DE33925C - Verfahren zur Darstellung von Zinnchlorid - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Zinnchlorid

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DE33925C
DE33925C DENDAT33925D DE33925DA DE33925C DE 33925 C DE33925 C DE 33925C DE NDAT33925 D DENDAT33925 D DE NDAT33925D DE 33925D A DE33925D A DE 33925DA DE 33925 C DE33925 C DE 33925C
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT33925D
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Dr. phil. F. meilly in Görlitz, Beckerstrafse 6
Publication of DE33925C publication Critical patent/DE33925C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G19/00Compounds of tin
    • C01G19/04Halides
    • C01G19/08Stannic chloride

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Das in der Färberei vielfach verwendete Zinnchlorid, das möglichst neutral und frei von Salzsäure und Salpetersäure sein mufs, kann durch !Crystallisation oder Destillation aus unreinen Lösungen gewonnen werden. Der letzte Weg ist vorzuziehen, wenn die Zinnchloridlösung mit nicht destülirbaren Metallsalzen verunreinigt ist. Eine solche Lösung resultirt z. B. bei der Verarbeitung des sehr unreinen und seiner Suspensionsfähigkeit wegen kaum waschfähigen Zinnoxyds, das bei der Entzinnung von verzinnten Eisenblechabfällen durch Behandlung mit Aetznatronlösung und Salpeter erhalten wird. Sowohl diese Verunreinigungen, welche in der Lösung des Zinnoxyds durch rohe, arsenfreie Salzsäure aus Chlornatrium, Chlorblei, Gyps, Kieselsäure und sonstigen zufälligen Beimengungen bestehen, als auch die physikalische Beschaffenheit des Zinnoxydhydrats machen dasselbe für Emaillirzwecke ungeeignet. Soll dasselbe verwerthet werden, so mufs es in reines Zinnchlorid übergeführt werden, was nach dem folgenden Verfahren erreichbar ist.
Das lufttrockene, rohe Zinnoxydhydrat wird mit sämmtlichen Verunreinigungen in arserifreier roher Salzsäure in Decantirtöpfen unter mäfsiger Erwärmung auf dem Sandbade gelöst. Die Gewichtsverhältnisse sind hierbei zweckmäfsig so zu wählen, dafs auf 100 kg rohes, lufttrockenes Zinnoxyd ca. 300 kg Salzsäure von 1,16 spec. Gew. zur Verwendung kommen. Die Lösung erfolgt bei gelinder Erwärmung sehr schnell, und wird dann die Chloridlauge abgezogen und so lange gekocht, bis die Temperatur der Dämpfe auf ca. 105 bis 1060C. gestiegen ist, zu welchem Zeitpunkt die überschüssige Salzsäure und der gröfste Theil des Wassers verdampft ist, fast ohne dafs Zinnchlorid mitgerissen ist. Die Lösung, welche vor dem Eindampfen ca. 1,40 spec. Gew. zeigte, besitzt jetzt ca. 1,82 spec. Gew.
Es ist speciell die Wirkung des längeren Erhitzens der Zinnoxychloridlösung mit freier Salzsäure in der Siedehitze, welches die Umwandlung des Oxychlorids in reines Zinnchlorid verursacht, und es handelt sich nun nur noch darum, diese starke Chloridlösung von den noch vorhandenen Verunreinigungen zu befreien; hierzu ist die Destillation der geeignetste Weg.
Destillirt man aber die Lösung direct aus einer Glasretorte, so gehen zunächst ca. 60 pCt. derselben mit Leichtigkeit über, dann aber scheiden sich bald an den Glaswänden weifse Flocken ab, die sich bei fortgesetzter Destillation festsetzen und bei weiterem Erhitzen das Abtreiben des letzten Chloridrestes unmöglich machen. Auch eine Destillation aus einem Gemisch mit concentrirter Schwefelsäure gab kein für den Betrieb brauchbares Ergebnifs.
Um die Destillation des Zinnchlorids zu ermöglichen, wird dasselbe vorher mit einem Gemenge von Magnesia, Magnesiumchlorid und Sand innig zusammengemischt. Diese Mischung wird auf dem Wasserbade zusammengerührt und bildet beim Erkalten eine völlig trockene, poröse Masse, in welcher das Zinnchlorid mechanisch äufserst fein zertheilt ist. Aus dieser Masse wird das Zinnchlorid durch
Destillation in heifsem Gasstrom, beispielsweise mittelst überhitzten Wasserdampfes, entfernt, wobei der Magnesiacement dem Zinnchlorid gegenüber sich völlig indifferent verhält. Die letzten Reste des Zinnchlorids werden allerdings bei unvorsichtiger Ueberhitzung in Oxyd verwandelt, doch ist letzteres durch Lösen in Salzsäure ungemein leicht wieder in den Betrieb zurückzuführen.
Bei der Ueberführung des Zinnchlorids in das feste Destillationsgemisch genügt es, circa io pCt. vom Gewicht des vorhandenen Zinnchlorids an Magnesiumchlorid, ca. 5 pCt. an gebrannter Magnesia und ca. 20 bis 40 pCt. Sand oder Kieselsäure (Infusorienerde) zu verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-ANSPruch:
    Die Herstellung von reinem Zinnchlorid durch Auflösen von Zinnoxyd oder Zinnoxydhydrat in einem starken Ueberschufs von Salzsäure, Kochen der Lösung, bis sämmtliches Zinnoxychlorid in Zinnchlorid verwandelt und die überschüssige Salzsäure verflüchtigt ist, Vermischen der unreinen Zinnchloridlauge mit Sand oder Kieselsäure und einer geringen Menge Magnesia und Magnesiumchlorid (Magnesiutnoxychlorid, Magnesiacement), Trocknen dieses das Zinnchlorid mechanisch fein vertheilt enthaltenden Gemenges und Destillation der trockenen Masse in einem Strom von überhitztem Wasserdampf oder einem indifferenten Gase.
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