DE3341407C2 - Helm,insbesondere für Sportzwecke - Google Patents
Helm,insbesondere für SportzweckeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Schwenkvisier (C), das mit Stiften (B) an einem Helm (A) angelenkt und durch Sperreinrichtungen (12-14) in seiner abgesenkten Stellung gehalten wird sowie mit einem Profilschlitz (22) versehen ist. In den Schlitz ist eines (12) der beiden die Sperreinrichtung bildenden Elemente verschiebbar eingesetzt, um eine überwachte Verschwenkung des Visiers zu ermöglichen, so daß dessen unterer Rand (C2) eine Ventilationsöffnung (D) bildet, der seitliche Öffnungen (38) zugeordnet sind, um die Luft aus dem Inneren des Helms abzuleiten.
Description
55
Die Erfindung betrifft einen Helm, insbesondere für Sportzwecke, mit einem Schwenkvisier, dessen Rand in
einen umlaufenden Absatz in der Sichtöffnung des Helms eingreift und dessen Scharniere mit Sperreinrichtungen
versehen sind, die kraitschiüssig miteinander
kuppelbar sind, um das Visier in der geschlossenen Stellung zu halten, wobei an beiden Seiten des Helms ein
Profiischlitz angeordnet ist, in den eines der beiden Elemente der vom Helm und dem Visier getragenen Sperreinrichtung
verschiebbar eingreift, um ein kontrolliertes Anheben zumindest eines Teils des unteren Randes des
Visiers zu ermöglichen und eine öffnung zu bilden, die das Einströmen einer laminaren Luftschicht erlaubt, die
zumindest auf einen Teil der Innenfläche des Visiers auftrifft, und mit öffnungen für das Abströmen der Luft
aus dem Inneren des Helms nach außen.
Bei einem in der DE-OS 28 26 163 beschriebenen Helm dieser Gattung ist das vom Visier getragene äußere
Element der Sperreinrichtung mit einem Bolzen versehen, der in den im Helm angeordneten Profilschlitz
verschiebbar eingreift Wenn die beiden Elemente der Sperreinrichtung entkuppelt werden, dann kann das Visier
gegenüber dem Helm horizontal nach vorne bewegt werden, bis der in dem Längsschlitz des Helms
geführte Bolzen am vorderen Ende des Schlitzes anstößt Daraufhin kann das Visier um die von den an
seinen beiden Enden angeordneten Bolzen gebildete Querachse nach oben verschwenkt werden.
Wenngleich bei diesem bekannten Helm ein Beschlagen des Visiers zuverlässig verhindert werden kann, so
wurde der bei gegenüber dem Helm nach vorne geschobenem Visier in das Helminnere eindringende starke
Luftstrom vom Benutzer mitunter als störend empfunden. Ein weiterer Nachteil des bekannten Helms besteht
in einer unzuverlässigen Arretierung des Visiers in der nach vorne geschobenen und ggf. nach oben verschwenkten
Stellung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Helm dahingehend zu verbessern, daß
das Visier in der gewünschten geschlossenen oder geöffneten Stellung zuverlässig arretiert ist und daß in der
geöffneten Stellung ein Beschlagen seiner Innenseite verhindert wird, ohne daß die in das Helminnere eintretende
Luftströmung vom Benutzer als störend empfunden wird.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichenteil des Patentanspruchs 1 angegeben.
Der mit der Erfindung erzielbare Vorteil besteht darin, daß das Visier gegenüber dem Helm derart verschwenkbar
ist, daß nur im unteren Randbereich der Sichtöffnung des Helms ein Spalt gebildet wird, durch
den die Luft eindringen kann. Durch diesen vom Fahrtwind erzeugten Luftstrom wird ein Beschlagen des Visiers
zuverlässig verhindert, ohne den Komfort des Helmträgers zu beeinträchtigen. Durch die besondere
Form des im Helm angeordneten Profilschlitzes ist das Visier sowohl in der geschlossenen wie auch in der geöffneten
Stellung zuverlässig arretiert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Visiers in der geschlossenen Stellung,
Fig.2 eine Darstellung ähnlich wie Fig. 1, die das
Visier in einer teilweise angehobenen Stellung zeigt,
F i g. 3 in größerem Maßstab einen Schnitt nach der Linie ΠΙ-ΙΙΙ in F i g. 2,
F i g. 4 einen vertikalen, im wesentlichen coplanaren Schnitt durch das Visier, und
F i g. 5 im Querschnitt eine Einzelheit des oberen Randes des Visiers.
An einem Heim A ist mit einem Scharnier S das Visier
C gehalten, dessen Rand C\ in einem umlaufenden Absatz A\ der Helmöffnung angeordnet ist. Das Visier Cist
mit Stiften B an den Seitenwänden des Helms A festgelegt, und es kann in seiner abgesenkten oder geschlossenen
Stellung mit Sperreinrichtungen 12,14(Fig. 1) versperrt
werden, die an den Enden des Visiers C angeordnet sind. Jede dieser Speirreinrichtungen besteht aus ei-
nem üblich elastischen Druckknopf, dessen Außenelement 12 und Innenelement 14 (F i g. 3) miteinander gekuppelt
werden können und in der nachfolgend beschriebenen Weise am Visier C bzw. am Helm A festgelegt
sind.
Gemäß der Erfindung ist das Element 12 der Sperreinrichtungen
12,14 am Visier C über einen Profilschlitz 22 befestigt, der mit gegenüberliegenden Einschnürungen
24 versehen ist, um zwischen seinen abgerundeten Enden zwei Anschläge für das bewegliche Element 12
zu bilden, das am Umfang mit einer Nut 26 versehen ist, in welche die Einschnürungen eingreifen.
Die Länge des Schlitzes 22 ist derart gewählt, daß sich der untere Rand Ct des Visiers C vom Absatz A\ des
Helmes entfernen kann, um eine Öffnung D zu bilden, die sich praktisch über die gesamte Länge der Helmöffnung
erstreckt
Die Breite der Öffnung D wird durch die Länge des im Ende des Visiers C angeordneten Profilschlitzes 22
bestimmt, wenn das Visier vom Absatz A\ des Helms
abgehoben ist Dieser Vorgang wird nicht nur durch die in den Enden des Visiers C angeordneten Aussparungen
18 ermöglicht (die in der Praxis auch dazu dienen, die Elemente 12 und 14 der Sperreinrichtungen 12,14 voneinander
zu trennen), sondern auch dadurch, daß zumindest ein Teil des unteren Randes C2 des Visiers C nach
außen umgebogen ist
Um einen dichten Abschluß zwischen dem oberen Rand des Visiers zu bilden, wenn dieses teilweise oder
vollständig angehoben ist (F i g. 2), ist dieser Rand nit einer Profilleiste 30 versehen, die an der Außenseite des
Visiers starr befestigt ist, um eine Abschirmung zu bilden und das Aussehen zu verbessern.
Die Leiste 30 ist gemäß F i g. 5 am oberen Rand Ci des
Visiers mit Klebstoff befestigt und mit Vorsprüngen 32 festgelegt, die in entsprechende Löcher des Randes Q
eingreifen.
Der obere Rand der Leiste 30 hält eine elastische Lippe 34, die selbst dann an der Außenfläche des Helms
A anliegt, wenn das Visier C teilweise angehoben wird, um das Eindringen von Wasser oder anderen Fremdkörpern
in das Innere des Helms zu verhindern.
Um selbst bei abgesenktem Visier C eine Luftzirkulation im Inneren des Helms zu gewährleisten, ist das
Visier nahe seinen seitlichen Enden mit Öffnungen 36 und geeigneten Luftleitklappen 38 versehen (siehe
F i g. 3), welche die durch die Öffnung D innerhalb des Helms erzeugte Luftströmung nach außen lenken, im
Verhältnis zu der durch die Stellung und Form der Luftleitklappen 38 bestimmten Sogwirkung.
Die Ableitung der Luft aus dem Inneren des Helms wird daher, wenn auch in beschränktem Maße, selbst
dann erzielt, wenn das Visier Cabgesenkt ist (Fig. 1) je
nach Ausbildung der unteren Kragenöffnung des Helms.
Zur Erzielung der gewünschten Wirkung der Luftabsaugung müssen die Luftleitklappen 38 entsprechend
geformt sein, damit der zwischen der Umgebung und dem von einem in Bewegung befindlichen Benutzer getragenen
Helm gebildete Wind auf die Luftleitklappen kontinuierlich auftrifft und an den Offnungen des Visiers
einen Unterdruck erzeugt, der die Luft aus dem Inneren des Helms absaugt.
Aus dem vorstehend genannten Grund werden die Luftleitklappen 38 als getrennte Teile hergestellt und
nachfolgend an den Öffnungen 36 des Visiers in geeigneter Weise befestigt, beispielsweise mit Klebstoff.
Darüber hinaus sind die Luftleitklappen 38 an den Öffnungen 36 des Visiers mit Verbindungen befestigt,
die beispielsweise aus einem Schlitz und einer Zunge bestehen.
Zur Regulierung der von den Luftleitklappen 38 ausgeübten Luftabsaugwirkung können die Öffnungen 36
mit verschiebbaren geschlitzten Platten versehen sein, um die Strömungsquerschnitte der Öffnungen zu regulieren.
Darüber hinaus können die in die Atmosphäre mündenden Öffnungen der Luftleitklappen 38 in geeigneter
Weise gerichtet sein, um die Saugwirkung zu regulieren, die von dem auf die Luftleitklappen auftreffenden Wind
verursacht wird. Die Luftleitklappen können beispielsweise um eine Achse verdrehbar sein, die zur Gelenkachse
des Visiers mit dem Helm im wesentlichen parallel ist.
Das vollständige Anheben des Visiers C kann bewirkt werden, indem die äußeren Elemente 12 von den inneren
Elementen 14 der Sperreinrichtungen 12, 14 getrennt werden.
Wenn andererseits die Elemente der Sperreinrichtung miteinander in Eingriff stehen, dann kann das Visier
C entsprechend der Länge der Profilschlitze 22 in beschränktem Ausmaß angehoben werden, wodurch die
Belüftungsöffnung D gebildet wird. Diese Öffnung schafft einen Luftzug, der auf die Innenfläche des Visiers
C auftrifft und dadurch ein Beschlagen desselben verhindert, während die Innenbelüftung des Helms verbessert
wird.
Jeder der Profilschlitze 22 kann gegebenenfalls auch mehr als zwei Erweiterungen aufweisen, die durch Einschnürungen
24 voneinander getrennt sind, welche auf die Bewegung des Visiers eine elastische Bremskraft
ausüben, wenn sie mit dem Grund der Ringnuten 26 der Seitenelemente 12 der Sperreinrichtung oder der elastischen
Knöpfe 12,14 in Eingriff gelangen.
Der elastische Eingriff der Einschnürungen 24 in die Ringnuten 26 der Knöpfe 12 kann verbessert werden,
indem zumindest eine der beiden Zonen, welche die Einschnürungen begrenzen, mit Einschnitten versehen
werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Helm, insbesondere für Sportzwecke, mit einem Schwenkvisier, dessen Rand in einen umlaufenden
Absatz in der Sichtöffnung des Helms eingreift und dessen Scharniere mit Sperreinrichtungen versehen
sind, die kraftschlüssig miteinander kuppelbar sind, um das Visier in der geschlossenen Stelung zu halten,
wobei an beiden Seiten des Helms ein Profilschlitz angeordnet ist, in den eines der beiden Elemente der
vom Helm und dem Visier getragenen Sperreinrichtung verschiebbar eingreift, um ein kontrolliertes
Anheben zumindest eines Teils des unteren Randes des Visiers zu ermöglichen und eine Öffnung zu bilden,
die das Einströmen einer laminaren Luftschicht erlaubt, die zumindest auf einen Teil der innenfläche
des Visiers auftrifft, und mit öffnungen für das Abströmen der Luft aus dem Inneren des Helms nach
außen, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharniere (B) im Abstand von den Sperreinrichtungen
(12,14) angeordnet sind, daß das vom Visier (C) getragene äußere Element (12) der Sperreinrichtung
mit einer Umfangsnut (26) versehen ist, in das die Ränder des in dem Visier (C) angeordneten Profilschlitzes
(22) verschiebbar eingreifen, und daß der Profilschlitz (22) zwischen seinen Enden mit einander
gegenüberliegenden Einschnürungen (24) versehen ist, die Anschläge für das am Visier (C) angeordnete
äußere Element (12) der Sperreinrichtung bilden.
2. Helm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Element (12) der Sperreinrichtung
aus einem elastischen Material besteht und mit seiner Umfangsnut (26) in den Profilschlitz (22) des
Visiers (C) einsteckbar ist.
3. Helm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Einschnürungen (24) benachbarten
Bereiche des Profilschlitzes (22) mit Einschnitten oder ähnlichen die Verformbarkeit der
Einschnürungen (24) erleichternden Mitteln versehen sind.
4. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungen (36) in den
seitlichen Enden des Visiers (C) angeordnet sind.
5. Helm nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß den Öffnungen (63) Luftleitklappen (38) zugeordnet
sind.
6. Helm nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitklappen (38) als vom Visier (C)
getrennte Bauteile ausgebildet und vor den öffnungen (36) angeordnet sind.
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