DE339592C - Vorrichtung zur Herstellung einer gewebeaehnlichen Ware - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung einer gewebeaehnlichen WareInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B81/00—Sewing machines incorporating devices serving purposes other than sewing, e.g. for blowing air, for grinding
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
- Vorrichtung zur Herstellung einer gewebeähnlichen Ware. Die Erfindung besteht in einem Gewebe, dessen Schußfäden die Kettfäden in Form des Kettenstichs umschlingen, und in einer Vorrichtung zur Herstellung.
- Das Gewebe kann glatt, d. h. ungemustert, oder gemustert ausgeführt werden. In letzterem Fall kann es, bei geeignetem Dicke- und Dichteverhältnis der Fäden, das Aussehen von Kilim oder Goblin erhalten, nur daß eine Seite doppelt so viel Schußlagen hat als die andere.
- Fig. i und 2 sind Querschnitte des Gewebes; Fig. 3 zeigt die Oberseite, Fig. q. die Unterseite, Fig. 5 das Wesentliche der Vorrichtung in Seitenansicht, Fig. 6 in Ansicht von oben, Fig. 7 bis io die Stichbildung.
- Die Kettfäden a, die von den Schußfäden b umschlungen werden (Fig. i bis q.), laufen von Baum c (Fig. 5) über eine Leitwalze von oben nach unten.' Baum d nimmt die Ware-auf.
- Die Schußfäden b laufen von Spulensätzen e (Fig. 5 und 6) nach den Augen f der Bogen g. Diese sind mittels Zahnbogen h, die auf Welle i mittels Zahnstangen k schwingbar sind, durch eine Schaft- oder Jacquardmaschine mit abgestuftem Hüb o. dgl. mustergemäß einstellbar gegenüber Hakennadeln 1, die mit dem'andern Ende in einer Schiene sitzen. Die Schußvorrichtungen sind also, wie Fig. 6 zeigt, kettfadengruppenweise wiederholt. Die Abstände richten sich nach der Dichte des Gewebes und der Art der Muster.
- Die Einstellbogen g und die Nadelschiene sind kettenfadenweise seitwärts verschiebbar, die Nadelschiene überdies vorwärts und rückwärts.
- Ein Riet na dient zur Führung der Kettfäden und zum Anschlag der Schußschlingen. Die Wirkungsweise ist nun folgende Die Bogen (Fig. 7) stellen durch entsprechende Schwingung für jede Kettabteilung den vom Muster bestimmten Schußfaden ein, und die Haken der. Nadeln t dringen zwischen den entsprechenden Kettfaden auf die Rückseite. Dann gehen (Fig. 8) die Einstellbogen so weit seitwärts, daß die Haken die bestimmten Schußfäden fassen können. Wenn nun die Nadeln zurückgehen (Fig. 9), ziehen sie die aufgehakten Schußfäden als Maschen zwischen den Kettfaden und durch die entsprechenden Vormaschen hindurch. Dann rücken die Nadeln so weit seitwärts, daß sie zwischen den nächsten Kettfaden durchgreifen können (Fig. io). Dabei legen sich die eben gebildeten Maschen unter die entsprechenden K_ettfäden herum. Das Spiel wiederholt sich, bis alle Kettfäden umschlungen sind. Die nächste Maschenreihe verläuft dann umgekehrt (Fig.2). Schaltet man die Mustervorrichtung aus, so kann man durch verschiedenen Spuleneinsatz Längsstreifenmuster erhalten oder durch lauter gleiche Schußfäden ungemustertes Gewebe.
- Statt schwingender Einstellteile können natürlich auch geradlinig bewegte angewandt werden, und -statt der einfachen Hakennadeln können vorteilhaft auch wie bei Strickmaschinen Zungen- oder Klappnadeln, also auf- und zugehende Haken, verwendet werden. Auch können statt der Nadeln Rundgreifer dienen. An den Ansatzstellen werden die Schußfäden, um Fehlstellen und Aufziehen zu vermeiden, nachträglich auf die andere Seite durchgeschlungen. Man kann aber auch die jeweils neu einsetzenden Schußfäden unmittelbar vorher eine Masche zwischen den Kettfäden bilden lassen, und diese Masche dann unter die Nachbarmasche schieben. Oder die Einrichtung kann so getroffen werden, daß jeder Musterfaden nach Beendigung seiner jeweiligen Musterstrecke abgeschnitten wird und bei jedem Neuansatz eine volle Kettfadenunschlingung ausführt.
- Natürlich kann man, statt nur je einen, auch mehrere Kettfäden von den Schußfäden umschlingen lassen oder auch abwechselnd, oder die Kettfäden können verschieden dick sein oder ungleich verteilt.
- Auch kann außer der Schußschlingvorrichtung eine Eintragvorrichtung für gewöhnliche Schüsse vorgesehen werden, so daß man gewöhnliche und Schlingschüsse beliebig abwechseln lassen kann.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜcHE: i. Vorrichtung zur Herstellung einer gewebeähnlichen Ware, dadurch gekennzeichnet, daß über die Breite einer Kette (a) Schußspulensätze (e) angeordnet sind sowie entsprechende Schußführer (g, h, f ) und Haken (l), die die Schußfäden kettstichförmig um die Kettfäden schlingen und dabei stichweise innerhalb der Breite ihres gegenseitigen Abstandes weiterrücken.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußführer (g, h, f ) von einer Mustervorrichtung eingestellt werden. .
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE339592T | 1919-08-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE339592C true DE339592C (de) | 1921-07-29 |
Family
ID=6223803
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919339592D Expired DE339592C (de) | 1919-08-12 | 1919-08-12 | Vorrichtung zur Herstellung einer gewebeaehnlichen Ware |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE339592C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1244705B (de) * | 1961-06-30 | 1967-07-20 | Textiltech Forsch | Verfahren zur Herstellung eines frottierartigen Textilstoffes |
| FR2572426A1 (fr) * | 1984-10-31 | 1986-05-02 | Nord Sa Union Textile | Geotextile. |
-
1919
- 1919-08-12 DE DE1919339592D patent/DE339592C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1244705B (de) * | 1961-06-30 | 1967-07-20 | Textiltech Forsch | Verfahren zur Herstellung eines frottierartigen Textilstoffes |
| FR2572426A1 (fr) * | 1984-10-31 | 1986-05-02 | Nord Sa Union Textile | Geotextile. |
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