DE335800C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Silhouetten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Silhouetten

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DE335800C
DE335800C DE1919335800D DE335800DD DE335800C DE 335800 C DE335800 C DE 335800C DE 1919335800 D DE1919335800 D DE 1919335800D DE 335800D D DE335800D D DE 335800DD DE 335800 C DE335800 C DE 335800C
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XAVER MATZINGER
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures

Landscapes

  • Adornments (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Silhouetten. Zur Herstellung von Silhouettenbildern aus Papier ist ein Verfahren bekannt, bei welchem man mit einer verdickten Salpeterlösung die Umrisse eines Bildes auf Papier zeichnet oder druckt, die Zeichnung trocknen läßt, wobei dieselbe fast unsichtbar wird, und sodann das Papier an einer mit der Zeichnung versehenen Stelle mit einem glühenden Hölzchen o. dgl. berührt, wobei der sich bildende fortlaufende Funke in kurzer Zeit das Papier auf den gezeichneten Umrissen versengt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß erstens einmal das Zeichnen mit einer fast unsichtbaren Lösung für den Künstler schwierig ist, daß ferner infolge des ungleichmäßigen Eindringens der Lösung in das Papier die Konturen beim Ausbrennen unscharf werden und daß endlich beim Ausbrennen jeweils nur ein Blatt Papier behandelt werden kann.
  • Diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt. Hierbei wird in der Weise vorgegangen, daß man vom Bild zunächst eine möglichst dünne Metallschablone herstellt, diese auf den zu bearbeitenden Gewebestoff o. dgl. klebt und sodann- die Konturen der Schablone mittels eines Glühdrahtes oder -stiftes derart befährt, daß der Stoff an diesen Stellen scharf durchgebrannt wird, worauf man ihn von der Schablone, zweckmäßig durch Auflösen des Klebmittels, wieder trennt. Dieses Verfahren bietet die Möglichkeit, mittels einer Schablone mehrere aufeinandergeklebte Stoff- oder Papierschichten zugleich behandeln zu können. Die Metallschablone kann auf irgendeine geeignete Weise hergestellt werden, so z. B. in üblicher Art durch Ausschneiden, Ausstanzen oder Ausätzen des Bildes. Letzteres kann zu diesem Zwecke entweder als Original oder auf dem Reproduktionswege auf der Metallplatte oder -folie angebracht werden. Eine zweckmäßige Ausführung des Verfahrens besteht z. B. darin, das Bild auf photographischem Wege auf der zur Schablone bestimmten Metallplatte oder -folie anzubringen und sodann auf chemigraphischem Wege durchzuätzen. Der Gewebestoff o. dgl. wird meist von schwarzer Farbe sein, kann aber auch irgendeine andere Farbe besitzen. Als Klebmittel eignet sich jeder Klebstoff, der eine Verbindung der Schablone mit dem Gewebestoff o. dgl. herzustellen imstande ist. So z. B. kann man die Lösung einer Mischung von Damarharz und einem fetten Öl, z. B. Olivenöl, in Schwefeläther als Klebmittel zwischen einer Kupferschablone und Seidenstoff anwenden, in welchem Falle man später als Lösemittel beispielsweise wiederum Schwefeläther benutzen kann.
  • Der Glühdraht oder -stift kann beliebig geheizt werden. Als besonders zweckmäßig hat sich hierbei die elektrische Heizung erwiesen. Zu diesem Zwecke verwendet man als Glühdraht eine schraubenförmig gewundene Schlinge aus Nickelin, Konstantan, Manganin, Platin o. dgl., deren Enden unter Zwischenlage von Steckstiften in den Polklemmen des Halters oder Griffes lösbar befestigt sind. Diese schraubenförmig gewundene Schlinge hat den Vorteil, daß sie einen Glühstift ergibt, der im Gegensatze zu den bekannten Glühbügeln mit mehr oder minder stumpfer Spitze zum Ausbrennen feinster Löcher und Durchbrechungen aus Gewebe- oder Papierschichten verwendet werden kann, gleichgültig nun, welche Stärke die letzteren besitzen.
  • Eine Ausführungsform eines derartigen Instrumentes ist in Fig. i und z der Zeichnung in Vorder- und Seitenansicht, teilweise im Schnitt, dargestellt, wobei Fig. a einen Schnitt nach der Linie A-B von Fig. i zeigt.
  • a ist der Halter oder Griff mit dem Schaltknopf b. Die -Stromzuführung erfolgt in der üblichen Weise durch Drähte zu den Polklemmen c und d. In diese sind die Enden der schraubenförmig gewundenen Schlinge e eingesetzt und unter Zwischenlage der Steckstifte f mittels der Klemmschrauben g befestigt. Wie ersichtlich, greifen die letzteren hierbei an den Steckstiften f an, während die Enden der Nickelinschlinge e auf der entgegengesetzten Seite der Steckstifte zwischen diesen und der Wand der Polklemme verlaufen.
  • Die auf oben beschriebene Weise hergestellten Silhouettenbilder eignen sich insbesondere als Wand- und Fensterschmuck (Diaphanien), Damenkleiderbesätze, Einlagen für Schmuckgegenstände, insbesondere Broschen usw. Die beschriebene Brennvorrichtung kann übrigens auch in allen anderen Fällen verwendet werden, wo es gilt, Brandwirkung hervorzubringen, z. B. für chirurgische, zahnärztliche Zwecke, Holzbrand usw.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Silhouettenbildern aus Gewebestoffen, Papier u. dgl. durch Ausbrennen der Konturen, dadurch gekennzeichnet, daß vom Bild zunächst eine Metallschablone möglichst geringen Querschnitts hergestellt und auf den zu bearbeitenden Gewebestoff o. dgl. geklebt wird, und sodann die Konturen der Schablone mittels eines Glühdrahtes oder -stiftes derart befahren werden, daß der Gewebestoff o. dgl. an diesen Stellen scharf durchgebrannt wird, worauf man den Stoff und die Schablone, zweckmäßig durch Auflösen des Klebmittels, wieder voneinander trennt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Glühdraht eine schraubenförmig gewundene Schlinge aus Nickelin o. dgl. bi'.det, deren Enden unter Zwischenlage von Steckstiften in den elektrischen Polklemmen eines Halters oder Griffes lösbar befestigt sind.
DE1919335800D 1919-06-17 1919-06-17 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Silhouetten Expired DE335800C (de)

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