DE333350C - Kantvorrichtung fuer Walzgut - Google Patents
Kantvorrichtung fuer WalzgutInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B39/00—Arrangements for moving, supporting, or positioning work, or controlling its movement, combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, metal-rolling mills
- B21B39/20—Revolving, turning-over, or like manipulation of work, e.g. revolving in trio stands
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Description
- Kantvorrichtung für Walzgut. Die Erfindung betrifft eine Kantvorrichtung für Walzgut, bei welcher der zu kantende Riegel in bekannter Weise von dem Greifer eines schwing- und verschiebbaren Kanthebels erfaßt und, um einen in der Rollgangbahn liegenden, senkrecht verschiebbaren Daumen gekantet wird, wobei das neben der Bahn liegende Warmbett zum Abziehen der gewalzten Riegel freibl'eibt und die Beweglichkeit des Kanthebels, wenn außer Gebrauch, das Durchwalzen auf dem Rollgang in keiner Weise behindert.
- Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß der Daumen durch Belastung selbsttätig gehoben und sodann unter dem Gewichte des gekanteten Walzriegels und' unter Überwindung seines Belastungsgewichtes niedergedrückt und in seiner tiefsten Stellung während des Abtransportes des Walzgutes und während: des Verbleibens des Kanthebels in seiner Anfangsstellung durch Verriegeln seiner Belastungsvor=richtung festgehalten wird. Dabei kann der Kanthebel mit einem zur Verriegelung der Daumenbelastungsvorrichtung dienenden Schlitten fest verbunden sein.
- Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. i und 2 eine Seitenansicht, zum Teil im Schnitt, und eine Draufsicht dieser Kantvorrichtung für den. Fall, daß deren Betätigung durch Druckwasser erfolgt. Die Fig. 3 und q. sind lotrechte Querschnitte nach den Linien A-A' und B-B' in Fig. i.
- Der doppelwirkende Zylinder i mit Vor-und Rückzugplunger 2 und 3 ist auf einem mit dem Rahmen Ri des Rollganges R verbundenen Gestell q. angeordnet, und zwar sind Zylinder i und' Plunger 3 mit dem Gestell q. fest verbunden, während der Plunger 2 auf dem Plunger 3 und in dem Zylinder i verschiebbar ist. Auf einem mit dem Plunger 2 verbundenen Führungsstück 5 ist die die Kantrolle io tragende Traverse 6 (bei 32) angebolzt, die vermittels der Laufrollen 7 auf den mit dem Gestell q. fest verbundenen Laufbahnen 8 geführt ist.
- Die an ihrem Umfang geriffelte Kantrolle io sitzt auf einem Bolzen 9 und ist mittels desselben unter einem, bestimmten Winkel im vorderen Ende -der Traverse 6 gelagert, die an ihrem rückwärtigen Ende durch ein Gegengewicht i i ausbalanziert ist.
- Wird bei der Öffnung 12 des Zylinders i Druckwasser eingelassen, so schiebt sich der Plunger 2 vor und bringt die Traverse 6 aus der in Fig. i in gestrichelten Linien gezeichneten Lage in die in vollen Linien ersichtlich gemachte wirksame Stellung. Bei Einlassen von Druckwasser durch die Öffnung 13 des Plungers 3 und; Auslassen des im Zylinder i enthaltenen Druckwassers geht der Plunger 3 in seine Anfangsstellung zurück und bringt dadurch auch die Traverse in die Stellung außer Gebrauch.
- Zn der Bodenplatte 1q. des Gestelles q. ist eine Ausnehmung 15 vorgesehen, in die ein Hebel 17 eingreift, welcher mit dem Bolzen 33 in den. Konsolen 16 gelagert ist. Dieser Hebel 17 ist mittels des Lenkers 18 mit einem als Gegengewichtshebel 2o ausgebildeten Winkelhebel i9 verbunden, der um den gleichfalls iri den Konsolen 16 lagernden Bolzen 2i drehbar ist und durch eine Zugstange z2 mit einem zweiten Winkelhebel 23 in Verbindung steht. Letzterer ist in den: Konsolen 25 um den Bolzen 24 drehbar und die Konsolen 25 sind an den zwischen den Rollen des Rollganges R liegenden und am Rahmen Ri befestigten Längsträgern 26 festgeschraubt, zwischen diesen ist ein. Führungsstück 27 eingebaut, in dem sich der Daumen 28 bewegt, der durch einen Lenker 29 mit dem zweiten Schenkel des Winkelhebels 23 verbolzt ist.
- Befindet sich der Plunger 2 in der (strichliert gezeichneten) Anfangsstellung, so drückt die Bodenplatte 3o des Führungsstückes 5 den Hebel 17 so weit herab, daß er mit der oberen Fläche der Bodenplatte 14 des Gestelles 4 in einer Ebene liegt. Dadurch wird auch der Daumen 28 heruntergezogen und gelangt unter die Oberkante des zwischen den, Rollen des Rollganges R liegenden Plattenbelages p.
- Soll nun ein vom Walzwerk in der Richtung des Pfeiles p kommender Walzriegel Z gekantet werden, so wird durch Einlassen von Druckwasser in den Zylinder i (durch die Öffnung 12) der Plunger 2 samt dem Führungsstück 5 vorgeschoben, dessen Bodenplatte 30 die Ausnehmung 15 freigibt, so daß sich der Gegengewichtshebel 2o senken kann und durch die früher beschriebene Hebel- und Zugstangenverbindung den Daumen 28 hebt. Der Hub des Daumens wird durch eine am Hebel 17 angebrachte Nase 31 begrenzt, die an die Bodenplatte 14 anschlägt. Gleichzeitig wird die Traverse 6 mit vorgezogen und deren Kantrolle io schiebt den Walzriegel Z bis an den Daumen 28 heran, faßt mit einem ihrer Riffelzähne die Kante k des Walzriegels Z und kantet diesen letzteren in der Richtung des Pfeiles pi (Fig. i) bei dem weiteren Vorschub des Plungers 2 durch gleichzeitiges Aufwärtsschwingen der Traverse 6 um den Bolzen 32. Der Walzriegel drückt durch, sein Gewicht den Daumen 28 zurück und' durch den. Rückzug des Plungers 2 wird die Traverse 6 samt rlcm Hebelwerk in die Anfangsstellung zurückgebracht. Durch die Bewegung,der Roll-"g angsrollen wird der Walzriegel in gekanteter Stellung weiter befördert; das danebenliegende Warmbett W bleibt frei.
- Der Antrieb -der Kantvorrichtung kann auch mit Hilfe von Dampf; Preßluft oder von einer elektrischen Kraftquelle aus erfolgen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Kantvorrichtung für Walzgut, bei welcher der zu kantende Riegel von dem Greifer eines schwing- und verschiebbaren Kanthebels erfaßt und um einen in der Rollgangbahn liegenden senkrecht verschiebbaren Daumen.gekantet wird, dadurch gekennzeichnet, däß der Daumen (28) durch Belastung selbsttätig gehoben und sodann unter dem Gewichte des gekanteten Walzriegels und' unter Überwindung seines Belastungsgewichtes niedergedrückt und in seiner tiefsten Stellung während des Abtransportes des Walzgutes und während des Verbleibens des -Kanthebels (6) in seiner Anfangsstellung durch Verriegeln seiner Belastungsvorrichtung festgehalten wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenk-und verschiebbare Kanthebel (6) mit einem zur Verriegelung der Daumenbelastungsvorrichtung dienenden Schlitten (5) fest verbunden ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen. unter der Einwirkung eines belasteten Hebelwerkes in die Rollbahn hineinragenden Daumen (28), von dessen Hebelwerk eine schwingbare Daumenscheibe (17) o. dgl. in die _Bahn des Kanthebelschlittens_ (5) hineinragt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE333350T | 1919-02-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE333350C true DE333350C (de) | 1921-02-24 |
Family
ID=6209272
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919333350D Expired DE333350C (de) | 1919-02-12 | 1919-02-12 | Kantvorrichtung fuer Walzgut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE333350C (de) |
-
1919
- 1919-02-12 DE DE1919333350D patent/DE333350C/de not_active Expired
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