DE339559C - Verfahren und Vorrichtung zum Entfasern von Torf - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entfasern von TorfInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10F—DRYING OR WORKING-UP OF PEAT
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum- Entfasern von Torf. Die Erfindung zeigt einen 'sehr einfachen und zweckentsprechenden Weg, um aus feuchter oder nasser Torfmasse bzw. frisch gewonnenem Rohmoor die darin enthältenen Fasern zu entfernen, und zwar in möglichst ununterbrochenem Arbeitsgang.
- Das neue Verfahren besteht darin, daß die Torfmasse bzw. das Moor durch einen Rost mit Zahnung auf der gegen die Torfmasse gerichteten Roststabkante bei relativer Querbewegung zwischen Torf und Rost hindurchgeführt wird, und daß die von diesem Rost zurückgehaltenen Fasern ständig oder zeitweise außerhalb von die Torfmasse einschließenden Wänden durch Abstreifen entfernt werden. Die Zuführung zu dem Rost kann dadurch erfolgen, daß man den Rost am Ende eines Behälters anordnet, in den die Torf-bzw. Moormasse von Hand durch Einschaufeln eingefüllt oder auf mechanischem Wege mittels einer Schnecke, eines Preßkolbens oder einer geeigneten Fördervorrichtung unter Umständen unter Druck zugeführt wird.
- Zur Ausübung des Verfahrens kann eine sehr einfache Vorrichtung dienen, bestehend aus einer Zuführungsschnecke und einem daran angeschlossenen Behälter, dessen Boden durch einen beweglichen gezahnten Rost gebildet wird. Die sägezahnartigen Vorsprünge sind auf der einen Hälfte der Roststablänge derjenigen der anderen Längenhälfte entgegengesetzt gerichtet. Dadurch wird erreicht, daß die Torffasern beim Durchgang der einen Rosthälfte durch den Behälter nach außen mitgenommen und beim Rückgang an der Behälteraußenseite abgestreift werden. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen einfachen Entfaserüngsvorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. z eine Seitenansicht und Fig. 2 einen Längsschnitt.
- Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Eintragtrichter n. mit daran anschließendem Gehäuse b und einer darin angeordneten Förderschnecke c. Das Gehäuse b erweitert sich nach unten zu einem Behälter d, an dessen unterem Ende ein aus einer Anzahl von Roststäben gebildeter Rost e angeordnet ist. Die Roststäbe e sind kreisförmig gebogen und mit sägezahnartigen, dem Behälter d zugekehrten Vorsprüngen versehen. Die gebogenen Roststäbe sind so lang, daß sie in der einen Endstellung etwa zur Hälfte ihrer Länge aus dem Gehäuse d vorstehen (vgl. Fig. r), und die Richtung der sägezahnartigen Vo--sprünge ist auf der einen Hälfte derjenigen der anderen Hälfte entgegengesetzt. Sämtliche Roststäbe sind beiderends an je einem Querstück f starr befestigt, die von den starr an der Achse A befestigten Armen g getragen werden. Auf der gleichen Achse A ist der geschlitzte Hebelarm i befestigt, der aus einem Stück mit den Armen g bestehen kann. Die Schneckenachse cl-, die mit einem beliebigen geeigneten Antrieb, z. B. den Riemenscheiben k, versehen ist, trägt eine starr mit ihr verbundene Kurbel l mit Kurbelzapfen h, der in den Schlitz des Hebelarmes i hineingreift.
- Die Wirkungsweise ist folgende Die in den Trichter a eingefüllte Torf- bzw. Moormasse wird mittels der Schnecke c in den Behälter d und gegen den Rost e gepreßt. Da dieser Rost mitte s des Kurbelantriebs 1, 1i ständig hin und her bewegt wird, so erfassen die Rostzähne die in der Torfmasse enthaltenen Fasern und befördern sie aus dem Behälter d heraus. Bei der Bewegungsumkehr streifen sich dann die an den Rostzähnen hängenden Fasern am Außenrande des Behälters d von den Zähnen ab und fallen seitlich herab. Man kann an dieser Stelle besondere Auffangbehälter, Rutschen oder Rinnen vorsehen, wie in Fig. x angedeutet.
- Hat also beispielsweise der Rostteil, welcher bei der in Fig. i dargestellten Lage aus dem Behälter d vorsteht, die Torfmasse durchstreift, so hängen die Fasern an den rechtsseitigen Zähnen und werden bei der nunmehr beginnenden entgegengesetzten Bewegung des Rostes an den seitlich unten am Behälter d vorgesehenen Durchtrittsschlitzen abgestreift; die Fasern fallen dann in die seitlichen Rutschen bzw. Behälter, während das entfaserte Moor unmittelbar unterhalb des Behälters d herabfällt. Derselbe Vorgang wiederholt sich dann auf der anderen Seite des Behälters d, so daß man in ununterbrochenem Arbeitsgang die Fasern gewinnen kann.
- Der Antrieb des Rostes kann natürlich sehr verschieden sein, ebenso wie die Ausbildung des Rostes selbst.
- Wenngleich bei Anwendung einer Schneckenwelle der Antrieb des Ro tes von dieser Welle aus eine sehr einfache Lösung darstellt und die Form der Roststäbe in konzentrischer Biegung zur Schwingeachse h bei dieser Ausführungsform sehr zweckmäßig erschein, ist die Verwendung auch ebener Roste, d. h. geradlinig verlaufender Roststäbe, nicht ausgeschlossen. Statt die Roststäbe gemeinsam hin und her zu bewegen, kann man sie auch teilweise in entgegengesetzter Richtung hin und her bewegen, wenngleich hierzu einkomplizierterer Antrieb erforderlich sein würde.
Claims (3)
- PATr,NT-ANsPRücHE: i. Verfahren zum Entfasern von Torf, dadurch gekennzeichnet, daß feuchte oder nasse Torfmasse bzw. frisch gewonnenes Moor durch einen Rost mit Zahnung auf der gegen die Torfmasse gerichteten Roststabkante bei relativer Querbewegung zwischen Torf und Rost hindurchgeführt wird, und daß die von diesem Rost zurückgehaltenen Fasern ständig oder zeitweise außerhalb von die Torfmasse einschließenden Wänden abgestreift werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden eines Behälters (d) durch einen wechselweise hin und her bewegten Rost (e) gebildet wird, dessen sägezahnartige Vorsprünge auf der einen Hälfte seiner Länge entgegengesetzt zu denjenigen der anderen Längenhälfte gerichtet sind, derart, daß die Fasern beim Durchgang der einen Rosthälfte durch den Behälter nach außen mitgenommen und beim Rückgang an der Behälteraußenseite durch Abstreifen entfernt werden.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen konzentrisch zu einer Schwingeachse (la) gebogenen Rost und den Antrieb dieser Schwingeachse (h) von der Achse (cl) der Schnecke (c) aus, welche die Torfmasse dem Rost zuführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE339559T | 1920-02-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE339559C true DE339559C (de) | 1921-07-28 |
Family
ID=6223762
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920339559D Expired DE339559C (de) | 1920-02-13 | 1920-02-13 | Verfahren und Vorrichtung zum Entfasern von Torf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE339559C (de) |
-
1920
- 1920-02-13 DE DE1920339559D patent/DE339559C/de not_active Expired
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