DE3333005C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von körnigen Formstoffen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von körnigen FormstoffenInfo
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Abstract
Zum Verdichten von körnigen Stoffen, insbesondere Gießereiformstoffen wird ein Druckstoß eines gasförmigen Mediums verwendet, der auf die Oberseite einer lose geschütteten Formstoffmasse gebracht und anschließend entspannt wird. Der Druckstoß ist hier vorzugsweise aus dem funktionell kurzzeitigen Zusammenwirken von mindestens drei vom gasförmigen Medium beaufschlagten Räumen (Q1, Q2, Q3) mit gleichgerichteten Öffnungen entnommen, deren gleichgerichtete Öffnungen durch ein gemeinsames, aus einem Steuerraum (Q4) einseitig mit Druckmittel beaufschlagtes Dichtorgan (4, 4a, 4b, 4c) abgedeckt werden und den ersten Raum (Q1) gleich dem Steuerraum (Q4) mit einem Druckmittel anreichert und damit auf das Dichtorgan (4, 4a, 4b, 4c) einen Gegendruck zum Druck aus dem Steuerraum (Q4) ausübt. Durch Absenken des Druckes im Steuerraum (Q4) wird am Dichtorgan ein abkippendes Druckverhältnis zum Druck aus dem ersten Raum (Q1) und damit eine Mitwirkung des zweiten Raumes (Q2) geschaffen, wodurch das Dichtorgan (4, 4a, 4b, 4c) von den gleichgerichteten Öffnungen vollends anhebend, den dritten Raum (Q3) schlagartig freigibt und damit das gasförmige Medium stoßartig zur Formstoffoberfläche führt. Ein solcher Druckstoß erreicht eine Intensität, mit der Formstoffmassen auch in größeren Mengen wirkungsvoll verdichtet werden können.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 und auf ein Verfahren
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 19.
Für das Verdichten von körnigen Formstoffen ist eine Reihe von Verfahren bekannt, bei welchen unter Anwendung
eines Gasdruckstoßes eine Verdichtung einer lose geschütteten Formstoffmasse erzielt wird. Darunter
sind Verfahren und Vorrichtungen (DE-AS 19 01 234, DE-OS 33 21 439, DE-OS 32 43 951), wobei
aus einem Druckbehälter über einen ventilgesteuerten Hohlraum ein Gasdruck aufgebaut wird, der dann durch
Auslösen des Ventiles, siüßartig auf die Formmasse einwirkt
Da die für das Verdichten notwendige Dru-kgasmenge in bestimmtem Verhältnis zur geschütteten Formstoffmenge
gesetzt werden muß, sind für Formstoffmengen, wie diese bei Gießereiformen benötigt werden,
relativ große Druckluftmengen mit entsprechendem Druck notwendig.
Da einerseits für eine gute Verdichtung eine großflä-F i g. 5 eine weitere mögliche Ausführungsform.
Die Ausführungsform nach F i g. 1 zeigt ein Druckgehäuse 1 mit einem Steuergehäuse 2 die dichtend verbunden
sind. Im Steuergehäuse 2 ist ein Dichtorgan 4 eingesetzt, das entlang der Innenseite des Steuergehäuses 2
mit einer Mantelfläche 5 bewegbar ist. Die Mantelfläche 5 kann bei Gleichheit von Steuermedium und Druckstoßmedium
ohne spezielles Dichtelement ausgebildet sein. In Fällen z. B. unterschiedlicher Medien wo besondere
Dichtheit notwendig ist, ist es jedoch von Vorteil, an der Mantelfläche 5 ein gebräuchliches Dichtelement
z. B. einen Dichtring, einzubauen. Auf der Rückseite des Dichtorganes 4 ist am Steuergehäuse 2 eine Dichtung 3
angebracht womit das Dichtorgan 4 auch mit der Rückseite eine Dichtlage einnimmt.
Das Dichtorgan 4 ist hierbei scheibenförmig ausgebildet und kann je nach Größe der abzudeckenden Öffnung,
auch verrippt oder mit anderen verstärkenden Mitteln versehen sein. Als Material kann Kunststoff
oder Elastomer oder auch Metall erwendet werden, wobei es vorteilhaft ist, metallene Oichtcrganc 4 mit
einem Elastomerüberzug zu versehen.
Die Unterseite des Dichtorgans 4, d. h. die dem Druckgehäuseinnern zugekehrte Seite ist als Dichtfläehe
6 ausgebildet.
An die Dichtfläche 6 anstoßend ist ein ringförmiger einseitig offener, als Reflexkörper 7 bezeichneter Hohlkörper
im Druckgehäuse 1 eingebaut und mittels Streben 8 am Gehäuse 1 abgestützt. Die an die Dichtfläche 6
chige Beaufschlagung des Druckgasstoßes auf die 30 anstoßende Seite des Reflexkörpers 7 ist mit einer Aus-Formmasse
notwendig ist, andererseits das Ventil hin- nehmung 10 versehen die beideitig zum Rand des Resichtlich
der Massebewegung nicht zu groß gewählt flexkörpers 7 bandförmige Dichtpartien 9 aufweist. Es
werden soli, muß im Kompromiß ein hoher Gasdruck zeigte sich als vorteilhaft, die Dichtpartien 9 entspremit
relativ kleinem Ventil verwendet werden. Um den- chend dem Gegendruck auf das Dichtorgan 4 schmal zu
noch eine großflächige Beaufschlagung zu ermöglichen, 35 halten und die Tiefe der Ausnehmung 10 ca. 1,0—2,0 mm
ist unter der Ven.iüöffnung eine gelochte Platte zur auszuführen um für ein einzusetzendes Druckgas ein
Streuung der Druckgasmenge angeordnet. möglichst geringes Füllvolumen zu beanspruchen. In
Ein hoher Druck, besonders in Größen über 20 bar ist Fällen wo mit einem Zusatzdruck aus einem nicht darhinsichtlich
des Einsatzes im Betrieb jedoch mit beacht- gestellten Druckbehälter gearbeitet wird, wird die Auslichen
Nachteilen verbunden und die Anordnung einer 40 nehmung 10 entsprechend tiefer ausgeführt. Durch die
gelochten Platte bildet für eine wirksame Drucküber- DLhtpartien 9 und die Ausnehmung 10 ist ein einseitig
tragung ein Hindernis. offener als Reflexraum bezeichneter Hohlraum Q 2 ge-
Der vorliegenden Erfindung stellt sich nun die Aufga- bildet. Durch die an die Dichtfläche 6 anstoßenden
be, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verdichten Dichtpartien 9 des Reflexkörpers 7 wird eine sogenann-
einer lose geschütteten Formstoffmasse, insbesondere 45 te Beschleunigungsfläche am Dichtorgan 4 begrenzt die
für Gießereiformen, vorzuschlagen, wobei ein Druckstoß relativ geringen Druckes großflächig und mit einer
Intensität von mindestens 50 bar/sec auf die Forrnstoffmasse
gebracht werden kann und womit auch großflächige Formate störungsrrei beaufschlagt werden können.
Erfindurigsgemäß geschieht das mittels einer Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruches 1 und mittels eines Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 19.
im Funktionsablauf entweder abgedeckt oder freigegeben wird. Zum Zeitpunkt des Überganges vom abgedeckten
zum freigegebenen Zustand der Beschleunigungsfläche tritt eine quasi reflexartige Kippwirkung im
Druckverlauf des auf das Dichtorgan wirkenden Gasdruckes auf und beschleunigt das Dichtorgan 4 bei dessen
Abheben von der D'chtauflage, d. h. durch die Freigabe jcr Beschleunigungsfläche, wird die Beaufschlagungsfläche
durch das im Räume Q 1 wirkende Druck-
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus den 55 gas aui die Dichtfläche des Dichtorganes 4 am die De
abhängigen Ansprüchen hervor.
Die Erfindung wird nun anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 eine erste Ausführungsform im Vertikalschnitt mit ringförmiger Beschleunigungsfläche,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform im Vertikalschnitt mit einer Mehrzahl von ebenen Beschleunigungsflächen,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform im Vertikalschnitt mit zentral vorgesehener Beschleunigungsfläche,
F i g. 4 eine Ausführungsform mit Anwendung gleichzeitig mehrerer Einrichtungen und
schleunigungsfläche schlagartig vergrößert.
Die an die Dichtfläche 6 anstoßenden Flächen der Dichtpartien 9 können, beispielsweise zur Verbesserung
der Abdichtung, bombiert sein oder eine andere geometrische Form aufweisen.
Zwecks Beeinflussung des Druckzustandes irr. Reflexraum Q2 ist dieser über eine Leitung 11 und ein Regelelement
12 mit der Atmosphäre oder einem nich; dargestellten Druckspeicher verbunden.
Während die Verbindung mit der Atmosphäre des Reflexraumes Q 2 dem Druckausgleich nach erfolgter
Auslösung eines Druckstoßes und erneutem Abdichten durch das Dichtorgan 4 dient, können durch das im
Druckspeicher akkumulierte Druckgas differenzierte Beschleunigungskräfte auf die Beschleunigungsfläche
des Dichtorganes 4 wirkend, ausgelöst werden.
Zentrisch zum ringförmigen Reflexkörper 7 bzw. dem vom Druckgehäuse 1 gebildeten Druckraum Q 1 ist ein
beidseitig offener Hohlkörper 13 mit einem Durchgangsraum Q3 eingesetzt. Das obere Ende 14 des Hohlkörpers
13 liegt in der Dichtebene des Reflexkörpers 7 und damit an die Dichtfläche 6 des Dichtorganes 4 an.
Um die Strömungsverhältnisse des vom Druckraum Q I in den Durchgangsraum QZ günstig zu beeinflussen,
kann die durch die Dichtfläche 6 bestimmte Dichtebene in verschiedene Ebenen aufgeteilt werden. Ein mögliches
Ausführungsbeispiel mit herabgezogener Dichtfläche 6d des Dichtorganes 4 ist in F i g. I punktiert angedeutet.
Der Hohlkörper wird entsprechend der herabgezogenen Dichtfläche 6c/verkürzt.
Die Querschnittsfläche des Hohlkörpers 13 bzw. Durchgangsraumes QZ kann sowohl rund als auch polygonal
ausgeführt sein. Im Bereich der Dichtfläche 6 kann die Querschnittsfläche des Hohlkörpers 13, besonders
bei großen Querschnitten, mit Auflagestegen 15 für das Dichtorgan 4 ausgebildet sein. Anstelle der Auflagestege
15 kann der Hohlkörper 13 in mehrere Hohlkörper (ähnlich F i g. 2) aufgeteilt sein, wobei die Hohlkörper
auch als Lavaldüsen ausgebildet sein können, womit für das Dichtorgan 4 eine verbesserte Auflage und bzw.
verbesserte Strömungsverhältnisse für das Druckgas bei geringem Hub des Dichtorganes 4 geschaffen werden.
Die Hohlkörper 13 können zylinderförmig oder polygonal ausgebildet sein.
Das untere Ende 16 des Hohlkörpers 13 ist in einer Bodenplatte 17 des Druckgehäuses 1 dicht eingesetzt.
Dieses untere Ende 16 ist derart eingesetzt, daß dessen öffnung in Richtung zur angedeuteten Formstoffoberfläche
18 einer beispielsweisen Formeinrichtung 19 zeigt.
Zur Verbindung mit der Formeinrichtung 19 ist das Druckgehäuse 1 anschließend an die Bodenplatte 17 mit
einem Anschlußteil 20 ausgebildet, der mit der Formeinrichtung 19 verbindbar ist.
Durch die Wandungen des Druckgehäuses 1 einerseits und des Hohlkörpers 1 andererseits ist ein einseitig
zum Dichtorgan 4 hin offener Hohlraum Q 1 gebildet, der als Druckraum bezeichnet sei. In diesen Hohlraum
Q ι mündet eine Zuleitung 21 für ein als Druckstoß
aufzubauendes Druckmedium, z. B. Druckluft. In der Zuleitung 21 ist ein Ventil 22 eingesetzt, mittels welchem
die Mediumzufuhr geregelt werden kann.
Im Anschiußteil 20 ist eine für die Entspannung des auf die Formstoffoberfläche 18 gebrachten Druckgases
notwendige Entspannungsleitung 23 eingesetzt, die über ein Entspannungsventil 24 und gegebenenfalls eine
schalldämpfende Einrichtung mit der Atmosphäre verbunden ist. Von den Wandungen des Steuerraumes 2
einerseits und der Rückseite des Dichtorganes 4 andererseits wird ein Steuerraum Q 4 gebildet. Durch eine
der Wandungen des Steuergehäuses 2 führt eine Steuerleitung 25. in welche ein Ventil 26 eingesetzt isi, das eine
Zuleitung 27 und eine Ableitung 28 aufweist. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, gesonderte Zuleitungen 27
und Ableitungen 28 anzuwenden.
Über die Steuerleitung 25 kann das Dichtorgan 4 einseitig mit einem Druckmedium z. B. Druckluft beaufschlagt
werden.
Es ist vorteilhaft den Steuerraum Q 4 mit einem Pufferraum Q 5 eines Zusatzbehälters 29 zu verbinden, womit
eine Pufferwirkung durch die im Raum Q 5 befindliche Luft für das schlagartig bewegte Dichtorgan 4 erzielt
werden kann. Für diesen Vorgang wird das Ventil 26 nach erfolgter Druckredu/ierung zum Dichtorgan 4,
vorgängig eines zur Atmosphäre geführten Druckausgleiches, geschlossen.
Um den Verbrauch an Druckmedium so gering wie möglich zu halten, werden die zur Formstoffoberfläche
führenden Durchgangsräume QZ vor dem Entspannen des aufgebrachten Druckes verschlossen. Mit gleichem
Nutzen wird auch der Druck im Steuerraum nur bis zum notwendigen geringen Druck für die Freigabe der Beschleunigungsfläche
abgesenkt.
Sowohl im Druckgehäuse 1 als auch im Steuergehäuse 2 können Druckmeßgeräte 30,31 eingebaut sein.
Das in F i g. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen der Ausführung nach F i g. ! und weist ein Druckgehäuse la mit einem aufgesetzten Steuergehäuse 2a auf, wobei das Druckgehäuse la mit einer Anschiußpartie 2Öa fur eine Verbindung mit einer Formeinrichtung 19a ausgerüstet ist.
Das in F i g. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht im wesentlichen der Ausführung nach F i g. ! und weist ein Druckgehäuse la mit einem aufgesetzten Steuergehäuse 2a auf, wobei das Druckgehäuse la mit einer Anschiußpartie 2Öa fur eine Verbindung mit einer Formeinrichtung 19a ausgerüstet ist.
Abweichend zur Fig. 1 wird hier ein plastisch verformbares
Dichtorgan 4a verwendet und der Einsatz mehrere Reflexkörper 7a und beidseitig offener Hohlkörper
13a vorgesehen. Das Dichtorgan 4a, das vom Steuergehäuse 2a umschlossen ist, ist zur raschen Formänderung
ähnlich einem Faltenbalg ausgebildet und besteht zum Hauptteil aus einem Elastomer. Zur Dichtfläche
6a des Lichtorganes 4a hin ist dieses mit einer Verstärkungsplatte
32 zur Verbesserung der Dichtauflage ausgerüstet.
Mit dem Steuergehäuse 2a bzw. dem Dichtorgan 4a ist über einen Durchgang 33 ein Zusatzbehälter 29a
verbunden. Das Dichtorgan 4a umschließt einen Steuerraum Q4 und der Zusatzbehälter 29a einen Pufferraum
Q 5. Der Pufferraum Q 5 wirkt in Verbindung mit dem Steuerraum Q 4 zur Pufferung des rückprallenden
Dichtorgancs 4s. Damit eine wirksame Abbremsung
stattfinden kann, muß das in der Zu- und Rückfuhrleitung 34 zum Dichtorgan 4a eingesetzte Ventil 35 geschlossen
sein. Das Ventil 35 ist mit einer Zuführleitung 36 und einer Abgangsleitung 37 ausgerüstet. Die Zuführleitung
36 ist an einen nicht dargestellten Druckspeicher angeschlossen, der ein auf den notwendigen
Druck gebrachtes Druckmedium speichert, welches zur einseitigen Beaufschlagung des Dichtorganes 4a verwendet
wird. Über die Abgangsieiiung 37 wird das
durch die Zu- und Rückführleitung 34, bei der Druckminderung auf das Dichtorgan 4a frei werdende Druckmedium,
abgeführt.
Zur Drucküberwachung können sowohl in der Z"- und Rückführleitung 34 als auch im Druckgehäuse la
Druckmeßgeräte 30a, 31a eingesetzt sein.
Im Gegensatz zur F i g. 1 sind hierbei mehrere Reflexkörper
7a mit einseitig offenen Reflexräumen Q 2 angeordnet, die sich auf einer Bodenplatte 17a des Druckgehäuses
la abstützen. Um den Druckraum Qi des Druckgehäuses la durch die Abstützung der Reflexkörper
7a nicht zu verkleinern, können diese zweckmäßig auch auf raumsparenden Stützen 40 angeordnet sein. In
den Reflexraum Q 2 führen Leitungen 41 mit Regulierelementen 42, z. B. Ventile, die mit der Atmosphäre oder
einem Druckbehälter 46 verbunden sind. Die Funktionen dieser Elemente sind dieselben wie diejenigen, die
im Zusammenhang mit F i g. 1 beschrieben wurden,
bä Wechselweise zu den Reflcxkörpern 7a sind mit Abstand zu diesen beidseitig offene d.h. durchgehende Hohlkörper 13a mit Durchgangsräumen QZ eingesetzt. Die Hohlkörper 13a sind dabei dichtend in der Boden-
bä Wechselweise zu den Reflcxkörpern 7a sind mit Abstand zu diesen beidseitig offene d.h. durchgehende Hohlkörper 13a mit Durchgangsräumen QZ eingesetzt. Die Hohlkörper 13a sind dabei dichtend in der Boden-
platte 17a eingesetzt und bilden mit dieser eine Vielzahl von zur Formstoffoberfläche 18a gerichteter öffnungen
ihrer Durchganpsräume Q 3. Die Durchgangsräume Q 3 dienen zur Durchleitung des ausgelösten Druckstoßes
und sind vorteilhaft an der Austrittsseite erweiternd vorgesehen. Durch eine Wandung des Druckbehälters
la führt eine Leitung 21a mit einem Ventil 22a zur Zuführjng
eines aus einem nicht dargestellten Druckspeicher entnommenen Druckmediums. Diese Leitung 21a
kann auch zum Entleeren des Druckraumes Q 1 verwendet werden.
In den Raum über die Forrnstoffoberfläche 18a führt
eine Entspannungsleitung 23a mit einem Entspannungsventil 24a. Diese Leitung 23a dient der Entspannung des
über der Formstoffoberfläche 18a verbleibenden Restdruckes des aufgebrachten Druckstoßes und ist mit ihrer
Mündung im Bereich der Mittelachse des Formraumes bzw. des Raumes über der Formstoffoberfläche
angeordnet. Vor dem Entspannen des Restdruckes werden die Räume Q 3 durch Abdichten mit dem Dichtorgan
4a verschlossen.
Das in Fig.3 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt
ein Gehäuse 38 und ein damit verbundenes Steuergehäuse 43. Im Gegensatz zu den vorgängigen Ausführungsbeispielen
bildet hierbei der Gehäuseraum einen beidseitig offenen Durchgangsraum Q 3. Die untere Seite
dieses Gehäuses 38 weist eine Anschlußpartie 44 für eine angedeutete Formeinrichtung 45 auf. Mittels der
Anschlußpartie 44 und gebräuchlichen Spannelementen können das Gehäuse 38 mit der Formeinrichtung 45
verbunden werden. Die Querschnittsfläche der Anschlußpartie 44 ist hier ähnlich derjenigen der Formeinrichtung
45 gewählt, womit eine optimale Druckstoßübertragung erzielbar ist. In einer Wand des Gehäuses
38 ist eine Leitung 23£> mit einem Regelventil 246 eingesetzt
die der Entspannung des auf die Sandoberfläche iSo gebrachten Druckstoßes dienen. Im Innern des Gehäuses
38 und mit diesem über Stege 47 verbunden, ist ein einseitig offener Hohlkörper 48 eingesetzt der über
eine Leitung 49 und ein Ventil 50 an einen Druckspeicher 51 angeschlossen ist. Der Druckspeicher 51 seinerseits
ist über ein Ventil 52 mit einer Druckquelle verbunden.
Die offene Seite des Hohlkörpers 48 umgibt einen Reflexkörper Tb mit einem Rcflexraum Q 2. Dieser Reflexkörper
Tb ist mit dem Hohlkörper 48 über Stützen verbunden und als Scheibe ausgebildet. In den Reflexraum
Q 2 führt eine Leitung 1 la, die über ein Ventil 12a mit der Atmosphäre oder ähnlich den vorgängig beschriebenen
Ausführungen, mit einem Druckbehälter verbunden ist.
Mit dem Raum ζ>3 zusammenwirkend ist auch eine
Anordnung weiterer Abgänge 53 möglich, womit z. B. Steuerelemente gleichzeitig iTiit der Druckstoßauslösung
angesteuert oder Druckstöße eingeleitet werden können. Das mit eiern Gehäuse 38 verbundene Steuergehäuse
2b umschließt einen Struerraurn Q 4. Im Steuerraum Q 4 bzw. dem Steuergehäuse 2b ist ein Dichtorgan
40 mit einer Dichtfläche 6b eingesetzt Das Dichtorgan
4b ist als zylinderförmige Schale ausgebildet und kann aus Metall mit einem Überzug eines Elastomers gebildet
sein oder auch aus Kunststoff bestehen.
Die hochgezogene Mantelfläche 54 des Dichtorganes 4b ist mit Vorteil dichtend oder mit geringem Spiel eingesetzt.
Bei geringem Spie! ist es von Vorteil, die Randfläche 55 mit einer Dichtung gegen das Abströmen eines
im Steuerraum Q 4 wirkenden Druckmediums auszubilden.
Das Steuergehäuse 26 ist mit einem Zusatzraum 296 versehen, der mit dem Steuergehäuse 2b über einen
Durchgang 56 verbunden ist. In den Durchgang 56 mündet eine Steuerleitung 57, die mit einem Ventil 58 verbunden
ist und über eine Ableitung 59, eine Schließstellung und einen Anschluß 60 an eine Druckquelle verfügt.
In den Zuleitungen 57 für das Druckmedium sowie in den Gehäusen 38 sind zweckmäßig Druckmeßgeräte
30 b, 31 b eingesetzt.
to Fig. 4 zeigt eine Variante mit mehreren gleichzeitig
eingesetzten Einrichtungen und einer Steuereinrichtung.
Die Fig. 5 zeigt eine Vereinfachung der dichtenden Anordnung des Dichtorgans 4c vom Steuerraum Q4
und Druckraum Q 1, welche ein größeres Spiel zwischen dem Dichtorgan 4c und der inneren Mantelfläche
des Steuerraumes Q 4 erlaubt. Dadurch wird eine weitgehend reibungsfreie Bewegung des Dichtorgans 4c ermöglicht,
was sich vorteilhaft auf die Wirksamkeit des Druckstoßes auswirkt.
Die Fig. 5 zeigt im einzelnen ein Druckgehäuse Ic mit einem über Abstandhalter 8a in diesem angeordneten
Steuergehäuse 2c. Im Steuergehäuse 2c ist das Dichtorgan 4c eingesetzt, das entlang der inneren Mantelfläche
5c des Steuergehäuses 2c bewegbar ist. Den oberen Abschluß des Steuergehäuses 2c bildet ein Dekkel
61 und den unteren Abschluß eine Dichtschulter 7c eines Reflexkörpers, auf der das Dichtorgan 4c aufliegt.
Sowohl der Deckel 61 als auch die Dichtschulter 7c können lösbar mit dem Steuergehäuse 2c verbunden
sein. Die zum Steuerraum weisende Innenseite des Dekkels 61 ist mit einem Elastomer 62 zur steuerseitigen
Dichtung des Dichtorgans 4c versehen. Die zum Dichtorgan 4c weisende Seite der Dichtschulter 7c ist als
Dichtfläche 63 ausgebildet und weist eine umlaufende Ausnehmung 10c auf, die mit dem Dichtorgan 4c einen
ι . r\:
131 UL/1.1
tung 1 Ic mit der Atmosphäre verbunden und kann über
ein Ventil 12c verschlossen oder geöffnet werden.
Den oberen Abschluß des Druckgehäuses Ic bilde'
ein haubenförmiger Deckel 64 und den unteren Abschluß eine Bodenplatte 65. Die Bodenplatte 65 ist mit
einer Anschlußeinrichung 66 versehen, mittels welcher das Druckgehäuse Ic als ganze Verdichtereinheit mit
einer Formkombination 67 verbunden werden kann. In der Bodenplatte 65 sind rohrförmige Hohlkörper 68 eingesetzt,
die bis zur Dichtfläche 63 der Dichtschulter 62 reichen und in den Druckraum Q 1 ragen. Die rohrförmigen
Hohlkörper 68 können parallel zueinander oder strahlenförmig zum Formraum 69 gerichtet sein.
Die Anordnung dieser Hohlkörper 68 richtet sich weitgehend nach der Ausbreitung der Formstoffoberfläche
18c. In dichtender Auflage des Dichtorgans 4c auf der Dichtschulter 7c und auf den druckraumseitigen Enden
der Hohlkörper 68 trennt das Dichtorgan 4c den Steuerraum ζ) 4 vom Druckraum Q 1. Die Ausnehmung
10c bildet einen Reflexraum Q2. Die Hohlkörper 68 begrenzen einen Durchgangsraum Q 3. Durch die Berührung
der Dichtfläche 63, und der Dichtschulter 7c mit dem Dichtorgan 4c wird am Dichtorgan 4c eine Beschleunigungsfläche
abgedeckt, die beim Absenken des Steuerdruckes im Steuerraum Q 4 auf das Dichtorgan
4c durch die erhöhte Wirkung des Druckes vom Druckraum Q1 auf das Dichtorgan 4c wirksam wird, d. h. nach
der quasi reflexariigen Kippwirkung des Druckverlaufes
des Druckgases. In den Druckraum Q 1 führt durch den Deckel 64 des Druckgehäuses Ic eine Druckleitung
70 für ein Druckmedium z. B. Druckluft, dessen Zufluß
über ein Ventil 71 gesteuert wird. Außerhalb des Druckgehäuses
Ic ist mittels zwei Ventilen 72, 73 die Zufuhr für das Steuermedium (Druckluft) angeordnet. Die Zufuhr
erfolgt über eine Leitung 74 durch eine Wandung des Druckgehäuses und mündet durch den Deckel 61
des Steuergehäuses 2r in den Steuerraum Q 4. Das Ventil 72 dient als Einlaßventil und das Ventil 73 als Auslaßventil.
Anstelle von solchen Ventilen 72,73 könnte ebenso ein Mehrwegeventil eingesetzt werden. Durch eine
Seitenwand des Druckgehäuses Ic führt eine Entlüftungsleitung 75 in den Formraum 69. Die Mündung der
Entlüftungsleitung 75 ist vorzugsweise im Bereich der Mittelachse mit größtmöglichem Abstand von der
Fonnstoffoberfläche 18c des Formkastens 67 angeordnet und gewährleistet eine optimale Entlüftung. Diese
Entlüftungsleitung 75 wird von einem Ventil 76 gesteuert und ist vorzugsweise über Schalldämpfer 77 mit der
Atmosphäre verbunden. Alle Ventile 12c, 71, 72, 73 und 76 sind über sine zentrale Steuerurils^e verbünde" können
jedoch auch einzeln betätigbar sein.
Ausgehend von der Annahme, es sei eine erfindungsgemäße Einrichtung mit einer Formeinrichtung zum
Verdichten formbereit verbunden, so wird im wesentlichen wie folgt vorgegangen:
Erst wird der Reflexraum Q 2 des Reflexkörpers auf
Atmosphärendruck gebracht und damit entlüftet. Nachfolgend kann das Ventil zur Steuerleitung geöffnet und
damit auf der Rückseite des Dichtorganes ein Steuerdruck aufgebaut werden. Nachdem das Dichtorgan unter
Wirkung des Steuerdruckes an den Dichtflächen anliegt und dabei den Druckraum Q 1, den Reflexraum 02
und den Durchgangsraum Q 3 abdeckt, kann nun das Hauptventil für die Zufuhr des für den Druckstoß vorgesehenen
Druckmediums geöffnet und der Druckraum Q 1 mit Druckmedium angereichert werden. Hierdurch
wirkt nun das Druckmedium, z. B. Druckluft, des Raumes O 1 als Gegendruck zum Steuerdruck auf die Dichtfläche
des Dichtorganes. Es ist hierbei zu beachten, daß die vom Steuerdruck auf das Dichtorgan ausgeübte
Kraft stets größer ist als diejenige Kraft, die vom Druckraum her wirkt, und daß die Räume ein geschlossenes
System bilden.
Bei Verwendung gleicher Druckmedien sowohl für den Steuerdruck als auch für den Stoßdruck ist es vorteilhaft,
den Druck beidseitig des Dichtorganes gleich zu halten, womit auch eventl. Leckagen in diesem Bereich
unbedeutend werden. Da die Beaufschlagungsfläche am Dichtorgan steuerseitig stets die größere ist, ist hierbei
eine sichere Abdichtung gegeben.
In dieser Zustandsform ist der Druckraum Q1 nun
mit Druckluft gefüllt. Da der sogenannte Reflexkörper stets in dem Raum, in dem erst ein Druck aufgebaut
wird, angeordnet ist, ist hiebei der Reflexkörper mit Druckluft umgeben außer der Seite, die vom Dichtorgan
abgedeckt ist Mit dieser Seite wird am Dichtorgan eine sogenannte Beschleunigungsfläche abgedeckt.
Soll nun ein Druckstoß zur Oberseite der Formstoffmasse gebracht werden, so wird ein Druckabfall im
Steuerraum ζ>4 ausgelöst und der Druck bis zur Unterschreitung
des Gleichgewichtszustandes über den sogenannten Kippunkt abgesenkt. Durch die Aufhebung des
Gleichgewichtszustandes, d. h. zum Zeitpunkt vom abgedeckten zum freigegebenen Zustand der Beschleunigungsfläche,
wirkt nun der druckraumseitige Druck der Druckluft mit eine reflexartigen Kippwirkung des
Druckzustandes schlagartig stärker auf das Dichtc-rgan und hebt dieses von der bedeckten Seite des Reflexkörpers
d. h. de Beschleunigungsfläche ab. Somit wird kurzzeitig die Angriffsfläche für den von der Druckraumseite
wirkenden Druck vergrößert und das Dichtorgan schlagartig angehoben und damit auch der
Durchgang zum Durchgangsraum Q 3 frei. Durch die schlagartige Freigabe des Durchgangsraumes kann sich
die im Druckraum Q 1 aulgebaute Luft ebenso schlagartig entspannen und als Druckstoß auf die Formstoffmasse
einwirken.
Hierbei hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Dichtfläehe
am Durchgangskörper zur Dichtfläche am Reflexkörper, verzögert freizugeben, um damit den Übergang
aus dem Gleichgewichtszustand des Dichtorgans zu verbessern, d. h. es wird zuerst die Beschleunigungsfläche
am Dichtorgan für die Wirkung des Druckmediums freigegeben.
Gleichzeitig mit der Wirksamkeit des Druckstoßes ist es von Vorteil, das Ventil zu schließen und damit die
Restdruckluft im Steueraum Q 4 und Pufferraum ζ) 5 zu
fangen.
Diese Restdruckluft wird nun durch das rasche Bewegen des Dichtorganes zusammengepreßt und übt damit
eine Bremswirkung auf das Dichtorgan aus.
Um die Wirkung des aus dem Freiwerden der Druckluft erzielten Druckstoßes optimieren zu können, können
einenteils die Dichtebenen zueinander in unterschiedliche Ebenen gelegt werden, andererseits der
Durchströmquerschnitt auf mehrere Durchgangsräume verteilt, oder auch die Richtung der Durchgangsräume
z. B strahlenförmig ausgelegt werden.
Die von den öffnungen der Räume begrenzten Fläche am Dichtorgan bestimmen somit Teilflächen mit
verschiedenen Zweckbestimmungen und bilden mit ihrer Summe die gesamte beaufschlagte Dichtfläche des
Dichtorganes.
Nachdem der Druckstoß auf die Formstofffläche gebracht und damit eine Verdichtung der Formstoffmasse
erzielt ist, wird der Durchtrittsraum 03 durch das Dichtorgan verschlossen und die Zufuhr des Druckmediums
unterbrochen.
Da sich nach Ablauf des Verdichtungsvorganges über der Formstoffoberfläche stets ein Restdruck aufrf -hterhält,
wird dieser, bevor die Formeinheit von der erfindungsgemäßen Verdichtungseinheit getrennt werden
kann, durch öffnen des Ventilcs über die Entlüftungsleitung
entspannt. Vor der Entspannung werden alle Zuleitungen verschlossen. Damit kann der Verbrauch an
Druckluft in günstigen Grenzen gehalten werden.
Nach diesem Entlüften kann nun die Formeinheit gegen eine neu zu verdichtende gewechselt und ein neuer
Formzyklus eingeleitet werden.
Es können auch unerschiedliche Medien für einen Druckstoß verwendet werden, wobei es als angezeigt
erscheint, im Steuerraum Druckluft oder auch inertes Gas zu verwenden.
Die mit dem Verfahren erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß mit relativ geringem konstruktivem
Aufwand das Dichtorgan, insbesondere bei Absperreinrichtungen mit großem Durchtrittsquerschnitt,
schnell bewegbar gemacht werden kann, womit Druckstoße verschiedener Intensität und bestimmbarer Größenordnung
erzielbar sind. Durch Kombination einzelner Ausführungen können damit vielfältige Formeinrichtungen
belegt und deren Formmassen den Anforderungen entsprechend verdichtet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (24)
1. Vorrichtung zum Verdichten von körnigen Formstoffen, insbesondere Gießereiformstoffen, s
mittels eines Druckstoßes eines gasförmigen Mediums, das auf die Oberseite einer lose über eine
Modelleinrichtung geschütteten Formstoffmasse gebracht und anschließend entspannt wird, mit einem
mit einer Formeinrichtung verbindbaren Druckgehause, welches ein Steuergehäuse mit einem Steuerraum
und einen durch ein Dichtorgan davon getrennten Druckraum umfaßt, wobei das Dichtorgan
zur dichtenden Auflage auf mindestens einem im Druckgehäuse eingesetzten durchgehenden Hohlkörper
zum Durchleiten von Gasen aus dem Druckraum zur Formeinrichtung ausgebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der durchgehende Hohlkörper (13, 13a, 38, 68) und der Druckraum
(Q 1) zurr. Oichtorgan hinweisende öffnungen aufweisen, welche durch Auflage des Dichtorganes
(4, 4a, 46, 4c) auf diesen öffnungen voneinander trennbar sind, und daß im Bereich der öffnung des
Druckraumes (Q l)zum Dichtorgan (4,4a, 4b,4c)h\n
ein einseitig offener Hohlkörper (7, 7a, 7b, Tc) mit einer zum Dichtorgan hin offenen Ausnehmung
(Q 2) eingesetzt ist, die vom Dichtorgan (4) dichtend abdeckbar ist und mit einer Quelle niedrigen Drukkes,
insbesondere der Atmosphäre, mittels eines Ventiles (12) regelbar verbunden ist, so daß bei Absenken
des Drucks im Steuerraum (Q 4) das Dichtorgan
(4) von den öffnungen und :Jer Ausnehmung
abhebt und eine Verbindung zwischen dem Druckraum (Q \) und der Ausnehmung ?Q2) bei abgesperrtem
Ventil (12) herstellt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der einseitig offene Hohlkörper (7, 7c) ringförmig ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einseitig offene Hohlkörper (7a,
7b)säulenartig oder scheibenförmig ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein in den Raum über
der Formstoffoberfläche führendes Entlüftungsorgan (23,23a, 230,75) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung des Entlüftungsorgans
im Bereich der Mittelachse des Raumes über der Formstoffoberfläche angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß abwechselnd einseitig
offene Hohlkörper (7, 7,?, 7b, 7c) und durchgehende Hohlkörper (13,13a, 68) im Druckgehäuse (1, la. ib.
48) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtfläche des
Dichtorgans (4, 4a, 4i>, 4c) zu den durchgehenden
Hohlkörpern (13, 13a, 68, 38) und einseitig offenen Hohlkörpern (7,7a, 7b, 7c) in einer Ebene liegt.
8. Vorrichtung nach einem der Anäprüche ] bis 6, &q
dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtflächen der durchgehenden Hohlkörper (13, 13a, 68, 38) und der
einseitig offenen Hohlkörper (7, 7a, Tb, 7c) auf mehreren Ebenen verteilt angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Steuerraum
(Q4) ein Pufferraum (QS) eines Zusatzbehälters
verbunden ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtorgan (4, 4b,
4c)a\s scheibenförmige Platte ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtorgan (4a) als verformbarer Hohlkörper ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtorgan (4,4b, 4c^eine aus
Kunststoff bestehende Platte ist
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtorgan (4,
4a, 4b, 4c) teilweise oder ganz aus einem Elastomer besteht.
14. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtorgan (4,4c) eine metallische
Platte ist, deren dichtende Seite mit einem Elastomer beschichtet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtorgan (4, 4a, 4b, 4c) steuerraumseitig und formraum- bzw.
druckiaumseitig dichtend ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
15, dadurch gekennzeichnet, daß die durchgehenden,
rohrförmigen Hohlkörper (13a, 68) zur vertikalen Symmetrieachse parallel oder strahlenförmig angeordnet
sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe aller Teilflächen am Dichtorgan (4, 4a, 4b, 4c) der Dichtfläche
(6,6a, 6b) entspricht.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtorgan (4,
4a, 4b, 4c) im Steuergehäuse (2, 2a, 2b, 2c) beweglich
geführt ist.
19. Verfahren zum Verdichten von körnigen Forrnstoffen, insbesondere Gießereiformstoffen,
mittels eines Druckstoßes durch ein gasförmiges Druckmittel, das auf die Oberseite einer iose über
eine Modelleinrichtung geschütteten i'ormstoffmasse gebracht und anschließend entspannt v/ird, wobei
der Druckstoß aus dem Zusammenwirken von mindestens drei voneinander trennbaren Räumen mit
einem Steuerraum, einem Druckraum und einem beidseitig offenen Durchgangsraum entsteht, die
von einem Dichtorgan voneinander trennbar und miteinander verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung eines weiteren, zum Dichtorgan einseitig offenen und von diesem abdeckbaren
Raumes zu einer Quelle niedrigeren Druckes, insbesondere der Atmosphäre, geregelt wird, daß der auf
das Dichtorgan wirkende Druck in dessen öffnungssiriiie
verändert wird und das Druckmittel aus dem Druckraum in den weiteren Raum einströmt, so daß
und die Kraft auf das Dichtorgan im Öffnungssinne verstärkt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß die öffnung des bzw. jedes beidseitig offenen Raumes (Q 3) gleichzeitig oder verzögert
bezüglich der Öffnungen der einseitig offenen Räume freigegeben wird.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch
gekennzeichnet, daß das auf die Formstoffmasse gebrachte Druckmittel gesteuert wird.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum von einem Druck des gasförmigen Mediums von maximal
19 bar, vorzugsweise 4 bis 8 bar, beträgt.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Absenken des Druckes über der Formstoffmasse die Öffnungen
der Räume mindestens teilweise verschlossen werden.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß verschiedene Druckmittel
verwendet werden.
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