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Arbeits-Anzeige- und Ausrückvorrichtung für Edelsteinhalter an Schleifmaschinen..
Gegenstand der Erfindung ist eine Arbeits-Anzeige- und Ausrückvorrichtung an balkenartigen
Haltern für Edelsteine zum Gebrauch beim Schleifen der Steine.
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Gemäß der Erfindung besteht die Vorrichtung aus einem uhrwerkartig
wirkenden Anzeiger in einem am Balken befestigten Gehäuse mit einem den Antriebsschieber
des Uhrwerks betätigenden Schlitten, der bei der Vorschubbewegung des Halters zur
Schleifscheibe von einem eingreifenden Hebelarm dadurch bewegt wird, daß Zahnritzel
auf der Hebelachse an auf dem Werktisch: federnd aufruhenden, schwingbar gelagerten
Zahnbogen abrollen.
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Das Zifferblatt des Anzeigers ist zwecks Einstellung der Zeigerstellung
drehbar, und Zeiger wie Zifferblatt sind mit Kontakten. versehen,-die nach Vollendung
der der gewünschten Vorschubbewegung entsprechenden Drehung in Berührung miteinander
treten, den Stromkreis eines Solenoides schließen und dessen Kern, der sperrend
in einen federnden Anschlagkolben-am Balken eingreift, zurückziehen, so,daß fder
Kolben, frei werdend, sich unter dem Druck seiner Feder gegen den Arbeitstisch bewegt
und den. Doppenhalter von der Schleifscheibe zurückschwingt und abhebt. -Der so
ausgebildete, den Vorschub anzeigende und den Stein zum gewünschten Zeitpunkt von-
der Schleifscheibe abhebende Halter stellt eine wesentliche Erleichterung der Arbeit
des Steinschleifers dar, ohne daß er dadurch - -umfangreicher oder unhandlicher.
wird: Er hat - dieselbe Form - wie die jetzt beim Schleifen gebräuchlichen balkenartigen
Steinhalter.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführung
dargestellt, und zwar zeigt: Fig. i einen senkrechten Längsschnitt durch den Halter
nach Linie C-D der Fig. 2; Fig.2 einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. i, Fig. 3
eine Draufsicht des Halters, Fig. 4 eine Seitenansicht der Vorrichtung in kleinerem
Maßstabes Der balkenartige Halter - (Zange) besteht aus einem Rahmen i aus Aluminium,
auf dem die Maulteile 2 aus Eisen befestigt sind, die das vordere Ende des Halters
bilden. Das Futter 25, in welches der zu bearbeitende Stein eingesetzt wird, wird
von einer Stange 35 getragen, die in dem Zangenmaul :2 eingeklemmt ist, welches
mit Hilfe einer Sehraube 28 geschlossen gehalten wird.
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Der hintere Teil des Halters ist hohl und nimmt gehäuseartig den Antriebsmechanismus
eines Anzeigers 3 auf, dessen Zifferblatt über einen Deckel 4 ragt, welcher das
Gehäuse abschließt. Der Anzeiger besteht aus einem Zifferblatt 3', über welchem
sich ein Zeiger mit Kontaktspitze 39 dreht; bei o des Zifferblattes ist ein zweiter
Kontakt 4o vorgesehen. Der Zeiger wird von einem Schieber 32 betätigt, an dessen
beiden Enden die Nasen eines Schlittens 7 eingreifen. Eine der Nasen in Form eines
Winkels 71 -ist auf dem Schlitten verstellbar, um ein etwa zwischen dem Schieber
32 und dem Schlitten 7 entstehendes Spiel auszugleichen.
Der Schlitten
7 bewegt sich 1n zwei Führungen 8 und 81, die durch Deckel 29 bzw. 291 geschlossen
sind. In dem Schlitten 7 ist eine Auskerbung vorgesehen, in welche ein als Antriebsorgan
für den Uhrzeiger dienender Hebel io eingreift, der fest auf einer Welle 9 sitzt,
welche zwei Zahnräder 5 und 51 trägt. Der Antriebshebel io wird durch eine Schraubenfeder
6 in Eingriff mit der Auskerbung in der unteren Fläche des Schlittens 7 gehalten.
Die Zahnräder 5 und 51 greifen in gezahnte Sektoren r r und i i- ein, die im hinteren
Teil des Halters an dessen unterem Ende auf Zapfen 27 bzw. 271 schwingbar sitzen.
Die Zapfen der Welle 9 drehen sich in Lagerscheiben 24 und 241. Wenn die Zahnbogen
ii, iil um ihre Drehpunkte schwingen, setzen sie die Welle g .durch @diieZahnräder
5, 51 in Drehung.- Der auf der Welle 9 sitzende Hebel io verschiebt dann den Schlitten
7 und mit diesem den Schieb-er 3', der den Zeiger irgendwie in Drehung versetzt.
Die schwingbaren Sektoren ruhen mit ihrem unteren Ende i il auf dem Arbeitstisch
38 und werden gegen diesen durch Federn 33 leicht :angedrückt. Der Anzeiger 3 könnte
auch senkrecht angeordnet werden, indem sich z. B. der Schieber32 unmittelbar auf
dem Arbeitstisch stützt.
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Die Kontakte 39 und 40 sind elektrisch mit einem Solenoid 23 verbunden,
auf dessen beweglichen Kern 2o eine Schraubenfeder :2i wirkt, welche sich gegen
eine Scheibe 22 stützt. Der Kern :2o ist durch ein Stück ig verlängert, welches
seinerseits eine Klinke 18 trägt. Die Kammer, in welcher das Solenoid gelagert ist,
ist unten durch eine Scheibe 14 geschlossen. Das Stück ig, welches die Klinke 18
auf dem Kern 2o hält, gleitet in der massiven Verlängerung 17 der Spule des Solenoids
23.
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Die Klinke i8 dient dazu, einen Kolben 15 zu halten, der unter der
Wirkung einer Schraubenfeder 16 steht und mit dieser in einer Büchse 12 lagert,
die durch einen Dek- I kel 13 geschlossen ist. Der Kolben ist an seinem Umfang in
geeigneter Höhe mit einer Nut versehen, in welche die Klinke 18 eingreift, um den
Kolben in einem bestimmten Abstand von einem Anschlag 3o zu halten, der auf dem
Arbeitstisch 38 angebracht ist.
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Batterien 32 und 32l für das Solonoid sind in Abteilen des hinteren
Gehäuses des Halters untergebracht, die durch Platten 34, 34l geschlossen sind.
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Der Halter ist mit einer Verlängerungsstange 31 versehen. Wenn der
zu bearbeitende Stein auf dem Schleifstein 26 aufliegt, wird der Halter mittels
im Arbeitstisch befestigter Stangen 36 und 37 in seiner Lage gesichert.
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Wie aus Zeichnung und Beschreibung ersichtlich, wird der während des
fortschreitenden Schleifvorganges sich ändernde Abstand oder besser der Winkel zwischen
Zange und Arbeitstisch durch den Anzeiger 3 fortlaufend angezeigt, und zwar erfolgt
dies dadurch, daß die bei diesem Winkelvorschub des Halters von diesem mitgenommenen
Zahnräder 5, 51 an den Zahnsektoren i i, welche sich unbeweglich auf den Tisch stützen,
abrollen, welche Drehung durch Welle 9, Hebel io, Schlitten 7 und Schieber 32 auf
die Zeigerwelle -des Anzeigers übertragen- wird. Sobald der Zeiger auf o gelangt,
wird durch die Kontakte 39 und 4o der Stromkreis von den Batterien 32 und 321 durch
das Solenoid 23 geschlossen. Durch den durch das letztere gehenden Strom wird der
Kern 2o und mit ihm die Klinke i8 auf die Eisenscheibe 22 zu gezogen. Dadurch wird
der Kolben 15 frei und unter dem Druck der Feder 16 nach unten und gegen den Anschlag
3o bewegt, so daß die Zange sich hebt und den Edelstein außer Eingriff mit dem Schleifstein
setzt.
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Beim Schleifen wird, nachdem der Edelstein eingesetzt worden ist,
der Halter mit der Unterkante des Endgehäuses auf den Arbeitstisch und mit dem Stein
auf die Schleifscheibe aufgelegt. Dadurch kommt der Halter in eine bestimmte Schräglage,
und die Sektoren i i, i il, die sich auf den Arbeitstisch stützen, werden dabei
von selbst entsprechend eingestellt und geben durch die vorgesehenen Zwischenmittel
dem Zeiger eine der Schräglage des Halters entsprechende Einstellung.
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Um nun von dem Edelstein eine vorher durch Schätzung des Schleifers
bestimmte Stärke abzuschleifen, stellt man den Anzeiger 3 entsprechend ein, indem
män sein Zifferblatt derart zum Zeiger dreht, daß dieser die betreffende Stärke
anzeigt. Um z. B. o,3 mm abzuschleifen, dreht man das Zifferblatt, bis der Zeiger
auf die Marke 3o zeigt, wobei vorausgesetzt wird, daß das Zifferblatt in Hundertstel
Millimeter eingeteilt ist. Beim Schleifen nähert sich der Ze.ger dem Kontakt bei
o, und sobald die 0,3 mm abgenommen sind, d. h. der Nullpunkt durch: den
Zeiger auf dem Zifferblatt erreicht ist, schließt sich der Kontakt, und die Zange
wird, wie beschrieben, abgehoben.