DE339559C - Verfahren und Vorrichtung zum Entfasern von Torf - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entfasern von Torf

Info

Publication number
DE339559C
DE339559C DE1920339559D DE339559DD DE339559C DE 339559 C DE339559 C DE 339559C DE 1920339559 D DE1920339559 D DE 1920339559D DE 339559D D DE339559D D DE 339559DD DE 339559 C DE339559 C DE 339559C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grate
peat
container
fibers
mass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1920339559D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TORFOLEUM WERKE EDUARD DYCKERH
Original Assignee
TORFOLEUM WERKE EDUARD DYCKERH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TORFOLEUM WERKE EDUARD DYCKERH filed Critical TORFOLEUM WERKE EDUARD DYCKERH
Application granted granted Critical
Publication of DE339559C publication Critical patent/DE339559C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10FDRYING OR WORKING-UP OF PEAT
    • C10F7/00Working-up peat

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum- Entfasern von Torf. Die Erfindung zeigt einen 'sehr einfachen und zweckentsprechenden Weg, um aus feuchter oder nasser Torfmasse bzw. frisch gewonnenem Rohmoor die darin enthältenen Fasern zu entfernen, und zwar in möglichst ununterbrochenem Arbeitsgang.
  • Das neue Verfahren besteht darin, daß die Torfmasse bzw. das Moor durch einen Rost mit Zahnung auf der gegen die Torfmasse gerichteten Roststabkante bei relativer Querbewegung zwischen Torf und Rost hindurchgeführt wird, und daß die von diesem Rost zurückgehaltenen Fasern ständig oder zeitweise außerhalb von die Torfmasse einschließenden Wänden durch Abstreifen entfernt werden. Die Zuführung zu dem Rost kann dadurch erfolgen, daß man den Rost am Ende eines Behälters anordnet, in den die Torf-bzw. Moormasse von Hand durch Einschaufeln eingefüllt oder auf mechanischem Wege mittels einer Schnecke, eines Preßkolbens oder einer geeigneten Fördervorrichtung unter Umständen unter Druck zugeführt wird.
  • Zur Ausübung des Verfahrens kann eine sehr einfache Vorrichtung dienen, bestehend aus einer Zuführungsschnecke und einem daran angeschlossenen Behälter, dessen Boden durch einen beweglichen gezahnten Rost gebildet wird. Die sägezahnartigen Vorsprünge sind auf der einen Hälfte der Roststablänge derjenigen der anderen Längenhälfte entgegengesetzt gerichtet. Dadurch wird erreicht, daß die Torffasern beim Durchgang der einen Rosthälfte durch den Behälter nach außen mitgenommen und beim Rückgang an der Behälteraußenseite abgestreift werden. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen einfachen Entfaserüngsvorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. z eine Seitenansicht und Fig. 2 einen Längsschnitt.
  • Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Eintragtrichter n. mit daran anschließendem Gehäuse b und einer darin angeordneten Förderschnecke c. Das Gehäuse b erweitert sich nach unten zu einem Behälter d, an dessen unterem Ende ein aus einer Anzahl von Roststäben gebildeter Rost e angeordnet ist. Die Roststäbe e sind kreisförmig gebogen und mit sägezahnartigen, dem Behälter d zugekehrten Vorsprüngen versehen. Die gebogenen Roststäbe sind so lang, daß sie in der einen Endstellung etwa zur Hälfte ihrer Länge aus dem Gehäuse d vorstehen (vgl. Fig. r), und die Richtung der sägezahnartigen Vo--sprünge ist auf der einen Hälfte derjenigen der anderen Hälfte entgegengesetzt. Sämtliche Roststäbe sind beiderends an je einem Querstück f starr befestigt, die von den starr an der Achse A befestigten Armen g getragen werden. Auf der gleichen Achse A ist der geschlitzte Hebelarm i befestigt, der aus einem Stück mit den Armen g bestehen kann. Die Schneckenachse cl-, die mit einem beliebigen geeigneten Antrieb, z. B. den Riemenscheiben k, versehen ist, trägt eine starr mit ihr verbundene Kurbel l mit Kurbelzapfen h, der in den Schlitz des Hebelarmes i hineingreift.
  • Die Wirkungsweise ist folgende Die in den Trichter a eingefüllte Torf- bzw. Moormasse wird mittels der Schnecke c in den Behälter d und gegen den Rost e gepreßt. Da dieser Rost mitte s des Kurbelantriebs 1, 1i ständig hin und her bewegt wird, so erfassen die Rostzähne die in der Torfmasse enthaltenen Fasern und befördern sie aus dem Behälter d heraus. Bei der Bewegungsumkehr streifen sich dann die an den Rostzähnen hängenden Fasern am Außenrande des Behälters d von den Zähnen ab und fallen seitlich herab. Man kann an dieser Stelle besondere Auffangbehälter, Rutschen oder Rinnen vorsehen, wie in Fig. x angedeutet.
  • Hat also beispielsweise der Rostteil, welcher bei der in Fig. i dargestellten Lage aus dem Behälter d vorsteht, die Torfmasse durchstreift, so hängen die Fasern an den rechtsseitigen Zähnen und werden bei der nunmehr beginnenden entgegengesetzten Bewegung des Rostes an den seitlich unten am Behälter d vorgesehenen Durchtrittsschlitzen abgestreift; die Fasern fallen dann in die seitlichen Rutschen bzw. Behälter, während das entfaserte Moor unmittelbar unterhalb des Behälters d herabfällt. Derselbe Vorgang wiederholt sich dann auf der anderen Seite des Behälters d, so daß man in ununterbrochenem Arbeitsgang die Fasern gewinnen kann.
  • Der Antrieb des Rostes kann natürlich sehr verschieden sein, ebenso wie die Ausbildung des Rostes selbst.
  • Wenngleich bei Anwendung einer Schneckenwelle der Antrieb des Ro tes von dieser Welle aus eine sehr einfache Lösung darstellt und die Form der Roststäbe in konzentrischer Biegung zur Schwingeachse h bei dieser Ausführungsform sehr zweckmäßig erschein, ist die Verwendung auch ebener Roste, d. h. geradlinig verlaufender Roststäbe, nicht ausgeschlossen. Statt die Roststäbe gemeinsam hin und her zu bewegen, kann man sie auch teilweise in entgegengesetzter Richtung hin und her bewegen, wenngleich hierzu einkomplizierterer Antrieb erforderlich sein würde.

Claims (3)

  1. PATr,NT-ANsPRücHE: i. Verfahren zum Entfasern von Torf, dadurch gekennzeichnet, daß feuchte oder nasse Torfmasse bzw. frisch gewonnenes Moor durch einen Rost mit Zahnung auf der gegen die Torfmasse gerichteten Roststabkante bei relativer Querbewegung zwischen Torf und Rost hindurchgeführt wird, und daß die von diesem Rost zurückgehaltenen Fasern ständig oder zeitweise außerhalb von die Torfmasse einschließenden Wänden abgestreift werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden eines Behälters (d) durch einen wechselweise hin und her bewegten Rost (e) gebildet wird, dessen sägezahnartige Vorsprünge auf der einen Hälfte seiner Länge entgegengesetzt zu denjenigen der anderen Längenhälfte gerichtet sind, derart, daß die Fasern beim Durchgang der einen Rosthälfte durch den Behälter nach außen mitgenommen und beim Rückgang an der Behälteraußenseite durch Abstreifen entfernt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen konzentrisch zu einer Schwingeachse (la) gebogenen Rost und den Antrieb dieser Schwingeachse (h) von der Achse (cl) der Schnecke (c) aus, welche die Torfmasse dem Rost zuführt.
DE1920339559D 1920-02-13 1920-02-13 Verfahren und Vorrichtung zum Entfasern von Torf Expired DE339559C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE339559T 1920-02-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE339559C true DE339559C (de) 1921-07-28

Family

ID=6223762

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1920339559D Expired DE339559C (de) 1920-02-13 1920-02-13 Verfahren und Vorrichtung zum Entfasern von Torf

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE339559C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE339559C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfasern von Torf
DE824163C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Fuellen einer Kunststeinform
DE810033C (de) Geleisstopfmaschine
DE330174C (de) Kartoffelerntemaschine
DE650024C (de) Vorrichtung zum Abschneiden und Schliessen von Hohlstrangformlingen auf der Strangpresse
DE52845C (de) Deckelputz-Einrichlung für Karden mit Wanderdeckeln
DE542342C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Durchtraenken von Faserstoffen, wie Holzwolle u. dgl.,die als Fuellstoff fuer Bauplatten dienen, mit Emulsion
AT122638B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Durchtränken von Faserstoffen, wie Holzwolle u. dgl. mit Emulsion in kontinuierlichem Arbeitsgang.
DE367178C (de) Schneidmaschine fuer Rueben u. dgl.
DE190839C (de)
DE369324C (de) Holzspaltmaschine
DE319021C (de) Vorrichtung zum Aufreihen von Fischen auf Spiesse
AT293975B (de) Schneidvorrichtung in automatisch arbeitenden Teigteil- und Wirkmaschinen
DE446314C (de) Vorrichtung zum Ausrichten der Zuendhoelzchen an Schachtelfuellmaschinen
DE347136C (de) Stechmaschine
DE175359C (de)
DE1100526B (de) Vorrichtung zum Auflockern und Verteilen von einem Schacht zuzufuehrendem Tabak oder aehnlichem blaettrigem oder faserigem Gut
AT150180B (de) Vorrichtung zum Sammeln der fertigen Zündhölzchen in Zündholzkomplettmaschinen.
DE479156C (de) Ruettelvorrichtung an Fuellwagen bei Grosskammeroefen
AT93664B (de) Maschine zum Besetzen von Bürstenhölzern mit Borsten.
DE134498C (de)
DE1809933A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum maschinellen Formen von Steinen
DE532807C (de) Siebvorrichtung, insbesondere zur Aufbereitung von Formsand
DE484153C (de) Verfahren zum Zupfen von Rosshaar, Crin d'Afrique o. dgl.
AT108757B (de) Einrichtung zum Entholzen faserhaltiger Stengel.