DE337156C - Drahtloses Fernsprechsystem - Google Patents
Drahtloses FernsprechsystemInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03C—MODULATION
- H03C1/00—Amplitude modulation
Landscapes
- Mobile Radio Communication Systems (AREA)
Description
Für die Zwecke der drahtlosen Telephonic sind bereits Anordnungen in Vorschlag- gebracht
worden, bei denen der Stromkreis des Sprechapparates durch Induktion den Stromkreis
einer elektrischen Licht- oder Strahlenquelle in Gestalt einer Röntgenröhre beeinflußt,
wobei durch die den Schwankungen des Sprechstromes entsprechend schwankende Strahlung der Röntgenröhre das Entladungs-
>° potential der Funkenstrecke des Wellensenders vermindert wird.
Bekannt ist ferner, zum Empfangen funkentelegraphischer Zeichen durch die elektrischen
Wellen einen elektrischen Lichtbogen zu beeinflussen, dessen Lichtstrahlen dann auf eine
Selenzelle wirken, deren Widerstandsschwankungen durch Galvanometer oder andere geeignete
Instrumente sichtbar gemacht werden. Gegenüber diesen bekannten Anordnungen besteht das Wesen der Erfindung darin, daß
als Lichtquelle, die vom Sprechapparat durch Induktion beeinflußt wird, eine Bogenlampe
in Anwendung kommt, die gleichzeitig zur Bestrahlung einer im Stromkreis des Hörers
liegenden Selenzelle dient. Dadurch! werden die Widerstandsänderungen der Selenzelle
akustisch wahrnehmbar gemacht. Die eingangs erwähnte Anwendung einer Röntgenröhre ist hierzu ungeeignet.
Die Erfindung1 ist auf der Zeichnung schematisch
veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι das Schaltungsschema einer zum Senden und Empfangen ausgerüsteten Station
und
Fig. 2 einen Hilfsapparat.
Es bezeichnet α den zweckmäßig einphasigen
Wechselstrom erzeugenden Generator, b einen Transformator, der die Umwandlung
in hochgespannten Wechselstrom besorgt, und c einen Widerstandsregler. Der Hoch-Spannungsstrom
passiert die Funkenstrecke d und wirkt mittels des Transformators β durch
Induktion auf den zur Antenne führenden Sendedraht f1. Zur Erhöhung der Kapazität
befindet sich in dem Sekundärstromkreis des Transformators b eine Leydener-Flaschenbatterie
g.
Die zur Übermittlung dienende elektrische Bogenlampe h liegt in dem Stromkreis einer
Akkumulatorenbatterie i, der zwei Induktionsspulen k1 und k2 enthält. Parallel zu
diesen ist ein Kondensator I angeordnet. Die positive Elektrode der Bogenlampe h besteht
vorteilhaft aus einem Zinkstab, weil bekanntlich dadurch die besten ultravioletten Strahlen
erzeugt werden. Die Sekundärwicklung der Spule k1 ist mit einem Mikrophon m und einer
Batterie zu einem Stromkreis vereinigt.
Die beim Sprechen in das Mikrophon m erzeugten
Stromschwankungen werden von der Spule k1 durch Induktion auf den Stromkreis
des Lichtbogens übertragen und dieser erfährt Änderungen in den Licht- und ultravioletten
Strahlen. Letztere beeinflussen in bekannter Weise die Funkenstrecke, indem sie
das Entladungspotential herabsetzen.
In der Empfangsstation werden die elektrischen Wellen durch den Wellenanzeiger η
aufgenommen, der aus einem mit einer geeigneten Flüssigkeit gefüllten Gefäß besteht.
Wird diese Flüssigkeit von elektrischen Wellen getroffen, so erwärmt sie sich. Mit der
Zunahme ihrer Temperatur verringert sich in entsprechendem Maße ihr elektrischer Widerstand.
Der zur Aufnahme dienende Strom ist also in dem Augenblick, in dem die elekirischen
Wellen die Flüssigkeit beeinflussen, stärker als während der wellenlosen Zeit und
wiederholt somit die Schwankungen der elek-" irischen Wellen. Durch Induktion vermittels
der Induktionsspule k2 werden die Schwankungen
auf den elektrischen Lichtbogen h übertragen, der auch eine Selenzelle ο bestrahlt.
Da nun die Selenzelle in dem Stromkreis des Hörers p liegt, 'so teilt sie diesem
die Schwankungen mit; der Hörer gibt infolgedessen die Worte wieder, die. auf der
Sendestation in das Mikrophon m hineingesprochen werden.
Um von einem Drahttelephon die Gespräche auf den drahtlosen Fernsprecher zu über-
ao tragen und umgekehrt von diesem durch ein Drahttelephon aufzunehmen, dient ein Hilfsapparat,
der in Fig. 2 beispielsweise schematisch dargestellt ist. Danach erhalt die Membran
eines Sprechapparates einen Mikrophonkontakte? und bildet daher ein Mikrophon.
Dasselbe ist mit der Primärwicklung einer Induktionsspule r in den Stromkreis einer Batterie
geschaltet. Der in dem Stromkreis des Sprechapparates ankommende Strom bringt
die Membran in bekannter Weise in Schwingungen, die dem Mikrophon mitgeteilt werden·.
Dieses erzeugt dann entsprechende Schwankungen im Primärstromkreis, und in
dem Sekundärstromkreis werden starke Induktionsströme erzeugt, die dem, ankommenden
Sprechistrom genau entsprechen.
Die ankommende Drahtleitung ist an dem Telephonapparat des Übertragers; angeschlossen,
und der Mikrophonstromkreis wird auf dfer Sendestation in den sekundären Stromkreis
der Induktionsspule k1 geschaltet. In
der Empfangsstation wird der .Telephonapparat des Übertragers natürlich in den
Stromkreis der Selenzelle 0 gelegt und an die
Sekundärwicklung der Induktionsspule r die Telephonleitung angeschlossen. Der Hilfsapparat
gemäß Fig. 2 kann auch! in einer sehr langen Drahtleitung zur Verstärkung des
Sprechstromes VeCTrendung finden.
Um einen gegenseitigen Anruf zu ermögliehen,
wird an dem Empfangsdraht/2 einer jeden Station ein Fritter μ (System Castelli)
angeschlossen, der mit einem Element und einem Galvanometer ν in einem Stromkreis
liegt. Mit der Achse des Galvanometers ist eine elektrische Batterie w mit einem Pol verbunden.
Das Galvanometer weist ferner einen Kontakte auf, mit dem die andere Leitung
derBatterie w in Verbindung steht, in der ein Wecker y liegt. Wird der Fritter u von elekirischen
Wellen getroffen, so berührt die dadurch abgelenkte Nadel des Galvanometers ν
den Kontakt χ und schließt somit den Weckstromkreis.
Dieser Vorgang tritt ein, sobald auf der Sendestation die elektrische Ausstrahlung
beginnt. Der Angerufene hebt den Hörer ab, und der Fritter« wird von dem
Empfangsdraht/2 abgeschaltet. Die Nadel
des Galvanometers ν geht in die Ruhelage zurück, und der Wecker hört auf zu läuten.
Claims (3)
1. Drahtloses Fernsprechsystem, bei dem der Stromkreis des Sprechapparates
durch Induktion den Stromkreis einer elektrischen Lichtquelle und diese das Entladungspotential der Funkenstrecke
beeinflußt, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Bogenlampe als Lichtquelle,
die gleichzeitig zur Bestrahlung einer im Stromkreis des Hörers liegenden Selenzelle dient.
2. Drahtloses Fernsprechsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die elektrischen Wellen von einem thermischen Wellenanzeiger (») aufgenommen
werden und durch Induktion den· Stromkreis der Bogenlampe beeinflussen.
3. Drahtloses Fernsprechsystem nach Anspruch 1, wobei zur Herbeiführung
eines Anrufes ein Galvanometer bzw. Re-Qais Verwendung findet, dadurch' gekennzeichnet,
daß das Galvanometer in an sich bekannter Weise mit Kontaktvorrichtung zur Schließung eines Weckstromkreises
versehen ist und in dem Stromkreis eines an dem Empfangsdraht liegenden Fritters
sich befindet.
Hierzu, 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE337156T | 1916-08-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE337156C true DE337156C (de) | 1921-05-26 |
Family
ID=6221151
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1916337156D Expired DE337156C (de) | 1916-08-20 | 1916-08-20 | Drahtloses Fernsprechsystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE337156C (de) |
-
1916
- 1916-08-20 DE DE1916337156D patent/DE337156C/de not_active Expired
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