AT226496B - Verfahren zum Weichlöten von Aluminium oder von überwiegend Aluminium enthaltenden Legierungen - Google Patents
Verfahren zum Weichlöten von Aluminium oder von überwiegend Aluminium enthaltenden LegierungenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Weichlöten von Aluminium oder von überwiegend Aluminium enthaltenden Legierungen EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Fläche geschmolzen, das Werkstück mit Hilfe eines Ultraschallerzeugers zum Schwingen gebracht, oder aber wird das Ende des Lötkolbens zur Ultraschallerzeugung erregt. Beide erwähnten Verfahren besitzen den Nachteil, dass teuere, umfangreiche, komplizierte und schwere elektrische Vorrichtungen nötig sind, deren Bedienung Fachpersonal erfordert. Dadurch wird das ohnehin teuere und unsichere Verfahren noch kostspieliger. Das erfindungsgemässe Verfahren zum Weichlöten von Aluminium oder von ilberwiegend Aluminium enthaltenden Legierungen ist dadurch gekennzeichnet, dass ein lösungsmittelfreies Lötmittel verwendet wird, bestehend aus durch Umsetzung von Harzen mit Karbonaten, Oxyden oder Hydroxyden von Metallen, deren elektrochemisches Potential positiver als jenes des Aluminiums ist, erzeugten Verbindungen und/oder aus Salzen solcher Metalle mit Fettsäuren mit mehr als 15 C-Atomen in der Kette oder aus Mischungen solcher Salze, und dass man dieses Lötmittel auf die Oberfläche des Aluminiumwerkstilckes aufträgt, wonach das Verlöten in Gegenwart einer vorzugsweise Zinn, Blei und Zink enthaltenden Weichlötmetallschmelze unter Reaktion des Lötmittels mit der auf der Oberfläche befindlichen, das Löten verhindernden Oxydschicht bei Temperaturen zwischen 300-5000C erfolgt, wobei sich die Lötmetallschmelze mit dem von der Oxydschicht befreiten Aluminium legiert. Das Verfahren kann auch derart ausgeführt werden, dass die an der Reaktion teilnehmenden organischen Metallsalze durch Anwendung der zum Löten notwendigen Temperatur an der Lötstelle erzeugt werden. Die Dekapierungswirkung lässt sich dadurch erklären, dass die fettsauren und/oder harzsauren Metallsalze bei Temperaturen zwischen 300-500 C zu Reinmetallen reduziert werden, worauf die sehr fein verteilen, also sehr grosse Oberflächen besitzenden Metallteilchen auf Einwirkung einer weiteren Temperatursteigerung oxydieren und das Aluminiumoxyd reduzieren. Diese Annahme scheint dadurch bestätigt zu EMI2.1 desfolgt. Anderseits tritt eine Oberflächenlegierung auch dann ein, wenn auf die mit dem erfindungsgemässen Dekapierungsmittel überzogene, gereinigteAluminiumoberfläche ein geringes Stück Lötmittel angebracht wird, angenommen, dass das Werkstück auf die zur Oberflächenlegierung erforderliche Temperatur erhitzt wurde. Das erfindungsgemässe Dekapierungsmittel ermöglicht die Oberflächenlegierung des Aluminiums besonders bei Anwendung solcher Lötmetalle, welche ausser einem hohen Zinngehalt auch Zink enthalten, und deren Schmelzpunkt mindestens 3300C ist. Als zweckmässige Zusammensetzung des Lötmetalles sei folgende erwähnt : 20-30 Gew.-Teile Zinn, 15-25 Gew.-Teile Blei und 8-20 Gew.-Teile Zink. Gemäss einer beispielsweisen Ausführungsform des Verfahrens werden die zu verlötenden Flächen der Aluminiumplatten mit einer Feile oder mit einer metallischen Drehbürste gereinigt. Zum Löten wird als Dekapierungsmittel eine aus fettsäurehältigem Kupferresinat und Kadmiumstearat bestehende Paste verwendet, mit einem über 501o liegenden Gehalt an Wirkstoff, d. h. an organischen Metallsalzen. Die mit dem Dekapierungsmittel gleichmässig überzogene Aluminiumoberfläche wird mit einem Lötkolben oder einem andern geeigneten Werkzeug-im Falle grösserer Werkstilcke z. B. mit einer Lötlampe-so lange erhitzt, bis die ursprünglich gründliche'barbe der Dekapierungspaste eine braune Farbe aufnimmt. Die Verfärbung bezeichnet den Zeitpunkt, bei welchem die zu verlötende Fläche mit dem auf den heissen Lötkolben aufgenommenen Lötmetalltropfen benetzt, also legiert werden kann. Eine zweckmässige Zusammensetzung des erfindungsgemäss anzuwendenden Lötmetalles ist : 20 Gew.-Teile Zinn, 20 Gew.-Teile Blei, 10 Gew.-Teile Zink. Die durch das beschriebene Verfahren erzeugte, einfach überlappte Lötverbindung einer 10 x 20 mm Oberfläche zeigt bei zwei Prüflingen von je 1,5 x 20 x 150 mm Oberfläche eine Scherfestigkeit über 100 kg/cm. Im Laufe zahlreicher Zerreissproben konnte die Lötmetallschichte von der Aluminiumfläche in keinem einzigen Falle getrennt werden. In allen Fällen erfolgte die Trennung entweder in der Lötmetallschichte oder am Probestab ausserhalb der Lötstelle. Gemäss einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird auf einer dünnen Aluminiumfolie eine Lötstelle derart erzeugt, dass die Lötstelle mit geschmolzenem Bienenwachs dünn überzogen, dann auf das festgewordene Wachs etwas fein pulveriertes Zinkkarbonat gestreut, und der Überschuss abgeschüttelt wird. Ein Lötmetall obiger Zusammensetzung wird auf den Lötkolben aufgetragen, geschmolzen und ein Tropfen davon auf die mit Bienenwachs und Zinkkarbonat vorbehandelte Aluminiumfläche aufgedrückt. An die in dieser Weise erzeugte Lötstelle kann nun jeder'sonst weichlösbare Metallgegenstand, z. B. Draht, mit dem vorangehend beschriebenen Lötmetall oder mit einem beliebigen, bei elektrischen-oder Radiomontagen ilblichen Lötmetall weichgelötet werden. Der Vorteil des erfi-dungsgemässen Verfahrens liegt darin, dass-im Gegensatz zu den bekannten <Desc/Clms Page number 3> Verfahren - unter Vermeidung von Korrosionsbildern, in erster Reihe von halogenhaltigen Stoffen, auf Aluminiumflächen mit Hilfe der bei dem Weichlöten von Buntmetallen üblichen Mittel bzw. Verfahren Metallüberzüge erzeugt werden können, an welche ansonsten weichlötbare Metalle oder Legierungen sowie solche Überzüge tragende Metalle (wie z. B. feuerverzinnte Eisenplatten) in bekannter Weise angelötet werden können. Die mit dem erfindungsgemässenverfahren gelöteten Aluminiumgegenstände wurden einer 56tägigen Nasswarmbehandlung unterworfen, wobei weder der Aluminiumgegenstand, noch das einen Teil seiner Oberfläche bedeckende Lötmetall eine schädliche Korrosion oder sonstige Beschädigung erlitt, selbst nicht an Stellen, die Überreste des Dekapierungsmittel trugen. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Weichlöten von Aluminium oder von überwiegend Aluminium enthaltenden Legierungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein lösungsmittelfreies Lötmittel verwendet wird, bestehend aus durch Umsetzung von Harzen mit Karbonaten, Oxyden oder Hydroxyden von Metallen, deren elektrochemisches Potential positiver als jenes des Aluminiums ist, erzeugten Verbindungen und/oder aus Salzen solcher Metalle mit Fettsäuren mit mehr als 15 C-Atomen in der Kette oder aus Mischungen solcher Salze und dass man dieses Lötmittel auf die Oberfläche des Aluminiumwerkstückes aufträgt, wonach das Verlöten in Gegenwart einer vorzugsweise Zinn, Blei und Zink enthaltenden Weichlötmetallschmelze unter Reaktion des Lötmittels mit der auf der Oberfläche befindlichen, das Löten'verhindernden Oxydschicht bei Temperaturen zwischen 300 - 5000C erfolgt, wobei sich die Lötmetallschmelze mit dem von der Oxydschicht befreiten Aluminium legiert.
Claims (1)
- 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Reaktion teilnehmenden organischen Metallsalze durch Anwendung der zum Löten notwendigen Temperatur an der Lötstelle erzeugt werden.
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE10327217B4 (de) * | 2003-06-17 | 2007-06-21 | Rühlig, Frank | Tragkonstruktion für ein Schrank- oder Regalbausystem |
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1961
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