DE334189C - Verfahren und Vorrichtung zum Abtragen von gelagertem Kunstduenger - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Abtragen von gelagertem Kunstduenger

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DE334189C
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cutting
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cut
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WILHELM LUDEWIG DR ING
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B1/00Superphosphates, i.e. fertilisers produced by reacting rock or bone phosphates with sulfuric or phosphoric acid in such amounts and concentrations as to yield solid products directly
    • C05B1/10Apparatus for the manufacture of superphosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Abtragen von gelagertem Kunstdünger. Die bisher bekannten Abtragemaschinen für Düngemittel o. dgl. in Lagerhaufen haben sich nicht einzuführen vermocht. Es haften ihnen Übelstände,an, z. B. sind die Maschinen zu schwer und ungenügend beweglich, oder sie leisten zu wenig und werden demnach zu teuer in der Anschaffung und Unterhaltung. Die Übelstände sind wohl .darauf zurückzuführen, @daß zum Abtragen unigünstig wirkende Becherwerke, Kratzer o. dgl. gewählt sind.
  • Vorliegende Erfindung geht von einem anderen Grundgedanken aus. Es wird ein um eine senkrechte Achse .hin und her gedrehter Schwenkarm verwendet, der eine lange, geneigte, mit Messern oder Spitzen. versehene Mulde trägt. Der Vortrieb wird so eingestellt, daß z. B. eine Schicht von 3 bis ro mm abgeschnitten wird., und die Form und Stellung der Mulde ist so, daß die Schneiden nur -mit der Schärfe in ,die Masse eingreifen, sonst aber kein zum Schmieren Anlaß gebendes Gleiten oder Pressen auf die Masse ausüben. Die Rückbewegung beginnt mit einem Einklappen -der Mulde, dann folgt erst die Rückschwenkung ganz frei vor der Abtragefläche. Inder Endstellung folgt wieder durch ein Stück toten gubes Idas Vorklappen der Mulde, bevor die Schwenkbewegung für das Abtragen wieder einsetzt. Diese Abtrageweise nimmt Rücksicht auf die Beschaffenheft -der Masse. Das Superphosphat, z. B. im --Haufen, wind unter dem Lagerdruck gewöhnlich nur 'so weit fest, daß man mitteldicke Schichten mit ziemlich geringer Kraft abtragen kann, wobei die Masse zu Pulver zerfällt. Wird zu dick geschnitten, so wird viel Kraft benötigt, und bei zu dünner Schicht tritt oft Neigung zum Schmieren ein. Während der Zeit für die Rückschwenkung des Armes (die halbe Arbeitszeit) erfolg der gleichmäßige Vortrieb ohne Abtragung, und diese setzt deshalb sofort mit der gewünschten Stärke ein, im Gegensatze zu Elevatoren oder anderen Vorrichtungen, bei denen eine Reihe von Abtrageschneiden in kurzen Abständen einander folgen und somit mehr pressend und gleitend als schneidend wirken, also* viel unnötige Kraft fordern und ungünstig auf die Beschaffenheit der Ware einwirken. Die Mulde mit gebogenen oder eckigen Wänden hat solche Form, daß das abgelöste und teils .absprühende Gut in der Mulde selbst gesammelt wird und in ihr heruntergleitet; ihr unterer Teil dient als Sammel- und Zubringebehälter für den Elevator. Dieser leitet das ihm zugeführte Gut in en D.oppeltrommelsie b, welches das Gut über die ganze Länge eines Sammelrumpfes und auf Abzapfstutzen verteilt, während der Siebrückstand von eingebauten Fördertaschen hochgehoben und in Zulaufrinnen ausgeworfen wird, die es Zerkleinerungswalzen und darauf dem Elevator wieder zuführen. Die Mulde ist entsprechend der Böschungsneigung schräg gestellt, und die Seitenwände können Leitrinnen tragen, um das heruntergleitende Gut aus den oberen Höhen, z. B. sogleich den hochgehenden Förderbechern zuzuleiten und .den unteren Sammelbehälter der Mulde zu entlasten.
  • Der Schwenkarm hat solche Länge, daß er eine breite Abtragefläche bestreicht. Verwendet man zwei gegeneinander arbeitende Schwenkarme, so kann man eine Fläche von 4 m Breite oder mehr abtragen. Die Schwenkarme können hohe Mulden tragen, leicht sein, erzielen dabei große Leistung, und .der Kraftangriff liegt niedrig über dem Erdboden. Dadas Fahrgestell einen niedrig liegenden Schwerpunkt .hat, wird es standsicher und kann zur flotten Fortbewegung ohne Verwendung von Laufschienen klein und leicht gebaut sein.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen in der Ausführungsform :dargestellt, bei welcher zwei gegeneinander arbeitende Schwenkarme auf einem fahrbaren Gestell angeordnet sind.
  • Fig. i ist ein Horizontalschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2, Fig.2 ist ein Längsschnitt nach -der Linie C-D der Fig. i, Fig.3 ist ein Querschnitt nach der Linie E-F der Fig. i, Fig.4 und 5 stellen den Antrieb und die Umlegevorrichtung der Arme in größerem Maßstabe dar.
  • Der auf dem Fahrgestell i gelagerte Motor 2 treibt durch die Zahnräder 3, 4, 5, 6 die Wellen 7, 8 der Zerkleinerungswalzen 9, 911. Von der Welle 8 wird durch das Schneckengetriebe io die Welle i i, und von dieser durch die Zahnräder 12, 13 die Kurbelstangen 14,15 und dadurch die Wellen 16, 17 mit den Zahnsegmenten 18, ig und durch diese wieder die Zahnsegmente 2o, 21 der stehenden Wellen 22, 23 und somit die Schwenkarme 24, 25 getrieben.
  • An den Schwenkarmen sind die Mulden 26, 27 befestigt, von welchen Leitrinnen 28; 29 und 30, 31 zu dem Trichter 32 eines Elevators 33 führen, der von der Welle 7 durch Kettengetriebe 34 angetrieben wird. Der Elevator 33 wirft das Gut in den keilförmigen Zulauf 35 für,die Trommelsiebe 36, 37, unter denen ider Sammelrumpf 38 mit dien Abzapftrichtern 39 bis 43 sich befindet.
  • Die Trommelsiebe 36,37 tragen an ihren Außenseiten Fördertaschen 44 für die Siebrückstände, die in die Zulaufrinnen 45, 46 ausgeworfen wenden, zu den Walzen 9, 90, und nach der Zerkleinerung über die Rutsche 47 wieder in den Elevator 33 gelangen.
  • Auf den Zahnsegmenten 20,:21 sitzen Mitnehmer 48, 49, die sich in den Aussparungen 50, 51 der Arme 24, 25 frei bewegen (toter Hub). Dieses geschieht in den beiden Endstellungen, also immer' bei der Umkehrung der Armbewegung, damit sich während dieser Zeit die Mulden 26,27 durch de Schubstangen 52, 53 und die Winkelhebel 54, 55, für Leergang und Arbeitsgang einstellen. Die Armschwenkung beginnt erst dann, wenn die Mitnehmer 48, 49 in den Aussparungen 5o, 5 i zum Anschlag kommen.
  • Die Mulden 26, 27 tragen die Leitrinnen 28, 29 und 30, 31, von denen die oberen Teile 28, 3o an den Mulden 26, 27 sitzen und mit ihnen die Umlegung ausführen, während die unteren Teile 29, 31 an den Armen 24, 25 um wagerechte oder geneigte Achsen 56, 57 drehbar befestigt sind und mit Laufrollen 58, 59 auf den Laufbahnen 6o, 61 rollen, die zum Elevatortrichter 32 führen.
  • Die Mulde 27 ist im Arbeitsgang gezeigt (Fig. i und 4) und es ist ersichtlich, daß Leitrinne 31 so lange .hochgeklappt ist und das abgetragene Gut aus dem oberen Muldenteil aufnimmt, bis die Rolle 59 an dem oberen Rand des Trichters 32 angekommen ist. Von diesem Punkt ab rollt die Rolle 59 in den Trichter 32 hinab und die Rinne 31 neigt sich dabei. Das Gut wird entleert und fällt unmittelbar in die aufsteigenden Elevatorbecher. In dieser Stellung isst die andere Rinne 29 gezeigt. Nur -das Gut aus dein unteren Drittel der Mulde, welches bei der Rückschwenkung auf dem Fußboden im Haufen gerade vor dem Elevator liegen bleibt,- wird beim Vorrücken durch .die Becher vom Fußboden hochgeschöpft: Die Siebe sitzen. auf der Welle 63 und werden von Welle 8 durch Kettentrieb 64. angetrieben.
  • Die Zahnräder 65, 66, 67, 68, 69, die Wellen 66a, 70, der Schneckentrieb 71 und die vorderen Laufräder 75, 76 dienen für schnelles Vor- und Rückfahren, oder die Räder 65, 66, 72, 73, die Welle 73a und. Schneckengetriebe 74, Welle 70, Schneckentrieb 71 in die Laufräder 75, 76 dienen für langsames Fahren im Arbeitsgang. Wenden und Kurvenfahren erfolgt durch hinteres Laufrad 77 in Gabellagerung 78 mit Schneckentrieb 79 mit Welle und Steuerrad 8o und 81.
  • Man kann die Vorrichtung auch mit mehr als zwei Schwenkarmen ausrüsten- und statt des Doppeltrommelsiebes ein Rüttelsieb o. -dgl. wählen; dies auch unter Umständen nebst dien Walzen ganz fortlassen.
  • Die Abtragemulden sind an den Schwenkarmen entweder in der ganzen Höhe oder im oberen Teile leicht abnehmbar, um in Lager= hallen unter niedrige Gebäudekonstruktionen durchfahren zu könne.

Claims (6)

  1. PATEN T- ANSPRÜCHE i. Verfahren zum Abtragen von gelagertem Kunstdünger u. dgl:, dadurch gekennzeichnet, daß stehende Schneidmulden zum Abtragehaufen in solchem Winkel hin und her -bewegt werden, -daß -das abgeschnittene Gut d .urch die Mulden gleichzeitig abgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtragehaufen von Schneidmulden abgetragen wird, die höher sind als ihr Traggestell mit Zubehör, und .deren Hub größer ist als die Breite des Traggestells, damit dieses in in :dem eingeschnittenen Gang nachrücken kann.
  3. 3. Verfahren zum Abtragen von gelagertem Kunstdünger u. ;dgl. nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidmulden nach Vollendung des Schnittes vor Rückkehr in die Anfangsstellung von der Schnittfläche abgezogen und dann mit der so abgezogenen Schneide in die Ausgangsstellung zurückgeführt werden, um .erst in dieser wieder die Schnittstellung einzunehmen.
  4. 4. Fahrbare Vorrichtung zur Ausführung der Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidmulden (26, 27) von Schwenkarmen (24, 25) stehend getragen werden, die [z. B. durch Kurbelantrieb (14,i5), Zahnsegmente (18, i9» ] eine schwingende Bewegung erhalten und durch Hebelgestänge (52 bis 55) unter Vermittlung einer Mitnehmerkupplung (48 bis 51) die Schneidmulden in den Endstellungen von der Schnittfläche abziehen und wieder zum Schnitt anstellen.
  5. 5. Fahrbare Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an die Schneidmulden (26, 27) zweiteilige Leitrinnen (28 bis 31) angeschlossen sind, deren obere Teile (28,30) mit -denSchneidmulden fest verbunden sind, während die unteren Teile (29,31) an den Schwenkarmen (24, 25) drehbar befestigt sind und mit Laufrollen (58, 59) auf einer- zu einem Elevatortrichter (32) führenden Bahn (6o, 61) geführt werden, um aus den oberen Teilen der Mulden das Gut aufzufangen und nach ,dem Elevatortrichter zu leiten, während das in dem unteren Teil der Mulde gesammelte Gut auf .dem Boden vor dem Elevator liegenbleibt und von,den Bechern während des Vorrückens hochgeschöpft wird.
  6. 6. Fahrbare Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Elevator (33) das ihm zugeführte Gut in ein Doppeltrommelsieb (36, 37) leitet, das es über die ganze Länge,des Sammelrumpfes (38) und somit auf die Abzapfstutzen (39 bis 43) verteilt, während der Siebrückstand von eingebauten Fördertaschen (44) hochgehoben und in Zulaufrinnen (45, 46) ausgeworfen wird, die es Zerkleinerungswalzen (9, 9a) und darauf dem Elevator (33) wieder zuführen.
DE1919334189D 1919-11-19 1919-11-19 Verfahren und Vorrichtung zum Abtragen von gelagertem Kunstduenger Expired DE334189C (de)

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