DE339710C - Kartenlege- (Wahrsage-) Automat - Google Patents

Kartenlege- (Wahrsage-) Automat

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DE339710C
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DE
Germany
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machine
card
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fortune telling
fortune
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Application number
DE1920339710D
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PETER ERVEN
Original Assignee
PETER ERVEN
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
    • G07F17/32Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for games, toys, sports, or amusements
    • G07F17/36Age, character or fortune telling apparatus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

Bisher wurden dem Publikum sogenannte Wahrsageautomaten gezeigt, die in Wirklichkeit nichts anderes waren als z. B. eine in einem Glaskasten sitzende Wachsfigur, welche durch Uhrwerk angetrieben mit der rechten Hand wie deutend über auf einem Tischchen befestigte Karten fuhr. Bei Geldeinwurf fiel aus einem Schlitz ein sogenannter Wahrsagebrief (Planet) heraus, welcher eine ganz allgemein gehaltene Zukunftsprognose enthielt. Diese auf dem Tischchen angebrachten Karten hatten mit dem ausgeworfenen Zettel überhaupt keinen Zusammenhang, ebensowenig veränderten sich nach Einwurf die Karten. Eine andere Art von Wahrsageautomaten bestand darin, daß durch Einwurf einer Geldmünze eine Art Uhrzeiger in Rotation gesetzt wurde. Bei Stillstand des Zeigers verweilte dessen Spitze auf irgendeinem Segment eines Kreises, in «welches irgendein Schlagwort, die Deutung der Zukunft, gedruckt war. Die sämtlichen bekannten Wahrsageautomaten haben ohne besondere Vorzüge alle den Nachteil, daß bei nicht sorgfältiger Sortierung der Planeten (die nur in 10 bis 12 Kombinationen bestehen) das Publikum oft hintereinander drei- bis viermal den gleichen Brief erhält und somit das Interesse an den Apparaten verliert.
Die vorerwähnten Nachteile werden bei dem vorliegenden (Wahrsage-) Kartendeutungsautomaten vermieden, gemäß welchem nach Einwurf eines Geldstückes ein Griffhebel herausgezogen werden kann. Im gleichen Augenblick gleitet hinter einem Glas-"rahmen ein Spiegel in die Höhe, welcher ein j Kartenbild von 32 Spiel- oder Wahrsagekarten freigibt. Nach kurzem Einblick senkt sich der Spiegel wieder automatisch über das Kartenbild, und zu gleicher Zeit stößt der Automat einen Deutungszettel mit dem gleichen Kartenbild, wie es hinter der Glasscheibe gezeigt wurde und mit vollkommener Ausdeutung des gesehenen Kartenbildes versehen ist, aus.
Der besondere Vorzug des Automaten ist der, daß nach jedem Einwurf ein vollkommen neues, von dem vorhergesehenen ganz verschiedenes Kartenbild erscheint, und daß die zu gleicher Zeit ausgeworfene Deutungskarte jedesmal genau zu dem gezeigten Kartenbild paßt bzw. gehört. Je nach Größe des Automaten sind 100 bis 200 sogar noch mehr Kombinationen möglich, so daß das Publikum niemals die gleiche Deutungskarte oder dasselbe Kartenbild zu sehen bekommt. Durch diesen Automaten wird für den Benutzer derselbe Effekt erreicht wie beim richtigen Kartenlegen und Deuten. Hierdurch bleibt beim Publikum das Interesse für den Apparat bestehen. Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform, des Erfindungsgegenstandes; es zeigt:
Fig. ι eine Ansicht des Triebwerkes im Automaten,
Fig. 2 eine teilweise Seitenansicht der Kar- ".' tentafeln auf einem Prisma und
Fig. 3 eine Ansicht des Griffhebels mit Auslösung des Automaten.
Im Rahmen 1 sind die auf Achsen 2 und 3 gelagerten Prismen 4 und 5 angeordnet, über welche, gelenkig verbunden, die Karten-
tafeln 6 endlos geführt sind. Unterhalb der Achsen 2 und 3 sind im Rahmen 1 die Achsen 7 und 8 gelagert, auf welchen die Prismen 9 und 10 sitzen, über welche, gleichfalls gelenkig verbunden, die Kartentafeln 6 endlos geführt werden. Die Achsen 2 und 8- tragen an den Innenseiten der Prismen 5 und 9 die Rollen 11 und 12, welche durch einen Schkifenzug 13 verbunden sind. Auf der Achse 2 des Prismas 4 sitzt die große Seilscheibe 14, welche durch den Zug 15 mit der kleinen Seilscheibe 16 verbunden ist, welch letztere auf gleicher Achse das Zahnrad 17 trägt. In dieses greift die gefederte Klinke 18 ein, welche bei 19 drehbar und anderseits an der Zugstange 20 beweglich befestigt ist. Letztere wird auf dem Schlitten 21 geführt und legt sich mit ihrem einen Ende in einen Ausschnitt des Mitnehmers 22 am Griffhebel 23. Das entgegengesetzte Ende der Zugstange 20 steht mit dem Zug 24 in Verbindung, welch letzterer, über die Rolle 25 geführt, die Rolle 26 angreift. Die Rolle 26 ist auf gemeinschaftlicher Achse 27 mit der Seilscheibe 28 gelagert, von welcher aus die Züge 29 und 30 über Rollen geleitet zum Vorhang 31 führen. Genannter Vorhang 31 kann ein Spiegel usw. sein und dient als Verschluß für das in der Automatenfassade vorgesehene, mit einer Glasscheibe versehene Fenster 32 (strichpunktiert) . Die Seilscheibe 28 trägt seitlich verlängert eine Walze zur Aufnahme des Zuges 33 mit an diesem angehängtem Gewicht 34. Neben der Seilscheibe 14 sitzt auf der Achse 2 der gerippte, aus vulkanisiertem Kautschuk hergestellte Auswerfer 35, über welchem der Behälter 36 mit den Deutungs-'karten 37 befestigt ist. Die im Behälter 36 befindlichen Deutungskarten 37 werden durch die Platte 38 belastet.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Automaten ist nachstehende:
Nach Einwurf eines Geldstückes in den in der Automatenfassade vorgesehenen Schlitz 39 fällt dieses durch die Rinne 40 in den Ausschnitt 41 der Zugstange 20 und des Mitnehmers 22, wodurch eine Verbindung dieser beiden Organe zwecks Vorziehens durch den Griff 23 .gebildet wird. Beim Vorziehen durch genannten Griff 23 gleiten die Zugstange 20 und Mitnehmer 22 auf dem Schlitten 21 und das Geldstück fällt nach Passieren des Schlittens 21 nach unten in die Fangöffnung der Rinne 42, um in den Sammelbehälter zu gelangen. Gleichzeitig ist beim Vorziehen des Griffes 23 durch die Zugstange 20 der Seilzug 24 und durch diesen die Seilscheibe 28 betätigt worden, welch letztere mittels der Züge 29 und 30 den Vorhang 31 (Spiegel) im Fenster 32 hochzieht. Durch das Auslösen des Geldstückes im Schlitz 41 wird die Verbindung zwischen der Zugstange 20 und Mitnehmer 22 gelöst, worauf erstere durch das an der Seilscheibe 28 angehängte Gewicht 34 und Zug 24 zurückgeschnellt wird. Hierbei greift die Klinke 18 in das Zahnrad 17 und bewegt dieses in einer Achtelumdrehung weiter, welche Bewegung durch Übersetzen der Rolle 16, Riemen 15 und Scheibe 14 in «ine Viertelumdrehung des Prismas 4 weitergeleitet wird. Dieses bewegt infolgedessen in Pfeilrichtung die Kartentafeln 6 mit den aufgesteckten Karten über das Prisma S, welches diese Bewegung mittels des .Schleifenzugantriebes 13 in eine entgegengesetzte auf das Prisma 9 in Pfeilrichtung überträgt. Hierdurch laufen diese Kartentafeln in entgegengesetzter Richtung zu denen der auf den Prismen 4 und 5 sitzenden Kartentafeln. Bei der Drehung des Prismas 4 ist mittels der Achse 2 '3er Auswerfer 35 gleichfalls in rotierende Bewegung versetzt worden, welcher aus dem Behälter 36 eine Deutungskarte 37 auslöst und durch eine Gleitbahn in eine Schale der Automatenfassade bringt. Durch das Gewicht 34 ist bei dessen Abwärtsgleiten infolge der angeschlossenen Organe im Moment der Bewegung der Kartentafeln 6 auch der Vorhang 31 (Spiegel) im Fenster 32 wieder geschlossen worden.
Im Fenster 32 erscheinen auf je acht Kartentafeln 6 alle 32 Spiel- oder Wahrsagekarten, deren Zusammenstellung auf jeder Kartentafel 6 wechselt, so daß nach jeder Betätigung des Automaten ein neues zusammengestelltes Gruppenbild von 32 Karten im Fenster 32 erscheint. Die ausgeworfene Deutungskarte zeigt jeweils das gleiche Bild, wie solches im Fenster 32 sichtbar war, wozu eine vollkommene Ausdeutung dieses Kartenbildes aufgedruckt ist.
Der Automat kann auch in der Weise ausgebildet sein, daß die Vorführung der einzelnen Gruppenbilder von 32 Karten im Fenster durch Kartenbänder bewirkt wird, welche mittels perforierter mitlaufender Bänder Hebel zum Stillstand des Automaten auslösen, unter gleichzeitigem Auslösen dazugehörigen Deutungskarten. Statt der Bänder können auch Walzen, wechselnde Scheiben usw. mit aufgesteckten oder aufgedruckten Karten das jeweilige Gruppenbild im Fenster zeigen.
Ebenso kann der Antrieb des Automaten durch Federkraft, Motor usw. erfolgen, wobei der gleiche Effekt erzielt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Kartenlege- (Wahrsage-) Automat, gekennzeichnet durch zwei endlose, die Spiel- oder Wahrsagekarfen tragende, in
    zwangläufigem Gegenlauf durch prismatische Trommeln (4, 5, 9, 10) vertikal oder horizontal bewegte Bänder (6), die beim Inbetriebsetzen des Automaten eine stets wechselnde Gruppierung der Karlenbilder bewirken, und durch eine diese bei Nichtgebrauch des Automaten verdekkende Blende, wobei eine diese gezeigte Kartengruppierung aufweisen. Ie und die Deutung des Kartenbildes enthaltende Karte durch irgendeine Aufgabevorrichtung abgegeben wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    6ERLIN. CBbRUCKT in Der reichsdruckereIi
DE1920339710D 1920-02-18 1920-02-18 Kartenlege- (Wahrsage-) Automat Expired DE339710C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE339710T 1920-02-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE339710C true DE339710C (de) 1921-08-03

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ID=6223921

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1920339710D Expired DE339710C (de) 1920-02-18 1920-02-18 Kartenlege- (Wahrsage-) Automat

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DE (1) DE339710C (de)

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