DE335337C - Verfahren zur Verarbeitung von Gerste auf Graupe - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Gerste auf Graupe

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DE335337C
DE335337C DE1919335337D DE335337DD DE335337C DE 335337 C DE335337 C DE 335337C DE 1919335337 D DE1919335337 D DE 1919335337D DE 335337D D DE335337D D DE 335337DD DE 335337 C DE335337 C DE 335337C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B3/00Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming

Landscapes

  • Cereal-Derived Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verarbeitung von Gerste auf Graupe. Zusatz zurr Patent 3=3o22. Das Patent 3-13o22 betrifft ein Verfahren zur Verarbeitung von Gerste auf Graupe bei gleichzeitiger Gewinnung von aufgeschlossener, für menschliche Nahrungszwecke geeigneter Kleie. Das Verfahren ist zweistufig, weil zunächst ungeschälte Gerste durch Einweichen, Vortrocknen und .Darren so weit gebracht wird, daß in ihr enzymatische Wirkungen auftreten können, worauf -die Gerste nach vorherigem Abschälen in an sich bekannter Weise in Graupe umgewandelt wird, während aus der hierbei aMallendem, die Aleuronschicht, den Keimling usw. enthaltenden Kleie ein haltbares Mehl gewonnen wird.
  • Die praktische Ausübung des eben beschriebenen Verfahrens findet zweckmäßig in einer Mälzerei statt. Die Gerste wird gereinigt, sodann in den sogenannten Weichstöcken aufgequollen:, hierauf vorgetrocknet und schließlich gedarrt. Wie in der Patentbeschreibung ausgeführt ist, soll hierdurch erreicht werden, daß die Aleuronschicht (Kleberzellschicht) ,gewisse Veränderungen erfährt, die es ermöglichen, daß bei dem darauffolgendiern Darren die Membran der Zellwände gesprengt und durch die entstehenden Risse derartig geöffnet wird, daß der Inhalt der in den Zellen befindlichen Eiweißstoffe und Nährsalze für d'ie Verdauungsorgane des menschlichen Körpers gewissermaßen bloßgelegt und somit leicht aufnahmefähig gemacht werden. Während des stattfindenden Einweichverfah.rens und, des darauffolgenden Vortrocknens findet selbstverständlich eine Keimung statt, die sich nach der Dauer des Einweichens und der darauffolgenden Vortrocknung richtet. Die in dem Keimverfahren entstehende Diastase wirkt auf die oberen Schichten des Korns in gleicher Weise ein, wie dies bei der Herstellung von Malz der Fall ist. Es ist bekannt, daß sich bei der Malzbereitung die Diastase von der Klebersch.icht aus dicht unter der Fruchtschale zu bilden anfängt, und daß die Auflösung der Stärke durch die Diastase von der Kornoberfläche aus nach dem Innern des Korns allmählich fortschreitet, bis sich schließlich die Stärke des ganzen Mehlkerns in Zucker aufgelöst hat.
  • Gemäß dem vorliegenden Verfahren wird nun das Keimen weiter ausgedehnt als bei dem Verfahren des Patentes 313o22 und wird zu einem Zeitpunkt abgebrochen, in dem je nach Bestimmung lediglich die Stärke der oberen Schicht des Mehlkerns durch die Diastase zur Auflösung gebracht ist, während der innere Teil des Kerns von der Wirkung der Diastase nur wenig berührt wird. Schon während des Keimens und Vortrocknens haben die oberen Mehlteile des Korns, auf die die Diastase eingewirkt hat, eine Verzuckerung erfahren; ganz genau wie dies bei der Herstellung von Malz der Fall ist. Es liegt in der Hand des Mälzers., die Zeitdauer der Aufbereitung, wie Einweichen und.Vortrocknen zu bestimmen, um die 'Einwirkung der Diastase und der damit zusammenhäri.genden Bildung von Verzuckerung j e nach dem erforderten Prozentsatz der auszuschälenden Graupe durchzuführen. Hierdurch wird erreicht, daß der innere Teil des Korns -also der Kerri - nachdem das Gut gedarrt worden ist, genügend' Härte behält, um bei dem Schälen den erforderlichen Widerstand zur Herstellung von Graupe zu bieten.
  • Genau wie beim Verfahren des Hauptpatentes wird alsdann das Gut gedarrt und mittels Graupengängen oder Schälmaschinen geschält, wobei man aus der abfallenden Kleie mit ihren Spelzen, Schalen und Mehlteilen ein geschrotetes Malz zum Brauen von Bier oder zur Gewinnung von Malzextrakt usw. erhält, während die Graupe eine geschmacklich noch bessere Beschaffenheit besitzt, wie die durch das Verfahren des Hauptpatentes. Aus dieser abfallenden Kleie kann ein für Nährmittel zu verwendendes Malzmehl gesichtet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcia: Verfahren zur Verarbeitung von Gerste auf Graupe gemäß Patent 313o22, dadurch gekennzeichnet, daß das durch das Aufweichen veranlaßte Keimen und das Vortrocknen der Gerste soweit geführt wird, bis die durch die Keimung sich bildende Diastase die Stärke, und zwar lediglich die obere Schicht des Mehlkerns in Zucker umgewandelt hat, worauf das Gut in bekannter Weise ge-.darrt und unter Gewinnung einer im Nahrungsmittelgewerbe verwendbaren Malzkleie zu Graupen geschält wird.
DE1919335337D 1919-10-04 1919-10-04 Verfahren zur Verarbeitung von Gerste auf Graupe Expired DE335337C (de)

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