DE18587C - Neuerung an Festonnir-Apparaten für die HElLMANN'sche Stickmaschine - Google Patents
Neuerung an Festonnir-Apparaten für die HElLMANN'sche StickmaschineInfo
- Publication number
- DE18587C DE18587C DENDAT18587D DE18587DA DE18587C DE 18587 C DE18587 C DE 18587C DE NDAT18587 D DENDAT18587 D DE NDAT18587D DE 18587D A DE18587D A DE 18587DA DE 18587 C DE18587 C DE 18587C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rails
- festonnir
- hellmann
- innovation
- devices
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 9
- 241000842962 Apoda limacodes Species 0.000 description 2
- 239000012634 fragment Substances 0.000 description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 238000009432 framing Methods 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000009958 sewing Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C7/00—Special-purpose or automatic embroidering machines
- D05C7/08—Special-purpose or automatic embroidering machines for attaching cords, tapes, bands, or the like
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE B2: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. September 1881 ab.
Um mittelst der Heilmann'schen Stickmaschine den Festonnir-, Bog- oder Knopflochstich
herstellen zu können, bedarf es der Anbringung eines besonderen Hülfsapparates (Festonnir-
oder Bogapparat).
Die Hauptbestandtheile eines solchen Bogapparates sind horizontale Schienen, an welchen
entlang (meist aus Blech oder Draht hergestellte) Gabeln, Haken oder Stifte in langer Reihe
derart angebracht sind, dafs sämmtliche in Arbeit befindliche Fäden von diesen Gabeln
mittelst entsprechender verticaler und seitlicher Verschiebungen der erwähnten Schienen gleichzeitig
in die zur Herstellung von Festons nöthige Lage gebracht werden können. Für jede Nadelreihe
der Stickmaschine ist eine solche Gabelschiene bezw. ein Gabelschienenpaar (eine
Ober- und eine Unterschiene) vorhanden, welche mit denen der übrigen Nadelreihen einen Rahmen
bezw. ein Rahmenpaar bildet. Dieser Rahmen bezw. dieses Rahmenpaar ist an dem zu bestickenden Stoff so aufgehängt, geführt
und durch Gegengewicht (Rahmenpaare gegenseitig) ausbalancirt, dafs die Gabeln nahezu am
Stoff anliegen und beliebig auf und nieder, wie auch seitlich, doch immer nur in verticaler,
dem Stoff paralleler Ebene verschoben werden können. Bei dieser Verschiebung, welche durch
das Einfahren der Wagen gegen den Stoff, meist mittelst Hebel und entsprechender Curven,
bewirkt wird, werden die dabei lose zwischen Stoff und Nadeln herabhängenden Stickfäden
von den Gabeln erfafst und in die vorerwähnte Lage gebracht. Gabelschienenpaare (Universalkreisbogapparat)
ermöglichen die Herstellung von Festons in allen Stichlagen, während Apparate mit Einzelschienen in gewissen Stichlagen
versagen. Letztere arbeiten nur entweder von unten nach oben oder von oben nach unten,
während erstere gleichzeitig von unten und oben arbeiten, indem bei Schienenpaaren die
Oberschienen im gleichen Moment niederwärts gehen, wenn die Unterschienen nach oben gedrängt
werden, und umgekehrt. Die Gabeln kommen dabei hinter einander zu stehen, dürfen
einander aber nicht berühren.
Die Verschiedenheit der Stichlagen bedingt, dafs abwechselnd bald die Ober-, bald die
Unterschienen zunächst des Stoffes spielen, was in erster Linie durch verstellbare Endführungen
(drehbare, verticale Wellen mit excentrisch eingedrehten Führungslagern) erreicht wird. Die
bedeutende Länge (über 4,5 m) dieser Schienen macht aber (bei Schienenpaaren wenigstens, um
event. Ineinanderstofsen der Gabeln zu verhüten) auch noch Mittelführungen nothwendig.
Diese letzteren müssen mit den Endführungen derart in Verbindung sein, dafs ein Verstellen
sämmtlicher Führungen, das gleichzeitige Vorstellen des einen und Zurückstellen des anderen
Gabelschienenrahmens, durchaus gleichzeitig und gleichmäfsig mittelst eines einzigen
Griffes erfolgen kann. Bei nur zweireihigen Stickmaschinen, wo unten der Fufsboden, oben
die Traversen der Stuhlung als feste Punkte vorhanden sind, macht die Anbringung solcher
Mittelführungen keine besonderen Schwierigkeiten; anders aber ist dies bei drei- und mehrreihigen
Stickmaschinen, indem diese vorerwähnten festen Punkte von den Zwischengabelschienen
zu weit entfernt liegen und die bis an den Stoff tretenden Nadelkluppenreihen für An-
bringung genügend starker Hebel h keinen Raum lassen.
Für diese Zwischengabelschienenpaare ist eine solide Mittelführung jeder Gabelschiene construirt
worden, welche auf beiliegender Zeichnung dargestellt ist.
Fig. ι zeigt die Vorder-, Fig. 2 die Seitenansicht
einer beispielsweise Dreireihenführung, während Fig. 3 und 4 eine solche für zweireihige
Maschine (zwei Gabelschienenpaare) zeigen, wie solche zur Zeit schon gebräuchlich; die
punktirte Linie S stellt die Stofffläche dar.
Für Zweireihenführung sind an Böcken A und B je zwei ungleich lange, doppelarmige Hebel
h Ji1 Jin und h3 bei α und af gelagert.
S sind die Gabelschienen mit den Gabeln g (hier nur als Bruchstücke dargestellt), von
welchen die Unterschienen S sowohl, wie die Oberschienen S1 durch senkrechte Zwischenstücke
je zu einem Rahmen verbunden sind; Hebel h} und //,, führen mit ihren Enden η
(in Langschlitzen) die Unter-, h und h% die
Oberschienen, während die anderen Enden p dieser Hebel in Curven der Schieber s, Fig. 5
im Grundrifs, münden. Wird letzterer von einer Seite nach der anderen gezogen, so wird der
eine Hebelarm vor-, der andere zurückgedrängt und somit auch die Lage der andererseits von
den Hebeln geführten Gabelschienen S und S1
in Beziehung auf ihre Entfernung vom Stoff gewechselt. Die Schieber ί aber sind durch
Drähte oder Ketten mit den Endführungen so verbunden, dafs sämmtliche End- und Mittelführungen,
obere und untere, stets nur gemeinsam verstellt werden können.
Um nun auch den zwischen den oberen und unteren Gabelschienen bezw. Gabelschienenpaaren
liegenden, an dem Rahmen befestigten Gabelschienen Führung geben zu können, ist folgende Anordnung getroffen:
Die Hebel h sind sämmtlich so angeordnet (hier gleich lang und auch in gleicher Höhe
bei α gelagert), dafs sie beide, wenn der Schieber ί gezogen wird, bei r genau so viel Bewegung
machen, als für die Gabelschienen erforderlich ist, sie besorgen jedoch die Führung
der letzteren nicht direct selbst, sondern mittelst besonderer, je von einem oberen und
einem unteren Hebel h bei r beweglich gehaltener senkrechter Führungsstäbe / und /,.
Von diesen Stäben, welche Raumersparnifs halber hier ebenfalls nur in Bruchstücken gezeichnet
sind, führt /; die Oberschienen S1 , während
für denselben in den Unterschienen S entsprechend grofse, freie Bewegung und Verstellung
der letzteren gestattende Aussparungen vorhanden sind. / dient in gleicher Weise den
Unterschienen und findet in den Oberschienen den nöthigen Spielraum. Die Führungsstäbe /
und /, selbst sind überall, wo der Raum dies gestattet, thunlichst verstärkt.
Alles übrige erfolgt in gleicher Weise als bei zweireihigen dergleichen Apparaten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Mittelführung der Gabelschienen an Bogapparaten mittelst besonderer durchgehender Führungsstäbe.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18587C true DE18587C (de) |
Family
ID=295455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18587D Active DE18587C (de) | Neuerung an Festonnir-Apparaten für die HElLMANN'sche Stickmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18587C (de) |
-
0
- DE DENDAT18587D patent/DE18587C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE18587C (de) | Neuerung an Festonnir-Apparaten für die HElLMANN'sche Stickmaschine | |
| DE9306474U1 (de) | Wirkmaschine, insbesondere Häkelgalonmaschine | |
| DE278250C (de) | ||
| DD157917A5 (de) | Flachstrickmaschine | |
| DE222714C (de) | ||
| DE287883C (de) | ||
| DE1164016B (de) | Flache Kettenwirkmaschine mit Schiebernadeln | |
| DE216114C (de) | ||
| DE505523C (de) | Flache Kulierwirkmaschine | |
| DE598219C (de) | Wirkmaschine oder Vorrichtung zum Aufsetzen auf Kettenwirkmaschinen u. dgl. zur Herstellung von Milanese-Wirkware | |
| DE490603C (de) | Kettenwirkmaschine zum Verstaerken eines Vlieses durch ein Gewirke | |
| DE279247C (de) | ||
| DE2002700A1 (de) | Einrichtung bei Kettenwirkmaschinen,insbesondere Raschelmaschinen,zur Ausfuehrung von Blindlegungen und/oder zur Einarbeitung dicker Garne in feinmaschige Grundgewirke | |
| DE218296C (de) | ||
| DE546788C (de) | Maschine zum Besticken von Geweben mit Fadenschleifen | |
| DE634214C (de) | Flache Kulierwirkmaschine zur Herstellung maschenfester Struempfe u. dgl. | |
| DE1807035A1 (de) | Doppelfonturige Raschelmaschine | |
| DE91184C (de) | ||
| DE830378C (de) | Flachkettenwirkmaschine | |
| DE678260C (de) | Flache Kulierwirkmaschine mit seitlich versetzbarer Stuhlnadelbarre | |
| DE497829C (de) | Jacquardraschelmaschine mit Doppellochnadeln | |
| DE411498C (de) | Verfahren und Einrichtung fuer Schiffchenstickmaschinen zur Herstellung von Maschinen-stickerei, bei der das Stickmuster auf ein gespanntes Fadennetz aufgestickt wird | |
| DE261173C (de) | ||
| DE188024C (de) | ||
| DE21332C (de) | Neuerungen an der LAMB'schen Strickmaschine |