DE333320C - Stromzufuehrung fuer den beweglichen Teil elektrischer Zaehler - Google Patents
Stromzufuehrung fuer den beweglichen Teil elektrischer ZaehlerInfo
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- G01—MEASURING; TESTING
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Description
- Stromzuführung für den beweglichen Teil elektrischer Zähler. Bei elektrischen Zählern :besteht der LTbelstand, daß ihr Anlauf bei geringster Belastung unregelmäßig ist oder überhaupt erst bei-verhältnismäßig größerer Belastung -stattfindet. Dies hat seinen Grund darin; daß im Zustand der Ruhe die .Lager- und Bürstenreibung eine etwas größere als bei der Bewegung des Zählersist, so daß geringe Verstaubung und Verschmutzung einen starken Einfluß ausüben.
- Gemäß der Erfindung wird dieser Mangel dadurch behoben, daß die Kollektorbürsten des Zählers, die durch einen Elektromagneten in an sich bekannter Weise entsprechend der Zählerbelastung längs des Kollektors verstellbar sind, bei Stillstand und geringster Belastung an einem Kollektorteil anliegen, der dem Übergang des Systemstromes einen möglichst geringen Widerstand entgegensetzt, während bei stärkerer Belastung der Stromübergang verhältnismäßig ein wenig vermindert wird.
- Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, und zwar in Anwendung auf einem Amperestundenzähler dargestellt. Fig. i .zeigt den Zähler selbst. Sein Trommelanker ca ist mit drei Spulen s versehen und zwischen den Polen p eines Dauermagneten in gelagert,. an dem auch das von der Zählerachse w angetriebene Zählwerk z angeordnet ist. Über dein' Trommelanker und auf dessen Achse zer ist ein aus drei Lamellen c bestehender Kollektor k befestigt, an den die Enden der drei Ankerspulen geführt sind. Auf dem Kollektor ruhen zwei diametral angeordnete Bürsten b, die beispielsweise aus hochkant gegen den Kollektor angelegten Silberblechen bestehen. Diese Bürsten sind an ihrem freien Ende auf einem Drehzapfen- d gelagert und stehen einerseits unter dem Einfluß einer Feder f, anderseits eines Elektromagneten e. Je nach dem Erregungszustand dieses Magneten werden die Bürsten angehoben, so daß sie mit verschiedenen Teilen des Kollektors in Berührung kommen.
- Die Fig. 2 und 3 zeigen, in Seitenansicht und Grundriß den Kollektor allein in vergrößertem Maßstabe. Seine Lamellen c sind am unteren Ende bis auf einen kleinen, für die elektrische Trennung unbedingt erforderlichen Abstand einander genähert, nach oben laufen sie etwas spitz zu, so daß ihr Abstand sich allmählich vergrößert.
- Der Zähler ist an die Enden eines in die Leitung L, deren Stromstärke für die Messung maßgebend ist, eingeschalteten Widerstandes v angeschlossen: Es sind deshalb seine Bürsten b mit diesen Punkten verbunden. Parallel dazu ist die Wicklung es Magneten e geschaltet. Bei sehr geringen Leitungsstromstärken vermag dieser die Bürsten nicht anzuheben; wenn aber der Strom in der Leitung L stärker wird, so hebt der Magnet die Bürsten b an und mit zunehmender Stromstärke um so höher, so daß diese mit den schmäleren Teilen der Kollektorlam.ellen in Berührung treten. Es wird dementsprechend der Übergangswiderstand des Systemstromes bei geringen Stromstärken der Leitung sehr gering und das Anlaufsmoment des Zählers verhältnismäßig groß sein; bei größeren. Stromstärken erhöht sich der Übergangswiderstand für den Gesamtstrom in zweckentsprechender Weise bzw. der Strom erfährt an den Lamellenzwischenräumen mehr oder minder lange Unterbrechungen. Die Fig, .4 und 5 zeigen in Ansicht und Grundriß ein weiteres Ausführungsbeispiel des Kollektors. Es sind dabei die Lamellen e in gleichbleibender Breite ausgeführt und bestehen aus einem Widerstandsmaterial, z. B. Manganin. Sie sind an ihrem unteren Teil, auf dem die Bürsten bei geringen Stromstärken aufruhen, mit einem gut leitenden Überzug, z. B. von Silber, versehen, so daß hier der Kollektorwiderstand für den Systemstrom ein Mindestmaß erreicht, an den darüber liegenden Stellen aber höher ist, weil er die als Widerstand wirkenden Lamellen auf größere oder geringere Länge durchfließen muß.
- Der zur Bürstenverstellung dienende Magnet kann auch von dem Systemstrom selbst durchflossen sein. Bei Verwendung der neuen Kollektoreinrichtung für Wattstundenzähler kann die Erregerschaltung des Magneten in der verschiedensten Weise ausgeführt werden, ohne daß sich die Wirkungsweise des Magneten im wesentlichen ändert.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Stromzuführung für den beweglichen Teil elektrischer Zähler unter Verwendung von Bürsten, die durch einen Elektromagneten entsprechend der Zählerbelastung in Richtung der Kollektorachse verstellbar sind, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung des Kollektors, daß er einen in achsialer Richtung veränderlichen Übergangswiderstand darbietet, so daß in der Ruhelage und bei geringerer Belastung der Systemstrom einen kleineren Widerstand als bei stärkerer Belastung überwinden muß.
- 2. Stromzuführung nach Anspruch z, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung des Kollektors, daß die Änderung des Übergangswiderstandes für den Systemstrom eine stetige ist.
- 3. Stromzuführung nach Anspruch z und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Kollektorlamellen an der Stelle, an der die Bürsten bei Stillstand anliegen, sich bis auf einen geringen Spalt aneinander anschließen, während nach dem anderen Ende zu der Zwischenraum zwischen den Lamellen sich vergrößert. 4.. Stromzuführung nachAnspruch = und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Köllektorlamellen aus Widerstandsmaterial bestehen, das an der Stelle, an der in der Ruhestellung und bei geringer Belastung die Bürsten anliegen, gut leitend gemacht ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE333320T | 1920-02-21 |
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| DE333320C true DE333320C (de) | 1921-02-22 |
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|---|---|---|---|
| DE1920333320D Expired DE333320C (de) | 1920-02-21 | 1920-02-21 | Stromzufuehrung fuer den beweglichen Teil elektrischer Zaehler |
Country Status (1)
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1920
- 1920-02-21 DE DE1920333320D patent/DE333320C/de not_active Expired
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