DE353018C - Sicherheitsventil mit Hochhubkolben - Google Patents
Sicherheitsventil mit HochhubkolbenInfo
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- DE353018C DE353018C DE1919353018D DE353018DD DE353018C DE 353018 C DE353018 C DE 353018C DE 1919353018 D DE1919353018 D DE 1919353018D DE 353018D D DE353018D D DE 353018DD DE 353018 C DE353018 C DE 353018C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B37/00—Component parts or details of steam boilers
- F22B37/02—Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
- F22B37/42—Applications, arrangements or dispositions of alarm or automatic safety devices
- F22B37/44—Applications, arrangements or dispositions of alarm or automatic safety devices of safety valves
- F22B37/446—Safety devices responsive to overpressure
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf diejenigen Sicherheitsventile mit Hochhubvorrichtung,
bei welchen der Raum unter dem Hochhubkolben mit der Atmosphäre durch eine Öffnung
in Verbindung steht, deren Größe durch ein Regelorgan verschieden einstellbar ist. Sinkt
beim Abblasen eines Dampfkessels bei geöffnetem Sicherheitsventil der Druck auf das normale
Maß herunter, so kommt es häufig vor, daß ίο ein solches Sicherheitsventil nicht, sogleich
schließt, so daß der Kesseldruck bis zum Ventilschluß unter das normale Maß sinkt. Es liegt
das daran, daß die Hochhubvorrichtung, die ursprünglich die Öffnungsbewegung des
Ventils unterstützt hatte, nunmehr seine Schließbewegung verhindert oder erschwert,
weil der aus dem Kessel ausströmende Dampf zunächst in den Raum unter dem HochMfer
kolben gelangt und hier durch die erwähnte, mit Regelorgan versehene Öffnung nur verhältnismäßig
langsam entweichen kann. Dieser Mißstand ergab sich trotzMpfer Einstellbarkeit
des erwähnten Absperroigans, da man das letztere, weil es ständig offen blieb, nicht zu
weit öffnen durfte, da man sonst die unterstützende Hubwirkung des bei der Ventileröffnung
unter den Hochdruckkolben tretenden Dampfes gefährdet hätte.
Man hat das erwähnte Absperrorgan bereits so groß ausgeführt, daß es bei voller Öffnung zur
genügenden Entlastung ausreichen würde. Bei einer solchen Stellung des Ventils würde aber
der Hauptzweck der Einrichtung, nämlich die Ermöglichung der sogenannten Hochhubwirkung,
nicht mehr erreicht werden können.
Erfindungsgemäß ist nun die am Hochhubraum vorgesehene Auslauföffnung mit einem
ίο Ventil ausgestattet, das durch Schnurzug o. dgl.
plötzlich zu öffnen und dabei von einer solchen Größe ist, daß mit seiner Öffnung ein augen-'
blicklicher Druckabfall im Hochhubraum eintritt, welcher den sofortigen Schluß des Sicherheitsventils
herbeiführt. Während also die bisher bekannten Absperrorgane für die verhältnismäßig
kleine Regelungsöffnung am Hochhubraum von Hand einzustellen waren, und da sie unmittelbar am Ventil, also über dem Dampfkessel
sich befanden, für Verstellungen während des Dampfabblasens unzugänglich waren, läßt
sich bei der neuen Einrichtung eine weite Ausblaseöffnung beispielsweise durch Schnurzug
von beliebiger Stelle des Kesselhauses aus herstellen; ebenso kann natürlich auch eine selbsttätige
Vorrichtung Anwendung finden, welche das Ausblaseventil dann öffnet, wenn der Kesseldruck
unter ein gewisses Maß sinkt. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 steht der
Hochhubraum d, der von der zusätzlichen Hochhubringfläche des Ventilkegels δ und der den
Ventilkegel ringförmig umgebenden Gehäusewand c gebildet wird, durch einen Kanal/ von
verhältnismäßig großem Durchmesser mit der freien Atmosphäre in Verbindung, und dieser
Kanal f wird durch eine von einer Feder g geschlossen gehaltene Drosselklappe e beherrscht,
die durch Schnurzug gegen die Wirkung der Feder g schnell geöffnet werden kann.
Soll das Ventil b geschlossen werden, so wird das Absperrorgan e schnell geöffnet, wodurch
mit sofortiger Wirkung der Druck in dem Ringraum d verschwindet, so daß der Kegel δ durch
die Spannung der Feder q sofort auf seinen Sitz gedruckt wird. Ein Hängenbleiben des Ventils
ist hierbei um so sicherer ausgeschlossen, als bei abwärtsgehendem Kegel die Spannung des
unter dem schließenden Kegel noch ausströmenden, in den Hochhubraum d gelangenden j
Dampfes infolge der immer mehr zunehmenden Drosselung im Durchgangsspalt des Ventils
ebenso wie die Ausflußmenge des Dampfes immer mehr abnimmt.
Das Absperrorgan e läßt sich nunmehr auch so ausbilden, daß es gleichzeitig die Wirkung der
weiter oben (im Absatz 2) angeführten bekannten Regelvorrichtungen ausübt. Es ist nur
notwendig, die Abschlußstellung des Absperrorgans durch an sich beliebige Stellvorrichtungen
so veränderlich zu machen, daß eine 6u Einregelung auf eine beliebige Regelstellung
möglich wird.
Die Abb. 2 zeigt als Beispiel ein derartiges vereinigtes Absperr- und Regelorgan. Das
federbelastete Ventil e wird mittels der verstellbaren,
auf der Ventilhaube -h aufliegenden Regelmutter i aufgehängt. Je nach der Stellung
dieser Mutter kann der Durchgangsspalt k des Abschlußorgans in der erforderlichen Weise
auf das genaueste eingestellt werden. Um den Abschluß des abblasenden Ventils zu bewirken,
braucht nur an der Öse I das Auslaßventil hochgehoben zu werden, wodurch sogleich die
Verbindung des Hochhubraumes mit der Atmosphäre durch eine Leitung großen Quer-Schnitts
hergestellt ist.
Die Vereinigung des Absperrorgans mit dem Regelorgan für den Hochhub kann auch, wie
Abb. 3 zeigt, dadurch geschehen, daß der das Abschlußorgan e aufnehmende Sitz- und Führungsteil
m als Regelschraube η ausgebildet
wird, die in eine Öffnung des zusätzlichen Druckraumes des Sicherheitsventils ragt und
somit einen verstellbaren Regelspalt k zwecks Einstellung des Hochhubes bildet. Als Absperrorgan
kann sowohl ein einfacher Ventilkegel wie ein entlastetes Ventil bzw. Drosselklappe
u. dgl. verwendet werden.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:r. Sicherheitsventil mit Hochhubkolben, dadurch gekennzeichnet, daß die während der Öffnung des Ventils (δ) geschlossene Auslaßöffnung (f) am Hochhubraum (d) durch Schnurzug o. dgl. plötzlich zu öffnen und von solcher Größe ist, daß mit ihrer Öffnung ein augenblicklicher DruckabfaE im Hochhubraum eintritt, welcher den sofortigen Schluß des Sicherheitsventils, herbeiführt.
- 2. Sicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrorgan (e) für die Auslaßöffnung (f) zugleich als Drossel- oder Regelorgan an sich bekannter Art für die Hochhubeinrichtung ausgebildet ist.
- 3. Sicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das Absperrorgan (e) aufnehmende Gehäusesitz- und Führungsteil (n) als Regelschraube aus- no gebildet ist, die in eine Öffnung des Hochhubraumes (i) ragt und zusammen mit dieser einen verstellbaren Ringspalt (k) zwecks Einstellung des Hochhubes bildet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE353018T | 1919-06-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE353018C true DE353018C (de) | 1922-05-10 |
Family
ID=6279209
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919353018D Expired DE353018C (de) | 1919-06-04 | 1919-06-04 | Sicherheitsventil mit Hochhubkolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE353018C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2629399A (en) * | 1946-10-16 | 1953-02-24 | Kulick George | Safety valve for regulating and testing light pressures |
-
1919
- 1919-06-04 DE DE1919353018D patent/DE353018C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2629399A (en) * | 1946-10-16 | 1953-02-24 | Kulick George | Safety valve for regulating and testing light pressures |
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