DE34231C - Elektrische Bogenlampe - Google Patents

Elektrische Bogenlampe

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DE34231C
DE34231C DENDAT34231D DE34231DC DE34231C DE 34231 C DE34231 C DE 34231C DE NDAT34231 D DENDAT34231 D DE NDAT34231D DE 34231D C DE34231D C DE 34231DC DE 34231 C DE34231 C DE 34231C
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electric arc
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DENDAT34231D
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• FIRMA HENRI PIEPER FILS in Lüttich
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/009Controlling of arc lamps with tightening devices

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  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
HENRI PIEPER fils in LÜTTICH. Elektrische Bogenlampe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. December 1884 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Bogenlampe, welche wie die Differentiallampen in Serien, aufserdem aber auch entweder einzeln oder in Serien von zwei oder mehreren Lampen parallel mit Glühlampen, Elektromotoren oder dergleichen geschaltet werden kann, ohne dafs es nothwendig wäre, wie bisher, bei parallel geschalteten Regulatoren bedeutende Widerstände, welche einen erheblichen Kraftverlust verursachen, anzuwenden und ohne dafs ein Zucken wie bei allen bisherigen Bogenlampen eintritt, wenn nur zwei derselben hinter einander geschaltet werden.
Der gedachte Zweck wird dadurch erreicht, dafs zur Regulirung der Kohle oder des Kohlenhalters als Vermittler der Bewegung Reibungsschaltwerke benutzt werden, welche durch directe Wirkung von Solenoiden oder Elektromagneten die absetzende Fortschreitung der Kohle oder des Kohlenhalters genau in dem Mafse ermöglichen, als es die Veränderung des Stromes im Lichtbogen fordert. Hierdurch wird erreicht:
1. dafs die Kohle nicht wie bei Benutzung der Schwerkraft, Federkraft u. s. w. oder Anwendung von Elektromotoren und continuirlich wirkenden Solenoiden eine Beschleunigung erfährt, durch welche sie leicht über das beabsichtigte Ziel hinausgelangt, sondern dafs sie auf ihrem ganzen Wege dauernd und sicher geführt bleibt;
2. dafs nicht wie bei Zahnrädern mit noch so feiner Theilung der Vorschub auf bestimmte, durch den Gonstructionsmechanismus von vornherein unabänderlich festgestellte Grenzen beschränkt wird, sondern dafs durch beliebig kleine, aber mit mathematischer Genauigkeit zu bestimmende Wege in äufserst rascher Aufeinanderfolge ein continuirlicher Vorschub bewirkt wird, welcher ermöglicht, Lampen mit kleinem Lichtbogen und geringer Lichtstärke parallel mit Glühlampen in denselben Stromkreis einzuschalten, ohne dafs ein Zucken der letzteren eintritt.
Der zur Regulirung verwendete Strom kann entweder in einer Zweigleitung zum Lichtbogen oder in der Hauptleitung liegen.
Von den mannigfachen Frictionsschaltwerken, welche diese Aufgabe erfüllen, sollen als Beispiel einige der einfachsten hervorgehoben werden.
Bei der in Fig. 1, 2 und 3 dargestellten Regulatorlampe wird der Kohlenhalter a, welcher die obere (positive) Kohle trägt, durch ein Frictionsschaltwerk in der Weise vorgeschoben, dafs der als Anker eines Elektromagneten dienende Schaltkegel c beim Anzug des letzteren den mit ihm verbundenen und um den Drehpunkt g schwingenden Druckklotz d gegen den Kohlenhalter α prefst und denselben infolge der hierdurch zwischen ihnen entstehenden Reibung mitnimmt, während der Bremsklotz e gleichzeitig durch eben denselben Anzug des Elektromagneten von der Kohle bezw. dem Kohlenhalter sich löst. Je nachdem der Elektromagnet in einem Nebenschlufs zum Lichtbogen, Fig. 4, oder in der Hauptleitung, Fig. 5, liegt, wird, wie die schematische Darstellung ergiebt, im ersteren Falle der Hebel angezogen, in letzterem losgelassen, wenn der Widerstand im Lichtbogen zu grofs wird. Durch die Wirkung des Unterbrechers χ wird
der Hebel in seine ursprüngliche Lage so oft zurückgeführt bezw. aus derselben gelöst, bis die Kohle die gewünschte Stellung erreicht.
Fig. 6 stellt die Anwendung des Frictionsschaltwerkes an einer Dirferentiallampe dar.
Die beschriebene Vorrichtung ist in Fig. 11 dahin modificirt, dafs nicht der Elektromagnet feststeht, sondern dafs derselbe mit dem Brems- und Druckklotz um den Punkt g schwingt. Statt des vorher cylindrischen Kohlenhalters a sind hier zur Verringerung der Reibung zwei Rollen m mit passend ausgedrehten Vertiefungen dargestellt, welche, in einem gemeinschaftlichen Gestell drehbar, möglichst central zur Druckrichtung der Druck- und Bremsklötze gelagert sind, um das Zerbrechen der Kohle zu verhindern. Aus Fig. 13 bis 16 sind andere Lösungen ersichtlich und bei einigen derselben statt des einfach wirkenden Vorschubes der doppeltwirkende Vorschub dargestellt. Um bei Beginn der Beleuchtung, wenn die Kohlen auf einander liegen, den Lichtbogen schnell und sicher bilden zu können, dienen Einrichtungen, welche sich von den bisher zu demselben Zwecke angewendeten Mechanismen dadurch unterscheiden, dafs die Kohlen sich nicht plötzlich, sondern allmälig von einander entfernen. Letzteres ist von grofser Wichtigkeit, da die Erfahrung gezeigt hat, dafs eine rasche und plötzliche Entfernung der Kohlen dem Lichtbogen nicht genügend Zeit zur Bildung gewährt und daher die Zündung häufig versagt. Die allmälige Bewegung des Kohlenhalters wird bei der vorliegenden Einrichtung dadurch herbeigeführt, dafs man der Kohle zugleich mit der geradlinigen Bewegung eine Drehung um ihre Achse ertheilt.
Zu dem Zwecke endigt der untere Kohlenhalter in den Kern o, Fig. 2, eines Solenoids q mit steilem Gewinde, dessen Mutter η im Lampengestell befestigt ist; eine Feder ρ sucht diesen Kern, der Wirkung des Solenoids entgegen, nach oben zu drücken.
Die Wirkung der Vorrichtung ist folgende:
Geht der Strom durch die beiden einander berührenden Kohlen und also auch durch die Windungen des Solenoids, so wird hierdurch der untere Kohlenhalter heruntergezogen und der Lichtbogen bildet sich, während die schraubenförmige Drehung der Kohle stattfindet.
In den Fig. 7 bis 10 sind die Details der Construction einer Lampe mit festem Brennpunkt dargestellt, bei welcher der Hebel dem oberen Kohlenhalter parallel gestellt ist. Die Entfaltung des Lichtbogens geschieht hier auf folgende Weise:
Die Schnurrolle A mit den für diese Art Lampen üblichen zwei Hohlkehlen ist nicht fest, sondern in einem auf dem Zapfen P drehbaren Hebel gelagert, dessen Position durch eine Spiralfeder regulirt wird. Kommt nun der Strom an, so functionirt der Hebel T, bis die Kohlenspitzen zusammentreffen. In diesem Moment wird der mit dickem Draht bewickelte Magnet E magnetisiri und zieht den Hebel mit der Rolle A herab, wie in Fig. ioa punktirt angegeben, so dafs, während der obere Kohlenhalter durch den Druck der Klötze α festgehalten wird, der untere Kohlenhalter niedergeht und die zur Entfaltung des Lichtbogens erforderliche Trennung der Kohlenspitzen bewirkt.
Werden Wechselströme benutzt, so kann man die Unterbrechungsfeder fortlassen, weil infolge der Natur der Wechselströme der Hebel T auch ohne dieselbe ins Vibriren gerathen würde.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Bei elektrischen Bogenlichtlampen der Vorschub des Kohlenhalters bezw. der Kohle in der Weise, dafs ein mit Selbstunterbrechung arbeitender Elektromagnet durch seine eigenen oder durch die Schwingungen seines Ankers gleichzeitig von den an demselben Hebel sitzenden beiden Theilen, nämlich dem die Bewegung hemmenden Bremsklotz e und dem die Verschiebung bewirkenden Druckklotz d, den Klotz e auslöst und den Klotz d in Thätigkeit setzt.
  2. 2. Bei der durch Patent-Anspruch 1. gekennzeichneten Bogenlampe die Anwendung einer Schnurrolle, welche in einem um einen Punkt drehbaren Hebel gelagert ist und sich unter der Anziehung eines Elektromagneten derart senkt, dafs die Entfaltung des Lichtbogens in der an Fig. 7 bis 10 erläuterten Weise von Statten geht.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT34231D Elektrische Bogenlampe Expired - Lifetime DE34231C (de)

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