DE340965C - Selbstschlusshahn mit Gegendruckkammer - Google Patents

Selbstschlusshahn mit Gegendruckkammer

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DE340965C
DE340965C DE1919340965D DE340965DD DE340965C DE 340965 C DE340965 C DE 340965C DE 1919340965 D DE1919340965 D DE 1919340965D DE 340965D D DE340965D D DE 340965DD DE 340965 C DE340965 C DE 340965C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03DWATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
    • E03D3/00Flushing devices operated by pressure of the water supply system flushing valves not connected to the water-supply main, also if air is blown in the water seal for a quick flushing
    • E03D3/02Self-closing flushing valves
    • E03D3/06Self-closing flushing valves with diaphragm valve and pressure chamber for retarding the valve-closing movement

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Safety Valves (AREA)

Description

Insbesondere für Klosettspülvorrichtungen bestimmte Selbstschlußhähne mit Gegendruckkammer und Hilf sabschlußorgan sind bekannt. Hierbei ist auch schon vorgeschlagen worden, das Hilfsabschlußorgan derart anzuordnen, daß es einerseits unter dem Druck des Wassers steht, der bestrebt ist, das Hilfsabschlußorgan zu öffnen, andererseits aber unter dem Druck einer auf Schließen wirkenden Feder,
ίο wobei das Hilfsabschlußorgan nach außen durch eine Membran abgedichtet ist. Tritt in diesem Fall ein Bruch der Feder ein oder wird dieselbe lahm, so wird das Hilfsabschlußorgan unter dem Druck des Wassers geöffnet, und der Zweck des Selbstschlußhahnes wird nicht mehr erfüllt.
Dies zu vermeiden, ist Zweck vorliegender Erfindung. Dieselbe besteht im wesentlichen darin, daß bei einem Selbstschlußhahn mit Ge-
ao gendruckkammer und federbelastetem Hilfsabschlußorgan, welches nach außen durch eine Membran abgedichtet ist, nicht nur der Druck der Feder, sondern auch jener des Wassers im schließenden Sinne auf die Membran derart
as wirkt, daß bei Bruch oder Lahmwerden der Feder ein Schließen des Hilfsabschlußorgans unter dem Druck des Wassers erfolgt. Dabei ist die Einrichtung zweckmäßig so getroffen, daß der aus einer von außen regelbaren Spitzschraube bestehende Frostmitlauf in das Hilfsabschlußorgan oder dessen Führungsstange eingebaut ist, was im Gegensatz zur bisher bekannten Anordnung des Frostmitlaufes im Hahngehäuse nicht nur eine vereinfachte Herstellung, sondern auch ein einfacheres Aussehen der ganzen Einrichtung bedingt.
Eine Ausführungsform eines derartigen Selbstschlußhahnes ist in Fig. ι im achsialen Schnitt, in Fig. 2 im Grundriß bei abgenommenem Oberteil und herausgenommenem Hauptabschlußorgan und in Fig. 3 im Schnitt' nach der Linie a-a dargestellt. Fig. 4 ist ein achsialer Schnitt durch das Hilfsabschlußventil.
Wie hieraus ersichtlich, ist 1 der Unterteil 4S des Selbstschlußhahnes, welcher die Druckkammer 2 enthält, den Wassereinlauf stutzen 3, den Wasserauslaufstutzen 4 und den konzentrisch in denselben eingebauten ringförmigen Ventilsitz 5 aufnimmt. Auf dem letzteren sitzt im Ruhezustande das Hauptabschlußorgan 6, welches durch eine Membran 7 geführt ist. Die letztere wird durch den Oberteil 8 des Selbstschlußhahnes gegen den unteren Teil 1 desselben gepreßt; oberhalb der Membran 7 im oberen Teil 8 des Selbstschlußhahnes befindet sich die Gegendruckkammer 9. Diese ist mit der Druckkammer 2 durch den Zugangkanal 10 (Fig. 3) verbunden, dessen Durchgangsquerschnitt durch ein Organ 11 geregelt werden kann. 12 ist der Abgangkanal der Gegendruckkammer, welcher zum Auslauf stutzen 4 führt. 13 ist ein demunteren Teil ι des Selbstschlußhahnes angehörender Ringkanal, welcher die " beiden Kanäle 10 und 12 miteinander verbindet.
Bei diesem bekannten Selbstschlußhahn ist nun die Einrichtung getroffen, daß das im
übrigen seinem Wesen nach ebenfalls bekannte Hilfsventil 14, welches früher in der Mitte des oberen Teiles 8 angeordnet war, zwischen den Abgangkanal 12 der Gegendruckkammer und den Auslaufstutzen 4 des Selbstschlußhahnes eingebaut ist. Es sitzt hierbei in einer zwischen Abgangkanal 12 und Auslaufstutzen 4 eingeschalteten und hiermit durch entsprechende Öffnungen verbundenen Kammer 15. Die Ventilstange 16 ist durch eine Membran 17 geführt und nach außen abgedichtet. Sie trägt ferner einen nach außen ragenden Druckknopf 18, der in einer Überwurfmutter 19 des Unterteiles 1 des Selbstschlußhahnes gleitet. Diese Überwurfmutter bewirkt im übrigen auch das Festpressen der Membran 17. Gegen den Bund 20 der Ventilstange 16 drückt die die Ventilstange 16 umgebende Feder 21, die sich im übrigen gegen die Rückwand des Hilfsventilgehäuses 15 stützt. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß der Druck dieser Feder auf Schluß des Hilfsventiles 14 wirkt, und daß im Ruhezustand der auf das Hilfsventil 14 ausgeübte Druck des Wassers in der Hilfsventilkammer 15 ganz oder nahezu ausgeglichen wird durch den Druck des Wassers auf die Membran 17, so daß beim öffnen des Hilfsventil 14 (durch Druck auf den Druckknopf 18) lediglich der Druck der Feder 21 zu überwinden ist.
Die Wirkungsweise des Selbstschlußhahnes ist im wesentlichen die bekannte. Im Ruhezustande steht das Wasser im Einlaufstutzen 3, in der Druckkammer 2, im Kanal 10, in der Gegendruckkammer 9, im Kanal 12, im Ringkanal 13 und in der geschlossenen Ventilkammer 15 unter gleichem Druck. Wird nun auf Druckknopf 18 gedrückt, so fließt Wasser aus Ventilkammer 15, Kanal 12, Ringkanal 13 und Gegendruckkammer 9 nach dem Auslaufstutzen 4 ab, und infolge der Druckverringerung in der Gegendruckkammer 9 wird das Hauptabschlußorgan 6 unter dem Druck des Wassers in der Druckkammern gehoben, so daß Druckwasser unmittelbar aus dem an den Zulaufkanal 3 angeschlossenen Druckraum 2 durch den ringförmigen Ventilsitz 5 und den Auslaufstutzen 4 sich entleeren kann. Hierbei wird Luft durch die Öffnung 22 angesaugt. Läßt man den Druckknopf 18 wieder frei, so wird Ventil 14 unter der Wirkung der Feder2i geschlossen, und es strömt Druckwasser von der Druckkammer 2 durch Kanal 10 in die Gegendruckkammerg und von hier durch Kanal 12 in die Ventilkammer 15. Gleichzeitig füllt sich auch wieder der Ringkanal 13 vollkommen mit Druckwasser. Die Folge davon ist, daß das Hauptabschlußorgan 6 sich wieder auf den ringförmigen Ventilsitz 5 setzt und abschließt.
Eine weitere Verbesserung liegt ferner in der Anordnung des sogenannten Frostmitlaufes. Derselbe bestand bis jetzt meist in einem Hahn, der im Unterteil des Selbstschlußhahnes selbständig angeordnet war und bei Frost etwas geöffnet wurde, so daß ständig Druckwasser aus der Gegendruckkammer nach dem Auslauf übertreten konnte. Im Gegensatz hierzu wird dieser Frostmitlauf im vorliegenden Falle im Hilf sabschlußventil 14 und in dessen Stange 16 untergebracht. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist in der Ventilstange 15 und im Ventil 14 ein Längskanal 23 angeordnet, der durch eine Öffnung 24 mit der Ventilkammer 15 in Verbindung steht. Eine rückwärts im Kanal 13 geführte und von außen zugängliche Schraube 25 mit Spitze 26 gestattet, den Kanal 23 ganz oder mehr oder minder abzuschließen. Bei Frost wird diese Schraube etwas gelüftet, so daß stets Wasser durch Öffnung 24 und Kanal 23 ablaufen kann. Eine ebenfalls von außen zugängliche Gegenschraube 26 sichert die jeweilige Stellung der Frostschutzschraube 25.
Das Regelorgan 11 ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, im vorliegenden Falle durch eine Spitzschraube gebildet. Dieselbe gestattet eine genauere Regelung wie die bisher zum gleichen Zweck vorgesehenen Hähne.
Damit das öffnen des Hauptabschlußorgans 6 möglichst rasch und das Schließen desselben behufs Vermeidung oder Verringerung des Rückschlages möglichst langsam vor sich geht, kann das Hauptabschlußorgan 6 unter den Einfluß einer Feder gebracht werden, die bei Druckverminderung in der Gegendruckkammer 9 das Hauptabschlußorgan rasch hebt, beim Füllen der Gegendruckkammer aber bremsend wirkt. Eine Ausführungsform einer derartigen Einrichtung ergibt sich aus Fig. i. Hierbei ist das Hauptabschlußorgan 6 durch eine Stange 27 mit einem KoI-beh 28 verbunden, der in einem Zylinder 29 des Oberteiles 8 gleitet und unter dem Einfluß einer Druckfeder 30 steht. Zylinder 29 ist oben durch Membran 31 und Mutter 32 abgeschlossen. ■ Bei Verringerung des Drukkes in der Gegendruckkammer 9 unterstützt Feder 30 die hebende Wirkung des Druckwassers in der Druckkammer 2 auf das Hauptabschlußorgan 6 und bewirkt so dessen rasches Öffnen. Beim Schließen des Hauptabschlußorgans 6 wirkt Feder 30 als Bremse, so daß der Abschluß langsam unter Vermeidung oder Verringerung von Rückschlägen vor sich geht.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Selbstschlußhahn mit. Gegendruckkammer und federbelastetem Hilfsabschlußorgan, welches nach außen durch eine Membran abgedichtet ist, dadurch ge-
    kennzeichnet, daß nicht nur der Druck der Feder, sondern auch jener des · Wassers auf die Membran derart schließend wirkt, daß bei Bruch oder Lahmwerden der Feder ein Schließen des Hilfeabschlußorgans unter dem Druck des Wassers erfolgt.
  2. 2. Selbstschlußhahn nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der in bekannter Weise aus einer von außen regelbaren Spitzschraube bestehende Frostmitlauf in das Hilfsabschlußorgan und dessen Führungsstange eingebaut ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1919340965D 1919-06-15 1919-06-15 Selbstschlusshahn mit Gegendruckkammer Expired DE340965C (de)

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