ stellt. Jede Auftragswalze 17 weist einen langge­ streckten Ring oder Mantel 19 aus porösem Material auf, der sich über die Breite der durch die Fäden 11 gebildeten Fadenschar erstreckt. In Fig. 4 ist dieser Mantel 19 umfangsseitig mit sich um seinen Umfang herum erstreckenden kreisrunden, zueinander parallelen Fadenrillen 25 versehen, so daß es sich hier um eine Rillenwalze handelt. Dagegen ist dieser Mantel 19 bei der Aus­ führungsform nach Fig. 5 umfangsseitig kreis­ zylindrisch und glatt. Die einen Stirnseiten die­ ser beiden Auftragswalzen 17 sind vollständig durch den an ihnen befestigten Flansch eines Wel­ lenzapfens 35 abgedichtet. Auch die anderen Stirn­ seiten sind durch je einen hier befestigten Flansch eines Wellen­ zapfens 21 abgedichtet, wobei jedoch diese Wellenzap­ fen 21 von je einer axialen Durchgangsbohrung 24 als Zuführungskanal für das Antihaftmittel durchdrungen sind. Dieses Antihaftmittel wird von einer nicht dargestellten stationären Zuleitung aus, die über eine drehbar gelagerte Ringdichtung an den Wellenzapfen 21 angeschlossen sein kann, in den von dem Mantel 19 umfangsseitig begrenzten Innen­ raum 23 der Auftragswalze 17 vorzugsweise mittels einer Dosier­ pumpe eingepreßt und steht so in diesem Innenraum 23 unter Druck und wird hierdurch durch die Poren des porösen Man­ tels 19 nach außen zu dessen Außenumfangsfläche bzw. in die Fadenrillen 25 in vorbestimmter Menge/Zeit gedrückt, wo die Fäden 11 es aufnehmen.
Anstatt zwei Auftragswalzen 17 für Antihaftmittel am Fadenlaufweg der Schlichteeinrichtung 26 nach Fig. 3 anzuordnen, können oft zweckmäßig auch nur eine einzige solche Auftragswalze oder mehr als zwei solcher Auftragswalzen angeordnet sein. Einige zweckmäßige Aus­ führungsbeispiele für Anordnungen von Auftragswalzen 17 sind in den Fig. 6-9 dargestellt, wo nur die Auftragswalzen 17 dargestellt sind. Die sie aufwei­ sende Schlichteeinrichtung kann bspw. in den hier nicht dargestellten Teilen der Fig. 3 oder 10 entsprechen.
Bei der Anordnung nach Fig. 6 sind vier Auftrags­ walzen 17 für Antihaftmittel vorhanden, von denen jede von allen Fäden 11 der diese Schlichteeinrich­ tung durchlaufenden Fadenschar 11′ kontaktiert wird, wobei jeweils zwei übernächste dieser Auftragswalzen 17 gegenüber den Oberseiten und die beiden anderen Auf­ tragswalzen 17 gegenüber den Unterseiten der Fäden 11 angeordnet sind. Hierdurch gelingt besonders gleich­ mäßige Verteilung des Antihaftmittels auf den Fäden 11. Ferner durchlaufen in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 die Fäden die Anordnung der Auftrags­ walzen 17 mit nur geringen Auslenkungen, was besonders dann zweckmäßig sein kann, wenn die Umfangsgeschwindigkeiten der Auftragswalzen 17 erheb­ lich größer oder kleiner als die Vorschubgeschwindig­ keit der Fäden 11 sind.
Dagegen lenken bei der Anordnung nach Fig. 7 die eben­ falls alternierend den Oberseiten und den Unter­ seiten der Fäden 11 gegenüberliegenden Auftrags­ walzen 17 für das Antihaftmittel diese Fäden 11 stärker aus. Dies kann insbesondere dann oft zweckmäßig sein, wenn die Umfangsgeschwindigkeiten der Auftragswalzen 17 ungefähr der Fadenlaufgeschwin­ digkeit entsprechen.
Bei der Anordnung nach Fig. 8 sind insgesamt zwei Auftragswalzen 17 für Antihaftmittel vorhanden, die beide gegenüber derselben Seite der Fäden 11 der Fadenschar 11′ angeordnet sind, wobei eine zwischen ihnen angeordnete Umlenkwalze 36 die Fäden 11 der Fadenschar in einem stumpfen Winkel umlenkt, um größere Umschlingungswinkel der Fäden 11 an den Auftragswalzen 17 zu erreichen. Bei der Anordnung der Auftragswalzen 17 für Antihaftmittel nach Fig. 9 sind insgesamt vier Auftragswalzen für Antihaftmittel vorgesehen, die die Fadenschar teilen und so nur zum Teil dieselben Fäden kontaktieren. Und zwar wird die Fadenschar 11′ an der von ihr zuerst kontaktierten vordersten (ersten) Auftragswalze 17 in zwei Teilkettbahnen 11′′ geteilt, von denen jede jeweils übernächste Fäden der ursprünglichen Faden­ schar 11′ mit entsprechend nur der halben Faden­ dichte der ursprünglichen Fadenschar11′ aufweist. Die obere Teilkettbahn 11′′ läuft dann über die zweite Fadenauftragswalze 17 und die untere Teil­ kettbahn 11′′ über die dritte Fadenauftragswalze 17 und die beiden Teilkettbahnen vereinen sich dann an der vierten, hintersten Fadenauftragswalze 17 wieder zu einer einzigen Fadenschar 11′. Diese vier Auftragswalzen 17 sind also so angeordnet, daß jeder Faden 11 insgesamt drei Fadenauftragswalzen 17 kon­ taktiert, wobei jeder Faden der unteren Teilkett­ bahn 11′′ einmal untenseitig und zweimal obenseitig von den auf ihn Antihaftmittel auftragenden Auftrags­ walzen 17 kontaktiert wird, wogegen die Fäden 11 der oberen Teilkettbahn 11′′ von den auf sie Antihaftmedium auftragenden drei Auftragswalzen 17 zweimal untenseitig und einmal obenseitig kontaktiert wird. Es ergibt sich hierdurch insgesamt besonders gute Verteilung des Antihaftmittels auf den Fäden 11.
Die Schlichteeinrichtung 26′ gemäß der Ausführungsform nach Fig. 10 unterscheidet sich von der nach Fig. 3 lediglich dadurch, daß zwischen der Schlichteappli­ kationseinrichtung 27 und den beiden Auftragswalzen 17 für Antihaftmittel noch ein Quetschwalzenpaar 37 und zwei, eine Trocknungszone bildende, beheizte Trockenzylinder 39 angeordnet sind.
Das Quetschwalzenpaar 37 dient dem Quetschen der Fäden 11 der Fadenschar 11′. Dabei kann jedoch besonders vorteilhaft vorgesehen sein, daß dieses Quetschwal­ zenpaar 37 nicht dem Abquetschen überschüssiger Schlichteflotte von den Fäden 11 dient, sondern dem Vergleichmäßigen des Schlichteauftrages auf die Fäden 11, indem die Schlichteapplikationsein­ richtung 27 bspw. mittels des Rakels 33 auf solche Auf­ tragsstärke der Schlichteflotte auf die Fäden 11 eingestellt ist, daß am Quetschwalzenpaar 37 die Fäden 11 ohne überschüssige, durch die Quetsch­ walzen abpreßbare Schlichteflotte ankommen. Der Schlichteauftrag auf die Fäden 11 kann also vorzugs­ weise so gering sein, daß die Quetschwalzen nur dem Verteilen der Schlichteflotte auf den Fäden 11 und nicht dem Abquetschen von Schlichteflotte die­ nen, so daß am Quetschwalzenpaar 37 keine Schlichte­ flotte von den Fäden abgeht oder allenfalls nur unwesentliche Mengen Schlichteflotte. Dieser geringe Schlichteauftrag wird durch das von den Auftrags­ walzen 17 auf die Fäden 11 aufgetragene Antihaft­ mittel ermöglicht.
Die Temperatur der Trockenzylinder 39 kann ferner vorzugsweise infolge des durch Auftragswalzen 17 auf die Fäden 11 aufgetragenen Antihaftmittels so niedrig eingestellt werden, daß die Fäden 11 durch die Trockenzylinder 39 nicht vollständig ge­ trocknet werden, sondern nur ihre Feuchtigkeit verringert wird, so daß sie trotz der Beheizung durch die Trockenzylinder 39 auf den Kettbaum 29 noch feucht aufgewunden werden, was, wie bereits erwähnt, besonders vorteilhaft ist.
Es ist auch möglich, die durch die Trockenzylinder 39 gebildete Trocknungszone an anderer Stelle anzu­ ordnen, bspw. in vielen Fällen zweckmäßig zwischen der oder den Auftragswalzen und dem Kettbaum oder in vielen Fällen auch zwischen zwei Auftragswalzen für Antihaftmittel. Auch können mehrere Trock­ nungszonen vorgesehen sein.
Anstelle des gesonderten Quetschwalzenpaares 37 kann auch vorgesehen sein, an die Tauchwalze obenseitig eine Quetsch­ walze anzudrücken, so daß diese beiden Walzen dann zu­ sammen ein Quetschwalzenpaar bilden.
Wie dargestellt, sind bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 3, 6 bis 8 und 10 die Auftragswalzen 17 jeweils Rillenwalzen, wogegen sie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 glatten, kreiszylindrischen Umfang haben.
Gegebenenfalls kann man zweckmäßig die Umfangsoberfläche der Auftragswalze 17 an den Stellen, an denen sie nicht von Fäden kontaktiert wird, gegen Durchtritt bzw. Austritt von Antihaftmitteln abdichten.

Claims (19)

1. Verfahren zum Behandeln von Fäden auf ihrem Laufweg zu mindestens einer Spule oder einem Kett-, Zettel- oder Schärbaum - nachfolgend Baum genannt -, wobei auf diesem Laufweg die Fäden mit Schlichteflotte behandelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß auf den oder die Fäden nach dem Behandeln mit Schlichteflotte vor ihrem Aufwinden auf die mindestens eine Spule oder den Baum ein fließfähiges Antihaftmittel aufgebracht wird, durch das die gegenseitige Verhaftung der auf der Spule bzw. dem Baum einander benachbarten Fadenwindungen reduziert oder verhindert wird und daß die Fäden in noch feuchtem Zustand auf die mindestens eine Spule oder den Baum aufgewunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Antihaftmittel auf dem mindestens einen Faden aufgetragen wird, während dieser vom Schlichten her noch feucht ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Faden nach dem Auftrag der Schlichteflotte ungequetscht zu der mindestens einen Auftragswalze läuft.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Antihaftmittel Mineralöle, Polyäthylenglykol, Derivate des Poly­ äthylenglykols, sulfonierte Öle, Triglyceride, Silicone, Mischungen von Siliconen oder Mischungen mindestens eines Silicons mit mindestens einer anderen Substanz verwendet werden.
5. Vorrichtung zum Behandeln von Fäden auf dem Laufweg zu mindestens einer Spule oder einem Baum, wobei die Fäden auf diesem Laufweg eine Schlichteapplika­ tionseinrichtung zum Behandeln mit Schlichteflotte durchlaufen, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlichteapplikations­ einrichtung (27) mindestens eine Auftragswalze (17) zum Auftragen des Antihaftmittels auf den oder die Fäden (11) vor ihrem Aufwinden auf die mindestens eine Spule (12) oder den Baum (29) nachgeordnet ist, welche einen das Antihaftmittel von innen nach außen hindurchlassenden porösen Mantel (19) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich­ net, daß die Schlichteapplikationseinrichtung (27) eine Tauchwalze (32) aufweist, die in einen die Schlichteflotte (34) enthaltenden Trog (31) eintaucht, und daß die Fäden (11) den Umfang der Tauchwalze außerhalb der Schlichteflotte kontaktieren.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie frei von mit künstlicher Wärme arbeitenden Trocknungszonen ist (Fig. 1, 3).
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine Trocknungszone zum Trocknen der Fäden oder zum Verringern der Feuchtigkeit der feucht bleibenden Fäden (11) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Fäden kontaktierte Außenoberfläche der Auftragswalze eine kreiszylindrische Außenumfangsfläche ist, oder daß die Auftragswalze (17) eine Rillenwalze ist, die mindestens eine Fadenrille (25) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindig­ keit der Auftragswalze (17) an der oder den Kontaktstellen mit dem oder den Fäden (11) größer oder kleiner als die Fadenvorschubgeschwindigkeit ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindig­ keit der Auftragswalze (17) an dem oder den von dem oder den Fäden (11) kontaktierten Bereich oder Bereichen ungefähr der Fadenvorschubgeschwindigkeit entspricht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der poröse Mantel (19) der Auftragswalze (17) aus Sintermetall besteht.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der poröse Mantel (19) der Auftragswalze (17) aus textilem Material, vorzugsweise aus Filz, aus verdichtetem, verklebtem Vlies oder aus Gewebe besteht.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem oder den Fäden (11) kontaktierte poröse Mantel (19) der Auftragswalze (17) aus Keramik besteht.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sie kein dem Einpressen der Schlichteflotte in die Fäden (11) dienendes Quetschwalzenpaar aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie bezogen auf die Fadenlaufrichtung stromaufwärts der oder den Auftragswalzen (17) ein der Schlichteapplikations­ einrichtung (27) zugeordnetes Quetschwalzenpaar (37) aufweist, das jedoch nicht dem Abquetschen überschüssiger Schlichteflotte dient, sondern dem Vergleichmäßigen des Schlichteflotteauftrages und ggf. dem Einpressen der Schlichteflotte auf bzw. in die Fäden (11), indem die Schlichteapplikations­ einrichtung (27) auf solche Auftragsstärke der Schlichteflotte auf die Fäden (11) eingestellt ist, daß am Quetschwalzenpaar (37) die Fäden ohne überschüssige, durch die Quetschwalzen (37) abquetschbare Schlichteflotte ankommen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein mehrerer Auftragswalzen (17) jeder Faden durch alle Auftragswalzen (17) kontaktierbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Schlichteapplikationseinrichtung mit Schlichteflot­ te behandelte Fadenschar (11′) geteilt wird und daß jede hierdurch erhaltene Teilkettbahn (11′′) mindestens eine Auftragswalze (17) zum Auftragen von Antihaftmittel auf ihre Fäden kontaktiert.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilung der Fadenschar (11′) an einer Auftragswalze (17) beginnt und vorzugsweise an einer anderen Auftragswalze (17) die Teilkettbahnen (11′′) wieder zu einer einzigen Fadenschar (11′) vereinigt werden.
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