DE3407828A1 - Mehrfach-saumnaehstiche und naehmaschine zur ausbildung derselben - Google Patents
Mehrfach-saumnaehstiche und naehmaschine zur ausbildung derselbenInfo
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Description
Mehrfach-Saumnähstiche und Nähmaschine zur
Ausbildung derselben
Die Erfindung betrifft die Ausbildung von Mehrfach-Saumnähstichen
zum Vernähen von zwei übereinanderliegenden Materialien sowie eine Vorrichtung zur Ausbildung der Mehrfach-Saumnähstiche
in Kombination mit einer Nähmaschine.
Typische Arten von überkanten-oder Saumnähstichen sind die
in der Japanischen Industrienorm JlSunter der Bezeichnung E12A und E13 angegebenen Nähstichtypen. Der zuerst genannte
Nähstichtyp E12A wird mit einer Nähmaschine mit einer Nadel, die einen Nadelfaden trägt, und einem Schiingenbilder, der
einen Greiferfaden trägt, gebildet. Die Nadel wird vertikal hin und her bewegt, um den Stoff zu durchstechen und dadurch
eine Fadenschlinge unter der Unterseite des Stoffes innen von der Stoffkante zu bilden. Die Schlinge wird durch den
Schlingenbildner dazu gebracht, sich quer zum Stoff bis zur
Stoffkante zu erstrecken. Der Schlingenbildner wird weiter
um die Stoffkante herum zu einer Stelle über dem Stoff in die Bewegungsbahn der Nadel bewegt, wo die nach unten gehende
Nadel den Greiferfaden einfängt, um den Nadelfaden und den Greiferfaden zu verknüpfen und dadurch einen Saumnähstich
zu bilden, während der Nadelfaden festgezogen und der Stoff um einen Schritt weitertransportiert wird. Der zuletzt
genannte Nähstichtyp E13 wird mit einer Nähmaschine mit einer Nadel, die einen Nadelfaden trägt, und mit zwei
SchiingenbiIdnern gebildet, die jeweils einen ersten und einen
zweiten Greiferfaden tragen. Die Nadel wird vertikal hin und her bewegt, um den Stoff zur Bildung einer Schlinge
an der Unterseite des Stoffes zu durchstechen. Anschließend
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arbeitet der erste Schlingenbildner so, daß er die Schlinge
des Nadelfadens ergreift. Gleichzeitig arbeitet der zweite Schlingenbildner derart, daß er den Greiferfaden des ersten
Schiingenbildners ergreift. Der zweite Schlingenbildner wird
weiter um die Stoffkante in die Bewegungsbahn der Nadel über dem Stoff bewegt, wo die nach unten gehende Nadel den zweiten
Greiferfaden einfängt. In dieser Weise wird ein spezieller Saumnähstich gebildet, bei dem drei Fäden in geeigneter
Weise miteinander verknüpft sind. Beide Arten dieser herkömmlichen Saumnähstiche können für ein einfaches Versäumen des
Stoffes zufriedenstellend sein, sie reichen jedoch nicht aus,
um zwei oder mehr übereinanderliegende Stoffe neben dem Versäumen der Stoffe auch, miteinander zu vernähen.
Die Saumnähstiche E12A und E13 können durch einen zusätzlichen Nähstich zum Vernähen von zwei oder mehr Stoffen neben
dem einfachen Versäumen der Stoffe verstärkt werden. Ein derartiger zusätzlicher Nähstich kann der Stichtyp D12 der
Japanischen Industrienorm sein, der einen Nadelfaden und einen Greiferfaden umfaßt, die miteinander zu einem Doppelkettenstich
verknüpft sind. Ein derartiger verstärkter Nähstichtyp (D12 + E12A) kann dadurch gebildet werden, daß
zwei Nadeln, von denen jede einen Nadelfaden trägt,und zwei Schlingenbildner verwandt werden, von denen jeder einen
Greiferfaden trägt. Es kann auch ein anderer verstärkter Nähstichtyp (D12 + ΕΊ3) gebildet werden, indem zwei Nadeln
und drei Schlingenbildner verwandt werden, was Vorteile beim
Vernähen von zwei oder mehr übereinanderliegenden Stoffen bietet, deren Kanten zu versäumen sind, und gleichzeitig dem
Saum eine ausreichende Elastizität oder Spannung gibt. Der verstärkte Nähstich löst sich darüberhinaus nicht ohne weiteres,
selbst wenn ein Teil des Nähstiches zufällig durchgeschnitten wird. In einem SchiingenbiIdnermechanismus einer
Nähmaschine zur Bildung derartiger verstärkter Nähstiche muß jedoch nicht nur eine Antriebseinrichtung für einen oder
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zwei Schlingenbildner zur Bildung des Saumnähstichteils
E12A oder E13, sondern auch eine andere unabhängige Antriebs· einrichtung für einen Schlingenbildner vorgesehen sein, um
den Doppelkettennähstichtei1 D12 zu bilden, die so ausgebildet sein muß, daß verhindert wird, daß der Schlingenbildner
mit der vertikal hin- und hergehenden Nadel in Berührung kommt, was mit großer Wahrscheinlichkeit· den SchiirigenbiIdnermechanismus
kompliziert macht und eine Verringerung der Herstellungskosten verhindert oder zumindest erschwert. Eine
Saumnähmaschine zu dem speziellen Zweck ,derartige verstärkte Nähstiche zu erzeugen, hat daher in der Praxis einen begrenzten
Anwendungsbereich nur für industrielle Einsatzzwecke, eignet sich jedoch nicht als Haushaltsnähmaschine,
obwohl in der jüngsten Zeit ein zunehmender Bedarf an einer derartigen Haushaltsnähmaschine besteht.
Durch die Erfindung sollen somit Mehrfac.h-Saumnähstiche vorgeschlagen
werden, die zwei oder mehr übereinanderliegende Stoffe neben deren Versäumen miteinander vernähen, wobei die
Stoffkanten vertikal in einer Linie zueinander ausgerichtet sind und die gebildeten Nähstiche eine ausreichende Festigkeit
und Elastizität haben, die mit der Festigkeit und der Elastizität der oben beschriebenen herkömmlichen verstärkten
Nähstiche vergleichbar sind.
Die erfindungsgemäßen Saumnähstiche sollen eine höhere Stabilität
und Beständigkeit gegenüber einem Reißen eines Fadens haben, was bedeutet, daß die Wahrscheinlichkeit, daß
sich der Saum löst, geringer ist.
Ziel der Erfindung ist weiterhin eine Saumnähmaschine, die zwei oder mehr übereinander 1iegende Stoffe neben dem Versäumen
der Stoffe mit höherer Nähstichfestigkeit vernähen kann.
Die erfindungsgemäße Saumnähmaschine soll als Haushaltsnäh-
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maschine in einem breiten Anwendungsbereich verwendbar sein.
Die erfindungsgemäßen Mehrfach-Saumnähstiche, die fortlaufend
erzeugt werden, um mehrere übereinanderliegende Stoffe längs der Stoffkanten zu vernähen, umfassen erste gerade
Nähstiche, die längs des Stoffes innen von den Stoffkanten gebildet werden, und von denen jeder zu den Stoffkanten und
quer zu den Stoffkanten an der StoffUnterseite verlaufen,
erste Greiferfadennähstiche , die quer zu den Stoffkanten
auf der Stoffoberseite zwischen den ersten geraden Nähstichen und deren quer verlaufenden Teilen verlaufen, wobei jeder
mit einem Ende mit jedem der ersten geraden Nähstiche und mit dem anderen Ende mit jedem quer verlaufenden Teil der
ersten geraden Nähstichen an den Stoffkanten verknüpft ist, zweite gerade Nähstiche, die parallel zu den ersten geraden
Nähstichen weiter innen von den Stoffkanten ausgebildet sind, und zweite Greiferfadennähstiche, die längs der Stoffkanten
und innen von den Stoffkanten an der StoffUnterseite vorgesehen sind und jeweils eine Schlinge aufweisen, die
seitlich zu den Stoffkanten verläuft, wobei die Schlinge mit einem Ende mit jedem der zweiten geraden Nähstiche und mit
dem anderen Ende mit jedem der quer verlaufenden Teile der ersten geraden Nähstiche an der StoffUnterseite verknüpft
ist.
Die erfindungsgemäße Nähmaschine zum fortlaufenden Bilden
von Mehrfach-Saumnähstichen zum Vernähen der übereinanderliegenden
Kanten von mehreren Stoffen umfaßt eine erste Nadel, die einen ersten Nadelfaden trägt und vertikal hin und
her bewegt wird, um die Stoffe innen von den Stoffkanten zur Bildung einer ersten Schlinge an der Unterseite der Stoffe
zu durchstechen, einen ersten Schlingenbildner, der einen ersten Greiferfaden trägt und so betrieben wird, daß er
sich längs eines vorbestimmten Weges um die Stoffkanten zwischen einer Lage unter den Stoffen,in der der Schlingen-
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bildner die Schlinge des ersten Nadelfadens ergreift, und in ner Lage über dem Stoff bewegt, in der der erste Greiferfaden
durch die erste Nadel beim Absenken derselben eingefangen wird, eine zweite Nadel, die einen zweiten Nadelfaden trägt
und vertikal synchron mit der ersten Nadel hin und her bewegt wird, um die Stoffe weiter innen von den Stoffkanten zur
Bildung einer zweiten Schlinge an der Unterseite der Stoffe zu durchstechen, und einen zweiten Schlingenbildner, der eine
zweiten Greiferfaden trägt und hin und her zwischen einer funktionslosen Stellung und einer Arbeitsstellung bewegt
wird, in der der zweite Schlingenbildner die Schlinge des
zweiten Nadelfadens ergreift, um eine neue Schlinge zu bilden, die aus dem zweiten Greiferfaden und der Schlinge des
zweiten Nadelfadens gebildet wird, während die Stoffe um einen Schritt in eine Richtung transportiert werden, wobei die
neue Schlinge von der ersten Nadel eingefangen wird, während diese abgesenkt wird.
Im folgenden werden anhand der zugehörigen Zeichnung besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert
. Es zeigen :
Fig. 1 in einer schematischen perspektivischen Ansicht
ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Mehrfach-Saumnähstiche zum Vernähen
von zwei übereinanderliegenden Stoffen, gesehen von der Stoffoberseite,
Fig.2 eine schematische perspektivische Ansicht
der in Fig.1 dargestellten Mehrfach-Saumnähstiche,
gesehen von der StoffUnterseite,
Fig.3 schematisch einen Schiingenbi ldnermechanis-
mus einer Nähmaschine und dessen Bewegungen zum Erzeugen der erfindungsgemäßen Mehrfach-Saumnähstiche,
und
Ja
Fig.4 bis 8 in schematischen perspektivischen Ansichten
die aufeinanderfolgenden Arbeitsschritte bei der Bildung der in Fig.1 und 2 dargestellten
Mehrfach-Saumnähstiche.
Wie es am besten in Fig. 1 und 2 dargestellt ist, umfassen
die erfindungsgemäßen Mehrfach-Saumnähstiche S, die zwei
übereinanderliegende Stoffstücke W und W vernähen, den oben erwähnten Nähstichtyp E12A aus einem Nadelfaden T\ und einem
Greiferfaden Tg, die miteinander verknüpft sind und quer zu den übereinanderliegenden Kanten W., W,1 der Stoffe W und
W verlaufen. Der Nähstich S enthält weiterhin Nähstiche aus einem zweiten Nadelfaden Tp, die im wesentlichen neben und
parallel zu den Nähstichen des ersten Nadelfadens T. auf der
StoffOberseite W verlaufen und auf der Unterseite des unteren
Stoffes W eine Fadenschlinge bilden, sowie Nähstiche aus einem zweiten Greiferfaden T^, die seitlich von den Nähstichen Tp auf der Unterseite des Stoffes W verlaufen und
mit den Nähstichen T, verknüpft sind, die jeweils zwischen den Nähstichen T2 und Tg verlaufen, wie es in Fig.2 dargestellt
ist.
Wie es am besten in den Fig.3 und 4 dargestellt ist, umfaßt
der Nähstichbildungsmechanismus, der in Kombination mit einer
Nähmaschine zur Bildung der Mehrfach-Saumnähstiche von Fig. 1
und 2 benutzt wird, eine vertikal hin- und hergehende erste Nadel N1, die einen ersten Nadelfaden T.trägt, eine, zweite
Nadel Np, die einen zweiten Nadelfaden T^tragt und synchron
mit der ersten Nadel N1 vertikal hin und her bewegt wird,
einen ersten Schlingenbildner L,, der einen ersten Greiferfaden Tg trägt, und einen zweiten Schlingenbildner L2, der
einen zweiten Greiferfaden T. trägt. Die zweite Nadel N2 befindet
sich seitlich im Abstand von der ersten Nadel N1 und
direkt vor der ersten Nadel N1 in Transportrichtung, so daß
die zweite Nadel Np der Bedienungsperson näher liegt. Dem
ersten und dem zweiten Schlingenbildner L1 und L2 werden verschiedene
und unabhängige hin- und hergehende Bewegungen gegeben, wobei insbesondere der erste Schlingenbildner L1 in
einer Ebene quer zur Stofftransportrichtung so bewegt wird, daß seine den Faden erfassende Nase einen gekrümmten Weg A
beschreibt, wenn sich der Schlingenbildner von seiner
untersten Stellung unter den Stoffen W, W zu seiner extremen Lage nach rechts in Fig.3 zu bewegen beginnt, wobei er um die
Seitenkanten der Stoffe W1, W1 1 herumgeht und sich anschliessend
nach links oben bewegt, um die oberste Stellung über dem Stoff W zu erreichen, wohingegen der zweite Schlingenbildner
L2 einfach unter den Stoffen W,W1 in.einer anderen Ebene
quer zur Stofftransportrichtung F innerhalb einer begrenzten
Amplitude B hin- und herschwingt.
Diese hin- und hergehenden Bewegungen des ersten und des zweiten Schi ingenbi ldners L1 und L2 können im allgemeinen
mittels einer Gelenkverbindung hervorgerufen werden, von der
ein Beispiel in Fig.3 bezüglich des ersten Schiingenbildners
L1 dargestellt ist. Der erste Schlingenbildner L1 ist insbesondere
mit Schwenkachsen 3 und 5 versehen, die am Ende und am mittleren Teil vorgesehen sind, wobei die zuerst genannte
Schwenkachse 3 mit einem Ende eines Verbindungsgliedes 4 verbunden
ist, dessen anderes Ende an eine ortsfeste Achse 1 angelenkt ist, und die zuletzt genannte Schwenkachse 5 mit
einem Ende eines anderen Verbindungsgliedes 6 verbunden ist,
dessen anderes Ende an eine ortsfeste Achse 2 in der dargestellten
Weise angelenkt ist.
Die Fig.4 bis 8 zeigen die aufeinanderfolgenden Arbeitsschritte
sowie die Arbeit des die Nähstiche bildenden Mechanismus bei der Bildung der erfindungsgemäßen Mehrfach-Saumnähstiche,
wobei einige der im Stoff gebildeten Nähstiche dargestellt sind. Die nicht dargestellte Hauptantriebswelle der Nähmaschi-
ΦΙ
ne soll dabei eine Winkelstellung von 0° haben, wenn sich die
erste und die zweite Nadel N1 und N2 an ihrem oberen Totpunkt
jeweils befinden,
Fig. 4 zeigt die Phase, in der sich die Hauptantriebswelle in
einer Winkelstellung von 23Q° befindet, in der beide Nadeln
N1 und N2 gerade sich von ihrem unteren Totpunkt aus zu bewegen
beginnen. Wenn die Nadeln N1 und N2 in der in Fig.5
dargestellten Weise nach oben gehen, werden eine erste und eine zweite Schlinge T1 1 und T2 1 neben den jeweiligen Nadeln
unter dem Stoff W1 gebildet. Anschließend wird der erste
Schlingenbildner L1, der den ersten Greiferfaden T3trägt,betätigt,
um die erste Schlinge T1 1 der Nadel N1 zu ergreifen
und wird gleichzeitig der zweite Schlingenbildner L2, der
den zweiten Greiferfaden T4 trägt,derart betätigt, daß er in
die zweite Schlinge T2 1 der Nadel N2 eintritt. Der erste
Schlingenbildner L1 wird nach oben und in der Winkelstellung
von 290° der Hauptantriebswelle um die übereinanderliegenden
Seitenkanten W1, W1 1 der Stoffe W, W1 bewegt, wie es in
Fig.3 dargestellt ist. In Fig.6 ist der erste Schlingenbildner
L1, der weiterhin den ersten Greiferfaden T1 1 trägt,
weiterbewegt, so daß er seine höchste Lage über dem Stoff W an der Winkelstellung 0° der Hauptantriebswelle errreicht hat
Anschließend tritt sein Nasenteil in die Laufbahn der ersten Nadel N1 ein. In der Zwischenzeit ist die erste Nadel N.
nach unten durch den ersten Greiferfaden T, des ersten
Schiingenbildners L1 hindurchgegangen. Gleichzeitig beginnt
der erste Schlingenbildner L1 sich nach rechts zurückzuziehen,
während er weiterhin die erste Nadelfadenschlinge T1 1
festhält, wie es in Fig.6 und 7 dargestellt ist. In dieser Weise wird der erste Greiferfaden T. mit dem ersten Nadelfaden
T1 an der Oberseite des Stoffes W verknüpft.
Wie es in Fig.6 dargestellt ist, setzt in der Zwischenzeit
der Schlingenbildner L? seine Vorbewegung nach rechts in der
zweiten Fadenschlinge T2' der zweiten Nadel N? fort,wobei er
sich 'bei einer Winkelstellung 0° der Hauptantriebswelle nach
links zurückzubewegen beginnt. Während dieser Rückzugsbewegung des zweiten Schiingenbildners L? wird der Stoff in
die Richtung F um einen Schritt transportiert und wird daher
mit dem zweiten Nadelfaden T2 und dem zweiten Greiferfaden
T4 ein Dreieck gebildet. Die nach unten gehende erste Nadel
N, sticht durch die Stoffe W5W1 hindurch und tritt bei einer
Winkelstellung 100° der Hauptantriebswelle in das Dreieck
unter dem Stoff W1 ein, wie es in Fig.7 dargestellt ist.
Mit der weiteren Rückzugsbewegung des ersten Schiingenbildners
L1 wird die Fadenschlinge T ' des ersten Nadelfadens T. ,
die vom Nasenteil des ersten Schiingenbildners L1 mitgeführt
wird, davon gelöst und mit dem zweiten Greiferfaden T3 an
den Kanten W,W' der übereinanderliegenden Stoffe verknüpft.
Andererseits wird der zweite Schlingenbildner L2 aus der
Fadenschlinge T2 1 des zweiten Nadelfadens Tpherausbewegt,wie
es in Fig.8 dargestellt ist. Somit wird der zweite Greiferfaden T4 mit dem zweiten Nadelfaden T2 verknüpft, in der Zwischenzeit
hat sich der erste Schlingenbildner L1 unter den
Stoff W1 bewegt, um die Schlinge T1 1 der ersten Nadel T1 zu
ergreifen, die mit dem zweiten Nadelfaden T2 und dem zweiten
Greiferfaden T4 an der Unterseite des Stoffes W1 ein Dreieck
bildet, wie es in den Fig.4,7 und 8 dargestellt ist. Die
Schlinge T1 1 wird somit mit dem zweiten Greiferfaden T4 an
der Unterseite des Stoffes W1 verknüpft. Anschließend werden
die erste und die zweite Nadel N1, N^ nach oben bewegt,- während
der erste und der zweite Nadelfaden T1 und T2 durch den
nicht dargestellten Fadenhebel der Nähmaschine hochgezogen
und zusammen mit dem ersten und zweiten Greiferfaden T3 und
T4 festgezogen werden. Durch die wiederholte Zusammenarbeit
der ersten und zweiten Nadel und des ersten und zweiten Schiingenbildners, die alle einen Faden tragen, werden nacheinander
die in den F i g _1 und 2 dargestellten Nähstiche gebildet.
Die Mehrfach-Saumnähstiche, die in der oben beschriebenen
Weise fertiggestellt wurden, umfassen zwei Nadelfaden T. und
T2, die nebeneinander parallel verlaufen und durch die gesamte
Stärke der übereinanderliegenden Stoffstücke hindurchgehen, um eine Nähstichfestigkeit zu erhalten, die zum Vernähen
von zwei oder mehr übereinanderliegenden Stoffstücken erforderlich
und mit der herkömmlicher verstärkter Nähstiche vergleichbar ist. Der zweite Greiferfaden T- liegt darüberhinaus
gemäß der Erfindung an der Unterseite des Stoffes und ist mit den Nadelfaden T.. und T2 verknüpft, wie es in Fig.2
dargestellt ist, was die Wahrscheinlichkeit vermindert, daß sich die Nähstiche lösen.
Die Nähmaschine, die zur Ausbildung der erfindungsgemäßen
Saumnähstiche benutzt wird, weist zwei fadentragende Nadeln
N., Np auf, wobei jedoch die zweite Nadel N2 zur Bildung des
herkömmlichen Nähstichtyps E12A der Japanischen Industrieno-.rm
entfernt werden kann. Die erfindungsgemäße Nähmaschine hat somit einen breiten Anwendungsbereich. Darüberhinaus ist
die Nähmaschine mit einem vereinfachten Nähstichbildungsmechanismus
versehen, so daß sie sich als Haushaltsnähmaschine eignet.
Claims (1)
- Dr. F. Zumstein sen. - Dr. E. Assmann ο 4 U / 0 ZCDipl.-Ing. F. Klingseisen - Dr. F. Zumstein jun.PATENTANWÄLTEZUGELASSENE VERTRETER BEIM EUROPÄISCHEN PATENTAMT REPRESENTATIVES BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICE3/Li JM-26-2JANOME SEWING MACHINE CO.,LTD., Tokyo/JapanMehrfach-Saumnähstiche und Nähmaschine zur Ausbildung derselbenPATENTANSPRÜCHE( 1.,' Mehrfach-Saumnähstiche , die fortlaufend gebildet werden, um mehrere übereinanderliegende Stoffe längs ihrer Kanten zu vernähen,gekennzeichnet durcherste gerade Nähstiche, die entlang der Stoffe und innen von den Stoffkanten gebildet werden und von denen jeder bis zu den Stoffkanten und quer dazu an der Stoffunterseite verläuft,erste Greiferfadennähstiche, die quer zu den Stoffkanten an der StoffOberseite zwischen den ersten geraden Nähstichen und deren quer verlaufenden Teilen verlaufen und von denen jeder mit einem Ende mit jedem ersten geraden Nähstich und mit dem anderen Ende mit jedem der quer verlaufenden Teile an den Stoffkanten verknüpft ist, zweite gerade Nähstiche, die parallel zu den ersten geraden Nähstichen weiter innen von den Stoffkanten ausgebildet sind, undzweite Greiferfadennähstiche, die entlang der Stoffkanten und innen von den Stoffkanten an der Stoffunterseite ausgebildet sind und von denen jeder eine Schlinge aufweist, die seitlich von den Stoffkanten verläuft und mit einem Ende mit jedem der zweiten geraden Nähstiche und mit dem anderen Ende mit jedem der quer verlaufenden Teile der ersten geraden Nähstiche an der Stoffunterseite verknüpft ist.Nähmaschine zum fortlaufenden Bilden von Mehrfach-Saumnähstichen zum Vernähen der übereinanderliegenden Kanten mehrerer Stoffe,gekennzeichnet durch eine erste Nadel, die einen ersten Nadelfaden trägt und hin und her bewegt wird, um die Stoffe· innen von den Stoffkanten zur Bildung einer ersten Fadenschlinge an der StoffUnterseite zu durchstechen, einen ersten Schlingenbildner, der einen ersten Greiferfaden trägt und so betätigt wird, daß er sich längs eines bestimmten Weges um die Stoffkanten herum zwischen einer Lage unter den Stoffen, in der der erste Schlingenbildner die erste Schlinge der ersten Nadel ergreift.und einer Stelle über den Stoffen bewegtin der der erste Greiferfaden von der ersten Nadel eingefangen wird, wenn diese sich nach unten bewegt, eine zweite Nadel, die einen zweiten Nadelfaden trägt und synchron mit der ersten Nadel vertikal hin und her bewegt wird, um die Stoffe weiter innen von den Stoffkanten zur Bildung einer zweiten Fadenschlinge an der StoffUnterseite zu durchstechen, und einen zweiten Schlingenbildner, der einen zweiten Greiferfaden trägt und hin und her zwischen einer funktionslosen Stellung und einer Arbeitsstellung bewegt wird, in der der zweite Schlingenbildner die zweite Schlinge des zweiten Nadelfadens ergreift, um eine weitere Schlinge mit dem zweiten Greiferfaden und der zweiten Schlinge deszweiten Nadelfadens zu bilden, während die Stoffe in eine Richtung um einen Schritt transportiert werden, wobei die weitere Schlinge durch die erste Nadel eingefangen wird, wenn sich diese absenkt.
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