DE337296C - Verfahren zum Brikettieren von Spaenen und Abfaellen von Metallen und Legierungen - Google Patents

Verfahren zum Brikettieren von Spaenen und Abfaellen von Metallen und Legierungen

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DE337296C
DE337296C DE1920337296D DE337296DD DE337296C DE 337296 C DE337296 C DE 337296C DE 1920337296 D DE1920337296 D DE 1920337296D DE 337296D D DE337296D D DE 337296DD DE 337296 C DE337296 C DE 337296C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating
    • C22B1/248Binding; Briquetting ; Granulating of metal scrap or alloys
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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Description

  • Verfahren zum Brikettieren von Spänen und Abfällen von Metallen und Legierungen. Die aus der Verarbeitung der Metalle anfallenden Späne oder kleinstückigen Abfälle werden durchweg mehr oder weniger durch den Sauerstoff der Luft oxydiert. Werden diese Späne brikettiert, so gelangen die anhaftenden Oxydhäute mit in die Brikette hinein. Die Oxyde sind nun schlechtere Wärmeleiter als die Metalle, und in den zum Niederschmelzen erhitztenMetallbriketten findet die Wärmeübertragung beim Fortschreiten von Span zu Span durch die dazwischen liegende Oxyd'schicht einen Widerstand. Selbst wenn ,die Erhitzung so weit getrieben ist, daß die in, den Oxyd!häuten steckenden Metallkerne bereits geschmolzen sind, so verhindern doch die trennenden Oxyde die Vereinigung der zahlreichen Metalltröpfchen. Um derartige Spänebrikette zum vollständigen Schmelzen zu bringen; müssen sie nach praktischen Beobachtungen bekanntlich über ihren Schmelzpunkt überhitzt werden. Bei den Metallen, insbesondere den Leichtmetallen und ihren T.eliertingen, hat diese höhere Erwärmung eine vermehrte Oxydation des Schmelz-"tites zur Folge und, ist deshalb mit Verlusten verbunden.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren werden diese Verluste vermieden, wenn den Spänen vor oder während ihrer Brikettierung solche Stoffe beigemischt werden, welche imstande sind, in der Wärme die auf der Spanoberfläche befindlichen Oxyde oder Verunreinigungen zu lösen und beim Einschmelzen der Brikette zu verschlacken. Die im Brikett fest zusammengepreßten Späne erhalten dadurch eine blanke Oberfläche und können bereits im N#Iomente des Erweichens verschweißen, wodurch die gesamte Brikettmasse zum leichten Zusammenfließen kommt. Unter den Zusatzstoffen wählt man auch vorteilhaft so9che Körper, deren Schmelzpunkt möglichst weit unter denn Scinelzpunkt des Metalles liegt, damit die Lösungs- und Verschlackungstätigkeit bei der Erwärmung möglichst frühzeitig einsetzt.
  • Ganz besonders vorteilhaft als Zusatzstoffe zu den Metallbriketten haben sich alle jene an sich bekannten Materialien erwiesen, die zum Löten der betreffenden Metalle erfolgreich verwendet werden. So bewährt sich bei der Brikettierung von Rotguß-, Bronze- oder Messingspänen sowie z. B. auch bei allen nickelhaltigen Bronzen ein Zusatz der bekannten, zum Hartlöten verwendeten Borverbindungen, wie Na= B, O; u. a. Für Aluminium- oder Aluminiumlegierungsspäne verwendet man vorteilhaft Aluminium,löt- und -flußmittel in ihren mannigfachen bekannten Zusammensetzungen, während sich für Zink-und Zinklegierungsspäne oder Weißmetalle Zusätze von z. B. Chloriden des Zinns oder Zinks u. a. eignen. Die Spänebrikette, welche derartige Stoffe enthalten, löten daher im Innern beim Erwärmen schon vor dem vollständigen Schmelzen zu einem kompakten Metallstück zusammen, welches natürlich viel leichter und verlustloser niederzuschmelzen ist, als ein mit unzähligen, die Wärmeübertragung schwer behindernder Oxydhäutchen durchsetzter Späneklumpen.
  • Die Menge der von den Spänen zu beseitigenden und von den Zusatzstoffen aufzunelituenden Oxyde sind quantitativ im Verhältnis zu den Metallgewichten der Brikette sehr gering. ?San braucht infolgedessen nur geringe Mengen der Stoffe zuzusetzen und hat darauf zu achten@:daß '-eine möglichst gleichmäßige Verteilungatr ..c...O@eafläclie sämtlicher Späne zustande kommt ; "etwa durch ungenügende @%ermiscllung von Spänen und Zusatzstoffen innerhalb der Brikette auftretende Ansammlungen der letzteren sind nicht nur aus NN-irtsdlaftlicl.ieii Gründen zu vermeiden, sondern auch unr,.den Zusammenhaie der Brikette nicht ungünstig zri beeinflussen. Man kann nun eine weitgehendste gleichmäßig(, \"erteilung der Zusatzstoffe auch dadurch erreichen, daß man dieselben in einem geeigneten Lösungsmittel auflöst, die Späne mit dieser Lösung tränkt oder benetzt und die übeischüssige Flüssigkeit von den Spänen wieder entfernt. In manchen Fällen wird man zweckmäßigerweise das Lösungsmittel hierauf künstlich oder natürlich verdunsten lassen oder entfernen, worauf der Zusatzstoff in dünnster Schicht auf dem Span auftrocknet.
  • Bei der bekannten Warmbrikettierung, bei welcher die Späne z. B. in rotierenden Tromineln angewärmt werden, kann der Fall eintreten, da.ß das beigemischte Oxydlösunasmittel, z. B. Borverbindungen, schon derart erweichen und mit den Spänen etwa zu Klumpen zusammenbacken, daß der Erwärmungs-oder der nachfolgende Brikettierungsprozeß Störungen erleiden kann. Dies kann in der Weise vermieden werden, daß die kaltem Späne nach einer der beschriebenen Methoden mit dem Zusatzstoff vermischt oder überzogen und .hierauf kalt vorbrikettiert werden. Diese vorgeformten Brikette, die nur so weit eine Kaltpressung zu erfahren brauchen, um den nötigen mechanischen Zusammenhalt zu besitzen, werden dann für die endgültige Warmbrikettierung entsprechend vorgewärmt lind hierauf der Fertigbrikettierung unter-@vorfen.
  • Wenn beim Einschmelzen brikettierter Eisenspäne die Oxvdschichten bzw. der Abbrand wirtschaftlich keine so bedeutende Rolle spielen als z. B. bei Bronzen, so wird man auch hier das vorliegende Verfahren trotzdem mit Erfolg anwenden können. Im Rahmen der üblichen Arbeitsweise, bei Eisenschmelzprozessen die Bäder unter einer Schlackendecke zu halten, kann das vorliegende Verfahren hier noch dahin ausgebaut werden, daß lbei der Auswahl der Zusatzstoffe auf die Zusammensetzung der beim Schmelzprozeß erforderlichen Schlackendecke bereits Rücksicht genommen Werden kann. So könnten Zusätze an sich bekannter Flußmittel, z. ß. Fluoride der Erdalkalimetalle u. a.. <len erhöhten Zusatz basischer Schlackenbildner ermöglichen. Für das Einschmelzen der Shäneblöcke aus legierten Stählen ist dieser eben genannte Vorzug des Verfahrens beson-Gers Wichtig, da durch die entstandenen 1_tberzüge der Zusatzstoffe wertvolle Legierungskomponenten, wie -Nickel, Chrom usw., vor einem Verlust durch Abbrand während des ganzen Schmelzprozesses sicher geschützt werden.

Claims (4)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: r . @-crfahren zum Brikettieren von Spänen und Abfällen von Metallen und Legierungen, dadurch gekennzeichnet, daß denselben vor oder während der Brikettierung solche Stoffe zugesetzt werden, welche die auf den Spänen haftenden Oxyde und Verunreinigungen zu lösen oder zu verschlacken vermögen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als Zusätze an sich bekannte Stoffe oder Verbindungen wählt, welche auch zum Löten der zu brikettierenden Metalle '\'erwendung finden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallspäne oder Abfälle mit dem Zusatzstoff dadurch überzogen «-erden, daß man sie mit Lösungen behandelt, welche den Zusatzstoff enthalten und hierauf nötigenfalls das überschüssige Lösungsmittel wieder entfernt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet. daß für Warmbrikettierungsprozesse die mit einem Zusatzstoff behandelten Späne kalt vorgepreßt und hierauf diese vorgepreßten Blöcke der eigentlichen Warinbrikettierung unterworfen werden.
DE1920337296D 1920-10-19 1920-10-19 Verfahren zum Brikettieren von Spaenen und Abfaellen von Metallen und Legierungen Expired DE337296C (de)

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