DE338959C - Verfahren zur Herstellung einer kuenstlichen. bearbeitungsfaehigen Eisenmasse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer kuenstlichen. bearbeitungsfaehigen Eisenmasse

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B14/00Use of inorganic materials as fillers, e.g. pigments, for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of inorganic materials specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B14/02Granular materials, e.g. microballoons
    • C04B14/34Metals, e.g. ferro-silicon

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer künstlichen. bearbeitungsfähigen Eisenmasse. Die Erfindung bezweckt die Erzeugung einer künstlichen, bearbeitungsfähigen Eisenmasse, welche kalt zubereitet wird und deren Formgebung in beliebigen Formen unter Druck erfolgt. Nach der Erhärtung ist die künstliche Eisenmasse als Rohmaterial fertig, worauf die auf diese Weise erzeugten oder mit einer künstlichen Eisenmasse versehenen Körper, wenn nötig nach entsprechender mechanischer Bearbeitung, dem jeweiligen Verwendungszweck zugeführt werden .
  • Es ist bekannt, zur Erhöhung der Lebensdauer und Widerstandsfähigkeit beispielsweise von Betonfußböden und Treppenstufen, von Bodenplatten oder allgemein von Kunststeinen, diese Bauelemente - oder wenigstens die der Abnutzung oder Beanspruchung besonders ausgesetzten Teile derselben - aus einer mit Eisenteilen durchsetzten Zement- oder Betonmasse herzustellen. Die so entstandenen oder verbesserten Bauelemente haben sich aber in der Praxis nicht bewährt oder sie waren nur für untergeordnete Zwecke verwendbar. Wenn nämlich nicht eine ganz bestimmte; sich in verhältnismäßig engen Grenzen bewegende Zusammensetzung des Mischungsverhältnisses eingehalten wird, so ist einerseits die für eine hochwertige Verwendbarkeit sehr wichtige Bearbeitungsfähigkeit nicht zu erzielen und anderseits zeigen die Oberflächen eine sehr unregelmäßige und ungleichmäßige Beschaffenheit Eisenteile und Zement bzw. Eisenteile und Beton sind getrennt sichtbar, so daß dann auch die Abnutzung eine ungleichmäßige ist und immer auf Kosten des schwächeren Teiles geht, dem der widerstandsfähigere Teil nicht viel nutzen kann. Außerdem aber ist, mit der Benutzung derartiger mangelhafter Flächen meistens eine erhebliche Staubentwicklung verbunden, die in vielen- Betrieben als besonders lästig und für die Lebensdauer der. Maschinen schädlich empfunden wird.
  • Das neue Verfahren besteht nun darin, zerkleinerte Eisenteile von ganz bestimmter Größe und Form mit Zement in einem ganz bestimmten Mischungsverhältnis derart zu mischen, daß die bereits erwähnten Eigenschaften der Bearbeitungsfähigkeit, der einheitlichen dichten Oberfläche und der Staubfreiheit nach dem Vermischen mit Wasser und nach darauf erfolgter Erhärtung erzielt werden. Hierzu ist notwendig, daß rostfreie zerkleinerte Eisenteile in der kleinsten Abmessung von 1/3 Millimeter und in der größten Abmessung von 2 Millimeter verwendet und mit nicht weniger und nicht mehr als mit der o,4- bis 0,5 fachen Raummenge Zement gemischt und hierauf mit der zur Erzeugung einer bildungsfähigen Masse erforderlichen Menge Wasser zubereitet werden. Diese Masse wird dann unter Druck in die gewünschte Form gebracht oder, ebenfalls unter Druck, als Aufstrich auf eben erst hergestellte oder schon länger erhärtete Platten, auf ganze Böden, auf Wände oder auf sonstige Baukörper beliebigen Alters aufgetragen.
  • . Der gewünschte Erfolg - Bearbeitungsfähigkeit wie kaltes Eisen, dichte, einheitliche Oberfläche und Staubfreiheit - wird nur dann erzielt, wenn obige Vorschriften genau eingehalten werden. Zu feine Eisenteile, wie z. B. feinstes Eisenpulver, heben die Bindefähigkeit mit Zement ebenso auf, wie dies z. B. im Betonbau im allgemeinen bei Verwendung feinsten Sandes (Schwemmsand) der Fall ist. Zu grobkornige Eisenteile ergeben keine gleichmäßige dichte Masse und demgemäß auch keine gleichmäßige dichte Öberfläche. Weniger Zement als der o,4fache.Raummengenbetrag ergibt nicht die nötige Festigkeit, und bei Verwendung von mehr Zement als der o,5fachen Raummenge werden die wertvollen Eigenschaften der Bearbditüngsfähigkeit und der Staubfreiheit nahezu völlig aufgehoben bzw. praktisch unzulässig vermindert. Auf Grund von amtlichen Versuchen ist nachgewiesen worden, daß sich eine nach den obigen Vorschriften hergestellte künstliche Eisenmasse nach ihrer Erhärtung mit großer und praktisch völlig ausreichender Annäherung ebengö beärbeifen läßt wie Gußeisen oder allgemein wie Eisen in kaltem Zustande: sie läßt sich hobeln bohren, drehen sägen und feilen. Wie einheitlich, gleichmäßig und dicht die auf solche Weise erzeugten Oberflächen sind, geht aus weiteren amtlichen Versuchen hervor, nach welchen ein nur von Hand auf Betonplattenaufgebrachter Überzug aus dieser künstlichen Eisenmasse bis zu 4 Atm. Wasserdruck ausgehälten hat und dann erst das Wasser tropfenweise durchtreten ließ.
  • Die Erzeugnisse dieses Verfahrens sollen einerseits als Ersatzfür Gußeisen Verwendung finden, und zwvat in solchen Fällen, in denen die volle Festigkeit des Gußeisens nicht verlangt wird. So Z. ß. für Ünterlagsplatten im Maschinenbau, Lagärschalen für landwirtschaftliche und sonstige einfachere Maschinen, Unterkonstruktionen für Werkzeugmaschinen, Dampfkesselstützen, Rauchschieber, Gewichte, Ofenplatten, Füllstücke für elektrische Stehlampen, Kassenschränke u. dgl. Anderseits soll das Verfahren dazu dienen, auf Beton-, Bims-, Schamotte-oder Ziegelplatten, ferner auf ganzen Bodenflächen eine einheitliche, zusammenhängende, gegen mechanische Einflüsse besonders widerstandsfähige, nichtstaubende Ober- oder Außenfläche zu erzeugen. Als bekannt wird vorausgesetzt, Eisenspäne durch starken Druck unter Beobachtung besonderer Maßnahmen ohne Bindemittel -zu -bearbeitbaren Formlingen zusammenzupressen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung einer bearbeitungsfähigen, künstlic$enEisenmasse; welche sich ähnlich wie kaltes Eisen hobeln, bohren, drehen, sägen und feilen läßt und welche im Gebrauch staubfrei bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß Eisenteile mit einer kleinsten Abmessung von:' /3 Millimeter und mit einer größten Abmessung von a Millimeter mit der bestimmten Zementraummenge von 0,4 bis 0,5 der Menge der Eisenteile mit Wasser gemischt und durch Druck in die gewünschte Form gebracht werden.
DE1920338959D 1920-01-18 1920-01-18 Verfahren zur Herstellung einer kuenstlichen. bearbeitungsfaehigen Eisenmasse Expired DE338959C (de)

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