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Bewegliches Bild.
Die Erfindung betrifft ein Bild, von welchem einzelne Teile so bewegt werden, dass dem Beschauer die Art des mechanischen Antriebes völlig verborgen bleibt und dadurch die Wirklichkeit der Bewegung möglichst weitgehend nachgeahmt wird. Dieses bewegliche Bild lässt sich auch in mechanische Verbindung mit einem beliebigen Spielwerk bringen, so dass z. B. bei der Darstellung eines Klavierspielers gleichzeitig mit der Bewegung der Hände auch eine passende Musik gehört werden kann.
Dieses bewegliche Bild kann zweckmässigerweise und in entsprechender Ausführung auch als Bliekfänger für Reklamezwecke verwendet werden, da es infolge des scheinbaren Fehlens jedes mechanischen Antriebes der bewegten Teile die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zieht. In einem solchen Falle kann es mittels eines kleinen Uhrwerkes oder eines Motors angetrieben werden.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit des Erfindungsgegenstandes liegt in seiner Anwendung als Deckelbild für Schmuck-oder Bonbonkassetten, wobei ein Uhrwerk mit Federantrieb in der Schachtel vorgesehen sein muss.
Weiters wäre es möglich, die Bilder Verwandter in dieser Weise auszuführen und diese zu Geschenkzwecken zu verwenden oder eine solche Bildanlage im Grossen herzustellen und als Schauobjekt auszustellen usw.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen Ausführungsformen in Ansichten und Details dargestellt, u. zw. zeigt :
Fig. 1 die Ansicht eines Reklameapparates mit einem solchen beweglichen Bild in teilweisem Schnitt ; Fig. 2 denselben Apparat im Querschnitt ; Fig. 3 die Anordnung der Bilder zu dem Apparat Fig. 1 ; Fig. 4 das Teilbild mit dem bewegten Teilen hievon ; Fig. 5 die Anordnung der Bilder zu dem in Fig. 7 dargestellten Apparat ; Fig. 6 das Teilbild mit den bewegten Teilen hievon ; Fig. 7 die Oberansicht eines solchen Apparates in Kassettenform bei abgehobenen Bildern ; Fig. 8 die Seitenansicht dieses Apparates im Schnitt.
Der in den Fig. 1-4 dargestellte Apparat mit beweglichem Bild besteht aus einem Kasten 1, an welchem ein Rahmen 2 angesetzt ist. In diesem ist hinter einer Glasscheibe 3 und in geringem Abstand von derselben das Bild 4 eingesetzt. Zwischen dem Bilde 4 und der davorliegenden Glasscheibe 3 befindet sich eine vollkommen durchsichtige und daher von vorne nicht zu bemerkende Folie 5. Diese ist unten an einem Arm 6 des Spielwerkes 7 angeschlossen, der durch eine entsprechende Ausnehmung 8 der Bildplatte 4 durchführt. Die Folie 5 ist ausserdem oben in der Mitte an einem Zapfen 9 befestigt. Am Kasten 2 angebrachte Laschen 10 ermöglichen das Aufhängen desselben an passender Stelle.
Auf dem Grundbild 4 ist eine beliebige Zeichnung dargestellt, im Ausführungsbeispiele 1 (Fig. 3 und 4) aine Dame z. B. als Sängerin. Dieses Bild soll nun nach der Erfindung die Augen bewegen, den Mund offnen und schliessen, während sich die Brust heben und senken soll. Um dies zu erreichen, sind auf dem Grundbilde 4 alle jene Teile, welche eine der vorgenannten Bewegungen zeigen sollen, bei der Dar- strung ausgespart und getrennt auf der durchsichtigen Folie 5 (Fig. 4) derart dargestellt, dass sie sich beim Aufeinanderlegen dieser beiden Darstellungen zu einem Bilde organisch vereinen.
Sobald nun die Darstellungen 4 und 5 richtig in den Kasten 1 eingelegt sind-wobei die Folie 5 einerseits an den Stift 9 gehängt, anderseits an den Hebel 6 angeschlossen wird-, ist das bewegliche Bild betriebsfähig. Beginnt nun das Spielwerk 7 abzulaufen, so wird der Hebel 6 von dem Perpendikel 11 (Fig. 2) bewegt und dadurch die Folie 5 in geringem Ausmasse um den Stift 9 geschwungen. Hiedurch geraten aber die auf der Folie 5 dargestellten Teile des Bildes in eine kontinuierliche schwingende Bewegung, wodurch das Grundbild 4 wirklich bewegt erscheint.
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Die Teile 12 und 13 zeigen Zapfenwelle und Zungenblatt des Spielwerkes 7.
Die Fig. 5-8 zeigen ein bewegtes Bild in Verbindung mit einer Kassette und einem mehrere Stücke spielenden Musikwerk. Die Kassette 14 ist durch einen Zwischenboden 15 in zwei Räume geteilt, deren unterer durch eine Lade 16 ausgefüllt ist, während in dem oberen Raum das Werk untergebracht ist.
Dieses besteht aus dem Federantrieb 17, einem Windflügel 18, der Zapfenwelle 19 und dem Zungenblatt 20. Ein Auslösehebel 21 dient zur Sperrung des Laufwerkes.
Zur Bewegung der durchsichtigen Folie 5 ist bei dieser Ausführungsart an den Federantrieb ein Exzentervorgelege angeschlossen, indem mit dem Stirnrad 22 des Musikwerkes ein zweites, kleineres Stirnrad 23 in Eingriff steht. Dieses überträgt seine Rotation mittels der Welle 24, dem Kegelrädergetriebe 25,26 und der senkrechten Welle 27 auf die Exzenterscheibe 28. Deren Bolzen 29 greift in den Längsschlitz 30 einer Lasche 31 ein, die andernends an die Folie 5 angeschlossen ist.
Der Raum der Kassette 14, in welchem das Antriebs-und Musikwerk untergebracht ist, wird nach oben von dem Grundbild 4 abgeschlossen, über welchem die durchsichtige Folie 5 liegt, die an dem Stift 9 verankert ist. Die ganze Kassette 14 ist oben durch die Glasplatte 3 abgeschlossen.
Durch die beim Ablaufen des Spielwerkes mitrotierende Exzenterscheibe 28, den Zapfen 29 und die Lasche 31 wird die durchsichtige Folie 5 über dem Hauptbilde. 4 um den Zapfen 9 hin und zurück geschwungen. Das als Ausführungsbeispiel gezeigte Bild (Fig. 5 und 6) zeigt in diesem Falle Schubert, ein lautenpielendes Mädchen am Klavier begleitend, wobei sieh die Hände über der Tastatur des Klaviers und über dem Griffbrett der Laute bewegen. Ausserdem bewegt sich das Uhrpendel und der Vogelkäfig.
An Stelle der Folie mit schwingender Bewegung kann auch eine mit hin und her gehender Bewegung verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bewegliches Bild, dadurch gekennzeichnet, dass über einem Grundbild, auf welchem die zu bewegenden Teile ausgespart sind, eine vollkommen durchsichtige Folie, auf welcher die zu bewegenden Teile gesondert dargestellt sind, um einen Schwingpunkt drehbar angeordnet und mittels eines Exzenters von einem Antrieb, der auch mit einem Musikwerk verbunden sein kann, derart in schwingende Bewegung versetzt wird, dass die auf der Folie dargestellten Bildteile wirkliehe, lebenswahre Bewegungen ausführen.