DE33766C - Bohrapparat für Schiffchenstickmaschinen - Google Patents

Bohrapparat für Schiffchenstickmaschinen

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DE33766C
DE33766C DENDAT33766D DE33766DA DE33766C DE 33766 C DE33766 C DE 33766C DE NDAT33766 D DENDAT33766 D DE NDAT33766D DE 33766D A DE33766D A DE 33766DA DE 33766 C DE33766 C DE 33766C
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Germany
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drilling apparatus
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shuttle embroidery
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Expired - Lifetime
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DENDAT33766D
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Original Assignee
S. BERGER in Plauen i. V. und H. STÖCKEL in Plagwitz-Leipzig
Publication of DE33766C publication Critical patent/DE33766C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines
    • D05C7/04Special-purpose or automatic embroidering machines for boring or jogging

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Bohrapparat für Schiffchenstickmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Februar 1885 ab.
Die bisher zur Anwendung gelangten ßohrapparate für Stickmaschinen zeigen die Unvollkommenheit, dafs dieselben bei der Einrückung ein Verschieben des Schiffchenwagens bedingen, wodurch eine Fadenlänge abgezogen wird, welche auf die Näharbeit der Nadel von ganz erheblichem Einflufs ist, indem stets der Anfang der das Bohrloch begrenzenden Naht locker wird, was die Gleichmäfsigkeit des Musters und die Güte des Productes ganz wesentlich herabdrückt. Es mufs zur Vermeidung dieser Uebelstände danach getrachtet werden, den Bohrapparat derart einzurichten, dafs er ganz unabhängig von dem Schiffchenwagen bewegt werden kann, und es trotzdem nicht erforderlich ist, den Schiffchenwagen von der Stelle zu rücken. Es wird durch eine solche Anordnung der stets gleichmäfsig gespannte Faden erhalten und gar keine unnöthige Fadenlänge abgezogen. Neben dieser Einrichtung ist auch noch zu berücksichtigen, dafs der Bohrer in möglichste Nähe des Nadelstichloches gebracht werden kann. Die vorerwähnten Hauptmomente haben durch die auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 bis 7 dargestellte Bohrapparatanordnung in zweckentsprechender Weise Berücksichtigung gefunden.
Der Bohrapparat besteht aus der Bohrerträgerschiene S, welche hinter dem feststehenden Schiffchenwagen R auf dem Winkel P gleitbar aufliegt und mit der Schubstange O in fester Verbindung steht. Die letztere wird durch einen geeigneten Mechanismus bewegt, der in der Zeichnung durch einen Hebel W gebildet ist. Die Bohrerstifte T, welche an der Schiene S befestigt sind, sind dicht unter den Schiffchenkörben M in Durchbohrungen gelagert und lassen sich in denselben in der Längsrichtung verschieben. Das Verschieben geschieht in solcher Weise, dafs ein völliges Zurückziehen sämmtlicher Bohrer stattfinden kann (s. Fig. 2 und 7), ohne dafs in dieser Stellung der Näh- bezw. Stickapparat in der geringsten Weise beeinflufst wird. Ebensowenig wirkt die Einrückung, d. h. das Einschieben der Bohrer in die Stoffwand, auf Nadel und Schiffchenapparat, und wird infolge dessen stets das schädliche Fadenabziehen vermieden und kann stets mit fortwährend gleichmäfsig gespannten Fäden gearbeitet werden, so dafs Ungleichmäfsigkeiten in den Bohrlochnähten völlig ausgeschlossen sind.
Bei Anwendung des beschriebenen Bohrapparates macht es sich nöthig, mit Rücksicht auf die Lage der Bohrspitzen unterhalb der Nadeln eine Verstellung des Musterblattes beim Bohren bewirken zu können, damit die Löcher stets in der im Muster bestimmten Lage eingebracht werden. Hierbei mufs beachtet werden , dafs die Verstellung des Musterblattes stets erfolgen mufs, bevor der Bohrapparat eingesetzt bezw. zur Wirkung gebracht wird.
Zu diesem Zwecke mufs zwischen dem Bohrapparat und dem Musterblatt ein Mechanismus eingeschaltet sein, welcher es ermöglicht, die gestellten Bedingungen sicher zu erfüllen.
Die specielle Anordnung dieser auf Blatt II in Fig. 8 bis io dargestellten Einrichtung ist folgende:
Das Musterblatt α ist im Rahmen b in verticaler Richtung verschiebbar und zu diesem Zwecke mit der Stange d verbunden. Stange d greift an den Hebel e, welcher wiederum durch f mit dem Einrück- und Verstellhebel g verbunden ist.
Der Einrückhebel g ist mit dem Bohrapparat durch Zugstangen in Zusammenhang gebracht und functionirt in folgender Weise:
Durch Emporheben des Handhebels g, welcher am Bogen i feststellbar und geführt ist, wird das Musterblatt α gehoben, so dafs sich die Lochmitten im Muster in die richtige Lage einstellen. Sobald dieses geschehen ist, kann der Hebel g seitlich verdreht werden und bewegt dabei, weil er beim Aufgehen unter den Haken h am Bohrgestänge k eingelegt hat, dasselbe derart, dafs die Zugstangen k k horizontal verschoben werden und der Bohrapparat durch die Hebel W, Fig. ι bis 6, in Thätigkeit gebracht wird. Ist der Bohrprocefs vorbei, so wird erst der Bohrapparat zurückgestellt, dann der Hebel g wieder in seine unterste Stellung und das Musterblatt d in seine normale Lage gebracht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Schiffchenstickmaschinen eine Bohreinrichtung, welche es ermöglicht, stets mit gleichmäfsig gespannten Fäden zu arbeiten, zu welchem Zweck der Bohrapparat unabhängig von. dem feststehenden Schiffchen wagen ein- und ausgerückt werden kann, im Zusammenhang mit der Einrichtung zum Verstellen des Musterblattes, welche derartig wirkt, dafs das Einstellen des Bohrapparates nur dann möglich ist, wenn mittelst Hebels g die Verschiebung des Musterblattes bereits stattgefunden hat.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT33766D Bohrapparat für Schiffchenstickmaschinen Expired - Lifetime DE33766C (de)

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